616 lan
uachbarten mit plündern, sengen und brennen sehr überlästigfiel , ward ihm von der Otatthattecitt befohlen , dessen lager an»zugreiffen; welches er auch unvermuthet überfiel, feindeerlegte, und ;oo. gefangen bekam. Die flüchtigen aber wurdenmehrern theils in Häusern und fcheunen, wohin sie sich in sicher-heit begeben hatten , verbrannt, wie es dem Generale, Herrnvon Tholosa, selbst nicht besser ergangen. Im folgenden jährejagte er die aufwiealer gegen die Königliche regierung aus Tour-nay, und starb endlich, nachdem er noch mehrere thaten verrich-tet, im jähr i;74. äs bsllo Lsl^. ?. I. II. biii.I.
Lanoi, (Carl) war einer von des Kaysers Caroli V. Gene-ralen , von Niederländischer und eben nicht allzu hoher ankunft,den aber sein Herr aus blosser gewogenhcit zum Vice-König inNeapolis machte, daher man seiner in den Italiänischen krie-gen sonderlich gedacht findet, wiewol er auch unter Maximilia-ns I. bereits gedienet, und ehe ihn Carolus V. erhub, Gou-verneur zu Tournai gewesen war. An. i;-;. übernahm er, alsProsper Colonna kranck ward und starb, das commando derKayserlichen völcker im Mayländischcn. Hernach war er an.i?2§. bey dem entsatze vor Pavia, in welchem treffen sich derKönig Franciscus an keinen als an ihn gefangen geben wollte.Er that damals den übrigen Kayserlichen Generalen, dem Ad-miral von Bourbon und Marquis äs Pescaire, sowol als auchden Italiänischen Fürsten, einen gewaltigen Possen , den sieihm auch nie vergessen konnten, indem er den gefangenen Kö-nig Franciscum nach Spanien führte, ohne daß er ihnen einWort davon sagte. Die Ursache war, daß die letztere »erhofften,man könnte noch mitte! finden, den König zu befreyen , wanner in Italien bliebe, Bourbon aber aus der gegenwart Fran-cisci in Spanien, dessen baldige Versöhnung mit dem Kayser zuseinem eigenen Nachtheil besorgte, und endlich Pescaire, dersich den sich grösten theils zuschriebe, sichs nun sehr verdriessenließ, daß man nicht nur eine so wichtige fache ohne sein wissenvorgenommen , sondern auch dadurch ein anderer fast allendanck allein verdiente. Den Lanoi hingegen beschenckte derKayser davor mit vielen Herrschafften in Flandern und Neapo-li. Er begleitete auch folgends diesen König nach seiner de-freyung bis an die Französischen grentzcn, und führte hernach,weil es von neuem in Italien zum kriege kam, einen succursvon 6000. mann dahin , nöthigte auch den Papst, der gegenden Kayser feinbseligkeiten zu verüben begonnen hatte, sich zuvergleichen, wiewol er demselben die gewähr von dem gemach-ten frieden entweder nicht leisten konnte, oder aber nicht woll-te , inmassen die Kayserlichen unter dem Hertzoge von Bour-bon gleichwol auf Rom los giengen. Lanoi starb an. 1527. ander pest, welche damals im Neapolitanischen graßirte. Erließ einen söhn Philippnm, der unter dem nahmen eines Prin-zen von Sulmona bekannt worden, und in Italien sowol alsim Schmalkaldischen kriege dem Kayser dienste geleistet, dessennachkommenschafft an. 1604. ausgestorben. Sonst hat Lanoiniemals den nahmen gehabt, daß er sonderliche gaaben zumkriege besessen, und kan mit andern grossen Generalen desKaysers in keine vergleichung kommen. Er soll auch in demtreffen bey Payia schlechte hertzhaffligkeit bewiesen haben, wel-ches ihm nachgehends der Hertzog von Bourbon und der Mar-quis von Pescara gegen den Kayser vorgeworffen. Er war des-wegen bey den soldaten in schlechtem ansehen, und wollten siesich nach Bourbons tobe lieber von dem jungen Pkintzen vonOranien, als von ihm commandiren lassen. Es waren ihmauch alle andere Kaystrliche Mmiirl und sonderlich die Spa-nier feind , vermuthlich weil er ein Niederländer war. Abereben dieses gab ihm ein Vorrecht in der gunft des Kaysers, inwelcher er sich auch durch mühsame und nur erfinnliche gefaüig-keit, ingleichen durch seine geschicklichkeit im reuten und in Rit-ter-spielen dergestalt bcvestigte, daß ihn keine bemühung darausfitzen konnte. Leben Carls V. , bist. äs Lr. rom. III.
Eanquart, Ungarns, ein fluß im Graubündtner-landeund nahmentlich im X. Gerichten-Bund. Er entspringt an demfusse der berge Slepina und Selureta unterhalb Davas, läuftbeym klösterlein St. Jacob vorbey , und neben Sernens, Je-naer , Schiers, Grusch (allwo er etliche bäche empfängt) undMalans in den Rhein. *
Lauschet, siehe Lenczicz.
Lknsbercjius, (Philippus) ein Natllsmaticns, war inSeeland anssr;6r. gebohren , und an. -586. Prediger zu Ant-werpen worden. Nachgehends trat er zu Tergoes m Seelandgleiche bedienung an, von welcher er aber endlich wegen seineshohen alters erlassen worden, da er sich dann die übrige zeit sei-nes lebens zu Middelburq aufgehalten, allwo er auch an. 16; 2.gestorben. Man hat von ihm OKronologiD 8. libr. vi. l>w-MmnslmatL ällronamüs restltutse ; rn-wgmorum Oeometri-corum libr. IV.; VranometriL lidr. III. z Lommsntstionsz in
Norum sserrW, darüber er aber mit einigen in Weitläufigkeitgerathen, welchen , nach des vatters erfolgtem tvde, der söhngeantwortet. ässsient. Matksm. p. 141-Landsdown, eine Englische stadt, welche an den grentzenvon Wiltshire und Sommersetshire lieget, bey welcher in dereinheimischen unruhe den rz.jul. an. 164;. ein treffen gehaltenwurde, so aber von geringer Wichtigkeit war. LeevereF, äelic. äsIs 6rsnäe-LrscsLne.
l a n
Laufet , Lands-Ehr, ein Suntgöwisstes . ^ ^scheu Basel und Müllhausen gelegen, von wemgelegene land das Lanser-Amt genennet wird,
Habsen, Dietwyler, Ottmarsen, HomburgLansius, (Thomas) ein berühmter Restt^h^.de zu Bergen rn Ober-Oesterreich an. i^ 77 -Abohren. Den gründ seiner studien legte er theus ^ sterlande, theils zu Lintz unter Georgio Calamino/ ü« ,zu Tübingen und Marvurg eifrigst fortsetzte. A Md estseine reise an, da er Italien, Teutschlanv, »,
Engelland und Frankreich , und zwar dlests ü'
malen besucht, und dadurch nicht nur in becuyw
ter leuthe kundschafft gerathen ist, sondern auw ^
wissenschafft von den sitlen, gebränchen und SM^jevcr „
cker sich erworben hat. Hierauf wandte er ^
Tübingen, wo er an. 1604. zum voÄor bey
kläret wurde. Zwey jähr darauf ernennte m"
brich zu Würtcmbera zu seinem Rath und
vräinsrio in dem Fürstlichen Lollsglo.
der hohen schule zu Tübingen ViMscor und ^l'
chen bedienungen er mit grossem rühm vvM' ^
an. 1657. gestorben. Man hat von ihm Och oA, >"
raüonem äs krincipaw inver Lrovinsras LvropAancillain ; Lommentarionem äs Lssäsmi^' ^osiotbsatr. paneZ^ciLUS r '
cinsres Tb. I.anüi. ,aeii»p^Lanspergius, (Johannes) der gerechtevon Landsperg oder Landsberg, einer stadt m ., Ktig. Nachdem er den gründ seiner studien st-7, ya'Ber daselbst in den Carlhäuser-orden, da er siM d'
ne gelehrfamkeit und harte lebens-führung 5 '
ansehen gebracht, daß ihm in einem kloster hhfeP/Priorat aufgetragen wurde. Er bemühete ^
theranern und Reformirten abbruch zu thÄ^,alS' yEzu Cöln, verschiedeneschristen hinlerlaw»^lie»karaplirases und Reden über die Sonntags-^ ^eelcsteln; Gespräche Christi mit einer gläubige« ^1.des geistlichen Lebens ; und andere. ^
in cüron. in axparMU ' M K
Lanstein, Lahnstetn, ( Ober-).eine u'^iust? LMayntz gelegene stadt, dabey die Lohn m d^berEl W'Äführt den titul eines Chur-Mayntzische» ^viertel stunde davon liegt an verändern festeChur-Trierische flecken , Nieder - LandsteM^ „vste>«,^ k»eine adeliche familie wen; von Nieder-Lss,^hen «Bey dem ersten orte befindet sich auf emeu ss 1400- ^^schloß Laneck, darauf Kayser Wenceslaus a ve^F!Churfürsten abaekent worden. Die bey deml^il.
Churfürsten abgesetzt worden. Die beyrende schiffe sind gehalten, einen zoll zu e .Humbracht, vom Rheinischen Adel, rak-
Lantheri, eine Gräfliche famrlre iN^hFch'cvon dem Kayser Ferdinand0III. das oberste ^ äe Ein der Graffchafft Görtz erhalten. Antoni»^ ..
Paradico, war aus der Italiänischen eüM»N<
i"
und lebte ohngefehr um das zahr ^^berru^feittius von Lantheri nennte sich einen FW^§sen , und ward ein älter-vatter Frantztheri , Kayserlichen geheimen Rathsin dem Hertzogthum Crain; und zu
und Kayserlichen Cammer-Herrn, st 7 ss iil. ^ , -si
XVII. sseculi floriret. L«ce/r-r. üswmat.
coUsÄ.p.zio. ..»-Ebä L
,LanchiIda, einetochter Chilpericr ^,icßvm 1 . , Ihrer geburt nach >var sie MUKn > ,F"'die Arraner zu annehmung der Chrstm^^ au / »e«'
Allein sie hieng den irrthümmern dieser wu > 4-
bige bey der taufe ihres bruders Clobov
üb. II. L. LlVLl)- .z,
siehe
üb. II. s. ;,eine gewisse secte* Lantin, (Ioh. Bapt.Dijon, woselbst sein vatter
DUvn, woieivst sein vatter Parlement
161 y. gebohren. Nachdem er die vorE'^psprachen, hiecnachst auch die Philosoph ie reM grofil»Mathematic wohl begriffen, nahm er r pey bAFranckreich und Italien vor, und machte stine^v Hehllehrten der dainaligen Zeiten sehr beliebt. fi^»etesin sein vatterland war er constilwr ous h,,liste» pe AUParlements-Rath, welchen beyden ansev' sahst Hhjistmit vielem lobe bis an sein den 4. M^otai»E-l"^
ende vorstund. Er hat verschiedene gM)» Mie
davon aber noch nichts gedruckt ist, mo übersetz»Lxiest"Aii'^scrtation äs 6 ewmn nocts oleme; ei'tt A.che,wmm des Euclidls; verschiedene Latem''Z)sogcMFranzösische Getichte; Anmecckungen^m ^a>u ^
u. a. m.
. Lantzegast, ist ein berg in dem
Lantzegast, l,r em oerg in vl». , ..., ^
clnrlch Wolleb, der Hauptmann V»L ,7 erstiege» s, E-chwaben-kriege mit 20°°. Eydgenosse« er^ppe» Ae»'er mit ;c>c>. düchfin-schützen und "00.AS M perwelche er zugleich alle von ihrem Posten Ä i ;; r. ^ l'
den berg hinunter gejagt. ^