Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
Seite
639
JPEG-Download
 

lau

iÄ' p. kreist, apuä Icript. rer. 6ernt.

devj-„i EM- KoLe,r, etat äe la krovence. Er ist ohneHhdx Mb Caspar a Laurentiis, der nach Barberini bibl.

^ ^VI. oväle). Observaüvnem 6s publiois Osspucs-»>en ^i8. j^^overüiz äs Kelixions , welche an. 1602. in 8.

so g., 8. äs noüra Oonsunöiione cum Lbrilto in 8scra-, ^ Genf in 8. Lommsntarimn in Hcrmogenem, Wels

Lal,^ 7^.8. heraus gekommen, geschrieben hat.

«!!' avw» / 3 acobus) ein Franzvs, war vermuthlich zust», vEer die stelle eines Schatzmeisters bey den«^veni-.^»Militar-ausgaben verwaltete, gebohren, undi»E»e von Richelieu als Lscrstsnus. Er trug

vlo^ ^?bns-zeit den geistlichen Habit, legte aber.^bll es ihm also gefiel ^denselben wieder ab,^ -^sthen >emem 8;. jähre das Unglück, daß er in derü'eun>>- m und 6. mertz an. 1726. nebst feinem ver-, Mar. Pomp. Colonna, zu Paris lebendigo?enn auch hernach der rest ihrer leider zusam-li,j,^>irbH.^'arge begraben wurde. Er war im übrigen ein"?r der Französischen Poesie, und gab verschiedeneV. ^ Lg.rn bN , als : I>S8 Ltrenns8 äs is Muse biitori-triompkante 6s I-ouis le ftrsnä; I-et-iss "" stelsrion äs se ciui 8'eli passe äs plu8 re-«We u. a. m. heraus. Sonst hat er auch die

!E»j Vl, Atzung von des Sagredo Ottomannifchennix ' 'u i2. verfertiget. Seine Version des Ltvii', ob er aleich dieselbe völlig zu ende ge-

, moi8 äs MM 1726.

, ein fest, welches die Römer zu ehrenM hg^"ua, welche Romulum und Remum gefunden,Es war eines von den unbeweglichen fe-Ä iNit d-.« cember gehalten, und hatte einigen zusam-. 8, °?lehx ^stumalibus, welche in den januarmm fie-" d cinder^?^, äs linx. I.ar. Dieser berichtet, es seyA>» Seid f„,,Acca gewesen, welche als eine grosse curtlsa-einl,) ^worden , und darüber das Römische volck

^"ej,,^ 7 ."woroen, nno oaruver oas Nvmi,cye vviu.^Mr gNet haben ; sie hat aber Acca Tarrutia geheis-, Ukentl^ a-«? wurde im april ein fest gehalten , welches» "kt wurde. Dieweil aber die obige Acca^»d d/ ^arentia genennet wird, so werden diese l.-,u-Und ^rsnrinalm von den alten scridenten selbst ver-g^scin f^°u den Gelehrten confunbirt. Die Priester,? ^?rywohneten , wurden LIamine8 Laursn-

s? .Tnrriiti?'b Heminalia aber wurden bey dem grabegehalten. Ven/tze»-, in conjeÄ.

(Laurentius) ein Jtaliäner, lehrte die Phi-Mrhk» sivkelsor der Medicin zu Florentz und Ptsa inL E^te'wia 5 Übersetzte den Hippocratem aus dem Grie-- , und machte sehr nette anmerckunqen

ik

»n

m.

».Allein er ward mit der schwartzen gälleb->«" dritten ,!"bmals kaufte er sich ein Haus, und zahl-d^?>Nk^' wn"« khsrl der summe dafür, doch mit dem be-

dett^ri?! Wann"?^u ver summe dafür.

e.?dtr<ia u> 6. Monaten von der noch übrigen sum->1," rr M M chun wurde, erwehntes geld an den käuffer!>i> .lr>», an » als nun der tag der bezahlung heran kam,^ ^ 8.g^o>^ke , stürtzte er sich in einen brunnen., äs inselic. literutor'

"«tiltrg -

"i^^r/^^^ec^Asucanischer soldat, welcher um das jähr^f^ue davon getragen, ep. ;9.

' uÄ'^m^Ä^us) sonst Cola äi Rienzo genannt,M'ch i»^ eria,, /.kommen, legte sich aber dennoch auf die>° der dadurch eine ziemliche geschicklichkeit,M.Hel>-' die x/Ntsamkeit. Er liebte auch die alten in.Ad>^» dp/Ü'es wohl expliciren konnte. Er erlangte al-

H. °r a,.Iadt >» und als er nebst einigen andern De-

Ehielt, °>nan den Papst Clementem VI. der sich zuV M?adnrch Seschiekt wurde, wußte er so wohl zu reden,^^keit ^HiedchV dem gantzen Päpstlichen Hofe in gutenW^'der di-^ ^urde er aufgemuntert, sich seiner de-^, "lrs W ^vrnehmen in Rom, so die bürgerschafftbe» °Ma, Af"?'' «nd ob ihm gleich der Cardinal,M i^ar ^ ein war, fand er doch nicht für rath-h/ kaß, Papste weiter verhaßt zu machen. Es ge-ss kleines ^ einsmals im Lspirolic, mit grosser frey-

Grannen in Rom geredet hatte, er gleich^aber niuu? dE Maulschellen bezahlet wurde.A^«Ydk^^UtrrWi-^^t sondern fuhr fort, sowol im7 e art dMenen k-rchen , reden zu halten, und^anäi^us ,,"dle administrativ» der gerechtigkeit vor-?un zwar anfänglich diejenige,k"; .! VMe di 7 "^urtzweil, und weil Laurentius selbstlSk^ein»»e sich Me fernen reden mit einmischte, glaub-L HüS vor ihm würden zu furchten ha-

y Ass^°Nng ^ ^ dald betrogen. Denn als einsmalsN-S G >he? abwesend war, bediente sich Lauren^Ä,lp?>!ei, t. versammelte «

>>en tz. versammelte das volck, hielt eine rede,

dl' der stM hinaus, bemächtigte sich aller ge->!rt?°lcks a ^de zu einem Iribun» Lugullo, undMtzt ?vertrjeß-«^ 7 . öffentlich erkläret. Weil auchunter einander selbst nicht einig^ Theil.

l a u 6Z9

waren, siel es ihm so viel leichter, die herrfchafft zu behaup-ten , und gleichsam eine neue Republick in Rom aufzurichten,in deren nahmen er an andere Staaten, ja selbst an den Kay-ser und an den Papst schrieb. Indessen unterlief viel thor--heit in dieses Mannes thun, als der bey so geringer macht -die sich bald nicht weiter als dieinauren der stadt Rom erstrecke,te, sich in allem wie einen Römischen Kayser aufführen wollte.Er badete sich öffentlich im Lateran in dem allda aufbehaltenengefässe, von welchem der gemeine ruf war, daß der Papst Syl-vester Constantinum lVl. darinnen hatte baden gemacht, alü erdenselben vom aussah heilete. An Ludovicum Lavsrum undCarolum IV. sowol als die Churfürsten, schrieb er troniglich,und citirte sie alle nach Rom, -je erster«, um rechenschafft zugeben, warum sie sich des Kayserlichen tituls anmasseten, unddie andern, aus was Ursache sie sich das recht Römische Kayserzu erwehlen zuschrieben. Er theilete auch in öffentlicher Ver-sammlung des volcks den Italiänischen städten neue sahnen undwapen aus, so aber die wenigsten annehmen wollten. Damiter auch sein ansehen in Rom desto besser bevestigen möchte, ließer unterschiedene Personen hinrichten, und unter andern Mar-tinum äs Porto , der einer von den kleinen tyrannen da-selbst war, aufhencken; wiewol an dessen stelle Villani einenHerrn von Corneto nennet, mit vermelden, daß selbiger unrdie stadt Rom seine räuberey verübt hätte. Unterdessen bekamer Gesandtschafften von unterschiedenen Fürsten und Republi-cken, unter welchen auch so gar Ludovicus, König in Ungarn,war , so damals im Neapolitanischen wider die Königin Johan-nam, um seines bruders Andrea tod an ihro zu rächen, kriegführte, und sich einbildete, daß ihm der Römer freundschafftzu seinem vorhaben noch wohl etwas nutzen möchte. Er hat-te so gar die kühnheit, den Papst zu citiren , daß er nebst demeollsgio der Cardinäle nach Rom kommen,und sich daselbst auf-halten sollte, war auch glücklich, indem er die faction der Edel-leuthe gäntzlich zertrennte. Endlich gerieth es ihm, einenanschlag deren vom Hause Colonna zu zernichten, welche nurmit ? 5 <>. mann, in Hoffnung, daß sich ein grosser theil desRömischen volcks zu ihnen schlagen wurde, mit aufdrechungeines thvrs in die stadt gefallen waren, aber von diefem ftnbu-iw mit hülffe nicht nur der meisten bürgerschafft, sondern auchinsonderheit mehrerer aus dem Hause Orsini, welche eben decColonneser feinde waren , mit ziemlichem vertust wieder ausder stadt gejagt wurden. Aber dieser fortgang, ob er wol ansich selbst eben nicht so groß war, vermehrte des manns lächer-lichen Hochmuth noch viel mehr, davon unter andern« eine pro-be abgeben kan, daß er bey diesem kleinen sieg anlas nahm, sei-nem söhn einen neuen zunahmen zu geben, und ihn Messer Lo-renro äella Victoria heissen ließ; doch gierig bald nach diesemseine Herrlichkeit zu ende. Den ansang machte der PäpstlicheVice-Legat, welcher um diese zeit gen Rom kam, da er sichzwar gegen diesen ssribunum freundlich anstellte, auch von ihmhinwiederum mit grossen ehren , und der deutlichen erklärungempfangen wurde, daß er allezeit gern unter dem Papste stehenwollte. Aber nach kurtzem ersähe der Legat seine gelegenheit,machte mit dem Grafen von Altamura aus Apulien , (welchenLaurentius nach seinem thörichten hochmuthe wegen einigenraubereyen , welche er in dem Römischen gebiethe sollte verübethaben , hatte citiren, und hernach öffentlich bannisiren lassen )und dem Hause Colonna einen neuen anschlag, und ließ denHauptmann des Kirchen-Staats mit einiger mannschafft (weildamals sonst die Päpstliche macht um Rom herum eben ziemlichgering war) zu ihnen stoßen, da sie den iz. december deSschon bcmeldten jahrs wiederum in die stadt einbrachen. Indieser noth konnte der 1ndurm8, welcher sich nicht minderdurch seinen Hochmuth als verschiedene gewaltthätigkeiten nurzu viel verhaßt gemacht hatte, fast niemand zusammen brin-gen , der für ihn föchte. Derowegen verbarg er sich, und flö-he heimlich zu vorgebuchtem Ludovico, Könige von Ungarn, inSNeapolitanische, da man indessen zu Rom sein bildnis als ei-nes verräthers verbrannte. Die meisten und denckwürdigsten derbisher erzeigten umstände sind aus des Giovanni Villani,welcher eben zu dieser zeit gelebt, und an. 1,48. verstorben,Flvrentinischen chronick hergeholet, und dem Nr. Bayle unbe-kannt gewesen, als der seinen von diesem mann verfertigten ar-tickul allein aus dem neuen scridenten, Prosper Mandosio, ge-zogen hat. Bey welcher gelegenheit dann auch zu erinnern ist,daß, was jetzt noch ferner aus eben diesem Mandosio von demerst nach verschiedenen jähren erfolgten kläglichen ende unsersNicolai soll angeführet werden, neben andern Ursachen auchdarum nicht gar zu gewiß scheinet, weil Matthäo Villani, deSobigen bruder, welcher die besagte chronick mit nicht mindermfleisse fortgesetzet, dessen allen mit keinem Worte gedencket,wol aber an dessen statt den unglücklichen tod eines andernHaupts der stadt Rom, nahmens Bertholt» Ursini, um dieerwehnte zeit vermeldet, der von dem volcke, weil er für eineUrsache der entstandenen theurung geachtet ward, mit steinen mtobe geworffen worden. Im übrigen ist der bericht des Man-dosio folgender: Nachdem sich Laurentms eine zeitlanq verbor-gen gehalten, wäre er vor den Kayser Carolum IV. kommen,der ihm erlaubt, bey dem Papste seine aufwartung zu machen ;dieser empfieng ihn zwar anfänglich nicht zum besten, poch nach-dem er einige monate uu gefangmsse zugebracht, gieng er mitdes Papsts Legaten nach Rom. Hierselbst bekam er wiederumeinen solchen anhang , daß er sich auch mit der partey des HausesColonna in einen krieg einlassen konnte; allein seine härteHhh r gegen