Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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Lelli, oder Camillus 6s Lellis, stiftete den orden der soge-nannten LlerisorulN Xez;ularimn, welche Ninillrgntes irrbr-mis genennct werden, weil ihre Verrichtung in bedienung derkrancken bestehet. Er war von Bocchianico, aus der pro-vintz Abruzzo in dem Königreiche Neapoli gebürtig, woselbster an.i;?o. gebohren worden. Er bekam ein gefährlich geschwar,und ward dadurch auf den Vorsatz gebracht, ein Francifcanerzu werden. Als ihn dieser orden nicht aufnehmen wollte, gienger nach Rom, und diente den krancken in dem Hospital von St.Jacob. Nachgehends ließ er sich als ein soldat gegen die Lur-chen unterhalten. Darauf war er eine Zeitlang als ein kmrsrbey den Capucinern; da aber auch diese wegen seines unheil-baren geschwäres ihm seinen abschied gaben, kam er auf diegedancken, zum besten der krancken einen sonderlichen ordenzu stiften. Gregorius XIII. gab an. 1584. die erste einwilli«gung darzu. Sixtus V. bestätigte solchen an. 1^86. und nachdiesem ist er theils von Gregorio XIV. theils von Elemente VIII.mit neuen Privilegien begäbet worden. Lclli starb zu Romden 14. lul. an. 1614. unterschiedliche tractate hinterlassend.Siehe sein, wie auch St. Philippi 6e Neri leben.

6e lcript. Lc. XVII. L 6e LonZregat. LIeriLorum ln somm.vivent. Ls. , . . ,

Lelow, bet vornehmste vrt in einem district gleiches nah-mens in der Klein-Polnischen Woywodschafft Cracau , an demAuß Biala oder Pilcza gelegen. Sie ist mit alten ring-maurenund mit einem schloß versehen, welches auf einem Hügel liegt.Man findet daselbst einige nach der Italiänischen Manier ange-legte garten.

, stehe Genftr-See.

Lemberg, Luwow, Reusch-Lemberg, Deopolis kuNs-,die Haupt-stadt in Klein-Renssen , in der Woywodschafft Lem-berg, am fluß Pelten, oder Polten, co. meilen von Cracau.Sie ist groß, bevestiget, und hat ein Ertz-Bißthum, samt ei-nem Armenischen Ertz - Bischoff und einem Griechischen Bi-schoff, wie auch zwey veste schlösser, deren eines in, das an-dere aber ausserhalb der stadt aufcinem sehr hohen berge liegt.Diese stadt treibt grosse Handlung, und hat 2. weitläufigeVorstädte. «Die wurde von dem Hertzoge in Müssen, Lesco /er-bauet, und zwar um das jähr 1289. An. 1^40. wurde fievon dem Könige Cafimiro II. in Polen erobert, und darausunsägliche schätze weggeführet. An. 1648. wurde ste von Chil-neck, der Cosacken General, vergebens belagert. An. 1672.ward sie von den Cosacken , Tartarn und Türcken, den 2;.sept. zu belagern angefangen, und scharf beschossen, den4. oct.aber nach vorher verglichener ranzion wieder verlassen. An.1712. den 17. aug. wurde der dritte theil derselben durch einefeuers-brunst in die asche gelegt, uud in eben diesem jähre such-ten die Heuschrecken diese gegend heim. Die Woywodschafftbestehet aus 4. Castellaneyen, welche seyn Lemberg, Przemisl,Sanock und Halicz. in ärlants. Äara-

Zeilers beschreib, des Königr. Polen.

Lemberg, siehe Löwenberg.

Lemberg, ein uraltes adeliches geschlecht in Schlesien,von welchem Nicolaus an. 1410. Hauptmann zu Breßlau,Element aber an. i;io. Hertzogs Fridericrll. zu Liegnitz Hof-Marschall gewesen. Noch an. 1719. waren unter andern amleben, i.) Ernst Heinrich von Lemberg aufKummernig undTsthirnitz, des Liegnitzifchen Fürstenthums Landes-Aeltester.2.) Hiod Christian von Lemberg zu Steudnitz in dem Lieqni-tzischen. ;.) Carl Friedrich von» Lemberg auf Cuntzendorffindem Wohlauischen. Schles. curios.

* Lemberg, oder Lemburg, Loinberg , ein schloß in

-er Grafschafft Bitsch , »vard im jähr 1572. im nahmen desHertzogs von Lothringen , von dein es halb zu lehen gieng,dem Grafen zu Hanau-Lichtenberg weggenommen, und Lo-thringen gäntzlich unterworffen. ropogr. Lalacin. zugä-be p. 9. , epit. rer. geü. lub Imp. Ülaximil. II. in

Isript. rer. 6crm. tom. IV. p. 184.

Lembeye, eine auf einer lustigen höhe gebaute stadt inBearn, an den grentzen von Armagnac. *

* Lembke, (Johann Philipp) ward zu Nürnberg den 19.mny an. ,6;r. gebohren, und ließ in feiner ersten jugendalsbald einen fertigen geist und grosse Neigung zur zeichen-undmahler-kunst von sich spuren. Nachdem er nun den gründ da-von in seinem geburts-orte gelegt, begab er sich zu MatthäoWeyern nach Hamburg in die lehre. Weil nun Weyer einkünstlicher pferd-mahler war, als avplicirte sich Lembke unterfeiner anführung mit ungemem glücklichem fortgang auf dieVorstellungen von feld-fchlachten. An. i6;o. kam er wiedernach Hause, hielte sich eine Zeitlang bey Georg Sträuchen auf,und verfertigte allda vor hohe üebhaber verschiedene schönebataillen-stücke, unter welchen der streit zwischen den Jsraeli-ten und den Ainalekitern sonderlich hoch,gehalten ward. An.r.6t;. begab er sich in Italien , und beförderte sowol zu Romals in Venedig, theils nach eigener art, theils nach eines ge-wissen Burgundischen Jefuiten maniere, viele jähre lang seinkunst-ttuäium so weit, daß er an. 167;. als ein grosser Mei-ster nach Nürnberg kam. Allda verfertigte er nun sehr vielestucke von jagden, seid - schlachten, belagerungen, allerhandscharmutzeln zwischen Christen und Türcken, und zierete siesämtlich mit so schöllen ajftcten und erfindungen, daß er sichaller orten einen grossen nahmen erwarb. An. iSLZ. ward er

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von Carolo XI. Könige in Schweden »durch A "Nschreiben nach Stockholm beruffen, aüwo er oe

die zo. jähre unzehliche vortrefliche kuitst'w

und erst an. 171 z. in dem 82 . jähre sew^"„ jcyt um-stände , Mit tvde abgieng. Doppelma>'rs n»Nürnbergischen künstlern.

Lembro oder Imbros, ist eine insul aufo' ^oluu'knahe bey dem eingang des meeres, so pwponr - » -M..

Teutsche Meilen von den Dardanellen nco ,'

hatte vor alters eine gleichbenannte ündr» uM geiv« hsinsul den Thracischen gottern Lsbiris und Mck ^, 1Ew»,. D-- h-f-n d>-sn,-dt W-- au» . "L»'

chen das grvste Jmbro heißt, so von emem s „,,pwird. Die insul ist hoch und bergicht,, uve ^ anders.Wäldern bedecket, und voller wilden schwelM ^ Mprets. Die thäler sind lustig, wohl geivalier ^ 4 .

, <Ls. .-in, jsl>t .! /,»»

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den 19 . febr. war im Rechten wohl erfahren / ' ^ in 7sehnliche bedienungen, danckte aber ab ,demie der ffresäum , schrieb einige JlaliauU , AolMderlich aber eins unter dem titul : IIgenschaffter,, und starb im jähr i 7 ° 9 - -fco äe f --inoris 6 e alcune virtü clel 8 i§. Lants Lran ^700con slcuns riüellioni su le Iris koslle, V»

1719. Le vr'ce , k- I-

Lemeri, (Nicolaus) war an. 164 ?- ^

Sein vatter, Julian Lemeri, war Par eine>" ^^Mi ^der Normandie und der Reformirten rellgffNlegte den gründ seiner studien in seiner gch zu Lsbegab sich aus natürlicher neigung zur Chv"'^ , vo A» ,,thccker daselbst, gieng aber, um sickzu machen, an. 1666 . nach Paris. ^r,

Königlichen LKymisum Glaser, den er abf / ,yjevck.deutlicher und sehr neidischer mann war, A 07 .,,

und sich entschloß eine reise durch gantzEr blieb jähr lang zu Montpellier, wo xapvlhecker aufhielt, und daselbst, ob er giv ^ N

der Medicin war, doch in derselben praseine reise vollendet, kam er an. 1672 .und legte daselbst ein (.sborstorimn an / 'H,

Chymie, lieber ein apvlhecker seyn, alsMedicin annehmen wollte. Sowol diener zuhörer, unter denen sonderlich BA .gis, und Tournefort bekannt sind, als ffn .EFten, lassen uns schliessen, daß er diese bl- v^ licks Mheil umgebene wissenschafft, in einden »Nüsse. An., 68 ». fieng man ihm an 11 E M' machen. Er konnte sich aber M, d -^ eiAs

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Verdruß zu....

sen, Franckreich zu verlassen, ob ihn

»c»>, grui>«rc»ey zu veriayen , vo >v-

von Brandenburg nach Berlin beruffen ' ^, FÄgl

durch die überhand »»ehinende verfolgn^. ge»o^he>>,^

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meiden, und nach Engelland zu EAber, »veil er auch in diesem Königreichs sinb^h,r>mer mehr zunähme» , seine rechnung nno und seykehrte er wieder nach Franckreich ^nrua^^erunter der qualitat eines vockaris an-Cae» an. 168z. den grsäum an. Dusch ,hene »viderrliffung des cdicts von Nanisv' L>>

die ?n,xi8 verboten; er fuhr aber doch/ "> , gedeu- ^beschutzung, fort, in der Chymie Ie-2-°^ A >nahm er an. »6Z6. die Catholifche religwnnach der zeit mit grossem beyfall., '' F V

Medicin fortgetrieben, als auch "sgegeben, und selber artzeneyen vcrkantts ^,jche s />>

den stucke er doch durch absonderliche s ^

ten müffen, »veil ihm sonst, da er kem ze

dergleichen nicht erlaubt gewesen. ^ und ß Dts

Mitglied der Lcaäsmie 6es ^Lisnces ' fch!^?a,ri>eb^gil>e'gute dienste. Er starb an. 17 »;. an en s vielschriften sind : Lours cls Lkimie, welch... jre clö ^

setzt ist ; kbarmacopes Universelle ; „

Tmits clcs vroxues. ^

wm. II. „„lmäß'Ä.ive / ^cl>^!

Lemgo-W, lat. Lemgovia, ^ (grafsch^-u dckin dem Westphalischen kreise, IN der aber ch,ochzeite», eine freye Reichs-stadt war, stL dennoch ^

Grafsthafft Lippe gehöret; wiewol A ^xerefreyhelten bejitzet. Hertzog Hernnch der« M has ch <

soll sie dem Stift Paderborn gefchenK d.eü'» n> ^.'

von, so ein Graf von der LlPpe aen ff. Bega/ ns

hen gegeben Haber». Sie liegt am ftuli.^ser- ^eld^Minden. clescr. 6 ermsn- ^ ^.-„-chzee >>' 'chE

Lemnius, (Lävinus) seiner.

i;o;. gebohren. Nachdem er den grün verjch^dvatterlande geleget, begab er Üchwum daselbst die Philosophie und Meo ^e» ^ kdem er hierauf die 6a0kor-wurde erva oerE ye» UstoÄ,,sein vatterland zurücke, und verrichN-l^ ^ ge,'euren. Nach dem tode seiner irau des gy.stand, und wurde Dom-Herr, wm