Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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dem Königreiche Mercia, gleichwie es jetzo hingegen zur vios-ces von Lincoln gehöret. Die tust darinnen wird vor sehrgesund gehalten. Was den boden anlanget, so ertheilet Bur-ton davon folgenden bericht: daß die süd-westliche gegend einenfruchtbaren boden habe, reich an getreyde und vieh-weyde sey,aber keine malenezum brennen habe; das nord-westliche erb-leich sey mehrenlheils hart und unfruchtbar, und trage nichtsohne viele mühe und kosten; das nord-ostliche theil habe einenguten boden, bringe viel getreyde und gras hervor, und seymit genügsamen brenn-materien versehen ; die süd-ostliche ge-gend komme dem letzt-gemeldten an ftuchtbarkeit sehr nahe, seyaber unter allen mit dem besten holtze und feurung versehen.'Die vornehmsten flösse darinnen find die Auon, welche dieGrafschafft Northamptonshire absondert, die Stoure und dieWreak, welche durchs land gerad hinfleußt, und es inzwey gleiche theile unterscheidet. Das allerdenckwürdtgste vondieser landschafft ist dieses , daß alle, welche in Charleton ge-dohren sind, eine rauhe und schnarrende spräche haben, und dasR nicht wohl aussprechen können. Leicester ist die einige stadt inder gantzen Grafschafft , welche ausser den zwey Rittern zweyDeputirte ins Parlement schicket. öeevei-eL, Lc.

* Zeichner, (Eccardus) ein Aeäicus, war zu Saltznngenin Thüringen den iz. jan. an. 1612. gebohren. Die erstengründe seiner studien legte er auf der Eisenachischen schule,und dem Coburgischen Lz'mnsiio, an. i6;i. aber verfügte ersich nach Straßburg, da er denn, nachdem er steh in derPhilosophie veste gesetzet, die Medicin zu seinem Haupt-zweckerwehlte. Wiewol seine eltern, als die ihn fthon in seinemi2. jähre nach einer überstandenen schweren kranckhcit dem8m6io HolngiLo gewiedmet , mit dieser entschliessung garnicht zufrieden waren; so willigten sie doch endlich darein,nachdem er ihnen versprochen, die Theologie niemals gantzlichbeyseits zu setzen. Nach diesem begab er sich an. i6;6. nachJena, um allda noch einige zeit den berühmten Rollfinck zuhören , und sieng darauf erstlich zu Sondershausen , und fer-ner zu Nordhausen die prsxi» an. In dem jähre 1640. er-hielt er das Physicat zu Ordruff; well es ihm aber daselbstnicht gefiel, ward er zu Jena an. 164;. voötor, und giengsodann an. 1644. nach Erfurt, allwo er in so gutes ansehenkam, daß er endlich Stadt-kkcheus ) prokellor Me6ieinL,und derselben Facultät Senior wurde. Er starb den 2Y. aug.an. 1690. imjähre seines alters. Er hat .sich unter an-dern vornemlich durch feine Vorschläge von Verbesserung derschulen und Universitäten, deren mängeln er durch seine soge-nannte Analykic abzuhelffen vcrmeynt, bekannt gemacht. Dievornehmsten schriften, welche er hievon an tag gegeben, sind:

liÄMAlLUM äs kbilolopkiÄ ssu gpo6itIisir Scbolsrum Lmeki-6srione ; 6e Lpo6iÄieo-kkiIosopbicL8ciioIskuni kmsn6->tionsliber primus, welches der ansang eines grösser» wercks, soer hievon zu schreiben willens gewesen, und auch unter demtitul: Ver-e Philosophie I6es generslis, im druck Vyrhandenist; ferner LiLt^polis Tkeoremstics 6s omniiÄrio noseMiiU-mogus seguioris Philosophie lVlslo L hujusäem Lsusts; 1 i-roeiuium Lnsl^tisum , ssu vere hogice prima quegue Lle-menta; Syuopüs univertalis Operis äs Apoäiötica Sckola-rum Lmenstatione anterior , Lc. Seine physicalischk Und ML-dicinische schriften bestehen in folgenden: 6s Now 8-mguinis,Lxsroirstio /lnü-plarveiana; 6s ätomnrum suhcosleitium 8xn-6iacrisi LxerciMtionss 4.; 6e 6eosratione lsu propagativaLnimalium, klantarum <L Ninerslium Nulciplications Lxei-cicationes 20. ; 6s Laliäo innato Lxercicaticmum kenms ;Lskestiaimata gnal^tica 6e krinoipiis Necliois; ^nti-Larts-s,u8, s. 6- Mtura reöiviva, u. a. m. Ausser diesen aber hater auch noch andere tractate, als: 6s lempore MZorum,h. e. guo lüagi ex Orients reeens natum Lhriüum Letkleke-mi aäorarint, der in Crenii sase. X. opussulor. wieder auf-geleget worden; ingleichen den Fanatischen Atheisten äus desErtz - Enthusiasten Jacob Böhmens gottlosen büchern, welcheschuft unter dem nahmen Johann Möllers heraus gekommen,und viel anders mehr, an das licht gestellet.

Erkorst, litter. tom. I.

* Zeichner, (Joh. Wilhelm Theodorus) ein söhn des vor-hergehenden , war zu Erfurt am Pfingst-tage an. 1682. geboh-ren , und wurde, weil er seinen vatter frühzeitig verlohren,von seiner mutter der Theologie gewiedmet, an deren gelübdeer sich aber fowol, als ehedessen sein vatter, nicht kehren woll-te , weil er dazu keine lust bey sich verspürte. Er studirte al.so die Medicin, und erlangte darum eine genügsame geschick,lichtest. Da er aber mittlerweile an der Mathematic, die erohne lehrmeister vor sich selber erlernet, ein gantz außeror-dentliches vergnügen fand, ward er vest entschlossen, steh le-diglich auf dieselbe und auf die Philosophie zu legen, daher ersich auch an. 1707. in feiner vatter-stadt die ö-lsMer-wür-de ertheilen ließ, und sodann den studirenden mit einigen ma.thematischen eollegüs zu dienen den ansang machte. Allein"da er allhier allzu wenige liebhaber antraf, verfügte er sich'an. 1709- nach Jena, und an. 1710. nach Leipzig, wo eraber auch dasjenige nicht fand, was er gehoffet, weswegen erin dem folgenden jähre nach Erfurt zurück kam. Wie er nunwohl sahe, daß er bey der Mathematic sein glücke nicht gar zuhoch bringen wurde, dabey aber auch an der Medicin wegenMangel der demonstrativnen gar kein vergnügen mehr halte,

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ergriff er endlich die Rechtsgelehrfamkeit, und bra^^cilohne einige anweisung durch seinen eigenen stein ' ^ M ^ihm,weiter nichts als die Praxis ermangelte, wo» ^ sicy ,,einem seiner anverwandten in Berlin , bey " ,e<,elE:, Ban. 1715. bis 1717. aufgehalten , erwünschte ^ M »troffen. Nach feiner Wiederkunft in Erfurt bram ^mit Verfertigung allerhand juristischer dispruauo ^

re, und mit eoileeiis msckemacieis prioaru» „j,

hingegen feine geschicklichkeit in den Rechten,an. 1721. die Advocatur bey den sämtlichen ^ 'pen/ Hschen viesücriis ohne sein begehren ertheilet Ivwenig zu nutze machte, daß er auch so gar m -§pf s"> Kcesse andern zu führen überließ, indem er ac hM-,ständig mit algebraischen speculationen angem j»''^-starb nach einer langwierigen Unpäßlichkeit / Mgkch' ygi17; z. Von seiner in der höher» Mathematik eder» wissenschafft sind in den üökis Lruälcorvm zyBreßlauischen fammlungen verschiedene f be^., sichSonst hat er auch an. 1727. einen tractat u ^ qcDDie entlarvete und in ihrer wahren recht -

zeigende Nüdigerische Philosophie, . ,0°seinen andern versprochenen schriften aber isi w ^,

kommen. Lrsorä. litter. tow- '

Leictoure, Laictoure, oder Lectourk,

I.eckora , Oivitss pactoratium, weil in ettstr l

stein-schrift dergleichen nähme eines volcks,gewöhnet, angetroffen wird , rc. eine stadt ^ "

der vornehmste vrt in der Grafschafft Lauma '^,,chBsschofflichen sitze unter den Ertz-BsscholtSeitdem V.Lcuio geschiehet oft Meldungvo^oncu' ^ Manlas ihrer Bischöffe, welche in verschiedenenschrieben, vorhero aber keine. Sie liegt aus "welchen man an drey feiten fast gar nicht kow"' pnv D ei».,ist sie auch mit einer doppelten mauer umgevca l ^ n> .Wvesten castell versehen. Vor zeiten führte ^» E a kEVice-Grafschafft. Sie widersetzte sich der g<M^macht drey monate lang, und ist, nachdemvicus XI. dem Grafen von Armagnac 6»

neue art fortificirt worden, daß sie nunmem ^jderVormauer und sichere vestung von Franckre>m^^'dienen kan. in not. Vsseon.

Lssrn. L« c?öe»^, nnrig. 6es villes 6e srs A

Eeiden, lat. I.ngäunum L^mvorum^w 'M'Nord-Holland, an dem alten canal desist die Haupt-stadt von Nhynland, liegt «ah»"see, und ist 7. stunden von Amsterdam, f^ichOvon dem Haag entfernet. Es ist eineund schon gebaute stadt, so daß sie vor dtt ,

gehalten wird. Sie hat viel canäle/we^ ^in eider stadt gehen, so daß die gantze stadt, m L häE'' M ^wird, welche durch 14;. brücken an emamWcr Ew Kol-ter 104. steinerne find. An. 157?. wurdettat gestiftet, welche mit einer schonen bCss/Biben LWilhelm von Oranien die ComplutenM,^ Inst"?^§ 0^,mannus seine gantze bibliotheck, 2^Ä cti-lteaber 208. in Orientalischen sprachenret; ferner einem medicinischen garten u"/ aezitss .mdmer, worinnen viel raritälen zu ü"de>>' ° ^

den geistlichen gebauden sind die P»t»K^IveltlE iUMl^Frauen-kirchessehr wohl zu sehen, unter cs" glelDjck'^l'.so vor den Römern noch erbauet worden ^hso»dC-^E,>ccllRalhhaus, so ein zierliches qebäude iü- f^e diestadt,wegen der belagerunq berühmt, we p<,voEi> 74 - gleich nach Ostern davor anfiE» ' rden Pruitzen von Oranien den oct. ws^he"/worden. Denn er ließ die dämme dE erlöstt, jEgewasser auf den feind lief, und die stU muß» ' ,ches > ^ r»Spanische armee ruinirt wurde, -^-g/hen,von Hunger und pestilentz ein hartes m^ ^ben ^/n v^gedachten Printzen durch abgerichtete U fabrE;, ^

wissen machte. Allhier sind bfe große" r» ,jb.

land. 6«rec?ELl. äessr. Lelg. 81^. r- ,0»

Lo^or»- " . ,g. K,A,

Xl^-^jge ,1»!'

'Heiden, (Philippus 6 c) lebte in demursprünglich aus den Niederlandenyaca"'.^ .jus ^von Leiden selbst. Seine wissenichA, EAans/sten geleget, und darum er furtrefleb'^ zu - 0 ,,;^-, j» -cum gewesen. Er lehrte dieses Recht rm ^ er m" Mt .,,rHdann auf der Universität zu Paris 'ch ein b^ie^KtlE,sor ward. Da er aber bald daran' ^hrte er bevAK!kirche St. Maria 6 s Conde erhalten, ein.A yo"in sein vatterland, und ward M^ iArafe" ßjroK l, ,mo öavvrico V. dieses nahmens' ^rd er Ap HA SASeeland und Hennegau. Äm , ^ PE j,, ^

Arnolds von Hornes, BiselE vo's ,o„ an d ^cak ,,,6auf von Alberto kvvvrico nach eingorium XI. dcputirt, von welchem ^ starb ^0^,^Cathedral-kirche zu Utrecht erhielte.stadt an. i,8->. und ward zu Lewen Del ya „kirche St. Pancratii zwey prabend » n m«' ^

cke, die er hinterlassen, sind r»m