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sich aber gar bald wieder zu entledigen, und fand sich zu einesjeden Verwunderung wieder im lager der bunds-genossen ein.Der Margqrafernannte ihn auch wegen seiner erwiesenen tap-ferkeit nicht nur sogleich zum Lieutenants bey der küraßier-com-pagnic, sondern auch an. 170;. zum Capitain-Lieutenante beyselbiger , und endlich an. 1704. zum würcklichen Rittmeister.Er wohnte hernach den feldzügen am Rheine mit nicht weni-germ eifer, als zuvor, bey , und bezeigte seine tapferkeit auchvornemlich in der berühmten schlacht bey Hochstädt. Als derMarggraf Christian Ernst an. 1707. die Haupt-anführung deskriegs-heers übernommen hatte, ernannte er ihn zum Kayserli-chen General-Adjutanten. Da sich auch dieser den kriegs-ge-schäfften entzog, erklärte ihn dessen Erb-Printz an. 1710. zu fei-nem General-Adjutanten wegen des Fränckischen kreises; darinnihn hernach dieser kreis bestätigte, und sich entschloß, ihm auchzu friedens-zeiten die General-Adjulanten-besoldung zu reichen,weil er sich von vielen jähren her bey diesem kreise verdient ge-macht hätte. An. 171;. ernennte ihn der nunmehro regierendeMarggraf George Wilhelm zum Oberst-Wachtmeister bey dergarde zu Pferde, und im folgenden jähre zum Reise-Stallmeister;ferner an. 1722. zum Oberst-Lieutenant bey der garde, und zumOberst-Reise-Stallmeister, der Franckische kreis aber zu an-fange des 172;. jahrs zum Oberst-Lieutenant bey dem küraßier-regimente. Es ward ihm über dieses vom Marggrafen eineanwartschafft auf die erste eröfnete Ober-Amtmanns-stelle er-theilet ; er leistete auch, da selbige kurtz darauf zu Creussen erledi-get,und ihm aufgetragen ward, deswegen die gewöhnliche Pflicht,ward aber durch den tod, welcher den 24. may dieses jahrs er-folgte,an der würcklichen besitz-nehmung verhindert. Sonst hater das glück gehabt, als ältester Ritter in dem orden äe M 8m-«erits zu stehen. Longolius, Adels-gesch. des MarggrafthumsBayreuth.
* Leopold von Löwenberg, (Raymund Anton) ein bru-der des vorhergehenden, war an. 1676. den 24. jan. gleichfallszu Wien gebohren, und hatte mit seinem bruder einerley un-terricht , setzte sich auch in noch jungen jähren in Bayreuth beydem keÄor Simon Francken , wo er prival-information ge-noß , wegen seines guten Verstandes und vortreflichen gedächt-nisses in grosse achtung. Ehe er noch das Oymrmlium zu Re-genspurg verließ, und die hohe schule zu Leipzig besuchte, ver-theidigte er unter Nicolao Vieremberger, krok. TKeol. publico,dessen lntroäuiNonem in Lompencliuin Hucreri als Mslpon-clens. Da er auch nachgehends die hohe schule zu Halle be-suchte , disputirte er daselbst unter Johann Sam. Strycken,desPreußischen geheimen Raths söhne, an. 169;. äs kublicis )u-äioüs, Wie auch cle LontmÄikus realibu8, verbalibus L litte-rslibus; an. 1694. aber lle lsleätioribus Lontroverliis aä lib.III.L IV. ksnclsLt. und cle teleÄioribus Lontroverliis sci lib.XXVI. L XXVII. ksnäsct. Nachdem er die hohe schule ver-lassen hatte, begab er sich auf kurtze zeit nach Hause, von danach Bayreuth, und setzte sich bey dem Marggrafen ChristianErnst in solche gnade, daß er ihm erlaubte, seinem Erb-Prin-tzen auf den bevorstehenden reisen zu folgen; da er denn auchkeine gelegenheit vorbey ließ, alles, so zu seiner beförderung et-was beytragen könnte, in acht zu nehmen. Er warb hieraufan. 1697. zu einem Cammer-Jnncker des Erb-Printzen GeorgeWilhelms angenommen, und hatte im folgenden 1698. jähredie gnade, mit demselben an den Hof des Königs von Polenund Churfürstens zu Sachsen zu reisen, und bey dieser gelegen-heit neue proben feiner guten aufführung an den lag zu legen,welches nicht weniger bey dessen im jähr 1699. vor sich gegan-genen Vermählung geschahe, in welcher zeit er sich zu vielen Ver-schickungen und andern wichtigen Verrichtungen mit höchstemvergnügen desselbigen gebrauchen ließ. Hierauf ward er an.1701. zum Hof-Rathe ernennet. Als weiter ein neuer kriegmit Franckrcich angieng, und dem Erb-Printzen dasFräncki-sche küraßier-regiment aufgetragen, auch an. 1702. die belage-rung der vestung Landau vorgenommen ward, kam er bey dergrössesten gefahr nicht von seiner feite, und that nicht wenigerin künftigen zeiten, sonderlich im treffen bey Hochstädt eben der-gleichen. An. 170;. ward er Reise-Marschall, an. 1707. abergeheimer Rath, und als der bisherige Erb-Printz würcklich zurregierung gelangte, an. 1712. Hof-Marschall und im folgendenjähre Landes-Hauptmann m Neustadt an der Aisch und Oder,Amtmann zu Hoheneck. So hatte er es auch vor ein sonderba-res merckmal hoher gnade zu schätzen, daß er zum Cantzler desneu-errichteten ordens äs In Linasrns verordnet ward. Weil eraber sowol auf reisen als feldzügen sehr viel ausgestanden, er-eigneten sich sehr oft gefährliche kranckheiten, daran er endlichan. 171;. den 7. aug. seinen geist aufgeben muste. Sonst wirder nächst der liebe gegen GOtt und fein Wort, ingleichen dertreue gegen seinen Fürsten, auch sehr wegen seines übrigenWandels und bezeigens gegen seinen nächsten gerühmel. Lon-golius , Adelö-geschichte des Marggrafth. Bayreuth.
* Leopold von Löwenberg , (Wolfgang) Kayserlicher Ritt-meister , ein valter der beyden vorhergehenden, und söhn Wolf-gang Leopolds,gewesenen Pfarrers zu Redwitz,war an.iszo. den;o. mertz zu Münchberg gebohren,und besuchte erstlich die schulezu Redwltz, hernach aber zu Wonsiedel, da er bey dem Lsttorund Superintendenten einige jähre in der kost war. Es verhin-derte aber sowol das frühe absterben seiner eitern als der krieg,daß er dem studiren nicht weiter obliegen konnte , deswegen er
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«us der schule genommen, und zu dem ^
burgischen Cammer-8ecretsrio, George I»lw Av beEd-Skost gethan ward, damit er etwas in der schrey ^ j. U-,und sich darinn üben möchte. Bey selbigem blieo h
dritte jähr, da ihn der Castner zu Wonsievel , Chem ^ inst
derger , zu sich nahm, und bis ins 18. jähr seines cu Axamts-sachen brauchte. An. 1648. begab er '.l,sthen >und machte den ansang sich in der fremde ^
auch das glück, in die dienste des Generals
von und zu Montecuculi zu kommen, den er stAseinen Verrichtungen vergnügte, daß er unanvv F 0 -lang bey ihm blieb. Währender zeit wolMKriegs-8ecrstariu8 allen feldzügen in Polen t? , »M ^
wider die Schweden , in Ungarn und SiebenvmA M",Türcken, und im Reiche wider die Franzosen oevwol der Graf an. 1664. eine compagnic unter st'gab, konnte er sie doch nicht länger als znM ' ^ M ,„e.weil ihn der Graf nicht von sich lassen, erregimente nicht anders als in würcklichen dtt»' pl»So befand er sich auch in friedens-zeiten bey EH,,vede» ^schickungen des Grafen nach Dänemarck, ^chali^'-bstsSpanischen Niederlanden, auch Engelland „on ^jähr 1667. ward er unter dem titul Leopow ^ Wvom Kayser vor sich und seine nachkomme«'stand erhoben. Im 167;. jähre hatte er ?w«r , es ° he»in ruhe und seinem vatterlande näher zu seilst'' he»te ihn aber der Graf Montecuculi, daß er bm. r
ihm blieb; worauf ihn auch dessen söhnsich behielt. Als aber im 168z. jähre der ,»!'
sich gieng, und er in Wien keinem weiter m» "den war , ließ er sich in Regenspurg hmss,., Me! -starb im jähr 1699. den 22. növ. Loncsolm ^
des Marggrafth. Bayreuth. „Mst »7 po»
Leopoldstadt, lat. I.oopc>lclinum, eine »in dem Neutraer Comitat in Ober-Ungar»
Neuhausel, an dem flusse Waag. Sie."^5,bauet, nachdem man an. 1664. in dem inn^'.^es ^richteten stillstand auf Christlicher feiten M nmsit- >weil den Türcken Neuhäusel gelassen werdeüber liegt das schloß und die stadt Gal<M' ^
Leopoldstadt, eine berühmte vorstadt von
Wien. :
Rayser und Ertz-Heryoge von 2)^
Leopoldus, ( Ignatius Francistus s»^c>»
Felicianus) einer der glorwurdtgsten Kavl"/ aeinav"'sts,Kaysers Ferdinand» III. welchen ihm st' fochtst /"ß st -Anna, Königs Philippi III. in SpanlMAjt§.den 9. jun. gebohren, wobey einige aE» st"^nen büschel haare mit auf die weit gebracht- „chestabsterben seiner vor ihm gebohrnen brllder' oe"den 27. jun. zum Könige in Ungarn , z-8-
zum Könige in Bohmen, und endlichFranzösischen gesuchten Hinderungen, zu -U ^ gug-^zum Römischen Kayser erwehlet, "»d oe , ^
In dem letzt-gedachten jähre machte er "m ^marck, Polen und Chur-Bran den burg w'Moberte an. 1659. mit hülffe der AlliirtenPommern, schloß aber an. iüüo. denu« IM-^ ni 'Nhc,und vermittelte auch solchen mit Dänemaw- pMk> ^2^te er dem von den Land-Ständen iu Kicker W7 xerFürsten erwehrten Kemeny Ianoscken zu, weil diese ohne dem durch auU ,
vestung Calo und ihre streifereyen slE xM' H-»
ben, wie wenig sie den vormals getrost", ,,.1 yoA.
daß die beyden Grafen von Serrnr, P", pjest „n?
Türcken grossen jchaden thaten, -Forgatsch den Commendanten von Reu^^Tarr»auch diese vestung. Zu gleicher zelt >etz> Z)asWaage, und streiften bis in Mistest1662. gieng Proßnitz, Baborschschloß, Neutra und Lewentz an dre ßuZne» Lgen bekamen die Türcken Neu-ScrlNwa^ ' berE pel' xckdem aber die auf dem an. 1664. suM-trol-pf/BÄtage zu Regenspurg versprochene HE„rdenFranzösischen succurs angekommen, „ und ^
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and anf 2Q. iabn erneuert. ru
stand auf 20. jähr erneuert. E zu ^Vbste^',
zosische völcker gebrauchte Chur-Mav,
die Reichs-acht erklärten stadt ^ fiel tu ^t-
Sioismiind braust von 3
rertzogs Sigismund Frantz vonTyrol dem Kayser heim, wovon er an. ^ gecnvE^,/,,, ^son die Huldigung einnahm. K"A' yervot E
kriege brach ein neues feuer in Ungarn ^ garM'^ e
Husaren streifereyen zu verhüten , Te»^
vestungen eingelegt wurden, welches uM ^ yst
fache der rebellion annahmen, und st ^00^
cken an. 1670. auszuführen gedachten-^ pm L
fuhrer , Serini und Nadastt , v r i ^
schwerdt oder gift vergeblich v>n°"