624 las
banus V. erfahren, daß er ein Mönch gewesen, und den Prie-ster-orden angenommen hatte, befahl er ihm, fein weib zu ver-lassen , und sich aufs neue in fein kloster zu begeben. Alleinweil gedachte Königin von Neapolis seiner dienste benöthegelwar, spielte sie die fache also, daß des Papsts beseht niemalsvollzogen wurde. Lascaris starb an. i;7s. Es hat auch einerdieses nahmens verschiedene tractaten in der Provencialischenspräche verfertiget. st« L st«
Lascaris, ein Griechischer Kayser zu Nicäa, siehe Thes-dorus Lascaris.
Laschanski, eines der ältesten und ansehnlichsten Gräfli-chen Häuser in Böhmen, welches den beynahmen von Bu-ckowe führt, und von dem adelichen geschlechte Bechinie vonLaschan auf Langen-Lotha und Bistritz wvhl zu unterschei-den ist. Georg Laschanski hat sich mit unter den Gesandtenbefunden, die Boleslai I. Hertzogs in Bohmen, PrintzeßinDambrovka ihrem gemahl Miecislao , Hertzoge in Polen, an.98;. zugeführt haben, worauf dessen uachkommenschafft sichauch in Polen in unterschiedene innen ausgebreitet. Zu La-dislai Lostbuini zeiten richtete Zavisius Lazanski ein Majo-rat in seiner farnilie auf, welches nachgehends bey derselbenzu vielfältigen streitigkeiten anlas gegeben. Stephanus La-zanski , Kayserl. General und Commendant zu Temeswar,übergab an. diesen ort nach einer harten gegenwehr mitaccord an die Türcken, welche den ort unter Mahomet Bassabelagert, und mit 70. stücken beschossen hatten , wurde aberdennoch von denselben sowol als die gantze bejatzung treulo-ser weise niedergemacht. Ferdinandus Rudolphus, ein söhnSebastiani, Königl. Böhmischen Cammer-Raths, ward Kay-serlicher Oberst - Lieutenant, wie auch Ertz - Hertzogs AlbertiCammer-Herr. Er verstund die Lateinische, Griechische,Hebräische, Türckische, Spanische, Französische und Italiä-nische spräche, und that dem Ertz-Hause Oesterreich beyderBöhmischen unruhe ansehnliche dienste. Als er sich bey einerGesandtschafft in der Türckey aufhielt, practicirte er dem ge-fangenen Polnischen Fürsten Korezki einen seidenen strick undein gefäß mit fcheide-wasser zu, damit sich derselbe in freyheitsetzte, und darauf feine einzige fchwester dem Laschanski zur ehegeben wollte; ehe aber jener solches bewerckstelligen konnte, ge-rietst er nochmals in der Türcken Hände, welche ihn so fortmit dem stränge erwürgten. Er hinterließ Caroium Maximi-lianum, welcher als Kayserlicher geheimer Rath, Cammer-Herr , Statthalter in Böhmen, und Appellations-Präsident,den Gräflichen titul an sich gebracht. Dessen söhn Wences-laus Josephus war noch an. 1705. Kayserlicher Cammer-Herrund Hauptmann des Pilsner-kreises, welche erstere charge auchzu gleicher zeit Adam bekleidete. Weingartens Fürsten - spie-gel, x. 217. feg. ;24- La/s/«. epit. rer. Lodern. x>. iro. *
Lafco, (Johannes) oder Lascus, war aus einem vor-nehmen geschlechte in Polen entsprossen. Sein bruder Hierony-mus Lascus, Woywode von Siradien, wurde an. 1540. vondem Kayser Ferdinands I. als Abgesandter an den TürckischenHof geschickt, um selbigen mit ihm zu versöhnen, er kamaber daselbst in ein hartes gefangnis, und nachdem er davonentledigt, hatte er bey seiner abreise gift im trunck bekommen,woran er an. 1542. zu Cracau verstorben. Johannes wurdein seiner jugend zu den studien angehalten, und als er nachZürich kam, um von bannen in Franckreich zu reisen, wurdeer mit Zwinglio bekannt, der ihm den gründ der Protestiren-den religion beybrachte. Zu Basel machte er sonderbare freund-schafft mit Erasmo , dem er unter anderm noch bey leben sei-ne bibliotheck abkaufte, für einen preis von 200. Hold-gülden,doch mit dem bedinge, daß sowol Erastnus die bncher lebens,lang behalten und gebrauchen, als Lasco die bestimmte summeerst nach dessen tobe auszahlen sollte. Da er wieder nach Hausekam, wurde er Lesepolttus zu Gnesen, auch zum Bischoff zuVesprin in Ungarn benennet, welches alles ,ihn dennoch nichtabhielt, die lehre der Reformirten endlich öffentlich zu beken-nen , und als er hierüber verdammet wurde, beklagte er sich ineiner schrift an den König in Polen, daß man ihn nicht genug-sam verhöret, und dennoch verdammt hätte. Dem allen un-geachtet, muste er sein vatterland verlassen, und kam an.1^42. nach Embden, woselbst er der gemeine als Prediger vor-stund. Im folgenden jähre wurde er von der OldenburgischenGräfin Anna beruffen, die kirchen in Ost - Frießland zu re-formiren, welches er auch verrichtet. Hierauf wurde er vondem Hertzog Alberto nach Preussen verlanget, so bald er aberdemselben sein glaubens-bekanntnis in der lehre von dem heil.Abendmahl überschickte, gieng solches wieder zurück. Nach-dem er sich nun fast in die 10. jähre m Ost-Frießland aufgehal-ten , und wegen der unruhe in Teutschland bey dem Schmal-kaldisthen kriege nicht genugsam sicher daselbst zu seyn vermeyn-te, begab er sich nach Engelland, wohin ihn der Ertz-BisthoffCramerus, unter dem König Eduarde» VI. beruffen , und wardvon dem Könige der kirche der fremden zu Landen vorgesetzt.Bald darauf aber erhub sich die Verfolgung der Protestiren-den unter der Königin Maria, wodurch Lascus gezwungenwurde, Engelland wieder zu verlassen. Er begab sich also miteinem theil seiner gemeine nach Dänemarck, woselbst manihn aber, weil er der Reformirten religion zugethan war,nicht leiden wollte, welcher Ursachen halber er auch in denNieder-Sächsischen ste-.stadten nicht bleiben konnte. Endlich
l a s
aber kam er wiederum nach Frießland, und §M>>o 'nen, die bey ihm waren, zu Embden gar Dp
men. An. begab er sich nach FranckfM'und erlangte von dem Rath die freyheit, em. u ^ ^den, sonderlich der Niederländer, aufzurichten-, ^ W ^auch daselbst an. eine epistel an den K
uuer, uii. reine rpeier» »» 77--.^-, vgl'»-
Sigismundum , und die Stände dieses Rerchb' - IMsich vertheidigte wider die falschen auflagen s,Westphali, Timanni und Pomerani, der Mcher genannt. Auch hielt er in demselblgen ^
günstignng des Hertzogs von Würtemberg,mit dem Brentio von dem heil. Abendmahl, sich.^Fgene relatron heraus kam, in welcher aber, -F
beklagte, viele Unwahrheiten enthalten waren- ^er AM,er wiederum in sein vatterland nach Polen/", .^dabwesend gewesen; und ob zwar die Geistl'ch'".j^ki, Mse sich sehr bemüheten, ihn wiederum.zu "F^srnn"^!»^sie doch nichts ausrichten, weil der Komg.S'g „erAaröviel auf ihm hielt, und sich seiner in wichtig ^gen bediente. Er lehrete also mich an diesem" : a
endlich an. i;6o. den iz. jan. Seine schkM' ^r>s Lomini über; Lpiffols continens 8uwn»cls Lomini breviter explicamm;
Lstab-ipriltsrum krinoipem; und andere.
72. , 1 iL. IV. c. 10. ' g- sl'
acl ff. L.i;;;. L l;6o. in vit.lbeol. a ^
^, effigios TLeoloeor. p. 88-
182. Lc. * ^^
Lasena oderLa-Sena, (Petrus) em " t, ' E» /zu Neapolis , allwo er an. i;yo. denden, aber von einem vatter, der FranzosiM ßK „ taus der Normandie gebürtig, nahmens la . ,e„ elff^ Hpolis gesetzt hatte. Er wurde gar bald . M'''Rechtsgetehrsamkeit zu erlernen, angehalten' .—-ew
tur trieb ihn stets zu den Lumanioribus an, na^Kselbigen mit desto grösserm Nachdruck obM» n Mbereits durch advociren zu Neapolis MR" s-inesich nach Rom begeben, allwo er sich durckl ' x, »Mc Lund beredtsamkeit in grosse Hochachtung E) ,
er noch nicht 46. jähr alt war, wie seine freund"
halten, von unmäßigem studiren gestorben, ^/mplar o , M
nen freunden vermachte er im testament em .k Mp st'nCleombroto; dem Cardinal Francisco Bmodie er von der LinZua Iflelloniffic-I gehauen' W
nal Brancaccio seine noch ungedruckte /'M^aliaNNches/,,,welche er von dem Oz-mnalio zu Neaposts m ^ k,..
ehe verfertiget. Solisten ist auch von lhMP^oclo^-.meri bekannt, welches er sonst auch w^MN^ntuliret hat, und voll artiger und gelehrter
, pin. I. imvg. illustr. c. ;8- aH"
terst. Libl. dlapol. x. 248. <T "6"» -.
Nspol. x. 2°4. * ,„Mer Edel". ^
Lastcius, (Joh.) ein gelehrter PolA
sich in dem XVI. lseculo mit vielen scke'ck^ ,pet ehat. Genebrardus will ihn zu einem ge^hj, iv'^pder religion machen, allein man wem Mist'
L7N 7L« L'r 75
Lasicius der Böhmischen bruder lehre u» .^^ ^
wohl hätte gefallen lassen, und dann ru e MZ gm ^ 5 ^,,
Lutherisch erkläret hätte. Doch mag es As abe^Fgr'-Zwinglti partey gehalten haben , uucl)gey^„ntMM äeBöhmischen bruder lehre und glaubens-o- ^ „»l'
hat ihm diese kirche am -'-canen, u> .^,br> /
nk-,-vnl buch, und der,übr g^i von >1?-
aber nur das VIII
exoerpMäe Lös
»u>. vuv vuw, Ul>o . man ^ voMpm ediret worden. Sonst HM sneress" ' AVI
uü „üs 8gmogitorum; Listoriam " ^
VLlLLkiam -lnno 1572.; <L vAntilLLno ogFutM'"ver-e Keligmm8 Lpologi-im «
äkionem vuriorum üuäkorum as um , ^^reijeV. vi ..lartsrorum ffeligions Ac. Er HM " BathÄ, ^
character eines Lnvoye von Stephan" . Klebet' ^^0in Polen, geführet. An. 1599- HM yü- ^
cLronol. epit. ,,„d^
ölest 8ol-ivon. * . ffheologu?,.,,bers s,, >'s
* Lasius , (Christoph) em guter v ^ ^ ^
von Straßburg, studiere daselbst u» , ^
Kecior zu Görlitz, Pred.ger zu Spcu auEvsse" ' s'Ä
endlich Superintendent zu Cotbus , u z„ ^ ^
so vom jähr 154;. bis i; 4 i- ^-cleide"
Ob er aber gleich viel verfolgunge»""
lanten-stad ergreiffen muffen, ^,^te theME/g "L'> §,<-
fälligen oxilio durch allerhand geleh" Wttenbc^^B B
kämet gemacht, und sonderlich ^Mieden / .eben-
fürt an der Oder wider Flacmm
eine Erklärung des XVI. Mlnw" ^ripr-gp-
Lnniil. LugulloLurg. ->P-
p. iyOy. commentar. rcr. ^-x^ssers sseu
Lripe. rer. Lullet, tom. I. P- 458- MII. p. 89- iuä. ckro - ^ ?-
1571. Unschuldige rftttchnchden,