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dem, ohne sie im geringsten zu reinigen. Ihre gemeinstehandthierung ist der ackerbau , welchem sie mit hindansetzungaller künste und wissenschafften obliegen. Von raubcrey unddiebstahl höret man unter ihnen gar selten, und wenn sichdergleichen zuträgt, so sind die nächsten nachbarn des ortsden schaden wieder zu ersetzen gehalten. Die zauberer undHexenmeister aber machen ihnen öfters viel ungelegenheilen,sintemal sie die leuthe in einem Hause durch gewisse bezaube-rungen in einen tiefen schlaf dringen können, worauf sie dennnach ihrem gefallen alles, was sie wollen, hinweg rauben.Desgleichen erzehlt man auch von ihnen, daß sie, wenn sieauf jemand einen groll haben, den teufe! in seinen leib zubannen pflegen, welcher ihn auf eine gewisse zeitlang quälenmuß. Der religion nach sind sie götzen-diener, und über alleMassen abergläubisch. Sie opfern aber ihren götzen keine an-dere opfer als wohlriechende dinge, weyranch, blumen undreis , so sie auf ihre altäre setzen. Darneben glauben sie diefortwanderung der steten, nebst einigen andern seltsamen Mey-nungen mehr, nach der lehre ihres gesetz-gebers Tata. IhrePriester oder Lehrer, Talapoins genannt, und grösten theilsHexenmeister, leben beysammen in conventen oder klostern, undhaben die freyheit, wenn sie heurathen wollen, dieselbe zuverlassen. Die regierung des Königreichs und Pracht des Kö-nigl. Hofes anlangend, so ist zu wissen, daß, nachdem dieeinwohner dieses Königreichs von den Chinesern, welchen siezuvor unterworffen gewesen, abgefallen waren, sie eine artvon einer Nepublick aufgerichtet, welche ohngefehr bis umdas 6c>ote jähr nach Christi geburt währte. Es hielten sichum diefe zeit viel leuthe in diefem lande auf, welche ursprüng-lich aus Siam waren, aber wegen der gesunden luft undfruchtbarkeit des erdbodens schon viel jähre lang darin» ge-wohnt hatten. Weil sie nun sehr vermögend waren , so hal-fen sie zur zeit, da die regierung sich in eine Monarchie ver-wandelte, einem von ihren lands-Ieuthen auf den thron, ausdessen linie der jetzige König von Lao seyn soll, wie sonderlichdaraus erscheinet, weil er sowol die Viamische spräche alsauch kleidung behält. Dieser König hat eine unumschräncktegewalt, besitzet alle güther seines Königreichs eigenthümlich,und ist der allgemeine erbe seiner Unterthanen, so daß, wennjemand stirbet, der König dessen Ander nur einige mvbilienoder eine jährliche pension überlässet. Der vornehmsten wür-den im Königreiche sind 8. worunter des General-Vice-Königsdie vornehmste ist, unter welchem 7. andere Vice-Könige ste-hen, so die 7. vrovintzen des Königreichs regieren, allezeitum den König sich befinden, in seinem geheimen Rath sitzen ,und ihre stellen in den provintzen durch gewisse Dcvnlirte ver-treten lassen. Eine jegliche von diesen provintzen hält zu ihrerbeschützung einen ziemlichen theil fuß-volcks und reuterey.Der König lässet sich von dem gemeinen volcke des jahrs 2.mal sehen, und zwar solchestage lang, und kommt seltenaus seinem pallaste, ohne wenn er in den götzen-tempel gehet,und in solchem falle tragt er eine crone auf dem köpfe, wel-che derjenigen, so die alten Römischen Kayser trugen, ähnlichsiehet. Seine ohren sind durchstochen, und mit grossen perlengezieret. Er sitzt auf einem elephanten, welcher über undüber von lauter diamanten und edelgesteinen funckelt, undden werth eines gantzen Königreichs an sich trägt. Vorhergehet ein musicalischer chor , welcher die ganye proceßionführet. Darauf folgen die Mandarins, deren jeglicher voneinem Edel-knaden begleitet wird , welcher eine goldene odersilberne büchst trägt, deren unterscheid den rang und diewürde ihrer Herren anzeiget. Nach diesen kommen die Kö-niglichen favoriten und Grossen des Reichs, nemlich der Ge-neral-Vice-König, so auf einem elephanten reutet, und die 7.andern Vice-Könige auf gewissen sanften oder trag - stählen,so mit göldenem stück ausgezteret sind. Endlich kommt derKönig, und hinter ihm eine grosse menge von prächtig-ge-kleideten dienern, die allesamt auf schönen pferden reuten,und den ttupp beschließen. Der König in Lao hat unter-schiedliche zinsbare Könige unter sich, welche ihn für ihr Ober-haupt erkennen, da er hingegen niemand zinsbar ist, und insolchem stücke den König von Tonquin übertrift, welcher, ober wol reicher und mächtiger als dieser ist, dennoch von demChinesischen Kayser dependiret. Es sind zwar vor zeiten dieKönige von Lao auch in solchem zustande gewesen, allein diesituation ihres Königreichs hat ihnen anlas gegeben, diesesjoch von ihrem halse ziemlich abzuschütteln. traäuc-
tion äs l'liilioire äs L-ro äu k. Msrini.
Laocoon, ein söhn Priami und Hecuba, und des Apol-linis Priester, welcher den Trojanern widerrathen, das höltzer-ne pferd, worinn so viel -Griechische soldaten verborgen sta-cken, in die stadt zu nehmen. Er stieß selbst mit einer lantzein den bauch des Pferdes, daß die darinnvcrholene Waffen ei-nen starcken klang von sich gaben ; darüber nun soll die göt-tin Minerva sich so erzürnt haben, daß alsobald 2. ungeheureschlangen aus dem meere gekommen, welche anfangs seiner. söhne und nachgehends ihn selber, als er ihnen zu hülffekommen wollen, umgebracht. Lneiä. lib. II.
Laodamia, eine tochter Bellerophontis, mit welcher derJupiter Saxdonem, so König in Lycien worden, gezeuget; al-lein Diana wurde so eifersüchtig auf sie, daß sie die Laodamiam
lao
mit pfeilen zu tobe schoß. Es ist auch eine
mens, welche, nachdem sie auf ihr verlangen ihreneu Mannes schatten gesehen, so sehr daruocr .daß sie das leben eingebüsset. lib-
lib. ll. c. ;. V-M. spiü. i;. ApMU
Laodice, war Antiochl, eines Makedonische» ME,,stau, und Seleuci mutter , welcher einer vo> y, V»ülÄZni Feldherren war, und nach dessen todeA st,oin>lrien wurde. Man erzehlct von ihr, daßlye^seleuci geburt getraumet, es wäre Apollo oer. ^gewesen, und hätte ihr einen edelgestein, wora», ^ ^neö anckers gegraben, überreichet, mit dem ^„1dem söhne, den sie gebühren würde, zu geben, ^ einc»'^,nächst-folgenden morgens aufgewachet, haue'mit eben einem solchen edelgestein, wie sie'»« j,y v §hen, nemlich mit einem darauf gestochenen an^gefunden, und es wäre folgends auch geja-ev. ^erkind, so sie gebotzren, eben ein solch mam st"! jhren> vgehabt hätte. Bemeldten ring nun gab Laoo»
Seleuco, als sich derselbe in Alexandri M. memda er hernach auf den Syrischen thron erMc»^ pdauete er eine stadt, und nennete solche stmee »ren Laodicea. Sonsten sind noch mehrere vm .
dieses nahmens in der Historie bekannt, xes
Laodicea, eine stadt in kkr^ia ksostisas'in Klein-Asien am flusse Lyco, nahe bey deljenMäanvrum, wird anjetzo von den Turcken, xadas alte schloß genennct, und ist von AmM vo»tonica söhn , erbauet worden, welcher E^«jetz0 A ixo»frauen Laodice Laodiceam nennte. Sie »tuiniret, obwolnoch eil» Ertz-BischöffücherMrunter 16. Bißthummer gehören. Die alte» , d» .hFdaß es eine sehr grosse stadt müsse gewesen s M7. Hügeln gelegen, und einen grosse» " ,„os e. ,1'^
ecsche
j>^l
oder
Man findet darin« z. tbestra von weissem eck^U
eben so schön und gantz sind, als ob sie erst aber
ren, neben einem eben so schonen Lirco; dw n ^ ^ Bselbst liegt fast gantz wüste. Dieser stadt ge^ zV,
a-i M^iiliis in 0-1- 6 -n n» >>>,> een/nn. ll- .
stel Paulus in cher'Ep. an die Coiosswollen einige, daß er auch einen brief a» v» ^t
wouen eunge, oay er auch einen briet an"" 2 .,dlcea geschrieben habe, welches aber mit rechts
kan diejenige» ApoM>!'
verworssen wirb; aufs wenigstetiges tags unter diefem nahmen vorhanvc,',lo nicht beygelegt werden. Baronius gebch^rzu Laodicea mPhrygien, so an. ;i4-schen unter Nnnechiv, dem Ertz-Bifchoss^hFeNhernach dem Ooncilio zu Nicaa beywohntch^jsseb Owiewol andere in den gedancken stehen» das ^nicht eher, als an. ;iy. vor sich gega»Ml » ^eE reMdere, daß man es unter dem Papste Llberl0»^^u>e» F in-den 8. may an. ;; 2 . zu regieren anficng» Mli» ^habe; ja dre stchersie meynung, und wE »^„ckalle Gelehrte beypflichten, ist, daß solcherlei» Uund zwar an. ;6?. ; 67 . oder no. S Mist einmal aus den schiussen und ^sul»e"j^l '^>1
gewiß, daß selbiges zu einer solchen ^^,,aste»sZäs"da dieHeydnischenVerfolgungen schon scb»"^
reu. Die absicht dieses Loncilii war, 0 . u»dsowol der Gcist-als weltlichen zu reforM'"'- dc ^cc'^,in eine bessere ordnung zu setzen, .^a» ,^te»>"W>n.j,„
in Griechischer spräche, nebst Gentiaiu Hervor der
setzung, sowol als denen, welche DtE ^liA^
auch nach diesem Isidorus MersAwr zu
gerückt. Gabriel tllbaspinTus, ein BWf'' so ..über den andern Lanonem dieses Laac-llu -,^ ,
munion bey büßenden nach abgelegter oe> ätzten!»^1»anmerckungen geschrieben, welche <»
Lonsiliorum zusehen find,wobey auche' Steph^qeh^,»sdicea wegen dem Antiochenischen Dliw »chr-acht ^ ^ f-
chen die Eurychianer bey dem altar »ms8ynoäi Meldung geschicht. ?c,»r»»l. 0 ^ 0 ^ L
L. H. P. 8?4- ll. L. ;-4- xjbF,»
Laodicea, ist eine andere stadt "vAglnNM,mit dem zunahmen Lsbioll,, oder ^.„uochiCölesyrien genannt, von Seleuco, A« ^ Vdencken seiner mutter Laodice erbauet, lasse^ek c>'lApameam und Antiochiam erbauen gen^bebe''Fdiese örter die drey geschwistercen si»,^ el» ^ii ^,^Zu Neronis zeiten wurde diese sta^ fi,are»» c>^
»tret, weil aber die einwohner eerch'^xmeldter^ Sge bald wiederum auf. Es hatte aber 0 ^ehren feiner gedachten mutter «och ^ in^eae"'^^nahmens erbauet, darin» soiiderllas.^^^^yzwischen Heraclea nord-und Gabala si ,,^- ar ^ist, und von welcher der gleicht^ .. >osi ^ -i2i
8-ogr. ^ver SepL^nhe"''ni>e b l»
^ l.^OOILk:^ 2 ä ümioslnam oder^^ L-pAe-'»
ser Septimio Severo beygenarmt» zu e^
ch prLÜLM. numilnist. cilll. 2^lll. p-