Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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adcüchen sitze Klettenberg vhnweit Franckfurt am Mayn, dernahine von Klettenberg, so die familie heut zu tage führet, zuge-legt worden. Erasmus von Wildeck , genannt Seiffart, warKönigs Gustavi Advlphi in Schweden geheimer Rath, giengaber nach der schlachi bey Nördlingen nach Franckfurt, und wardmit feinen defcendenten in die uralte Gefellfchafft Fraucnsteinaufgenommen, und bekleidete daselbst das Bürgermeister-undälteste Schöpfen-amt, hatte zur ehe Annam Mariam Bäuerinvon Eifeneck, des Kayserlichen Raths und Reichs-Schuttheissenszu Franckfurt, Johann Martin Bauers von Eifeneck, und Ca-tharinä von Heckbach tochter, womit er seinen söhn JohannErafmum von Klettenberg gezeuget, welcher Negiments-Burg-mann zu Gclnhausen, auch Kayfcrl. Rath und Reichs-Schult-heifi zu gedachtem Franckfurt gewesen , und an. 1716. daselbstverstorben ist. Von seinen söhnen lebet noch einer, FriedrichAugust von Klettenberg und Wildeck, welcher als Cantzler underster geheimer Rath in Fürstlich-Waldeckischen diensten stehet,und sich an. 1728. mit Charlotta von Rudesheim verheurathethat. Dessen bruder, Philipp Wilhelm, starb, als Oberster undCommendant zu Franckfurt am Mayn, an. 17;;. Viä. die do-cumenten des klosters zum Buch. Irem dfiov« l-ittrarramensi junii 1709. p. 28;. feg.

* Klettenberg, (Johann Hector von) erkannte Franckfurtam Mayn, wo er aus einem vornehmen geschlechte entsprossenwar, vor seine geburts-stadt. Es fehlete seinen eitern weder anvermögen noch gclegenheit, ihn zu alle dem erziehen zu lassen,damit er einstens dem vatterlande erspriesliche dtenste hatte lei-sten können, doch war alle angewandte bemühung bey ihm gantzund gar vergebens. Als er zu reiferm alter gelangete, schien erzwar seine aufführung zu ändern, es war aber weiter nichts alseine blosse Verstellung , da er seine Untugenden besser zu verber-gen wußte. Absonderlich stieß er seinem nahen anverwandteneinem von Stallburg, als er mit ihm in streit gerieth, den degeninS Hertz, und machte sich hernach mit der flucht nach der Pfaltz.Weil er nun von gesichte und leibe wohl gebildet war, und aucheine angenehme rede hatte, Mißbrauchte er sich solcher natur-gaaden zu Verführung eines weibes , von der ihm erzchlt wordenwar, daß ihr mann nebst ihrer beyhülffe seit laugen jähren ver-schiedene chymisch-und alchymische Processe ausgearbeitet, undnicht nur viele sonderbare geheimnisse von verwandelung dermetallen gefunden, sondern auch würcklich eine sichere gold-tiu-ctur in Handen habe. Diese überredete er ihrem mann treuloszu werden, seine beste Processe samt der sogenannten gold-tinclur,und demjenigen, so zu ihrem vorhaben nöthig seyn könnte, zu ent-führen, und mit ihm fortzureiten. Er sitzte hierauf mit stlbigerfeinen weg nach Dachsen. Er kam ferner in geheim nach Dreß-den, und erhielt, weil ihn niemand kannte, bald einen gönner,der ihm am Königlichen Hofe den verlangten eingang zu ver-schaffen suchte. Ob sich auch gleich anfänglich einige Hindernisereignete, weil die beyspiele verschiedener, die andere hinter daslicht geführet, noch in frischem andrucken waren, so erhielt erdoch endlich seinen zweck, indem er nicht allein etwas von dieserlinctur bey sich hatte, sondern auch aller dabey gebrauchten mög-lichen Vorsichtigkeit ungeachtet nichts falsches entdecket werdenkonnte. Damit brachte er es auch so weit, daß ihm der tituleines Königlichen Cammer-Herrn und Amt-Hauptmanns zuSenfftenberg beygeleget, auch ihm ein austrägliches zu seinerUnterhaltung, als auch zum behufe des anzulegenden l/äborsto-rii, und der darinn zu unternehmenden arbeit angewiesen ward.Er verband sich auch dagegen aufs heiligste , innerhalb einer ge-wissen zeit die gedachte tinctnr in solcher menge fertig zu schaf-fen, daß der Königliche Hof dadurch ein neues und etliche Mil-lionen betrauendes einkommen erhalten sollte. Bald daraufaber fieng er es wieder da an, wo er es gelassen Iatte, trieb ge-raume jähre, nebst seiner maitresse, die er anfänglich vor seineehefran ausgab, einen übermäßigen staat, spielte, schwelgte,machte häufige schulden, legte bey aller gelegenheit sein unbestän-diges gemüth an den tag, bekümmerte sich auch um nichts we-niger als sein versprechen. Endlich brach es aus, daß schon alleanstatt, sich davon zu machen , getroffen wäre, und so siel er imjähr 1717. in Ungnade, ward in seiner behausung zu Dreßdenarrcstirt, und täglich mit 14. mann bewacht. Nachdem nuneine Commißion angeordnet worden, welche seine fache unter-sucht, und ihn seiner bosheit und Mißhandlung überzeugt hatte,kam Königlicher befiehl, daß er, um zu rechtschaffener erkänntnisseines äusserst verderbten zustandes zu gelangen, auf die vestungKöniqstein in Verwahrung gebracht werden sollte, welches immertz des 1719. jahrs geschahe. So vest man ihn aber zu ver-wahren meynte, so emsig suchte er seme freyheit zu befördem.Er zerschnitt deswegen am ,. may dieses ,ahrü seinen mantel,drehete selbigen als einen strick zusammen, kam auch von dergrossen höhe glücklich herunter, und ohne anstoß an die Elbe, woer sich übersetzen lassen wollte. Doch verzog sich dieses eine ziem-liche zeit, indem derjenige bauer, der ihn übersetzen sollte, undgegen den er sich vor einen Böhmischen studenten ausgegebenhatte, verdacht schöpfte, und sich nicht sogleich cntschliessen konn-te. Indessen ward es aufder vestung ruchtbar, und er von deneiligst nachgeschickten soldaten, als er sich eben hinter einen duscham wasser verkroch, ergriffen, und wieder zurück geführet. Nun-mehro kam er zwar in ein viel schärferes an einem andern ortegelegenes gefängnis, versuchte aber doch dem ungeachtet am 16.januarii des folgenden jahrs abermals in der nacht seine be-

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freyung möglich zu machen, und bediente sich fches-einiger Wäsche und sonst zusammen gestopp««' ' x,,e ^aber diese herabsähet viel tiefer und gefährlich« pB w ^war, riß das seil in stücken , und er siel dermaßen ^ guM-Dbefindlichen starcken schnee, daß er auf ernnM Wesvergaß, und noch dazu seinen fall durch stmselbst bekannt machte. So bald ihn aber die »am ^ M ^ten soldaten wieder zurück brachten, beraube«« Mw ^wehklagen in das abscheulichste siucheu. Auf «r" eiE-Fricht an das Ober-Gouvernement zu Dreßden, w-,besten erachtet, das zu Franckfurt am Mayn «sss X voll!'Wekverübten Mordthat über ihn gesprochene urthe» « Z„ g' ssi,und ihm bedeutet, sich zu seinem ende zu bereit«'-, ^as«zeit stellte sich auch der tischer ein , um an ihm s»nem sarge zu nehmen. Wiewol er nur allesund mit lächelndem munde sagte: Daß aufdemsarge noch die vögel singen; so ward er doch oaw Mda sich der ksrer Hartmann aus Dreßden eussUsFesicherte, daß es ernst wäre. In dem augenb»«entschluß, den er zuvor niemals gehabt hatte, b«^lt«c-,Erigen böjen Wandel, und seufzeke nach dersich ward er am 1. mertz morgens um 8. uhrnen piquen, nachdem er sich den tag vorher »on? .sWdas Abendmahl reichen lassen, auf der vestungschilpwakd die sogenannte Königs-rase, auf einenberten platz geführet, wo er mit gedachtem ^'bealch^kBdie perruque von sich warf, denen ihn zum lob f^pe «0^ »sbaten eine dncate gab, und au die sämtliche ahw« M»rede that, darinn er vor alles gute dancktc, dA adruß verursacht, um Verzeihung bat, und leMw^te, an ihm ein beyspiel zu nehmen. Nachgeh«'.

hauptet. Lreganders lebenManns leben Fricdr. Aug. p

Kyaus,

1015.

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Klingen, eine kleine in dem Bißthum

nebst einem Amte, so au. 1248. die Freyste«/ 'berck, welche in dem XVI. Lculo abgestorben,dachte Bißthum verkauft haben. KE.

Klingenberg, ist eine dem Churfürsten vo» f^ins XxEßund wegen des daherum wachsenden herrlE, E,kleine stadt in dem Franckcnlande, an dem ßssss.ch. Äl'/den städten Aschaffenburg und Wertheim, ge> ^gleiches nahmens liegt in Bohmen au der Mu.^Prag, in dem Prachenser-kreise aufeincm b«^o>ü>'.nicht anders als durch Hunger hat erobert w«o p. ^wpogr. kokem. x. 2°. Vogtens jetzt!. Bohw A

*Klingenberg, ein in Ober-OesterttA.

ten Machland-Viertel, auf einem sehr b-!?-fschE^i>ll",,P

gelegenes schloß, welches ehemals zu

gehöret, nach und nach aber an unterschu^M

kommen. An. i ey8. haben es die Her«n

bracht, in dem XVII. Lculo aber dem klo»«Aer-^kauft. Von Hohenecks beschreibung von .aphi/Arom. II. p. 7; 9. . ^

Klingenberg, (Henricus von) war Er/v^k,Habsburg und dessen söhn AlbertiFriderico von Zollen, zum Bischoffe von „MrnUvMfand sich an. 1298. bey dem Reichs-tage z» glaß"welchem Kayser Adolphus aus dem H„ ,MayN^rtS- Fwurde, woselbst er mit dem Churfürsten vo»'^

Vorsitze streit hatte. Er war jedcrman sest/., W N§».' r Adoivvtts a-lva in viel aut^ ck

der Kayser Adolphus selbst hielte so viel a>tt " ,ermeldtem Reichs-tage allernächst beyW,K »n Z"zuerst Probst des Stifts zum grossen Mnnn^ ,gen- „chttp-1271. bis 1276. und darauf Blschoffan. izos. Es wird ihm ein tractat sie lwSr>3 Lcimitum Hobxtzurg. zugeschrieben, * ioÄV

6erm. viel«. Hottingers Helv. kirchengeiw- K.

Klingler, (Antonius) geb. den2.^legte anfangs in seinen studien schöne tu» yy Vza-sich nachwärts auf ausländische Academren' Aß'

*677. zu Franccker zum voäk. IkcoloZ. Arbew,

zum darinn zu Hanau creirt wurde, f sbf

eme vocation aufGröningen zu eben d«

brge aber mcht annehmen, sondern blu-b ^ /

wurde er vlseonus zum H. Geist i» Z"r'^i" >

bey St. Peter, und an. 1688. Pfarrer zuw «

Antikes; starb aber au. 171z. in

gegebene schriften sind: Der gesandte Bo« k

nmk. V. 20. geistliche Betrachtungen bey ^ ,

läss-n; Erklärung des Gnaden-Ber»^ciror. äc-ocl.; Bericht von dem Greuel des ^gemeinter Bericht cle Lvra p-mperum 'X.>jgken

lNvn; ttellL fokovL s. portio Ittastts!

samt andern Occasional-Predigten. ^

Kling,,aw, siehe Llingnau- .

* Klingstet, (dl.) ein vortrefl-cher A^nbenA^'' 'ga in Lw'fland gebürtig. In l«nelN MpjscheN "^an kriegs-dienste zu thun '» ^ ^ L

jähr hernach kam er in Franckreich, P.VWEßs"

gen Teutschen Ohrederischen regimem , M l>jähr lang, theils als gemein« und ^