Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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theil des ihrigen abzunehmen, und ließ sie nebst etwas weni-gem zu ihrer Unterhaltung wieder von sich. Diese seine art zurauben, benebst seinen dabey verübten tapfern thaten, mach-ten ihn und seine söhne bey Darham, welcher damals in demSegestanischen regierte, bekannt. Dieser Printz zog ihn, des-wegen an seinen Hof, und da er bey dieser gelegenhett täglichan ihm neue fähigkeiten und qualitaten entdeckte, so beförderteer ihn nach und nach zu den grosten ehren - stellen an seinemHofe. Es hatte auch Laich das gluck, daß er sich bis zu sei-nem tode in diesem Wohlseyn erhielte, und seine söhne nach sei-nem absterben in dem stände hinterließ , es noch höher zutreiben; wie dann auch unter andern sein söhn Jacob der an-sänger und grundstein der Dynastie der Soffariden geworden., bibl. Orient.

Lajus, Labdaci, des Königs zu Theben söhn, vermählte sichmit Jocasta, von welcher Oedipus gebohren wurde. Mansagt, daß, alS er von seines weibes schwangerschafft gehöret, erdas OmLuIum gefragt habe, was er von diesem kinde zu hoffenhätte? als er nun vernommen, daß er selbst durch dessen Handumkommen würde, überlieferte er das neu-gebohrne kind ei-nem von seiner leid-wache, um es aus dem wege zu räumen.Weil nun dieser nicht gern dran wollte, eine so unnatürli-che that auszuüben, und doch auch anderseits, im fall er un-gehorsam wäre, sich vor des Königs zorn furchte, so ergriffer dieses Mittel, daß er des kindes deine zusammen band, undes an einen bäum hieng. Allein Phorbas, Polybi des Kö-nigs von Cvvintho schäfer, fand es daselbst, und überbrachtees seiner Königin, welche keine kinder hatte, und dahero dieses,als von dem Himmel geschickt, mit freuden annahm. SieheOedipus.

* Laknerus, (Christophorus) ein gelehrter Ungar, gebürtigvon Oedenburg, war eines goldschmieds söhn, und brachte esauch selbst in dieser kunst unter feines vatters anführung soweit, daß er es zu seiner zeit den meisten, welche dieselbigetrieben, zuvor gethan. Nachdem er in seinen studien einensattsamen gründ gelegt, und bereits die würde eines Istcemimi,surl8 erlangt, führte er als Hofmeister einen jungen Kärndti-Men Baron aus dem 8tixenäio illustri zu Tübingen nachItalien, und traf allda ohngefehr den Ertz-Hertzog und nach-maligen Kayser Ferdinandum II. an, in dessen gesellschafft erauch die gantze Italiänische reise zurück gelegt. Weil aberdieser Printz alle Vorsicht gebrauchte, daß ihn niemand erken-nen sollte, und Lakner, ohngeachtet er ihn alsbald gekannt,sich dennoch die gantze zeit über im geringsten nichts merckenließ; setzte er sich dadurch bey demselben in so besondere Hoch-achtung, daß diese bekanntschafft endlich zu einer rechten Ver-traulichkeit wurde. Denn er durfte nicht allein nach ber Hand,da er DoNor Zuris und Bürgermeister in Oedenburg war,unangemeldet zu ihm, als Römischen Kayser, gehen, sonderner erhielt auch gemeiniglich alles, was er gebaten, und sollso gar zum öfter» einige Oedenburgifche kuchen an diesenHerrn geschickt haben, die derselbe aufs gnädigste angenom-men. Weil er nun keine kinder hatte, so vermachte er auchFerdinands sein völliges fllber-gefchirr, so er insgesamt mit ei-gener Hand verfertiget, und zwar mit dem beding, daß derKayser seine übrigen über icocoo. ff. betragende legalen, welcheer zu üipenclüz vor Evangelische Lwäiotbs, ingleichen zu aus-stattung armer jungfrauen, und andern dergleichen dingen aus-gesetzt , mit seiner Königlichen authorität bestätigen sollte. Diezeit seines todes ist nicht bekannt. Seine schriften sind: Oo-ronL slunZarire ssmblem-itic» Oelcripcio; sssiLÜinnss sullini»-nsL; 6»1e» iVlartis, k- bori» Mlitia pro Public» 8g1ure; Em-blematischer Tugend-spiegel. Nun§»r. litter.

Lala, (von Cyzicus) welche immer unverheurathet und ei-ne jungsrau geblieben, war eine fürtrefliche mahlerin, sie lebtezu Rom zur zeit M. Varronis, wie er sechsten geschrieben, sieexceüirte in Mahlung der frauen-bilder, grub auch künstlichin helfendem. Von ihr zeuget Plinius, daß niemals einigermahler eine so geschwinde Hand im mahlen gehabt habe, unddaß sie so vollkommen in ber kunst gewesen sey, daß man ihrewercke für die gemahlde der damals beyden berühmten Mei-ster , Sopilus und Dionysius, habe verkauffen können. Siehat sich sechsten abgemahlet. üb. XXX V. c. n. San-drarts Academ. ?. n. Üb. i. x. 46. *

Lalain, in der Niederländischen provintz Hennegau , nebsteinem ort gleiches nahmens, an dem fluß Scarpe, zwischenDouay und Marchiennes, gelegen, so von Kayser Carl V. zueiner Grafschafft an. 15-r. erhöhet worden. *

Lalain, ein vornehmes Gräfliches geschlecht in den Nie,derlanden, welches von dem vorherstehenden orte den nah-men und zugleich den beynahmen von Hochftraten und Ren-neberg führet. Von selbigen werben zu erst gedacht Nicoldusum das jähr nzy. und Simon um das iahr n yg. Ein an-derer, nahmens Simon, war an. i z86. Groß-Batllif in demHennegau, welche charge desselben enckel Otto und urenckelMlhelmus besessen haben. Der letztere war an. -482. zu,gleich Gouverneur in Holland, und hatte einen bruder Simo-nen! Lalain, Herrn von Montigny und Ritter des goldenenVlieffes, welcher dem Hause Burgund ansehnliche kciegs-dien-ste geleistet, und an. 14x7. in einer schlacht geblieben. Jod»-cus, ein söhn dieses letztem, war Ritter des göldenen Vlieffes,

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wie auch Statthalter in Holland, und hinterließund Antonium. Dieftr brachte die HerME SAdurch Heurath an sich, welche zu seinem favor»« -.schafft gemacht worden. Hierauf ward er an. ^des göldenen Vlieffes, Spanischer Oberster ussAher hi ^an. i; 66 . Commendant in Mecheln. AlserMpartey der sogenannten Geusen schlug, ward erncr würden entsetzet, und des lasters der belew 0 ^

beschuldiget, woraus er als General der vereinig"^.

an. i; 66 . Commendant in Mechelnsogenanlentsetzet,

beschuldiget, worauf er als General der verc»->!'- ^„.der unterschiedlichen schlachten beygewohnet,»»einem treffen dergestalt verwundet worden , va» erbe«den tag seinen geist aufgeben Müssen. Well er^sich ließ, so fnccedirte ihm in der Grafschafft fit

bruders jüngster söhn Philippus, Ritter des ^

und Statthalter in Geldern, welcher mit sewA^niner' .j,Grafschafft Renneberg, und folgende 2 . sv^">„ folgen^Georg, Graf von Renneberq, von welchemckul bandelt; 2 .) Anton, Freyherr von BorMA; GABvatter (») Philippi Hermauni, Barons vonN'vWFMAi,

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rvli, Grafen von Hochstraten, welcher Albe"»und Petrum Jacobum Procopium nachgelai!"", t>>teste Franciscum Paulum gezeuget. ^ x.

Oambrax k. 11. p. 712. bitt. inügn-leg. L. L. lib- ^ «gxos

* Lalain, (Georg) Graf von Renneberg, »velle, hielt sich in seiner jugend meist bey ftme M

Gouverneur von Hennegau, Grasen von Lala"

Oberster über die Infanterie der General-Staat Mt M

darauf Gouverneur von Frießland, Groningen

Drent, Twem und Leuwarden, an. 1578.

über das finanz-wefen. Er eroberte Campen, DevAy gs SB

ningen, bevestigte Cövorden, und that seiner

ste. Im jähr 158°. aber verließ er dieselbe

seiner schwester, Cornelia, Baroneßin von ^

diewittweLanceloltivonBarlaimont,MarMss,«,F

Gräfin von Meggen, zur gemahlin zu verschall pM/A^

gebens, versprach. Er suchte hierauf o^n/LiiH

von den vereinigten Staaten anvertrauet A

niern zu überliefern, welches ihm insonderyen „„d A.ss l

glückte, wie er dann auch Delszyl, Covers» I,'

eroberte, vor Steenwick aber abziehen muste- pje vEF -,

ward er in Groningen belagert, aber dmw ^ Mihm der Hertzog von Parma zu hülffe ycsselAMsreyet, doch starb er bald darauf den - Wer sAund im;o. jähre seines alters, aus verdruv ihins"genen anschlag auf Steenwick, und weil' er rnicht nach seinem wünsche gehen wollte, "" pvr st,Staaten partey abgetreten war, welche» , ^ ^

sehr bedauerte, auch daher seine schwester/ Erwogen , nicht vor sich kommen lassen wom ' M A Aman sagt, in absehen auf seine veYvandttA Mbemen gewissen Hermannum, ber geistlichre»s l»erben einsetzte, beständig bey der Cathomch^,,, ' -

aber, Weiler viel Protestantische büchcr

len stücken mit derselben gehalten haben. ^ >roiA. ^,,l>

in verschiedenen sprachen und wiffeusckbw.hr s''

mann, von angenehmen Umgänge, aber Lrygeb'Ajeß "K.er gar nicht gewinnsüchtig, sondern M A, „ rss /jidie Spanier ihm ^-,

nmuchllg, ivuoer'i , ^rn, i

.. ihr versprechen nicht

geringes vermögen. .xck A

Laland, lat. üslsnäi», eine zu §">>auf der Ost-see, ist 8 . Teutsche meilen ^r

auf der südlichen feite von Seeland, "bb «"Age, g>^F'Falster,und wird davon durch eine engt pstA,,nP Ach Alider insul Seeland durch den engen meer- "A jiei^^r^abgesondert. Die Haupt-stadt ist NassA^ pm gelcstigrer ort. An. 1658 . wurde diese ms»erobert. cssorogr. vsll. k' ' Zfliil ^

vamT. aumeall/ b>^

* Lalande, (JacobuS äs) Herr von

Lavau rc. war zu Orleans den 2 . dec. a ' §r m pe"" F!,ten und ansehnlichen geschlechte gebohren'^^rve !zeiten um sein vatterland verdienl^n-w^l,

an. 1652 . zu einem Rath bey dem Präst AH

vockore und 1 'rokeIIore .juris, an. l 68 A^ flarb ß Ajz Sendlich an. 1691 . zum Maire bestellet. ^der Universität den ftdr. an. Ä-esVene schriften, als da sind : Lxerc-tM ^ pc-st-Au-" ^Titulum^ cls Ltate, ÄaliMts öL Or elerAi-'bregor. IX. cum , äs Mk < 1 e 0 vv

nur permillis ; krirlectiones inlltu . ^; Lo

rii 8 L ObliMonibus lib. 111 . vecrets"" - I"

1 » Loüeume ä'Orleans ; lle IngrelA^ ^ gga

riis L ÖbligLtionibus lib. III. ät ^ ^ ^

L cum bis conückencii 8ocietate; F

öan; u. a. m. .chürtig^ BiieN'A.L,

Lalane, (Petrus) von^Pm'^

beamken in dem geheimen Rache, ^ ^ 0 " ftjiie

ten geschlechte , welches nripru'w''V mss Ä ' Mu-.,,,,kommt. Petrus hatte keine bed en»ng M S VA

als sich auf die freyen künste zu leg ll ^l

und gefielen ihm sechsten seine elge a

so schwerlich, daß er nur drey Du