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lustbarkeitm , fo Se. Majestät halten liessen, welche ihn der-gestalt liebeten / daß es schien, als wann sie ohnesihn nicht rechtvergnügt seyn könnten, daher er auch Sr. Majestät allenthalbennüchgefolget, und das glück gehabt/ ihr Hertz völlig zu besitzen.Diese ungemeine gnade bezeugten sie dadurch öffentlich, daß sieihn an. 1707. den i. nov. aus eigenem antrieb, samt dessenund der sogenannten Maximilianischen linie männlichen descen-denten in den Rcichs-Fürsten-stand erhoben , und ihm daraufdie völlige einkünfte der Herrschafft Steyer in Oder-Oesterreichverliehen, auch eine jährliche pension von 12000. fl. so lange zugemessen ertheilet, bis sich eine gelegenheit ereignen würde,ihn mit immediaten Reichs-güthern zu versehen, welches auchnicht lange hernach mit der Landgrasschafft Leuchtenberg in derOber-Pfaltz geschahe, und obgleich der Hertzog von Mecklenburg-Schwerin darwider protestirte, so wurde er doch damit den10. may an. 1709. in Person belehnet, in eben der succeßions-ordnung , wie ihm der Reichs - Fürsten - stand war conferiretworden, daß nemlich, wenn er noch bey lebzeiten seines vat-ters ohne männliche erben stürbe, ihm derselbe, nach ihm seinältester bruder succediren sollte. Hierauf gab es wegen derwürcklichen introduction zu vorigem sitz und stimme, welche diealten Landgrafen von Leuchtenberg auf dem Reichs-tage gehabt,einige schwierigkeiten, welche aber durch des Cardinais vonLamberg, Kayserl. Principal - LommMni, kluge directionmeistentheils in kurtzer zeit gehoben wurden, und der Leuchten-bergische Gesandte den y. aug. an. 1709. zu ablegung seines vor;aufeine besondere art gelangte. Inzwischen war der KayserlicheOber-Stallmeister, Fürst Leopold von Dietrichstein, den 1;.jul.an.1708. gestorben, dessen erledigte stelle ihm alsobald den 25.selbigen monats aufgetragen wurde. Es ertheilte ihm auchder Kayser für ihn und seine gantze familie das Ober-Land-Iägermeister-amt in dem Ertz-Hertzogthum Oesterreich ob derEns erblich , und machte ihn zum llirsekor des zu seinem fa-vor aufgerichteten reservirten Hof-cassa-amtes. An. 1710.den 6. dec. starb seine gemahlin Maria Claudia, Gräfin vonKünigl, da er sich das betrübnis zu vertreiben auf wenige zeitauf das land begab. Nach seiner zurückkunft wurde ihm einVorschlag gethan , eine Kayserliche Hof-Dame zu heurathen,weil er aber zum aufnehmen seiner familie für dienlicher hielt,sich mit einem Fürstlichen Hause in dem Reich zu alliiren, soist es unterblieben, und er den 10. mark. an. 1711. in dem 45.jähre seines alters gestorben. Der Kayser ließ ihn auf dem tod--bethe täglich seiner vollkommenen gnade versichern, auch wenner das leben behalten sollte, ihm grosse geld-summen anbie-tem In seinem hertzen sind zwey pohxi gefunden wor-den. Von seinen kindern siehe den genealogischen artickulLamberg.
Lamberg, (Leopoldus Iosephus, des H. Röm. Reichs Grafvon) Freyherr in Ortenegg und Ottenstein, Kayserlicher würck-licher geheimer Rath und Cämmerer, Bolschaffter an demPäpstlichen Hofe, und Ritter des goldenen Vliesses, ein gros-ser Staats-Minister, war ein svhn Iohannis Francisci Gra-fen von Lamberg, und Constantiä Gräfin von Questenberg,welche ihn den 1;. mark. an. 16?;. zur Welt gebohren. Seinvatter wurde ihm, da er nur i z. alt war, durch den tod ent-rissen , doch dessen ungeachtet ließ er sich angelegen seyn , durchseine studier, und reisen sich capabel zu machen , dem Hause Oe-sterreich ersprießliche dienste zu leisten, welche bemühung derKayser Leopoldus mit dem Cammer-Herrn-schlüssel belohnet.Nachdem man seine geschicktichkeit, wichtige geschäffte zu tra-ctiren, gnugsam erfahren, wurde er an. 1690. als Kayferl.Principal-Lommiffarius auf den Reichs-tag nach Regenspurggeschicket, und zwey jähr hernach zum Kayserlichen geheimenRath ernennet. Im decembr. des 1699. jahrs ward er an desGeorg» Adami Grafen von Martinitz stelle als ausservrdentli-cher Ambassador nach Rom gesendet, da er den n. febr. an.1700. beydem Papst Jnnocentio XII. geheimeaudientzhatte,welcher sich dabey fehr vergnügt bezeigete, .in Hoffnung , eswürde das zwischen dem Wienerischen und Römischen Hofe ge-schwebte Mißverständnis aufgehoben werden , er unterließ auchnicht, sich so viel als möglich in Rom bey jederman beliebt zumachen, und weil der König von Spanien ihn den 6. jan.an. 1700. zum Ritter des göldenen Vliesses ernennet hatte, soempfieng er in dem junio selbigen jahrs das göldeneVließ aus denHänden des Fürsten Iulii Savelli, Decimi dieses Ritter-ordens.In dem darauffolgenden sept. hatte,er mit dem Gouverneur zuRom, Rainucio Pallavicini, einige verdrieslichkeit, weil dieSbirren jemand in der gegend seines pallasts weggenommen har-ten , welche aber durch die erklarung, so der Pallavicini darü-ber gethan, wieder beygelegt wurde. Mittlerweile starb derPapst Jnnocentius XII. den 27. sept. und Clemens XI. wurdeden 2;. nov. an seine stelle erwehlet. Desgleichen verließ derKönig in Spanien, Carolus II. den 1. nov. dieses zeitliche, undder Hertzog von Anjou war in dem testamente zum erben ernen-net. Diese hdchst-wichtige Veränderung in der Welt verursachte,daß der Graf Lamberg mit desto grösserm eifer das tnteressedes Hauses Oesterreich bey dem neuen Papst beobachten muste,bey welchem er den 4. jan. an. 1702. mit einer »„gemeinenpracht seine audientz nahm. Weil aber der Papst dem Bour-bonijchen Hause zu sehr favorifirte, den dem Hause Oesterreichgetreuen Marquis clel Vasto durch vorgebuchten Pallavicinizu dem tobe verdammen ließ , und diesen auf des Graf Lam-
lam ^,»2
bergS verlangen von seinem Gouvernement nichtte , auch den CardinalBarbarin: zumLegaten^
Hertzog von Anjou »ach Neape! den y. may ^gab sich der Graf Lamberg, weh er sahe, daßa« 2 venssW
tioncn vergeblich waren, noch selbigen tages ne>qurs clsl Vasto von Rom nach Lucca, die fern ^
ordre allda abzuwarten, kehrte aber von dar 0 'der zurück, und hatte folgenden tages eme >anu^dem Papst, nahm die iändereyen des Prmtz« pM,vermöge einer an den Kayser gethanen ceßwn, zrllN?..-Fnachdem an. 170;. der Ertz-Hertzog Carl m ^ EIFin Spanien war erkläret worden , hielt er m ".7 „Bfreuden-ftst, weil es ihm der Papst in der hk»
kirche nicht hatte erlauben wollen, gieng darausLivorno auf die Engell-und Holländische ßottt, ' ßek>-Ertz-Hertzog Carl zum Könige in Spanien arisrm^, „yrdannen er sich nach Rom wiederum zurück
mit grosser sorgfalt das Kaystrl. interesse zu z
nuirte. Jmmittelst starb der Kayser Leopoldus ^Migle-, n170;. dessen Nachfolger ihn in feiner functionman aber an dem Kayserlichen Hofe sahe,rem Bolschaffter anaewendete mübe nichts a»sr' M^
auch wegen der zu unterschiedenen malen vou eGouvernement ihm angethanen verdrieslE ^^faction erhalten konnte, so wurde ihmanvesv/^^ocRom hinweg zu begeben, welches er auchstelligte, und ohne abschied von dem Papst ^.Äe»ca gieng , mit Hinterlassung eines aus 27. >vel>A„MMemorials an den Papst /welcher hierüberstet worden, zumal da auch der Kayser ftmcw ei»zu räumen andeuten lassen. Er verweiltezu Lucca, um zu sehen, was weqen seiner stssund satisfactivn würde gesthlossen werden ,'vc .
seinem vergnügen erfolgte, so begab er lchss sssi lo.
niato in das Toscanische, und langte endlich
zu Wien an, woselbst er seine höchst-wichttgs Aathss Wlegte ^und^den 29. dec. als würcklicher gePM^^r'
welches
fers Josephr , den gewöhnlichen eyd e"'^,lü,
hernach aber sein leben beschloß, welches dfiuß in Wien den 29. jun. an. 1706. als er>>u,^ gegeschehen. Von seiner Nachkommenschaft Uscheu artickul Lamberg. t- 7 K.co^
mancissa aci not. krao. 8. li. I. n. s'i ^
x. 59.; com. XXIX. p. 16. ;;8- ; 47^
682. ; tom. XXXIII. p. 8- 24;.; wm. X^-XXXIX. p. 277. ;tom.xll.p. 29. . SchivAch
* Lamberg, (Petrus) war zu Kongback'" cr>^„r>^.1674. den 5. may gebohren, und wurde, des ^ ^ Ä-den, Teutschland und Engelland studirl, Ä
nes ülsglstri angenommen, im jähr L. gvoss0L, und an. 171;. I-ector UreologiL lN 0 ^..ss,peil- »wlEssthcnburg , wie auch ?aüvr zu Lundby und ^,, vesin solchem ansehen, daß man ihn chss", Dickte' /gB Lc'Lonüllorii zweymal auf die Reichs-tage^ ^im jähr 1721. den 24. aug. und hinterliev - pe'Lelitisrum; Xotss LritiLo-klriIosapk>LaS 172)'^'
Lvangelü Luo-e ; Oisputationes. Okl. 3 .^ E
Lambcr,, < 3 -«»n»-S 1 Vmrnil
in Engelland,
vier Cromwels, Vorschub, die höchNicral-Ll^Srs ÄAn. 1649. bekleidete er die stelle eines GeneHeveA ,>eazerstreuete die faction derjenigen, welches'^ vech ^wurden. Hierauf erwies er feine tavst".e>, „ ech'Nesterton, und nahm das schloßmachte ihn zum Haupte der Raths-vÄ^^e,M ooo-sg,>,an. 16;an statt des vorigen Parlenrents übck ^ße. ^nige zc,t hernach trug er ihm daö comE^ stistc» gBL iauf, womit er die unruhen m Schott pol» t
zwischen wurde Cromwe! zum siroce^o , ^
macht, und würde er auch Kömst "Mn.nicht Lambert unter der Hand ^
Hoffnung machte, nach Cromwels tode d^^svo^^FS ^bekommen. Allein Cromwel merckte ^ 7 ^
setzte ihn deswegen an. i6;8. vonAis nun Cromwel noch in eben dewst^^,,v er ^0seinen söhn zum krotsätor hinterlaß , als "
Ritter Vane sowol wider das Parten! ^ eiftr xpeNach diesem widersetzte er sich nttt er n §0
richtung der verfallenen Monarchie.^,, „ackGeneral Monck geschlagen, und g - , -
^^11. IÜÜ2. zul!ss^..fe u> v jn „M
Londen gebracht
te Französische Dame, war ""e^E/gar früd^ D ^i» Änat, Herrn von CourceUes, welch st PaDtt ^^c essi».durch den tod verlohr , und Mon en vvn.-Ae,
Hand mit Francrsco 1 e Cvigneur, H ^rmävvon Bachaumont, zum andern