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Mäßigkeit sich gleichfalls unterwerffen. Es erhielt auch derChurfürst verschiedene siege wider die Kayserlichen GeneralsSchlick und Dtyrum, und hatte es vor die umliegenden kreiseein höchst-gefährliches aussehen. Doch , was seither die regu-lirten trouppen nicht vermocht, das thaten die Tyrolischen bau-ren, welche den Churfürsten die in ihrem vatterlande gemachteconqueten bis auf Kuffstein zu verlassen nöthigten. In derOber-Pfaltz gieng es den Wirten glücklich von statten,wiewol inJlaiien gegen ausgang des 1702. iahrs die Kayserliche armeesich nur äsfsntive aufführen muste. Doch machte die erklärungdes Königs von Portugal! und des Hertzogs von Savoyen fürdie Wirrten wiederum gute Hoffnung. An dem Oder-Rheineroberten die Franzosen Kehl, Dreyfach und die haupt-vestungLandn», nachdem kurtz vorhero die Wirten bey Speyer geschla-gen worden. Die Niederländische campagne fieng sich mit dereroberung von Bonn an , dadurch die Franzosen den Nieder-Rheinischen kreis zu verlassen gezwungen wurden. An derMaaft wurde Huy und Limburg erobert. Hingegen nahmdie rebellion in Ungarn unter dem Fürsten Ragoczi je mehrund mehr überhand , und wollte sich derselbe durch keine Me-diation zur Kayserlichen bevotion wieder bequemen. Dochfieng in dem 1704. jähre des Churfürsten in Bayerst glück auseinmal an krebs-gängig zu werden, als der Hertzog von Marl-borough mit einer ftaräen macht von Englisch-und Holländi-schen trouppen aus den Niederlanden zur Kayserlichen Reichs-armee stieffe; da hingegen auch die Franzosen über die schon inSchwaben und Bayern stehen gehabte völcker annoch zoooo.mann untermMarschall von Tallard hatten anrücken lassen. Deransang dazu ereignete sich durch die glückliche eroberung desSchellenberges, worauf die wichtige fchlacht bey Hochstädrund die eroberung des gantzen Churfürstenttzums Bayern er-folgte. Die Franzosen wurden gar über den Rhein gejagt,und verlohren Landau, Trier, Saarburg und Trarbach.In Italien hingegen musten die Kayserlichen wegen der Par-teylichkeit des Päpstlichen Hofes stch^nach dem Tridentini-schen retiriren, und der Hertzog von Savoyen büßte Vercelli,Jvrea, Verua und Sufa ein. In Portugal! fand sich derKönig Carolus III. in Spanien ein, und verrichtete etliche feld-züge mit gutem fortgange. In diesen troubeln starb derglorwürdigste Kayser an. 170;. den 5. inay nach ausgestande-ner 20. tagigen kranckheit in dem 64sten jähre seines alters,nachdem er dem Römischen Reiche 47. dem Ungarischen zo.und dem Böhmischen 49. jähr höchst-löblich vorgestanden. Imübrigen war er nicht allein selbst gelehrt, sondern bezeugteauch eine unaemeine liebe zur besserung und fortpflantzungder wissenschafften ; wie er denn an. 1687. das Lollegium Xa-rurL Luriolorum oder 8osisc»csm Leopoldinsm , in seinenschütz genommen , auch derselben ?r-estcles und vireäkorsrLpkemericlum zu Kayferl. LeibMeäicis , Lomitibub kslsrim8«nd Xobiliku8 8. A. Imperii ernennet, ingleichen zu Breßlaueine Universität, so von ihm den nahmen führet, wie nicht we-niger zu Infpruck aufgerichtet. Er hatte z. gemahlinnen, da-von die erste Margarethe» Theresia, Königs Philippi IV. inSpanien tochter, ihm an. 1666. den 12. dec. beygelegt wor-den , und an. 167;. den 12. mart. verstorben , MariamAntoniam Iosepham , so des Churfürsten MaximilianiEmanuelis in Bayern gemahlin worden, hinterlassend , nach-dem bereits 2. Printzen und eine Printzeßin vor rhr ver-schieden. Die andere gemahlin war Claudia Felicitas , desErtz-Hertzogs Ferdinandi Carolt zu Jnspruck und Annä Me-dices von Florentz tochter , welche aber;. jähr nach ihrerVermählung an. 1676. gestorben, nachdem ihr die eine Prin-tzeßin , Anna Maria Joseph« , an. 1674. den i. sept. gebohren,in gleichem jähre in der sterbltchkeit vorangegangen, die andereaber, Maria IosephaClementia, an. 1676. den n. jul. nur dreyviertel jähr alt gefolget. Hierauf vermählte er sich zum drit-ten mal an. 1676. den 14. dec. mit Eleonora Magdalena The-resia , Churfürst Philipp Wilhelms zu Pfaltz tochter, die ihmgebohren an. 1678. den 26. jul. Iosephum Iacobum IgnatiumJohannen» Antonium Eustachium , seinen Nachfolger; an.1680. den 1». dec. Mariam Elisabctham Luciam TheresiamIosepham; so an. 172;. als Gouvernantin in die Niederlan-de geschickt wurde; an. rüg;, den 7. sept. Mariam Annam Jo-fephanr Antoniam Reginam, so an. 1703. an Johannen» V.König in Portugall vermählet »vorden ; an. 1635. den i. oct.Carolum Franciscum Iosephum Wenceslaum BalthasaremJohannem Antonium Ignatium, an. 17°». den 12. sept. znWien zum König in Dpanien declarirt, und nach feines bru-ders tode Kayser; dessen gemahlin Ellsabetha Christina, Prin-tzeßin von Braunfchwetg-Wolffenduttel sich mit ihm an. 1708.zu Maria-Hitzing copuliren ließ, und an. 272z.de>» 8. sept.zur Königin in Böhmen gecronet wurde; «nd an. 1639. den20. mart. Mariam Magbalenam Antoniam ; wie auch an.2682. einen Printzen, und in den folgenden jähren drey Prin-tzeßinnen - so aber allerseits in ihren jungen jähren gestorben.
Io^>. r^pus gloiiL äuliriLLL.
-«L/» sleölio Leopoläi äuüri»Li in Impsratorem ssomsnorum.
in rsbus 8ues. L cls Zeüis Larali 6ustavi, L kriäeri-ci Weingartens Fürsten-spiegel des Ertz-Hauses
Oesterreich, k. II. Lee,, küi. äsll'lmper. Neu - eröfnetenhift. Bilder - Saals k. v. ,
p. XII. Leben Leopolds, , vics stell' Imperators
I.ec>polsto. ck'rrsraeä, viu» sti I.soxolsto Lsürc« , öic. "
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St. Eeopoldus , der gottsfürchM?armen beygenannt, »var Leopbldi des schon » pesvon Oesterreich söhn, von der Printzeßin seines
Henrici III. tochter, succedirte an. xjco lV-landern, und fieng uiiter dem Kayser Hserste kriegs-proben abzulegen, als er an. dies»'s B»söhn Henricutn V. krieg führte. Allein, "Ej ^ pgrtevin den bann gethan »vorden, nahmerHeu ^eo/ esBund vermählte sich hernach mit dessenvorhero des Hertzogs von Schwaben Friderm»
»var, dem sie unter andern Conrabum, 'g«vc>tter,^Mwurde, und Fridericum, Friderici Lärmn «mgest > „ren. Diese Vermählung wurde an. °
sie i8. linder mit einander zeugten, nemu« nck>VL<,M»o. Printzeßinnen. Die Kurfürsten ^
rico, dem Hertzoqe von Dachsen, und He»rvon Flandern, zur Kayserlichen wähl vor, M
succcdiren ; allein Lotharius behielt die "7, pach^.,,idÄpoldus »nuste weichen. Er starb an. 2'^, Ke«(prächtige kirche zu Kloster-Neuburg ohnw"^^ klolrri i 27. ein Cistercienser-kloster erbauet, ^ ^>vvrdr^.PEund Marienzell sehr bereichert. An. "8^- '
Papst Jnnocentio VIII. canonisiret. Er >st ssvon Oesterreich, und wird sein gedacht«»" ew xs eh"'fter-Neuburg gefeyert. rom.lV. FUM Oelt^l»!
Leopoldus der tugendhafte, H^^Esterre»^'. Aitt^»var ein söhn Henrici, ersten HertzogS»»^seine tapferkeit unter andern Christliche" ^ xAi
V .»
»nuth anfiel, daß sie genöthiget wurden, is'Hs "»"Lzu überlassen. Als er von dieser activst w»c 0«^ „M»var sein gantz kleid über und über blut>g > 7.^,theil, so mit de»n wehr-gehencke bedeckt gewe> glo»>r^ Lseine weisse färbe behalten hatte. U>« ^, eEthat ein unsterbliches andencken zu tssÄv,nitder Kayser Henricus VI. einen rothen sch"^t der ^ ^ritter-fprosse in die quer durchschnitten, Ä ^, 0»
führten 5. lerchen, zum wapen zu gebra«^ Aie^mEiOcsterreichische Haus noch bis jetzo f»»h^^,ich dt ,^,ß ^,nianuö dieses aus einer andern Ursache mitte"des landes Oesterreich, so von der ^ m
wird, herleitet. Sein söhn Leopoldus hyrg e
Hertzog in Steyer und Oesterreich, bauEthat einen zug in das heilige land, ""^„sspie^ '
I2»o. in Luiir. Fuggers ehr
in Spill. >II/b ^
Leopoldus der glorwürdige , H^hp>war ein söhn Kayfers Alberti I. >velche" ^i>
Elifadetha , Mainardi, Hertzogs >n Käc« ^Herh^ ,Tyrol erb-tochlcr, gebohren hatte. -"E ^mvr ^nes in Schwaben den Kayser Albert»«"^ vattt^.^ vc»v„der Hertzog Leopoldus auf alle weift »Erster,chen, und ruhete sowol er als seine lck^ bft ^m«»^,»/Übte Ungarische Konigin, nicht ehcE^ ei«sL„d po»gen als auch dero anverivandten!"-zerstöret, auch alles , so nur den ger»E spchr» ^ ^
erschlagen, da doch diesen cacherrr Mw» , jnden schuldigen thatern samt seinem ^Aser.s.^stErist"then. (siehe Albertus I. Römisches v°cL»'»!Ü
gleitete erben Kayser Henricum VII-jgnd "Aj, E» zc»Italien, und erwies ilM sowol m A „ ^rte« Mceck^jchgute dienste. An. i;i;. verfiel er w»t d^aystc A vo"'ll-»/und Unterwalden, welche sich schon «0«^ B ,z.ten her durch das Haus Oesterreichtrennen lassen, oder jenem unlNittelv"^^ Mors^Ein einen gefährlicher» krieg, da er b«"'^iagerce ^ e»nov. geschlagen worden. An. aufrlch"Äö!fte^ 1 '"^Solothurn, zog aber nach erkannter« yesto F
ner wieder ab. Hingegen stund er , wsse ^
Friderico dem schönen, ft»"en» br^crone bey^ r-<
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vor /an/"' Ern -rüder A/betto ///- «"'