Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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machte auch über dieses eine Kayserliche Verordnung bekannt,vermöge deren die Chur-Cölnischen völcker dem Kayser schwö-ren sollten; worauf kurtz hernach auch der Churfürst auf des-Kaysers feite trat, und seine völcker des Grafen Lambvy an-führung überließ, /'«/e», oi'/I I. L. XIX. §. 6c>. x. 712. Daer also verstärckc worden, begab er sich durch das Münstenschenach Ost-Frießland, und nahm einige orter daselbst ein, mochteaber wol in willens haben, durch Oldenburg in Bremen ein-zubrechen , wodurch er den Schweden nicht geringen kummerverursachte. So bald er von derselben annaherung Nachrichterhalten, ließ er die zwey eingenommenen schlösser in Ost-Frießland starck besetzt, gieng zurück gegen die Ems, undsuchte sich über die Lippe in sicherheit zu begeben.

I. c. §. 67. p. 712. Doch der Schwedische General Königs-marck war ihm so geschwind auf dem halse, und zwang lhndadurch nicht allein die Pferde und das übrige viel), so er ausFrießland mit sich genommen, zurück zu lassen, sondern auchmit seinen volckern bey Rhenen im Münsterischen stille zu lie-gen. I. c. Hier verschmitzte er nun zwar sein la-

ger aufs beste, und konnte auch aus der stadt Rhenen zuführehaben; doch Königsmarck steckte zuerst Rhenen in brand, wo,durch bey günstigem winde ;;c>. Häuser in die asche gelegt wur-den , setzte sich auch hernach bey Rhenen und dem Kayserli-chen lager auf einem nahe gelegenen erhabenen berge, undfieng gleichfalls an sich zu verschwitzen. I. o. Er

ließ hierauf einsmals in der nacht , weil er Nachricht hatte,daß die Schweden auf der feite, wo die Hessen stunden, mitihrer verschantzung noch nicht zu stände gekommen waren, ei-nen anfall thun, seine leuthe aber wurden mit Verlust zurückgetrieben. I. c. Als nach diesem Königsmarck, um

sowol das lager als die stadt zu beschießen , redouten auf-werffen lassen, und die feinde durch Hunger zu zwingen such-te, bekam er durch den General Lautersheim luft, welcherein nahe gelegenes schloß, worinn keine Schwedische besatzungbefindlich war, einnahm, und einigen Proviant in sein lagerbrachte, I. c. p. 71;/ Endlich theilte er feine reu-

terey, davon er nicht mehr als ;c>o. bey sich behielt, und ließsie nach unterschiedenen örtern gehen, ward auch also, da dieSchweden wohl sahen, daß das zurück gebliebene fuß-volcknunmehro Proviant genug hätte, sie auszudauern, von der ein-schliessung befreyet; worauf er durch das Stift Münster insSauerland, und von da nach dem Rheine gieng, wo er dieschlösser Windeck und Niedeck ingleichen die stadt Düren ein-nahm. I. c. §. 68. p. 71;. Von hier gelangte er

in das Cölnische, verglich sich mit den Iülichischeu Ständenüber ein gewisses vor die winter-quartiere zu zahlendes gelb,ließ hernach die reuterey die winter-quartiere beziehen, das fuß-volck aber erst noch das schloß Laster wegnehmen.

I. c. Im jähr 1648. hatte er wieder ziemliche völcker inWestphalen zusammen gebracht, und war willens, wann erzuvor die Lothringischen an sich gezogen , über den Rhein unddie Mosel zu gehen, und den Französischen General Turennevom Schwedischen Feldherrn Mangel abzuschneiden; wes-wegen auch die stücke den Rhein hinauf geführet, und die völ»cker bis nach Siegen gekommen waren; als dieser anschlagtheils durch die anlauffende flösse, theils , weil sich der Hertzogvon Lothringen nicht mit ihm vereinigen wollte, theils auchweil die Hessen durch Westphalen einbrachen , zu wasscr ward.

I. c. XX. §. 66. p. go;. AIS er nach diesem Nach-richt erhielt, daß ihn die Hessen anzufallen gesucht hätten, folgteer ihnen auf dem fuge ,.ach, und belagerte Lippstadt, bekames auch, nachdem sich die Hessen heimlich heraus zogen, abergleichwol viel darüber einbüßten, in seine gewalt.

1. c. §. 67. p. 80;. Idq. Nach diesem belagerte er Geseck ver-gebens , und suchte hernach die Schweden selbst anzugreiffen,konnte aber wegen der sehr mitgenommenen soldalen, welcheihre ruhe verlangten, vor dißmal seinem wünsche kein genügenleisten. I. c. §. 68- p. 804. Hierauf wollte er mit

den Franzosen anbinden, weil aber der Churfürst zu Cölnnicht tust hatte, einige von seinen soldaten dazu zu geben,setzte er sich zwischen Bonn und Cöln, zog einige völcker ausWestphalen an sich, und gieng damit ins Jüllchische, denstreifereyen der Hessen ein ende zu machen, nahm ihnen auchdas schloß Bredenbende hinweg. I. c. §. 69. x. 804.

Als er aber nach diesem sich die Heßische armee anzugreiffenvornahm, und es auch mit so grosser geschwindigkeil bewerck-stelliget hatte, daß er ihnen, da sie bey Grefenbrück ein lagergeschlagen, eher auf den hals kam, als man sich vermuthete,so ward er in dem folgenden treffen in die flucht getrieben.

1. L. §. 70. x>. 804. bitt. ortz. univ. x. z 5 0.

Er brachte aber bald wieder andere völcker zusammen, umaufs neue einen versuch gegen die Hessen vorzunehmen, undlagerte sich bey Neus , zog sich nachgehends , als die Hessen ,welche verstärkt worden waren, anrückten, nach Woringen,konnte aber nicht dahin gebracht werden, daß er ihnen eintreffen geliefert hätte. 0,7. 1 . c. §. 72. p- 805., Die Hes-

sen wandten sich hernach nach Düren, um selbiges in ihre ge-walt zu bekommen; denen er auf vem fusse, die belagerten zuentsetzen, folgte, und als er sahe, daß er es nicht ins werck rich-ten konnte, sich wieder in sein voriges lager begab.

I. c. Da hierauf die Hessen Paderdorn belagerten, warfer einige völcker hinein, und machte dadurch ihre Hoffnungvon emnehmring der stadt zu nichte, I. c. Von

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Hürstenbertz, mcmuin. kasterkorn. x. rjl.kriege begab er sich auf seine güthec nach Boy»"daselbst. rom. IV. za-auen^Äl

* Lambrun, (Margaretha) ein Schottisch^,0welches wegen feiner ungemeincn hertzhastlM ^xiciiss'.Aeinen platz in den geschichten des XVI. ihrer

ehemals jene Römische weider in den cstfEW

Margaretha Lambrun befände sich mit unterrtä Stuart. Nach dem betrübten tobe ?>r!ch „x»l>eic 'Printzeßin, starb der ehemann Margaretha vor^

...^

Margaretha'fasset^'fo^^d''d'en^Ulus,rächen. Zu diesem ende verkleidete sie sich

legte sich den nahmen Antonii Sparch zu, m^erden Hof der Königin Elisabeth. Sie trug lmn> mit «leiten mit lleli > »m mit V-m ^onigi».. rcv l M

leiten mit sich, um mit dem einen die K»uig"v. j§ dtdern aber sich selbsten zu tödten, damit sierichters Hände lebendig kommen rnöge. ^

durch das gedräng hindurch sich zu der Kc"W'^esdem garten spatzierte, nähern wollte , ließ '' «cht /stoietten fallen. Die leibwacht nahm solcher! «it i»sterte sich ihrer person, und wollte ste ungetasi her ,fängnis bringen. Allein die Königin, welche r> ^war, daß es ein Mannsbild wäre, woll» l'f „iitv. Mund fvrschete also nach ihrem nahmen. valtenf MM' Fmen. Margaretha antwortete mit grosser heM yeM.Ft

hinein unter diesem kleide verstecktes we«? ' pjele

me ist Margaretha Lambrun; ich m",lang in dem dienst der Rönigin E-, hM"welche Ew. Mai. so ungerechter weist v wlassen. Der Rönigin toy hat auch den ^ dr> Fmanns nach sich gezogen, als welcher.-Miü >gerechten rod einer so unschuldigen ^ pvst ^betrübet worden. Da ich nun diese i

geliebet, hab ich ihren tod durch vtt»fahr meines lebens rächen wollen- Ow ^ pav.»daß ich hierüber sehr unschlüßig war/ wallen kräfftcn getrachtet habe, dreses vorn E ^ Lnem sinn zu Magen; allein es WZ M'paß Mmöglich, und ich habe erfahren müssen 9

wall noch Vernunft ein weib von ^er/ .„gc Le» ^möge, wann die liebe selbst zur ruachv^wol diese antwort die Königin nicht we>ns Kofferck.len, so hörte sie diese Worte dennochkett an, und sagte weiter: Ihr bäht dann MtErkssSlPflicht hierin« zu thun, und dasjenigeE pE,die liebe gegen diese Personen von e^ uwas meynet,hr aber wol , daß eu'ss^ „iA

gegen euch sey ? Margaretha antwortelederüchen standhafftigkeit: Ich werde Emeynung aufrichtig sagen , wann n.f.bedeuten wollen, öb sie diese fragc^ euck Äx dals Richterin an mich thun? .F'

gin, versetzte Elisabetha. Ew-gnade widerfahren lassen, erwiederte v . giM IyFjHKönigin fragte hierauf weiter: rvie kan » ^ „N^ c ,0 ^sichert halten, daß ihr diese 6 "^ rh^i AbckA,und vielleicht ein andermal euervorya^aEauszuführen trachten werdet? Mach» ^zur antwort: Eine gnade, welche w> F

tigkeit ertheilet wird, ist keine SLMertN E jhh ^m»t können Ew. Maj. als merneverfahren.. Die Königin wandte N M A

wejende Rathe, und sagte: Seit ^Wredt Ai'Mregiere , hat mir noch niemandweib. Obwol nun der Präsident ^ vwder Königin vorstellte, daß diese rü

abgestrafet werden, so entschloß sieM. hat siecher" ^ ,i>^vollkommene gnade zu erweisen.noch diese gnade.für sie zuhaben,bis an die Französischen kusten möchte ^arv- ^ ö«

ches ihr von der Komgin auch zngcsia" ,

hat übrigens diese letztere bitte dereiner ungememen klugheit angesehenIs Keine Lliläketk, an. i;87

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Kamböheim, eine kleine stadt inNeustadt nicht weit von Franckenthal und vc vo» Z.

söhn Friedrich sie seinem bruder Ludwig gaffte ^

räumte, dem sie Churfürst ^

mallgen fehden mit gewalt abnahm- 2

Lambsprinck, ist ein kleiner ort in be^ ^

Stifte Hildesheim, zwischen Awcldc M .xte ,!>

gelegen. Riddag, Graf vondem Märtyrer Adriane m chren , eM ss^seiner einzigen tochter Richburg den tittn ^^s-k ^

-d-r mchM-nd-m-m

aber nachgehends in ein Bencv,-....' , ^

delt.worden, welches heut zu rage mit '^ ^Mgellandern besetzt wird. D> Domlö»^

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