Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
Seite
684
JPEG-Download
 

684

l e o

l e o

sen schaden gethan, so daß er letztlich einen gar nachtheiligen frie-den mit ihm eingehen muste. Auch hatten seine in Italien ge-sandte kriegs-völcker anfänglich schlechtes glück, Massen einegantze armer unter dem General Constantino allda verlohrengieng. Ddch ersetzte der nachgehends dahin gesandte Sym-batius die fache noch in etwas, und eroberte Benevent. Zuseiner zeit plünderten die Saracenen Sicrlien, und nahmendie insul Lemnos, auch so gar auf dem vesten lande die wichti-ge stadt Thessalonica hinweg. Um ihrer los zu werden, rüsteteer eine grosse flotte auS, und machte Nicetam darüber zumAdmiral, welcher mit den Saracenen ein so scharfes treffenhielt, daß der vertust auf beyden feiten sehr groß war. Eserhielten zwar auch Himenius und Ändronicus Ducas, zweyandere seiner Generalen, verschiedene Vortheile gegen selbige fein-de, da hingegen auch der Kayser von selbigen an andern or-ten grossen schaden empfand. Durch diese so unglückliche strei-che kam er bey den seinen in Verachtung, daß ihm vielfältignach dem lebe» getrachtet wurde. Von der allergefährlich-sten conspiration ward schuld gegeben einem gewissen Tzau-tzas, den Leo lange zeit für fernen ersten Staats-Minister ge-braucht, dessen tochter Zoc, nachdem er sie noch bey lebzeitenseiner ersten gemahlin Theophanon für eine concnbme gehal.ten, folgends da diese verstorben, gar zur ehe genommen,und endlich selbigem den zu der zeit neu aufgebrachten tituleines vatters des KayserS beygelegt hatte. Doch »lochte ihndieses alles nicht beschützen, daß er nicht nach dem tode sei-ner tochter verschiedener heimlicher Nachstellungen wider desKaysers leben und anderer grober Missethaten und gewaltthätig-kciten gegen das volck angeklagt, und zusamt seinem gantzenHause völlig gestürtzet wurde. Leo verehlichte sich nach derZoe, mit der Eudocia, und als er von allen diesen;. gemah-linnen keine kinder gehabt, heurathete er die vierte, welcheebenfalls Zoe, mit dem zunahmen Carbonspsina hieß, und Con-ßantinum korpK^roxenetAm gebühr. Dieser vierten Heurathwegen that ihn der Patriarch Nikolaus in den bann, weil sieden Lonclliis und Leonis eigenen satzungcn zuwider lief, alsdie keinem menschen mehr dennehen zuließen. Allein dergute Patriarch ward hierüber ins elend verjagt, und Euthymiusan seine statt gesetzt. Hingegen dispensirte hierinn der PapstSergius. Endlich starb er, wie einige wollen, den n. jun.an. yn. nachdem er 2;. jähr,monat und 10. tage regierethatte. Dieser gelehrte Herr hat unterschiedliche schriften hin-terlassen, unter welchen sind: ein Send-schreiben an alle Gläubi-ge , worinn er selbige zu einem heiligen leben anmahnet,und noch ein anders von der Wahrheit des Christlichen glau--ens, an Omarum den König der Saracenen. Iac. Gret-serus hat an. 1600. neun Orstione« von diesem Kayser herausgegeben, wozu der k. Combefis noch andere zu Vermehrung derHibliotbesse katrum an. 1648. hinzugefüget hat. Unterschied-liche Gelehrte haben andere tractate mehr, so diesem Kayserzugeschrieben werden, heraus gegeben, als da sind: la-stis» säs instrusnäir stcisbu»; Opus Lkliücarum; Xoveü-ie Lonsti.turiones ; ; Oanticum Lompumstioms ex

ststo-ütstione sxtrsmi ^uäicii; Orutio psneMrica in 8. .sosri-nem Lbrxsostomum

Leo äs scriptor. Lxrsntin.

p. 411. leg. *

König in Armenien.

Leo I. aus dem Lusignanifchen gesthlechte, war Leonis III.söhn, starb ohne kinder, und hinterließ seinen vetter LeonemII. zu seinem luccellore, welcher mit Irene, Leonis I. gemah-lin , beylager hielt, und mit ihr Leonem III. zeugete. Diesermuste, vor der Türcken graufamkeit flüchtig werden, als wel-che sein gantz Königreich erobert hatten, und seine gemahlinund kinder in gefangenschafft hielten. Er gieng hierauf fastan alle Europäische Höfe, hülffe und beystand zu suchen, da-mit er wieder auf den thron gelangen möchte. Weil aber nie-mand sich hierzu verstehen wollte, blieb er endlich in Franckreich,allwo ihm Carolus VI. unterhalt verschaffte. Er starb zu Pa-ris an. izy;. ( siehe Lustgnan.)

Fürst der Krusten.

* Leo, ein Reußifcher Fürst und söhn Daniels, Königs derReussen, vondemdte Polnische stadt Lemberg ihren nahmenHaben soll, folgte seinem vatter in der regierunq , und ban-Mit Voischalco, Medolphi Hertzogs in Litthauen söhne, streitigkeilen, weil dieser einen theil von Reussen unter sich zu brin-gen suchte, er ließ ihm aber im 1267. jähre, als er sich aufdem lande aufhielt, nachstellen, und umbringen,dik. kol. VII. p. ,782. Weil er also ein sehr kriegerischer unddabey einer der mächtigsten Fürsten ferner zeit war, suchte er«n i28o. jähre bey damaligen sehr verwirrten umständen inPolen die landschafften Cracau, Sendomrr und Lublin an sichV bnngen, brach auch mit einem Heere, unter welchem v eleTariern, Litthauer und andere völcker waren, so theils fre».willig folgten, theils vor sold dienten, in der landschgsstLublin rm, und verwüstete daselbst alles mit feuer und schwerdte-ward aber von des Polnischen Fürsten Lesti des schwartenvolckern .angegriffen, und aufs Haupt geschlagen, ihm alle ge-machte beute wieder abgenommen, und er selbst bis nach Lem--erg verfolget, von da er vollends bis in die innerste theilevon Rußland siuchtetr. iM. xyi. vn. x. z,o.

feg. Luca Schief« denckw. I. p- Ahjaetdaß er durch dieses treffen dergestalt gedemutE ? >daß er nicht wieder zu krafften kommen können, w

nach dieser zeit nichts denckwürdiges mehr von

net, auch so gar nicht einmal sein todes-jahr <m-nBerühmte Männer.

Leo, Ktyxiota zugenannt, war Patriarch i^eodors^chNicetas sagt, daß er an. 114;. gestorben, und -rv*samon berichtet, daß er diejenigen verdammet/ , ^

zauberey etwas zu erlangen gesuchet.

Leo, ein Ertz-Bischoffzu Achrida, einer siavrUten, welche Iustinianus repariren ließ, undmen Justinianäa nannte. Dieser Bischofs aisoav ^ ^der kirchen in Bulgarien und Macedomen,io,2. mit Michaele Cerulario, Patriarchen zu^.,^u,M^eum beyderseits wider die Römische kirche z" V

gen der Papst Leo IX. sie widerlegen ließ. M ^ desdieser Ertz-Bischoff von dein Papst Leone ^gethan. Seine Lpistolk sä Lpistapum I lÄ . 2 ,

sich beym Baronio aä un. ,05;. Sein traclM«^VH/.tktionibus «L ststü-stionibus involunrsrüs

in N8c. in der bibliotheck zu Wien. ^ ^

Lc. SE». sä -m. io;4. io;s. o«in sppenäic.

Leo NinliLimus, so unter dem nahmen n? b jliweil, er zu Ostia Bischoff gewesen, bekanwsich in den Benedictiner - orden in dem öeruv "

Monte - Caßino, und ward daselbst öil,b° , «or. Ediesem machte ihn der Papst Paschalis U, sF

dinal. Als nun besagter Papst an. nn. vo»d Erico V. gefangen worden, verwechselte Leo die ^ ^«te v-also glücklich aus Rom, durchzog Italien/meine volck wider den Kayser auf. Das Men ^1;. ^man mcht eigentlich; doch hat er sich «^"'pon

nad

le desselben Papsts unterschrieben. Mannicon Monaüerü Lsstnenlis üb. III. von - m..auf den Abt Desiderum, so nachmals unter ^ctvr 11 . Papst worden, welches letztlich zu gratis Efolio mit anmerckungen Augustini äs XucsSeine übrige schriften, als: 8ermo»es «e r» ^jcht n-»Mts ; Historik keregrinorum, Lc. sind dlf> § l>>>

Er muß unterschieden werden von einem a«^ - LEmens, welcher zu gleicher zeit Mönch i»auch Cardinal gewesen. Er war descretarius, und werden seine briefe in der >0«jstlin -theck aufbehalten« , äs

c. za. z I. LeF«rn»«»,. Lara»,

--—- . ' "-r-—- tts

Leo OrammkULus, sihe Leo von Alab ^,^fche d'

Leo von Alabanda, einer stadt in e>» N ÄTürcken anjetzo Eblebanda genennet >

welchen etliche mit Leone ö^MMino ver>w^^con>^jti>"^terschiedliche schriften hinterlassen, als -uiid ^FUI.7sicorum üb. IV. Ls. und wird von ^ «s

geführet. Einige halten ihn vor einerley BA,

von Cedreno und Curopolate atiret ^ ^ands?,„ u>cAc-stehet in den gedancken, daß der letztere mem § iebes,A. AOrammatisus sey, welcher von 7. Kays«,. -le .rie Theophanis mit hinzu gethan hat. ^ lc"

La^e, in spxenä. sä Lorant, bist. miaMiE Al>. Ä

Leo Lvxsntinus, ein kbilosoxbus UNv , " l>^

te zu des Königs in Macedonien, MM/n mstbAl,ters, zetten, st. X. 400. und wurde von stu" undin wichtigen Gesandtschaffren an dte stadr Ihßostra L«etmeldten König Philippum gebraucht- dv jh„ Msydaß, als er einstens mit Philippo S^Aejstern /"A u gAsl»warum er sich der stadt Byzantz zu bemen ^ pesiveS^o a^^,1/ihm der König zur antwort gegeben, da« ^ habe ^c» Asweil er die stadt liebte. Auf diesen rS^rische^ates'versetzet, daß die liebhaber nichtmitkriegsicalischen instrumenten ihre liebe zu v die klA ecobssui,Philippus wohl merckte, daß ihn Leo dur,^„ an de rA,,,ge, die er seinen Mitbürgern gabe,aMin >Eder stadt hinderte, schickte er, um '/U,en . mivb'

einen briefan die bürger, und wollte w" verrath h, 1daß Leo sich erboten hätte, ihmglaubten die bürger, kamen daher al.obaw a,sund umringten sein Haus, worauf er ">>d ihenckte. Er war sehr zn sthertz-redenantworten fertig. Als ihn ernstens emc v § v "' -uf

nen buckel auf dem rücken hatte, wegen--- §„c,r ^ ^schimpfte, so antwortete er: ihr hubt d'rucken. Als er zu einer andern Fi ^,,,ger /.veM/wurde, die bürger daselbst, welche >F ,er,einander wiederum zu vertragen, w nn ^ eine e .bey seinem einzug in die stadt/ glelch da^ aiw^Eten wollte, über feine kleine statur zuaber ließ er sich gar nicht verdnessen, > ., hin, wlst , sie . Füber mich, weil ihr sehet, daß tch lo N Met, d^^mehr lachen, wenn ihr mein we'b eyeu > prallt g'mir kaum bis an die knie« Als sie '