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Vierdter Theil. He - Mc.
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die genennet, worinn der ste-hafen Kola ist, welchen die Hollan-rer wohl kennen. Der andere heißt Terskoy Leporie, und liegtan dem Meisten meer. Der dritte aber führet den nahmenBellamoreskoy Leporie. Die einwohner dieser letztem land-fchafft werden von den Moscowitern Dick, Lappi, das ist, diegrausamen Lappländer genannt, weil sie von sehr grimmi-gem und barbarischem gemüthe sind. Das Norwegische Lapp-land, welches sonst auch Finmarck oder das Gouvernement vonWardhus genennet wird, und dem Könige in Dänemarck gehö-ret, liegt zwischen dem see Enarack, dem flusse Pacs und demmeere, und erstreckt sich bis an die grentze von Nidrosia oderDrontheim. Das dritte theil, nemlich das Schwedische Lapp-land, sonst auch Lappmarck oder Süd-Lappland genannt, be-greift alles land non der Ost-see an bis an die gebürge, welcheSchweden von Norwegen absondern, in sich, und erstrecket sichnach der länge auf ioo. Teutsche weilen, gleichwie es nach derbreite fast eben so viel hat, und wird in 5. gebiethe unterschie-den, welche ihren nahmen von so viel Osten bekommen haben,als da sind Aongermanlands-Lappmarck, Uma-Lappmarck, Pi-tha-Lappmarck, Lula-Lappmarck und Kimi - Lappmarck. DieLappländer haben monate lauter nacht, und des sommerseben so lange völlig rag,bey welcher langen nacht-zeit sie nur desabends und morgens eine kleine demmerung haben. Die kalteist daselbst im winter unerträglich, und im sommer nicht vielbesser. Das gantze land wird sehr mit schnee und winden ge-plaget, und ist voller felsen und sand-gebürge, unter welchendas Dofrinische gebürge - so die grentze von Norwegen undSchweden macht, über alle Massen hoch ist, und oben solche hef-tige winde hat, daß kein bäum daselbst wurtzel fassen kam Esgiebt viel wilde thiere, wilde vögel und fische darinnen, derenhaute und fntter die vornehmsten waaren sind, womit die Lapp-länder handeln. Darneben hat auch dieses land viel weisseWölfe und bären, welche,viel schaden darinn thun; dannenhe-ro die einwohner keine grössere ehre erlangen können, als wennsie einen dergleichen bären umbringen, und je mehr sie derentödten, je rühmlicher ist es ihnen, dahero sie auch gemeiniglichauf ihren mützen eben so viel zeichen tragen, als sie bären um-gebracht haben. Es giebt auch bey ihnen eine grosse mengevon vielfrassen, haasen, so im Winter weiß werden, und sonder,lich schwache füchse, deren bälge sehr hoch gehalten werden, sodaß die grossenHerren inMoscau mützen davon zu tragen pflegen,und ein stuck davon gemeiniglich vor ic>. oder 12. gold - cronenverkauffet wird. Die marder dieses landes sind sehr schön, undwerden in grosser anzahl in den Wäldern gefunden , gleichwieauch die eichhörnlein, welche alle jähr ihre färbe verändern, undim winter aus roth grau werden, welches die ordentliche fär-be ihrer Meist, so vor die,besten gehalten werden. Desglei-chen pflegen auch die eichhörnlein zu gewissen jahrs-zciten hauf-fen-weise das land zu verlassen, daß man dergleichen gar we-nig, und dann zu anderer zeiten sehr viel wiederum antrift.Die Ursache dieser ihrer flucht ist unbekannt, wiewol einige da-vor halten, daß es geschehe, um der allzu grossen kälte des win-ters zu entgehen. Ihr fammel-platz ist an den ufern der seen,allwo sie sich auf kleine stücklein holtz von fichcen-und lannen-bäumen gleichsam einschiffen, sich also dem Wasser übergeben ,und von dem winde fortgetrieben werden, bis endlich die wel-len ihre kleine schifftet» überschlagen und versencken,worbey aberihre leiber nicht mit sincken, sondern bis aus ufer schwimmen,allwo sie das volck aufhebet, und zu peltzwerck und futterbraucht, welches auch sehr gut darzu ist, woferne es nicht garzu lange im Wasser gelegen. Immittelst ersetzen die eichhörn-lein, so in dem lande bleiben, solchen schaden bald wieder, indemeinige von ihnen auf einmal 4. bis;. junge haben. Fernem hatauch dieses land sehr viel zobeln, deren peltzwerck sehr hoch ge-halten wird. Diese zobel oder Scythische marder aber, welchefast einem Wiesel oder marder gleich sehen, werden, je schwächersie'sind, desto höher ästimiret; wiewol diejenigen, die eine rechteweisse gläntzende färbe haben, von eben dem werthe als dieschwachen sind; daher auch die Moscowitischen Abgesandtendergleichen öfters im nahmen ihres Czaaren ausländischen Po,tentaten zum geschencke präsentiren. So mangelt es diesemlande auch nicht an Hermelinen, welches eine art von weissenwieseln ist, die einen schwachen streif an ihren schwäntzen ha-ben. Dieses kleine thierlein ist nur des winters über weiß,wenn es aber gegen das ende des may-monats kommt, nimmtes wie die andern wieseln wiederum seine erste rothe und einemeer-grüne färbe an. Absonderlich wissen sich die Lappländerder renn-thiere zu bedienen, welche den rehen ähnlich, aber grös-ser und hoher sind. Die Lappen nennen sie hercki oder puatze,die Schweden aber rheen. Sie haben auf dem köpfe 2. hinter-wärts gebogene Hörner gleich den Hirschen , von welchen in dermitte ein kürtzerer zancke in gewisse spitzen und sprossen urthei-let, entspringet, und sich fürwärts beuget. Diese thiere sind vonnatur sehr wild, allein die Lappländer wissen sie so zahm zu ma-chen, daß sie ihre schickten ziehen; wie sie denn vermittelst der-selbigeninnerhalb wenig stunden aufdem schnee ein grosses stückWeges fahren rönnen; über diß pflegen sie auch ihr fleisch zuessen, und von ihrer milch käse zu machen. Weil Lappland vol-ler sten, moraste, berge und Wälder ist , so hat es auch einegrosse menge von wildem und wasser-geflügel, als da sind schwa-nen , enten, phasanen, rebhüner, schnepfen und wasser-hüner.Die schwanen kommen zu ansang des frühlings in grosser men-ge hieheft von dem Teutschen meer oder der Nord-fte» Ferner

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kan kein land reicher an fischen seyn als dieseslich an lachsen. In den seen findet man enn v ^hechte, unter welchen etliche langer als em maw ^gl«pder kirche zu Luhla siehet man einen köpf von em gaotzfische, dessen kinbacke 8. zoll lang ist. Lapplanv') ,,

gar keine fruchtbaren bäume, und von wilden reisolche, die der kälte widerstehen können; als z. -nen, wacholder-stauden, dircken, weiden, erlenMan hat darinn einige silber-bley-kupfer-undc mauch ebelgesteine, die aber sehr duncket sind /" E Bkeinen solchen glantz haben als die Orientaltiw^'mante sind nichts anders als eine art von crv!M" Mt,felsen wachsen. Ihre gestalt ist gemeiniglich ,vwche davon sind groß, darneben klar, ohne flecken/^ter als das gemeine crystalh so, daß wenn,sie » Mund wohl polirt werden, sie den rechten diamam-,,stcc,kommen. Ihre amethyften sind bleich und jew' ^ flöße x,wie auch die lopasier. An den ufern ihrer ste" ^ce /den einige steine gefunden , welche gewisser"->vst ,»stellen, und von den Lappländern sehr hoch E, ß

dergestalt, daß einige von ihnen selbige an erb" ^ ha^-setzen, und als gottheiten anzubäten pflegen, stecheauch einige flüsse, worinn sie perlen fischen/'f' jedostssDgemein von der kalten luft gantz bleich auslew Fden viel darunter gefunden, welche den -Onf"nachgeben. Die Lappländer, sonderlich dieiE ^jgliK^l;weitesten gegen norden zu wohnen, st'^.L, <ind V>i»l^über drey ellen hoch, und mehrentheils hcßmssss.. vv»die weider aber sind etwas feiner, und imweiß und roth, welches sehr artig stehet. M

te find kohl-schwartz, und der stärcke und hurEtreffen sie alle andere menschen. Mit cinenr M Fwelchen die ftarckesten Norweger kaum ßemen sie mit leichter mühe zurecht. JedEzagt, furchtsam, überaus betrügerisch,halb ihres landes können sie nicht wohl leben, umkranck, wenn sie hinaus kommen. Heut Mviel Lappländer zu der Christlichen reltgio»/ ss ^jsse KXVII. üeLula König Carolus IX. in Schwedenihrem lande erbauen lassen. Desgleichen w. ss.Pitha eine schule aufgerichtet, um ihre klnder n vi>Äartickuln, ingteichen im lesen und schreiben eMZ-Aff,welchem ende die darüber bestellte schuln^' !

dienliche bücher aus der Schwedischen sp^^als >" ,z>-- Lbeflissen haben. Das erste buch, welches ^ r°bischer spräche zum Vorschein gekommen, ^"puch/.!!,,Stockholm gedruckt, und war ein EMZ

Catechismo, und einigen Christlichen gcbaterm^ p,hernach wurde ein Hand-buch gedruckt, wenDavids, die Evangelta und sprüchworterbegreift. An. 16; 1. stiftete der König von >2 ^ - Ei» st!»der LoUsgium zu Liskala in der prov>ntz hjS

Allein ungeachtet des fleisses , den manChristenthum zu unterrichten, so bleibendem'^bey ihrer alten abgotterey, und rauberdven ^Sie halten auf gewisse zeiten, und '.'EÄ «nd""/iie^»schwache und weisse, das ist, in guckU, pEMÄ,Nebst der anbatung des wahren GOltcs < ^ E ß»Thor, Stoorjunkare und Batve nls gewverehren, wovon an seinem orte den«» A »A,

lich tragen sie auch eine sonderbare ehr ' >p,e ^

8 ltto 5 , das ist, die steten der verstorbenen? ^ ven ^

gewisse geister, welche ihr« meymmg fwffeine E xund sten sich aufhalten, und letztlich E" einnA zii,Ageistern, die sie ZuNM nennen. D>e meiste §achd,,,landes, und insonderheit die gegen das ^ »usteten durch ihre zauderey wunderbareaber das Christenthum unter ihnen ^mangel^ä ^berey nicht mehr so gemein. Jedoch,Are piA„--r Unicht an gewissen meistern, welche am ^,hrc ^ft, ^kunst lehren; ja die eltern selbstinn, wie sie mit dem satan einen dM'Wafft eh-bei'^ ikvermachen ihnen als einen theil der ero> ygeister, welche ihnen bey ihren lebzecken v ^tiser, ^durch deren beystand sie die teufel ander ,^ie>vo'nen feind sind, zu überwältigen hAUen als m"Aisem allem ohne zweiftl mehr aberglauoc n Mdet, ohngeachlet die erzehlung davon'"^/ ,,haben unterschiedliche arten zu wahf, Diotem AVeine gewisse art von trommeln , dmc»? ^,ngM'^je " st'Verwünschungen und zauberische N^lgende - ,^s, ^ st!durch trommeln zu wahrsagen, m ' j^n ba'jchea ^eine trommel aus dem stamme eines ^grübet ^wan einer sichte, tanne ober bircke?^„WedMftü, und machen darauf die stUre " ^ „st

die sie anbäten , als z. e. Christ-pes^ A stwenig darunter das bildnis der soaM pergle'A geivAsterne, der vögel, bären, flMM'd ^ e,wr^fertigung solcher figurcn bedienen o^„-holtze? .

then färbe, die a»s säg-spanen von Ahmtetim Wasser gelegen oder gekocht , ^ ü" V

schlagen sie auf eine solche wommel, m» „ padllgemachten höltzcrnen Hammer, und v