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Leemann, (Burchardus) gebohrrn zu Zürich den 14. febr.an. 15; i. ward an. 1544. wegen seines treflichen >nMnu in dreschule nach Capel gethan, setzte nachdem seine studier, zu Bernfort, und reisete nach Marpurg, ward daselbst MaZittsr itremm.Versähe hierauf die schule zu Schaffhausen von an. 1554. bis1557. Da er zum Predig-amt nach Dietlcken, an. 1560. Dia-conus zum grossen Münster in Zürich, und krokellor »ckr. an.1571. Pfarrer zu den Predigern; an.-584. zum Frauen-Mun-ster, und an. 1592. zum grossen Munster und Lmitkes erwehletworden. Er war ein treflicher lVImsiemaricus, hat in denenob dem Gregorianischen Calender entstandenen Unruhen ei-nen fürtreflichen tractat von diestr matcrie aufgesetzt; itemvon dem kirchen-bann, und starb den 12. sept. an. i6i;. im 8t.jähre seines alters. Seines bruders söhn, Rudolphus, Pfar-rer zu Embrach, war ein treflicher Poet, dessen schriften in Hot-tingers bibiiotkeca erzehlet werden. Dürstelers N8cr. *
Leerdam, ist eine kleine stadt in Holland, und zwar in demlande von Gorcum, an dem fluß Ling, zwischen Hoeckelemund Asperen gelegen. Sie führt den titul einer Grafschafft,gehört zu den Cammer-authern dör Printzen von Oranien,und ist des berühmten Bischoffs von Ipern, Cornelii Janse-nit, geburts-ort gewesen.
Leer-ort oder Lier-ort, ist eine vestefchantze, den Gene-ral-Staaten von Holland gehörig, welche in Ost-Frießland,an dem fluß Cms, wo derselbe den fluß Leer in sich nimmt,nicht weit von dem Dotiert, liegt.
Leerpol oder Leverpool, ist eine stadt in der süd - westli-chen gegend von Lancashire, allwo der fluß Mersey in die Irr»ländische see fällt. Sie hat einen guten Hafen, und liegtsehr bequem, von dar hinüber in Irrland zu gehen. Diesestadt, welche ein guter handels-ort ist, hat ihr aufnehmen undihre schönheit grossen theils den Moors von Bankhall, einergewissen Engelländischen familie, zu dancken. Sie hat einRathhaus, welches auf Pfeilern und schwtbbögen von aus-gehaltenen steinen stehet, nebst einer börfe darunter. Zu ihrerstcherheit hat sie auf der feite gegen mittag ein castell, so vondem Könige Johanne erbauet, und gegen abend einen star-cken thurn an dem abgedachten flusse; sie liegt 150. EnglischeMeilen von Londen.
* Leeuw, (Gabriel van der) sonst Gabriel äs Lionne, ge-
dohren zu Dordrecht dcn n. nov. au. ,64;. ein söhn Bastian-Govertz van der Leeuw , eines berühmten thier-mahlers. Ga-briel, welcher gute Unterweisung von dem vatter, und nochschönere gaaben als dieser zur Mahlerey hatte, übertraf feinenvatter in kurtzer zeit; er verließ feine vatter-stadt, und kamnach Amsterdam, um feine kunst besser gelten zu machen. All-da verheurathete er sich mit der tochter eines auch berühmtenMahlers, David van der Plaats. Dieses band aber verhinder-te ihn dennoch nicht eine reise zu thun, welche 14. jähr daure-te. Er hielte sich 4. jähr zu Paris und Lyon, zwey jähr andem Savoyischen Hofe,, eines zu Rom, und endlich siebenjähr zu Neapolis auf. Nach seiner rückkehr in das vatterlandnahm er eine zweyte reise in Italien vor; als er aber nachDordrecht kam, um bey seiner mutter abschied zu nehmen,ward er dafelbst von dem tobe übereilt, da er doch erst 4;.jähr alt war. O-//. ««v. Houbrakms rsiearr.
der Niederländischen mahler.
Leeuwen, siehe Southlewe.
* Leeuwenhoek, (Antonius van) ein berühmter Naturkün-
diger, war zuDelft den 24. oct. an. 16)2. gebohren. Sei-ne Mutter brachte ihn in seinem -6. jähre zu einem kaufmannnach Amsterdam , bey welchem er die Handlung lernen sollte;als er aber einige jähre daselbst zugebracht, verheurathete ersich zu Delft, und folgte feiner neigung, die er vor die phy-sicaljsche wissenfchafften hatte. Er nahm auch in denselben oh-ne lehrmeister ziemlich zu, würde aber schwerlich jemals gros-sen rühm erlanget haben, wenn er nicht auf die vergrösse-ruugs-gläser gerathen wäre, als welche er mit einer sonder-baren geschicklichkeit zu verfertigen und zu gebrauchest wußte.Da er nun vermittelst selbiger gar viele seltene entdeckungengemacht, wurde er den 26. febr. an. 1679. von der Königl.Englischen Gefellschafft der wissenfchafften zu einem Mitgliedaufgenommen, und starb endlich den 26. aug. an. 172;. nach-dem er fein alter beynahe auf 91. jähr gebracht, und feinenfleiß bis an sein ende unermüdct fortgesetzet. Seine fchriftenbestehen meist aus briefen, deren jeder einen eigenen und weit-läuftigen titul hat, und sind dieselbe sowol Lateinisch als Hol-ländisch in 4. zusammen gedruckt, , 17^9.
tom. XIV. p. 194. feg.
"Leerv, (Engelbertus äs) siehe Leoninus.
Leewen, (Albertus van) siehe Leven.
Leffingen, ein etwas bevestigter ort in Flandern, an -erfahrt zwischen Nieuport und Oudenburg, gelegen. An. 170g.ln wahrender belagerung von Rössel legten die Engelländerund Holländer eine besatzung hinein, welche aber den 2;. oct.des gedachten sichres, nachdem ein Französisches corpo 8. tagedie transcheen davor eröfnet gehabt, sich als kriegs-gefangenean dasselbe ergeben muste.
Leffy/ Liffee, Luffee, ist der vornehmste flnß irr Irrland,
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Wiewol er nur "
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so nimmt^er doch^w s rv
an welchem Dublin liegt,
len von der see entspringet, , ^
einen grossen umschweif, gestalt er erst A/".'? ,nei>HSt. Patricks-felder 8. Meilen, nord-oliwanv , . jchMwärts durch die Grafschafft Kildare io. meiiei, ^wärts auf 10. meilen lang läuft, bey dembey gehet, und bey Dublin in das IrrlandiW permEHzck1687. zu ansang des dec. ergoß sich diesermenschen, vieh und allerley fachen m grosser dErissen , auch die brücken abgebrochen, nndI'^strEsigt,mit Wasser angefüllet wurde, daß man am »>kähnen herum fahren muste, dergleichen juvv ^
sehen worden. (./>>>
Leganez, (Diego Phelipe äs Avila ä- M vsigras von) nachdem er sich in seinen jungen ,,rosi>>'
ger auf die Staats-wiffenfchafft, als aus 0 FcEÄj„gswasftn gelegt, nahm ihn der Cardinal A'/Äbey smit sich, worauf er an. 1654. in der stM ^it ^ . de>'^die Spanische trouppen commandirte, u»v . folgst ^dem befochtenen sieg nicht wenig beytrug. ^ Pvward er zum Gouverneur des HertzvgtlM"macht, welches dazuinal die Hertzoge von Sav ^ po»ma, ingleichen die Franzofen unter den Heryund Crequi, zu feinden hatte. Erstlich st"', e ^xal ^ Mvon Modcna bey, und erlangte durch den M
äsila Gatta unterschiedene Vortheile über dAA-ofen WÄ7.ma. Hiernächst widersetzte er sich den Der Lflusse Scrivia , und nöthigte dieselbe, lindaction, worinn auf beyden theilen zooo. wa'„jsch>:i>odern der berühmte General von der NeapolGambacorla , geblieben, daß sie den M Te>w v»>'^zn Lpaßiren musten. Darauf fügte er dem Paru>D d'ziemlichen schaden zu, brachte den HertzogMelU^M ^nem vergleich mit der Cron Spanien, eroveu gMsjBslandfchaffc Lumellino, wobey der Heryogden einbüßte, nahm Vercelli ein, ungeachtet ^ M
Valette zu verhindern suchte, riß Tunn '' Pstiuo^F^zofen Händen, und entzog ihnen fast das gan^w A
einem kurtzen stillstand der wassen, gtenfl n^rte Es,
zosischen General Harcourt entgegen, und s" HarcossM.x-te aber nicht verhindern, baß jetzlgedaE.nicht entsetzt hatte. Darauf reisete er ">anfangs in Catalonien feine kriegs-erfam"'Magenhends an dem Hofe zu Madrid wider eu"Sschuld erwies. Der König erklärte ld" r dieseswider die Portugiesen; ehe er aber ww^arl d ,M^,i>setzte er an. 1646. auf eine sehr ruhml AGrafen von Harcourt belagerte stadt Lerw z ^sen machte er nachmals nicht weniger ou^jl, iverborgene anschlüge, als durch feine tap>s„v EBey diesem allen muste er viel mißgumr Mfolgungen ausstehen, bis er e»dlich an. .^^, n'gleng. Seine gemahlin war Polypena c. p' ^
er den in dem folgenden articknl befindum^ oELeganez gezeuget. /.or. elogu
Leganez, (Diego Phelipe äs Guzma» A vorvA»c^,.gras von) Grand von Spanien,
An. 1691. den 26. may, kam er al^„ö,, Fu^. ^nach Mayland, an statt des Marggraftls^^^ per
nacy mcayianv, an irall oes Acargg"»^- v-- zpi-169 ;. erhielt er die stelle eines Generaw ^§gt.artillerie, welche jährlich 12000 . thaler^.^nachdem ihm der Priutz von Vaudcmomj»ment von Mayland succedirte, kamAn. 1701 . machte ihn der HertzogGeneral ^seSpanischen thron bestiegen, i»'"ÄkigenAndalusien; er ließ aber noch in drmstl ,^ er«" ^wieder fahren. Das folgende jähr wa ^talon^ ,vfen von Palma zum Vice-Konig vo" ^tiro^j^c^ sFAn. 170 ;. den io. jun. ward er zu-Lu^Ei^-ort er Gouverneur war, auf befchlM ,^ z»M^ cE^fler eine conspiration, dem Haufe Ocsterr ^
angestellt haben, gefangen genommen, » lven - aPampelona gebracht. Den nach>n^g,d Hern ^ iman ihn nach Bajonne, und von dar führte 7 ,^ »schloß Tromvette zu Bourdeaux. aufw „p a> h
aug. an. 1706 . aufdas schloß zu Dince gehen^M^lenthalben nach seinem gefallen herum ^me 7 otd ^.dem Parc zu jagen erlaubnis geh«^ starb n ^aber erlangte er nicht wieder, '""^br- al'',...l,ira-Staats-gefangener zu Paris den-s.t ^ zg
gemahlin war eine tochter des Grate'
Legaten, (Päpstliche) pstegsn ^qatea , ^
werden, nemlich in sieMtos "^o^u' ^yriie ^ ^ ^
.Me, C, vab^st, ^
Degsros millos. nau oder g^^ ^0 v
genennet gewisse Ertz - Blsthoste (^w , ^acht
gleichen Prälatur erhobm. worm» , pesse"
denllichez gefchäffte des Römischen ^„sthung H E,gantzen Rerchs, zu tractiren, auch . wurde-MiN i h»»absonderlichen rang zueignen. ^ ' Ertz-^^
Legaten hasstet in Leutschland aut oeu