Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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V. Salomon Lentzens, ksüoris und Superintendenten daselbst.In dem i;. jähre seines alters gieng er auf die UniversitätStraßburg, und legte sich in die 2. jähr unter dem berühm-ten Böclero auf die Ethic,Politrc und Historie, nach dessen abrei-se in Schweden aber aufdie erlernung der Rechte unter OttoneLabore und Biccio, mit solchem sortgang, daß er an. i6;i. dievo-Ior-würde rühmlich erhielt. In dem letztgedachten jährenahm er seinen abschied von Straßburg, und machte sich nachMümpelgard, allwo er mit Christophoro Forstnero bekannt zuwerden gelegenheit gefunden. Im sept. selbigen jahrs gieng erdurch die Schweitz nach Genf, und besuchte Iacobum Gotho-fredum, bis er an. r6;r. in Franckreich reisete, und daselbst insolche Hochachtung gekommen, daß ihm zu alten dibliotheckenund berühmten männern freyer zutritt allzeit offen stunde. Ab-sonderlich unterredete er sich zum dstern mit Gabriel Naudäo,Jacobs Puteano, Jsm. Bullialdo, den beyden Valeilis undLalnmsrtkaniü, Aegid. Menagio und andern. Desgleichen thater in Niederland und Holland mit den alldort befindlichenwelt-beruffenen keuchen, und kam an. 1652. wieder in fein vat-terland, da ihm der Rath die Consulenten-stelle auftrug, undihn in vielen wichtigen Verrichtungen und absendungen ge.brauchte, auch zu höhern ämtern beförderte. Desgleichen wurdeer auf Vermittelung des bekannten Limnäi BrandenburgifcherRath. Als Kayser Leopoldus an. 1664. zu Regenspurg war,machte er ihn wegen ftiner beredtsamkeit, gelehrsamkeit und gu-ten qualitäten zum Lomits kalstino, und schenckte ihm einegnaden-kette. Der Rath zu Regenspurg erwehlte ihn balddarauf in den innern Rath und zum Bürgermeister. Er starbaber den 18. dec. an. 1667. Seine schriften sind: .suäicium äsLeUo Turcico ; Opus prolixum äe libersrum Livitstum Ori-xine, Initüs <L kro^relm ; Tibellus äs Voko liberarum Livi-tatum äecistvo.

* Lentz, (Christian) ein Teutscher Rechtsgelehrter, warDoÄor Furis und Cammer-Gerichts-ikstelfor zu Spener, nach-gehends aber Churfürstlich-SächstscherAppellations-Rath, undstarb den 26. nov. an. iü;o. Er hat Track, äeblominibus LXekionibus cellis; äs ^ure kstronatus, u. a. m. geschrieben.

, äiar.

* Lentz, oder Lentzen, (Friedrich) ein bruder Christians,

war im jähr r;yr. den r. sept. zuWittenberg gebohren , undward im 161;. jähre zu Basel der Rechten voLkor, war aucheinige zeit kr^les der Juristen.Facultät daselbst. Darauf gienger, um sich in der praxi veste zu seyen, nach Speyer. Im1617. jähre ward er Cantzler der Aebtißin zu Quedlinburg,welchem amte er bis ins rahr 16;;. vorstund, da er dessenentlassen ward, und Rath der Aebtißin blieb. Nach deren imjähr 1644. erfolgtem tode ward er Fürstlich-Anhalt-Bernburgi-scher Rath und Gräflich-Stollbergischer Cantzler, darauf imjähr 1648. Graflich-Schwartzburgifcher Cantzler, und starb imjähr 1659. den 9. jan. Mit seiner ehelichste Maria, BenedictCarpzovs des ältern Chur-Sächsischen Cantzlers tochter, die ersich im jähr 1620. beygeleget, und 20. jähre mit ihr in der ehegelebet hatte, zeugte er Johann Friedrichen, Ticerulstum ^u-ris und Hof-Rath zu Schwartzburg, und Christian Benedicten,der vor ihm, auch Dorotheen Sophien, Strauchens, krofef-Lris zuWittenberg ehelichste, die ebenfalls vor ihm im 1655.jähre ihren geist aufgab, tkeakr. vir. eruclit. clsr. k. II.

LÄ. IV. p. H48. feg. Mag ohne zweifel der seyn, der äsxrivilegiatls immeäiiitorum 8. k. I. krocerum Inlkantüs,vulgö die Austräge; äs Invekltuta keucli nov! , so in Lalil.seleÄ. clifp. jurict. vol. II. und III. befindlich ; Project einerneuen Kirchen-ordnung in Ahasveri Fritschii Zure eccl. ui-xsrk. geschrieben. u»w.

* Lentz, (Salomon) war im jähr r; 84 . den 9. nov. imdorfe Kade im Magdeburgischen gebohren. Sein vatter, Jacob,war daselbst, sein groß-vatter aber zu Werbingen Predigergewesen. Seine Mutter war Anna, eine tochter SalomonSchröters, Caplans zu Beltzingen in Sachsen. Als er indem Hause seines vatters die anfangs-gründe der Lateinischenund Griechischen spräche erlernet hatte, begab er sich im 14.jähre seines alters in die schule zu Neu - Brandenburg, undvon dar auf die hohe schule nach Wittenberg, wo ihn Geb-hard von Alvensleben und Gebhard von Ummendorff einigezeit unterhielten. Nachgehends kam er als Hofmeister derzwey brüder Levin Ludolphs und Bussens von Alvenslebenwieder nach Wittenberg, und ward daselbst IVlgMer. Darauflegte er sich auf die Gottsgelchrsamkeit, und disputirte öffent-lich unter Balthasar Mentzern, zog auch mit seinen unterge-benen nach Jena, und ward daselbst Läjunckus Philosophie.Weil er aber eine sehr ungesunde natur hatte, brauchte er densauer-brunnen zu Grimme, und merckte zwar einige linderunq,gelangte aber doch nicht zu völliger gesimdheit. Im 1619.jähre ward er von Marggraf Christian Wilhelmen zum Predi-ger an die Dom - kirche nach Magdeburg beruffen, welchemamteer i<s. jähre vorgestanden. In eben diesem jähre ver-ehlrchte er sich mit Catharina, Heinrich Schäffers eines Raths-yerrn in Halle tochrer, die er im jähr 1646. den ;. oct. durchden tod verlohr, nachdem er sechs söhne und zwey töchter, wel-che abernedst zwey söhnen vor ihm gestorben waren, erhaltenhatte. Im 1629. ,ahre ward er zum Predig-amte nach Regen-fplirg beruffen, wo er -8. jähr aushielt, und im 1647. jähre den»6. sept. eben an dem tage, da er seine erste predigt daselbst ge-

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hatt«, Satte, verschied. Seilte schriften sind iLutherischen Prediger, iü;i. in 8. undkrotellioiiis, oder Christen-spiegel, wie cm Chrm >den, Christlich leben und fünde meiden, »61 s/ ,

tbestr. vir. eruäit. clsr. k. I. feilt. III. P. ^ ZstE',

Lentzburg, eine stadt und schönes berg-OlAj,i ei>>^.,an dem wasser Aar, eine weile unter Aran gelA ^ zugEnPstigenundfrucht-reichen gegend,dem Canton-ocwie dann auch in dem schloß daselbst em ^ ,li-vogt wohnet, der das umliegende land ( welchesspiele begreift) regieret; die stadt aber hat ihre" ^ fühkMheissen, Rath, Regiment und ansehnliche fteyb^" „ eir>^^Fmals zusamt dem herum gelegnen lande den nay» .^ei»"schafft, und hat ihre benennung von einem ^ zivilst,die Lentzier, Lintzgöwer (fsmienles) wenv .der Aar und der Reuß eingenistet haben , Epjsch (Ancher Zerstörung der Römischen psiantz-stadt L-U :niü» ) gegen dem ende des V. f-ecnli; mästen a»von Lentzburg, als erste beherrscherdieses orts >»sehr altem stamme und herkommen, und gxs.

florirt. Adelbert lebte an. 920. Ulrich heuraM ^K al>- '.^l>zu Habsburg tochter, Rlchensa, dereeinen krieg, wegen ihrer verstorbenen >

', deren

denen mutter erb.g^ergö>^,. mnrinnen da»

bruder Graf Werner angefangen, worinnen d«gelitten, (s) Arnolph war Kastvogt des G § MdiEysckms an. 1127. Werner ist an. r 142. als Abt!» bev Wie»ben. Ulrich ward an. i;;i. Bischöff zu Ch^ .^ls E^,,

ven. uincy waro an. i;;i. BljchvffLudww. V. sehr wohl angesehen, wie er chn (b) Aüs

nach Avrgnon zum Papste geschickt hat, an. n ^ das A

i; 4 l. dle ichlossce Hohen-Invalt und vst ÄdBÄ

gekauft, undtstan. i;;5. gestorben. EslüLentzburg schon lange zuvor an das GräMe-y^ Serbs-wetse gekommen, von welchem sie besehe" ^ Lworden, bis an. 141;. da sie an Bern gelan!» /

Hertzog Friedrich von Oesterreich damals ^ bB"und des Loncilu zu Costnitz Ungnade, acht "^„ossen pLaller seiner länder entsetzet, und auch die EFF minhA,zu felde aufgemahnt worden, zogen die von Der" ^ner in das Aergöw, und nach eroberung jhrck "K yLentzburg, da dann die stadt sich mit vorbey""so gleich ergeben, das schloß aber stellte ßch ExMe'EÄ Ädre Berner ihre zu Mellingen stehende vo^

gen Lentzburg beruften. Allein der den NA wollteAser zugegebene General Conrad von WeinwE eine' ack, seltM"

zctven rn ein yekmikcyes veruanoms, unv .hwc» .cord ein, nahm auch das schloß unter bE Nner LaA,n wurcklichen besitz, ungeachtet er zuvor d>e gcMmacht, daß diese übergäbe zu ihren und A hewogew^nio^F

den geschehen sollte, selbige auch dadurchgeleit in das schloß zu geben, und nach solE^i s',dennoch die gesamten Eydgenossen bereden/b ^ hMzu ihrem favor geschehen wäre, da h'""Ujch >v>Uschlosses von niemand als ihm und dem Rawie er sich dann auch nachgehends wurck" .'ziisetzet ; solches aber endlich, da er es mcht L

vermochte, an den Stand Bern abträte. A r

bete hernach ferner das gantze land der ^

tzog Friedrich that auf selbiges an. / durchÄrn t^ vllcianon. An. 149«. wurde diese gantze Per ,jb-

Iichen brand m die asche geleget, und der ^ ^

deren Wiederherstellung guten beystand^ p. sx. v-

x. 24;. fegg. (3) ckron-'

(b) kii-xrk PS8- 270. feig- ^ " ... d-S

an. 141 s. * an.

s Graf Arnolph von Lentzburg, welche pjestrNlpewsters Schänis Kastvogt war, hat eben^ ^ne donationen dahin gethan. An. p^önezum.grossen Münster in Zürich erniL ^ EvolH

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Kayser Henrico V. ausgewürcket. Sem ^^7.vogt des klosters auf dem Zürich-berg a- ^ ZiN>

Ulrich hatten an. n;o. bemeldtem SM ^>s zn

freyheiten von dem Kayser Lothariv, deerworben. Dürftelers manust-r. ^

Kennen, eine kleine, aber navrha^^ftnbnr^ei'V^^in der Prtgnitz an der Elbe und be"-7 dst i>sttzen. Kayser Henricus Lucspr au^^x,,,hier geschlagen, und aus der stadt E^ König j

der einbekommen, und an. 1066. lbrm dal^^acE Fsie zum Christlichen glauben bringen wo , uno > 1 ^ 0 ^Darauf ist die stadt an die Marck gek Achiverw ßp

Churfürst Ludwig I. dem Grafen von b

setzt, von dessen bruder und nachfolgti;;6. durch seine Mecklenburgische g ^si"?t obracht worden. Marggraf Jodoms h^

von Putlitz versetzt, welcher zedoch

co I. wiedergeben müssen. Kaiser C ^ hebe" ^ik>es ^ »1

Churfürst Joachimo II. emen neuen zo ^nne".^cher doppelte Elb-zoll ahrlich "ch^ p,e st-gen soll. Im Schwedischen kriege v