688 l k 0
stillen Nachfolger, Matthäum Lange , der damals Bischofs zuGurck war. Zu solchem reichthum contrtbuirten die Salybur-gischen bergwercke das meiste , als welche damals überausergiebig waren. Es lösele Leonhardus nicht nur alles ein,was jemals vom Ertz-Stiste war veränffert worden 7 als dieörter Gemünd, Mannsee, St. Wolstang , Wildeneck, Pe-tau und andere, sondern er kaufte auch die beyden Herr-schafftcn Jtten und Dornbach , und führte hin und wiederkostbare gebände auf, darunter vornemlich der «saltzburgicheschlvß-graben zu rechnen ist, welcher in eisen blossen seifenmuste gehauen werden. Als an. i;n. die Saltzburgifchenbürger wider ihn conspirirten, ließ er die vornehmsten 20. zurtafel nach Hof einladen, und als ste erschienen, die thore zu-machen , von den gefangenen zwey und zwey rücklings an ein-ander binden , und auf schütten in begleitung des fcharfrichtersauf die nächste schlösset bringen. Etliche stürben für kalte, dieübrigen aber wurden, weil nachdrückliche vorbilte für ste ein-lief , endlich pardonniret. Die Juden, we ehe mit ihrem Über-mächten Wucher und fürkaufdem lande sehr beschwerlich fielen ,vertrieb er aus feiner gantzen Herrfchafft. Zu feiner zelt erlang-ten an. 1514. die Saltzburgischen, Lanamcl, baß sie sich mskünftige als Leculsres aufführen mochten. Endlich starb Leon-hardus an. 1516. oder an. 1519. stemmst, k. m.
bist. Talisburg. tom. VIII. bist. me-
trop. 8sü?burg. tom. I. *
* Leonhard, oder Leonhardi, (Christian ) studirte zuLeipzig , und ließ sich zugleich bey dem post-hause daselbst in ei-nigen Verrichtungen gebrauchen. Darauf kam er bey Hofe indie geheime Kriegs-Cantzley, und vertrat in unterschiedenen feid-zügen die stelle eines geheimen Lesrstgrii. Weil aber bekanntwar, wie er sich ehedem gar sonderlich auf das post-wesen ge-leget hatte, so ward ihm unvermuthet die stelle eines Ober-Post-Verwaltcrs angetragen; die er auch annahm, jedoch so, daß erjederzeit in Königlichen und Churfürstltchen pflichten gestanden,auch von dem Könige den kilul eines geheimen äscremrü bey-gelegt bekam. Durch lange erfahrung und stäte bemühungbrachte er sich solche wissenfchafft zuwege, daß er nicht alleinaus sinnen in geheim gesammelten Nachrichten b'criptore« LExcerpts ßuris kostarum, Leipzig 1710. in folio heraus gab,sondern auch ein vollständiges Lorpus chris ?ostr»rum zu ver-fertigen in willens hatte, welches aber durch den tod unterbro-chen ward. Als man sich im jähr >712. das sämtliche post-wesen zur Churfürstltchen Rent-Cammer zu ziehen entschlossenhatte, ward er als Ober-Post-Lvmmillsriu« in bestallung ge-nommen. Wiewol er aber durch die aufgetragene deforgungdieses wichtigen wercks mit grosser sorge beschweret ward, sosetzte er doch feinen starcken drief-wechfel bis an fein ende fort.Dieses erfolgte an. 171;. den z. jun. da er fein alter auf 64.jähr gebracht hatte. Kc»/. snnsl. ttlxs. comin. I. p. Z99.bibi. ssur. pukl. III. x. 822.
Eeoni, oder Lioni, eine sehr alte Venetianische familievon denen, welche bloblli genennet werden. Schon an. 717.ist einer aus derselben, nahmens Dominicus Leoni, zum stls-Mro iVUIiwm der Repubiick ernennet worden. Nach diesemsind unterschiedene aus diesem geschlecht zu der Istocurstor.würdevon Sän Marco gelanget, als an. 125 t. Nicolaus; an. 147z.Andreas; an. 1496. Nicolaus II. welcher zugleich die ehre ge-habt , Doge von Candien zu seyn; an. 1499. Nicolaus , uiidan. 1522. Andreas II. Sie führen einen löwen in ihrem wk-
pen. /.es in Oussli stsgis. Lle /a bitt.
äu Louvern. äs Venile, p. 544.
Eeoni, (Petrus) von Spoleto, ein berühmteviVIsäisus undMrnlogus, soll sich nach einiger bericht , selbst an. 1492. in ei-nen brunnen gestürtzet haben , weil er Laurenttum äs Medicisdurch ferne Verwahrlosung sterben lassen. Allein es ist gewisser,daß er von andern hinein gestürtzt worden. Er hat einen tractatäs Dcknis nebst verschiedenen andern fchriften mehr hinterlassen.
ssov. in elog.
Eeonicenus , (Nicolaus) wurde an. 1428. zu Lunigo imVicentimfchen gebohren, welches Lateinisch tteonisum heisset,daß er also seinen nahmen von feiner vatter-stadt geführet. Erwar nebst der Rede-kunst und Philosophie absonderlich in derMedicin erfahren , welche er mehr als üo. jähr zu Ferrara ge?lehret. Er ist der erste gewesen , welcher des Galeni fchriftenaus dem Griechischen ins Lateinische übersetzet, und mit an-merckungen versehen. Seine Mäßigkeit ist gar sonderbar gewe-sen , er hat wenig gegessen und getruucken, noch weniger ge-schlafen , deS beyschiafs aber sich gar enthalten. Das gelb hater dermassen verachtet, daß er die unterschiedenen müntz-forter,nicht einmal gekannt, auch m den aufgesetzten speisen nie dengeringsten unterschied gemacht, me über semen zustand sich be-schweret ; dieser sonderbaren dergnugllchkett aber sein hohes al-ter selbst zugeschrieben, Massen er noch bey frischen sinnen undgedächtnis zu Ferrara an. > 524. den 8. junii in dem 96sten jähreseines alters gestorben. Seine fchriften sind: Imeisms, inguo omnibuz eeZris ttäutem L vitsm rettitui sonsilisrigusvolle äosuic; äs klinii L plurium güorum in illsäicinL Lrrori-bus; Opus äs 8srpsntibu8; ttom->nu5 Neäicus ttnt!-8opkitts;äs Oräine Iloclrinsrum ; äe Virtute kormstiva ; Dionir Hitto-ris L bucisni v.slog! ins Italiänische Übersetzt, rc. chov.in eloß. in obron. Äleäis. in vit. illuttr. Us-
l e 0
Mir-
Ist-
l.^
äis. , cle seript- ^
in ttinäen. renovsto p. 817- ^ Md>I^
Eeonida I. ein König der Lacedämonier an M
famllie entsprossen, ist wegen seiner sonderbar
tapserkeit berühmt. Er beschützte die passe g„fa»siy« i»der des Terxis grosse und mächtige armce.
' ' und schlug, ^vertustAehii-
einige tausend mann bey sich , u»e- ^ per»"'"/,,verschiedenen angriffen mit deren ungememendergestalt, daß die meisten scribenten berichten, > ^ aiens" ',pegche kriegs - Heer würde sich des wichtigen pasch einenmächtiger haben , wo nicht einige verräther w .j,,feldurchs gedürge gezeiget, durch welchen >
gewinnen, und dem Leonida in den ru»en ^ g Alen. Als dieser nun den streich ersehen, et
theil seiner leuthe zurück, ehe er noch gar u"" ^ e»u^aber mit etwan drey - oder vierhundert ohne ^k-
sich, da fürs vatrerland zu sterben, sielen '^n» AgE
des neuen angriff von vornen und hinten i" „/.gellenzweifeltem muthe ans der enge heraus, und n ,sj„igeN '^„nfse menge Perser nieder, bis er samt allen ven i uin zneauch umkam. Als er von «Sparta abrcyu / „jchl >' ^l»zu gehen , und seine gemahlin ihn fragte,was zu befehlen hätte, sagte er zu ihr -daß ihr nach meinem tode einen soläM 'Mger, der solche Linder bekomme, w>e ^ reE'^von der schrecklichen armee des Königs pje Edabey sagten , daß die Persianer mit ihren E^gte -Ä Mdunckeln würden, gab er zur antwort und ^,e>v» Mgut, so wollen wir im schatten wlt pfiB
rede auch von andern dem Agesilao MesE .Mnla^gFihm A'erres sagen ließ, er wolle ihn über zgr" .pss'wofern er friede mit ihm machen würde, gav Mds/und sprach: Ich will lieber vor mein vE^schen-,als selbiqerr unrechtmäßiger weist dev^^ver Ber einstens gefragt wurde, warum tapfere ,, ^ ^ e
höher als das leben hielten ? sagte er: »A hiedurchs glück , den andern aberlangen. Diese schlecht bey Thermopvla, M»L
getvdlet wurde, begab sich im ersten >ave -..chnial-, ^>1ä- I<. 274. Die Lacedämonier steltten ,i,a>> ^
ehre und gedächtnis ein besonderes fest an^ - e>w ,nem nahmen üeoniäes nennete, woram >
pflegte gehalten zu werden, auch S^wA erla»^
Stengen, darin» allein den Lacedämonier»den sieg zu kämpfen. in Lseon. ^
/«/k». üb. II. üb. III. c. r- 0
cie R.e^no al.
Leonida II. ein König der Lacedämonier^ istfamilie, succedirte Areo II. um welche ze» jhg, Mohne daß man weiß, daß Cleombrolns na ^äs ttegno Lacvn.0.14.
Eeonides, war der vatter des berühmte ^Mtv ^hielt unter dem Kayfer Severo an. 210- ,,-ssü
Kitt. escles. l>b. VI. c. n. ... -lyeat'>^
die eigeA asa
^eonmische verse, sind imin den fchriften der mittlern zeit gantz anem Leone ihren nahmen bekommen, „ .
daß sie sich in der mitte und am ende renn ^
Verse, oder ttkopulioi genennet werden, vtt^'
Huris Lominus äimr, gui lestuw
reuor Iuris zu Loven. Er itudlnede, hierauf zu Utrecht und E>n>nerlch' ^„jo v»e iv»^üllwo er unter dem gelehrten Pstw .Ä der Msv lii>n .A/trieb, und darauf an. ^47-Ll«ntM mpon^,>>^Der Cardinal von Graupelte, die seinesandere hohe Personen mehr , bedienttn!' ^ f„c P^ KA zstigen affairen. Nachgehends erklärte er g-
men-von Oranien, und trug viel zur bey- -,.,se»'.so->'der vereinigten Niederländischen p^^^sten st,,V'Arnheim dm nov.an. '"Frchen,Äi ; ?n 1 <ters. Er hat verschiedene ducher siech ' Vl^
ttlia LmenäLtionum live Observauo Vll>
Llk.V. vesret.; Lommemar. in I-w- , i .^.gels-rum, Lc. kikl. Lslg.
Leonrodt, eines der ältesten adeliche^ Erb-TkAleyeA cs
woselbst es in dem Stifte Archstatt der» r
besitzet. .Weil ein W-ß ^
unweit Voigtsberg gelesien, will KheiMdaselbst feinen Ursprung hab^ lob"
turnier zu Magdeburg, siletchww n»'-,e,i!t''„
Braunchweig an. 996. mit beygewohl^„„o ^-9. d'Lcksden zeiten haben Wilhelm ,st an- '^ Fk
Dom-Probsts zu Aichstätt besess ' - >en ^ an. Ach - -an. 1440. verstorben. Magdalena M ^ Geruchzu Kitzlngen. In dem XVI.rvdt Dom-Prodst zu Paffau, und