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Vierdter Theil. He - Mc.
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für ihn sichern ort brachten, von wannen er nach Bononiengicng/ welcher ftadt damaliges Haupt mit ihm gut freundwar« Er wurde auch allda von seiner Haupt - wunde gehet-let, wiewol er, (da er, wie die Jtaliäuer hievon schreiben, aufgut Teutsche art, den wein nicht meiden wollte,) in eine nochgefährlichere kranckheit fiele, von deren er hernach nicht wie-der recht genesen ist. Amerigo hingegen, da er auf keine an-dere weife seinem Untergang entfliehen mochte, erschreckte dienoch immer bey sich habende Florentinische Gesandte so sehr,daß sie den soldaten und gewafneten land-volck ihres Staats,welche die straffen besetzt und, versperrt hatten, befohlen, dieseobschon von der Republick für feinde erklärte rotte durchzulas-sen. Und war damals im Florentinischen die anstatt soschlecht, daß man den Gefimdten, wie sehr es auch die solda-ten und bauren verdroß, dennoch gehorchte, auch sie nachmalszu Florentz selbst durch die macht ihrer factionen beschützet,ungestraft davon kamen. Also entwischte auch Amerigo mitdem noch bey sich habenden volck in Romagna, woselbst erbald wiederum zu mehrerer krafften kam, Forli in seine ge-malt brachte, und sonderlich von emem andern Teutschen, dendie Jtaliäner Anichino äs Mongardo heissen, einen starcken zu-satz erhielte. Der Conte äi Lando kam nachdem selbst wiederzu ihnen, und nachdem sie in Romagna übel genug gehau-set, und nun alles aufgezehrt hatten, auch der Päpstliche Ge.sandte sowol, als die von Perusia, Siena, Pisa, und andereToscanische Stände, ausser Florentz, sich durch bezahlung gros-ser geld-summen mit ihm haben vergleichen müssen, gieriger nun auf die letztere los, um so mehr, als sie sich nicht, wiedie übrige, mit geld hatten abkauffen wollen. Allein diesenahmen nun ihre fachen besser in acht, und obschon der feindohne der Florentiner schuld durch der vorgemeldten städte ge-biethe, in das land war gelassen worden, setzten sie sich doch mu-thig zur gegenwehr, legten eine starcke armee neben den Lando,so, daß sie sich immer in einem wohl verwahrten lager hielten,und öffentliche schlachten, wie sehr ihnen auch Lando dazu aus-hole , mit fleiß «neideten, aber auch daneben dem feinde allenProviant abschnitten, und ihn gar bald zum hungern brachten,dergestalt, daß er endlich sein lager aufheben, und mit größereil, gleich als in der flucht, sich ins Luccefische gebiethe ziehenmuste, allwo sich viele verliefen; der gröste Hausse aber, wel-chen der Marggraf von Montferrat nun für sich wider dieMayländer gedungen, gieng unter dem Conte cli Lands undAnichino äe Mongardo durch schier unwegsame gebürge insGenuesische, allwo man sie aus freundschafft mit dem Marggra-fen durchließ, und zog dann so ferner zu bemeldtem Für-sten sechsten. Allein hier verhielten sich die beyde sehr treu-los. Dann ungeachtet sie ihr heyl niemand mehr als demMarggrafen von Montferrat zu verdancken hatten, liessen siesich doch-bald durch Bernabo Visconti, den Hertzog vonMayland, bestechen, daß erstlich Lando mit i;oo. reutern, undkurtz hernach auch Anichino mit fast allem Überrest zu demsel-ben überlief, wodurch der gute Marggrafseinem feinde noth-wendig unten liegen muste, und sonderlich Pavia verlohrengieng, welches er sonst vermittelst dieser neuen verstärckungzu entsetzen verhofft hatte. Nach diesem blieb Lando in desVisconti diensten, da sein vielgemeldter geselle, nach einer vonneuem zusammen gebrachten macht, wiederum Italien durch-streifte. Jedoch hatte keiner von beyden viel glück'mehr, Mas-sen des letzter» Hausse in wenig zeit sich gautz verlief, undzerschmoltze. Lando aber, als er in den Mayländischen kriegennirgendwo keine ehre eingeleget, ward endlich im mertz an.izsr.in einem gefecht mit einem trupp Engelländer, welche nebeneiner anzahl Franzosen sich in eine gleiche raub-rolte, wie vor-her der Hausse des Lands, gesammelt hatten, und sich von derMayländer gegentheil hatten in Italien ruffen lassen, von ei-nem speer durch die brüst gestochen, daß er so fort todt bliebe.Die Teutschen geschicht-bücher scheinen zwar diesen Teutschenkriegs-mann nicht zu kennen; allein da die Jtaliäner, welchemit ihrem schrecklichen schaden erfahren, was er gekonnt, soviel von ihm erzehlen, hat man ihn bey dieser gelegenheit auchin Teutschland sollen bekannt machen ; wiewol ohne zu begeh-ren, daß jemand darum seine thaten rühme oder billiche. 6-ov.

A Les». i?orVo. *

Lanerick, Lanrick oder Lanarg, ist eine kleine stadt fastin der mitten der Schottlandifchen provintz Clydesdale, an demflusse Clyd gelegen, welche das erbliche Schcrifdom des ge-schlechts derer Hamiltons ist, auch das recht erlangt hat, De-putirte zu den Parlements-versammlungen zu schicken.

Larifrancuö, ein Jtaliäner, von Pavia gebürtig, war einBenedictiner-Mönch in der Abtey Bec m Normandie, wurdehernach Abt zu Caen, und letztlich an. 1070. Ertz - Bischofs zuCanterbury. Er difputirte wider Berengarium in dem zuRom an. iv^y. unter Nicolao II. von der wesentlichen gcgen-wart des leides und blutes Christi im heiligen Abendmahl ,gehaltenen Lvncilio, und schrieb wider selbigen ein brzch, vondem leib und blut unsers Heylandes, welches Dacherius, einBenedictiner-Mönch, an. 1647. nebst einigen von seinen Lom-meMnrlis über die Episteln St. Paust , wie auch anmerckun-gen über einige collationen des Caßiani, und einem buch,darinnen seine briefe zu finden , aus licht gegeben hat. WerLeinen lebens-lauf zu lesen verlanget, kan solchen zu ansangseiner wercke finden. Er war bey den Königen und Päpsten

zu seiner zeit in grossem ansehen, und

an. 108Y. nachdem er die kirche zu Canterbury"

ret halte. L. 1;;. äs vir. illultr. >v^,.

it««. lid. IV. äe lumin. eccl. VVÄbeM. « " gelwä'»'

tal. t-Va-r, in ligno vitN. in marine-

ve. Le. chlck^^.

Lanfrancus, (Johannes) ein berühmter >»^lien, wurde zu Parma an. i;8i. von arm(» " nno v ^In seinen jungen jähren gieng er nach V welche shr-sich in dienst bey dem Grafen Horatio D^otU, iliw!» Fdem er eine grosse neigung zu der mahler-kumj .genommen, ihn der unterrichtung des Aug»»»vertrauet. Nach dessen tobe gieng er nach ?to>'ter dem Hannibal Caraccio diese kunst völlig ^inn er auch so glücklich war, daß er >"'l chr»"'(

muth sonderbare thaten ins grosse abzeichm'^.gec/'Papst Urbanus VIII. machte ihn dahero Eer an. 1647. im 66. jähre seines alters gest»"entretieus lur Ie8 viss äss Leinte, k. IV. .§) ,

* Langalerie, (Philipp von Gentil, March"^ yiiv N gchHerr von la Molhe-Charenle, Thons - VorstoßRitter des ordens St.Ludovici, erster Barv''»>u. s. w. war aus einem guten Französische» sf

sen, und diente im anfange des Spanifchrn. i»-,»n, rEKlit'Italien, unter der Französischen armee mitals Msreek-il äs Lümp bey der cavattrre, H^.AMchcT

ral-Lieutenant. Im jähr 1706. aber versteßdienste, weil ihn, wie er in einem besondrr» ^tigten manifest vorgegeben, der Französische ^

Chamillard beleidigt, und ins gefängnis woue»^^^oder, wie andere melden, weil er die m 3l»tridutroncn untergeschlagen, auch deswegen zm pes M»'zogen werden sollen, und gleichwol den vorjK^ cr ^ Hvon Vendöme, der viel auf ihn gehalten / » ^ aße»»bey dem Könige gnade vor ihn zu erlaugewdie vermißten geld-summen gut zu seyn, »»M ch Wi'^ek tlen. Er gieng also in gedachtem jähre erst 'Aal Z j>, Z,sodann nach Wien, ward daselbst Kayferl- pValerie, wohnte dem entsatz von Turin bev^chftde'Ä^^fern und folgendem jähre in Italien bey »eriw jnFr 'Heiken grossen muth, worauf ihm im >»br!, ^ßsclMvfeine güther durch einen Parlements - MÄ f, ^ »>»', Pst"selbst des lebens verlustig erklärt ward. 'Äksallsa^nli^,daß an dem Kayferl. Hofe seine Verdienste w^chve ffwürden, und mit einer person vonstreitigkeiten gerieth, fo verließ er auch d>rund gieng, nachdem er sich dem Könige von DecllL^Bl'.lo XII. vergebens angeboten,an. »7°?' ««Pole», ,,»!>'st,der damals daselbst gegenwärtige Konig vvst..Aue», ^zum General der fremden cavalerie »' Mitzog"Obersten zweyer regimenter in diesemGE^hrte/ . ^

te, welche bedienungen er zwar eine ze>u»»^l „1«

nicht lange damit zufrieden war, sonder» "begehrte. Im jähr 17". bekannte er M L',stratlE sissOder öffentlich zur Reformirten religw» >v/diese zeit, nachdem er den tod feiner , erste» "^»r BHause Simianc erfahren, ein Fräulein vAjch gest^ W .,Force, fo der religion wegen aus Franckr^B^hr ^,und bald zu Berlin, bald zu Cassel lebte.dem letzten orte eine weile aufgehalten, ssnach Hvlland,fieng daselbst an in der , a»ehmachte, ob er gleich keine gründ-fp^Mieden^YMlELatein verstünde, anmerckungen über veriA ^fferss^elen , sonderlich aus den Propheten und jhy

hannis, und ließ schon damals e"»Ax§ab, lfjst,len drucken, darinn er unter andern vEnde^oE^ausersehen, alle religionen zu vertilgen, ,view0'^,be>>^ten, suchte auch auf verschiedene we'st^,,, »losowol bey einigen Holländischen kaufle»'^ !»

den, zu ausführung seines Vorhabens

jähr-716. ward er im Haag mit

schen, der sich einen Landgrafen von L'" „„y r'e^gs-e^,>c

Reichs Fürsten von Chadonnors nennte,.^ ha»^j,A bt

infuln entdeckt zu haben vorgab, auA Me» ^ a«>f^ teKgnie auf diefelbe anrichten wollte, M.ckischen Aga, der sich als Adgesandttr "^e» vA^kannt, und errichtete mit diesem Mr^per Est A Mvornehmste absicht dahin gieng,daß ^»g de»Ef«uE >y ^gras mit hülffe des Türcktschen Kav '^e inff '^eK^ °und wann Rom erobert seyn wurde, ck'A

tellandifchen fee einnehmen, und drem g Hroß-^ jsss Msitzen sollten, worauf er den trtul ei»e^ u

Theocratie des Göttlichen Worts »>^ a'ssgfA^e 1»^erfchien er, nachdem er bisher gar e e ,7,e» l ^einmal sehr prächtig, kaufte eine gr/», streck^.,nahm ganye familien in seine .fdem vorwaiide, daß er sie nvor, und gieng, nachdem lthe nachzubringen, im monat m«v ^ hcv. 0 "befehl des Kayserl. Hofs , der vo g ^„geE^MSten um seine Verhaftung vergebe»» ^ na») ^

Stade gefangen genommen, urw e»

dem er dem O» schift, Ae»e^ll v!,