Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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538
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Königshöfen , eine stadt in Francken, dem Stifte Würtz-bürg gehörig, in Krappfclde gelegen. Sie gehörte anfangsden Grafen von Henneberg, und einer von selbigen legte an.1241. eine vestung daselbst an. An. kam sie von Henne-berg an die Burggrafen von Nürnberg, und von diesen durchHeurath an das Haus Würtcmberg, endlich aber durch kaufan Würtzburg. An. rü;i. eroberten die Schweden diese ve-Kung, und blieb die Schwedische besatzung darinnen bis an.16;da sie diesen ort im dec. durch accord dem Bischofs wiedereinräumten, kvssjoni krariconia reäiviva.

Königshöfen, ist eine bevestigte stadt in Francken, zwi-schen Mergentheim und Bischoffsheim , an dem siuß Tauber,über welchen daselbst eine steinerne brücke gehet. Sie ist theilsdem Churfürsten von Mayntz, theils andern Herrschafften un-tcrworffen.

* Königshoffett, (Jacob von) welchen Voßius äs Alst. hat.III. IV. lind Urstisius Lvngelsbovium oder Longslskovium,Guillimannus, von den Bischöffen zu Straßburg vm. aberLegiovillnnum nennet, war aus adelichem geschlechte im El-saß entsprossen, und war zu ausgange des 14. jahrhunderts krrx-bsaäurius bey dem Münster daselbst. Man hat von ihm:Aclteste Teutsche sowol allgemeine als insonderheit Elsaßischeund Straßburgische Chronicken vom ansang der weit bis insfahr nach Christi gebnrt i;86. Diese hat zuerst Johann Schil-ler zu Straßburg 1698. in 4. mit anmerckungen heraus gege-ben. Ob aber gleich Voßius meldet, er hätte sie bis ins fahr1400. geschrieben, so ist es doch falsch, und mag die fortsetzungdurch andere geschehen seyn, wiewol nicht zu läugnen, daß sieKönigshoffen bis aufs jähr N89. vollführt habe. Er hatzwar auch eine chronick in Lateinischer spräche verfertiget; dochscheint es mehr ein entwurf, als ein ausgearbeitet wem selbstzu seyn, und sind auch, wo es nöthig gewesen, in der von Schil-lern heraus gegebenen Teutschen einige stellen angeführt, öa-

, bibl. meä. L inst Latin. IX. p. 28. legg. Schillersvorrede zu von Königshoffen Elsaß-und Straßburgischen chro-nicken.

Aönigslutter, LotbariL Xeßia, ein berühmtes kloster indem Hertzogthum Braunschweig, Wolffenbüttelischen antheils,fast mitten zwischen Wolffenbüttel und Helmstädt, an einemkleinen siuß der Lütter gelegen. Dieses kloster soll sehr alt undvon Graf Bernharden zu Haldensleben zum Nonnen-kloster Au-gustiner-ordens erbauet seyn. Nachgehends ist es an HcrtzogLudern oder Lotharium, der bald darauf Kayser worden, alsder ausgestorbenen Grafen bluts-freund , gekommen. Dieserhat d>e Nonnen wegen ihrem ärgerlichen leben ausgemustert,und nach Drnbeck am Hartz versetzt; darauf das kloster vongründ auf sehr prächtig bauen,und nach seinem nahmen Königs-lntter nennen lassen , und Mit Bencdictiner-Mönchen aus demkloster Johannis vor Magdeburg besetzet. Der donalions-drief,in dem er dem kloster sehr reiche eintünfte und viele Privilegiengab, ist datirt an. n;?. den i. aug. Der erste Abt ist gewesenEberhardus, der zugleich 8°. eingekleidete Chor-Herren ohnedie lay-brüder in seinem Stifte gehabt. Der Kayser hat dasfolgende jähr dem kloster eine grosse menge reiiquien Christi undder Heiligen , und was das grösseste, so viel ablaß von Rommitgebracht, als jährlich zu Rom für i;oo. kirchen groß undklein ausgetheilet wird. Als gedachter Kayser an. n;7. gestor-ben , ist er in diesem seinem kloster begraben worden; wie dennauch dessen gemahlin Richsa und eydäm, Heinrich der stoltze,ihr begräbnis hier haben. Nach der religions-änderung ist dieAbtey nichts destoweniger einiger Massen im stand erhalten wor-den , und pflegt insgemein einer von den Helmstädtisthen kro-kefforlbuL Meölogia: diesen titul zu führen. Dieses kloster nunhat gelegenheit gegeben zu dem dabey gelegenen städtlein, soauch Röttigslutter heisset, welches nicht nur an. undi6iz. abgebrannt, sondern auch im jährigen kriege, son-derlich an. 1640. gantz und gar verwüstet, und leer gemachtworden, sonsten aber bekannt ist, wegen dem Duckstein, ei-nem felsen, aus dem ein brunn quillet, besten wasser gut biergiebt, so gleichfalls der Duckstein genennet wird. Dieser ortmuß nicht mit Luttern am Barenberg vermischt werden, da-von an seinem ort. topogr. Ilransu. p. I; I. ssg.

Königsmachern, iat. Nsskera Heg!«, ist eine kleine stadtin dem Hertzogthum Luxemburg, zwischen Thionville und Sirchan der Mosel, gelegen.

* Königsmann, < Andreas Ludwig) war im jähr 1679.den i2. febr. zu Schleßwig gebohren , und sollte zwar in seinerjugend seines vatters profeßion, nemlich das schneider-handwerck,lernen, allein da er dazu keine tust hatte, muste er sich beymstudiren anfangs kümmerlich durchbringen. Nach zurück geleg-tem studiren wurde er zuerst krokeifor kKiloldpKiL zu Kiel,im jähr 171;. Inlpsctor des Oymnasti zu Osnabrück, im jähr1716. kgiior zu Dänischhagen unweit Kiel, und zu ende desMrs 1726. Teutscher Prediger in Coppenhagen, starb im jähr1728. Unter seinen difputationen sind die merckwürdigsten : äsIrnpergwrs kriäsnsn Lnobarbo sb stlexrmäro III. kontiüsspöäibus non inculsaco ; äs malis kastorikus ssu äs 8sopo^ 8enm karskolR Okristi ^ob. X. l. segg. äs Homine nu-Ptiali Vests non inäuto tanguam Imvgine ^nticöriKi , sxUattk. XXII. n. leg. äs ksrsuastöRS kroxkstarum per 8ixnL

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kontra ftensäiftnm äs 8pinora ; äs „o

sävsrsus rebellem kiLLlsü-im ^uäieorum -I» ^ W'

LcLleüsm üntiLhrilkisnLin L nniverkam I^s

XXIV. 29. feg. äs Lntiguitste L Llsu 80W j^erskv^,^»'

äe Origine Litterarum gpuä Oermsnos; »e

tnrisrum spuä Oeimanos Ignoratione; ae M

rum in sguis Lkeni ; ausser dem hat er' a

LIavis Lroplieticse ; Lnimuäversiones dlvwu

msra und andere schriften heraus gegeben, r. der^Aplens ein Opus kropsseticum; eine Einleitung » . jsiAnis der Göttlichen Bündnissen und Haushg» f per ^ D!che; ein Lsxicon kropdetionm, oder ErUa fSinnbilder aus den schriften Lutheri undzu stellen, woran ihn aber der tod verhindernäs vit. L merit. llnär. Luäov. Xcor»726. , centikol. Luther. II. 68- k °

Konigsmarck, eine uralte adeliche D'

familie, welche sich an. 926. in der stadtgelassen, nachdem die Wenden daraus ^ ^

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auS dem geschlechte der Sturen vermählet. rtilS.,,a^wurde Christian Königsmarck erzeuget, welw^

Rath und Gouverneur in West-Gothland ernennan. i;88. in einem unglücklichen treffen MUerEfohne das leben verlohr, worauf der anderegefchlecht fortpflantzte, von welchen sich naclEss§ von HMeinige in die Äarck Brandenburg begeben.marck ist. an. 1496. Bischofs zu Havelberg Evon Königsmarck besaß um das jähr 1 p,

Rotzlin in der Marck Brandenburg. mjveraufKötzlin, diente dem Kayfer Rudolpho ss'^, vec'^cken , und wurde ein vatter Conrads auf Kotz»falls wider die Türcken durch feine tapfern»und Johann Christophen gezeugel, von we>ev ^11.seinen nachkommen die jetzt folgende artickui v .Märckische chron. Beschreibung Schwede"

Rönigsmarck,,(Johann Christoph)und Dtegholm, Königlich - Schwedischer 16^E'General-Feld-Marfchall, war den »5-Ur. MAcck/ren. Seine eitern waren Conrad von KowL^chteaufKötzlin , und seine Mutter aus demBlumenthal. In seiner jugend wurde er EdMBraunfchweig und Luneburg Hofals Edefm" MO gu:büttel gebracht, begab sich aber bey ansang - Hertz-^ss ^krieges in Kayferliche kriegs-dienste, unter v ^ MHenrici zu Sachsen-Lauenburq regiment, ^ o>n» sL,,ein gemeiner reutcr diente, hernach von r» ^dern bis zur Rittmeister-stelle stieg, und »wc ^ten und delagerungen beywohnele. Nacyorstav Adolph auf den Teutschen boden geko'er sich in dessen kriegs-dienste, und war mmr pragov rtU,jors Wolf Heinrichs von Baudiß reE^chen ÄssUiWachtmeister, und hernach unter Äs reg^^Wregiment zu Pferde Oberst-Lieutenant, welw ^jeve' xecals nach dem Pragrschen frieden an.reglmenter in Luneburgische dienste ubersnigin Christinä devotion erhielt. Erdes Feld-Marschalls Kniephausen Evalett ViS

dec. an. 16;bey einem einfall in iE»,!'

das folgende jähr ranzioniret. Er bekaw,^ setb>Sf^llkssjstl!terssche regiment als Oberster, undRodkirchen auf dem Wester-walde einige K v ^ter dem Grafen von Nassau - Dillenburg^^u , '^„ ^1

sich an. i 6 ? 9 . des ganken Eisfeldes,-rw ^

Obersten Oeppen bey sich habende vöMr,^,gnv^ te^

Würtzburg, nahmLohra und Kleltenbcrg zp, bess/ghLvölcker dem Feld-Marschall Johann Zjxte. -

nach den Chur-Sächsischen landen marscy ^ ,

in der schlacht bey Chemnitz, sshlug L,

Sächsische volcker, und nahm Querf»^,, c,gcn^ zes H k!er bis zu erfolgtet» friedens-schlnß "Ad aSÄÄ

Er wurde hierauf General-Maior, M st E MSachsen, bis ihn der Feld-Marscha»^si, er <

Ober-Pfaltz wieder an sich zog, >n ^ §p,ir-?/^ii. Ä^,,i

. . sich zog, »n >)7Chnr-^"äii. L of

fuhrete, und den z.jan. an. hieraUs rslel>A>t- ^p

zu Heimbach glücklich übersiel. Es Sopharddem neuen General-Feld-Marschallh reffen

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21. nray bey. Der Feld-Marsthaü Aen 'Äevgen regimentern tn die Chur-SaMw obßWei's r, !><'>,einnahm, Mannsfeld entsetzteMysts1',xeNorthausen ruinirte, auch das von e Er >voh^li ss^cÄ>

mene schloß Querfurt wieder eroberre^^tzlrt- z,der schlacht bey Leipzig bey, »ndcon heiagew^j-t"gek, halfauchLeipzig und FrKg ^m'twMarschall in Böhmm gieng, "ktz ^