Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
Seite
744
JPEG-Download
 

744 l i g

machen, wannenhero er sich einen General - Lieutenant desStaats und der Crone Franckreich nennen ließ. Damit nunder König dieser faction widerstehen möchte, so vereinigte er sichmit dem Könige von Navarra, ließ aber eine declaration herausgehen, darinn er seine Unterthanen versicherte, daß solche Verbin-dung der Cat'holifchen religion gar nicht zum Nachtheil gedeyelisollte. Als am 1589. der König Henricus III. todt war, so warzwar die I-igus voller freuden; allein der Konrg von Navarra,derunter dem nahmen Heinrich des IV. ihm succedirte, bemäch-tigte sich nach und nach des Königreichs. Anfangs ließ der Her-tzog von Mayenne, als das Haupt der lügue, den Cardinal vonBourbon unter dem nahmen Carl des X. im jan. an. 15 90. zumKönig declariren. Der Papst Sixtns schickte den Cardinal Caje-tan als Abgesandten nach Franckreich, mit ausdrücklicher ordre,dahin zu arbeiten,damit ein guter Catholicke auf den thron käme.Auf der andern feite that der Spanische Ambassadvr, Mendo-za, welchen die partey der Sechzehner unterstützte, solche Vor-schläge, welche sehr vortheilhafftig vor die I-igus aussahen; denner begehrte mehr nicht, als daß man seinen Konig öffentlich zumSchutz-Herrn von Franckreich proclamiren mochte. Der Her-tzog von Mayenne ließ, um den Cardinal von Bourbon desKöniglichen tituls zu versichern, in allen der lügue zugethanenstädten denselben zum König ausruffen ; ob solcher gleich seitder Stände Versammlung zu Blois und ertodtung der Guisenim gefängnis lag, worinn er auch endlich verstorben ist;Mayenne selbst aber behielt den titul eines General-Lieutenantsder Crone. Darauf begab er sich zu felde, da sich inzwischen derPäpstliche Gesandte zu Paris angelegen seyn ließ, zu verhindern,daß man Heinrich den IV. nicht zum König annehme. Allein dieberühmte schlacht bey Ivry, so an. l?9o. vorgieng , war vor dielügus recht fatal, und ruinirte fast alle ihre kräffte. Kurtz dar-aus belagerte König Heinrich der IV. Paris, da denn, um dasvoick aufzumuntern, damit es solche belagerung Hertzhafft aus-dauren möchte, mehr als 1200. Geistliche, und darunter vielvon den strengsten ordens-leuthen, als da sind die Carthäuserund Capuciner, einen aufzug hielten, und mit dem gewehr, sosie über ihren Habit trugen, in rechter ordnung durch die gastsen marschirten. Ihr führer war Wilhelm Rose, Bischofs zuSenlis, voran aber wurde eine grosse standarte, darauf ein cru-cifix und die Junfrau Maria gebildet stund, getragen. Dieseraufzug erlangte seinen zweck nach wünsch, daher der König, weiler Paris nicht einbekommen konnte, an. 1591. Chartres weg-nahm.DerPapst Gregorius XIV. erklärte sich vor die lägus.undder König in Spanien, der sich auf die faction der Sechzehnerstützte, schlug vor: man möchte doch seine tochter, die Spani-sche Infantin Isabella, eine enckelin Heinrichs II. Königs inFranckreich,zurKönigin erwehlen. Allein derHertzog von Mayen-ne machte dieses vorhaben zunichte, und weil er die schlimmenabsichten der Sechzehner für Spanien nun aufs äusserste hasse-1e, auch im übrigen deren viele gewaltthätigkeiten seiner eigenenpartey schädlich achtete, wollte er denselbigen einmal ein endemachen, und ergriff darzu den vorwand, daß sie vor kurtzem eige-nen gewalts den Präsident Brisson, den Parlements - RäthClaude 1'Archer, und Tardif, einen Lonleiller des LKLcelst, hat-ten aufhängen lassen. Er kam also gen Paris, und nachdemer den Bußi le Clerc gezwungen, ihm die Bastille zu übergeben,ließe er mehrere der Sechzehner unversehens aus den belhernnehmen, und sogleich im Louvre in der sogenannten 8als äes8uiiles an einen balcken aufhängen. Doch entrann Bußi, Cra-ne, Launay und andere; die aber hernach ihr leben gar elendund armfeelig in den Niederlanden zubringen musten. Für dieübrigen ward eine amnestie publiciret, und bliebe hiedurch diegantze so gefährliche faction der Sechzehner für immer unter-drückt ; doch gieng die fache der lägue noch allezeit fort. DiePäpste Innocentius X. und Clemens VIII. hielten es gleich-falls mit derfelbigen, welche an. 159;. nach dem tode des Car-dinal von Bourbon den Hertzog von Mayenne nöthigte, dieStände zu versammeln,' um eine neue wähl eines gut Catholi-schen Königs vorzunehmen. Als aber die Versammlung sich öf-nete, sagte er gleich heraus, daß er diese neue wähl nicht zulas-sen würde. Denn er wußte wohl, daß die Spanische partey,welche von dem Papst unterhalten wurde, die Infantin zur Kö-nigin machen wollte. Die Catholicken, so es vormals mit demKönige gehalten, und jetzt Heinrich dem IV. folgten, hielten beyder verfammlung um freyheit an, ihre Deputirten dahin zu sen-den. Ob nun wol der Päpstliche Gesandte es nicht zugebenwollte, so machte doch der Hertzog von Mayenne, daß den Ca-tholicken von beyden parteyen eine conferenz verstattet wurde,welche im april zu Surene vor sich gieng. Allhier versicherteder Ertz-Bifchoff von Bourges , daß der König willens sey, dieketzerey abzuschwören; der Päpstliche Xuncms hingegen be-hauptete , daß man ihn eher nicht vor einen König erkennenkönnte, als bis ihn der Papst mit der kirche ausgesöhnet hätte.Inzwischen that der König in Spanien, um feiner Infantin aufden Französischen thron zu helssen, den Vorschlag, daß er sieemem von den Französischen Printzen, die von dem Hause Lo-thringen »»ausgeschlossen, zur gemahlin geben wollte, jedochmuffe chr die wähl frey stehen, und fein eydam zum König, fei-ne tochter aber zur Königin in soliäum declarirt werden. DasParlement zu Paris aber konnte diesen Vorschlag nicht ertragen,weil er dem grund-gesetz des Königreichs, so Lex 8alics genanntwird, Zuwider war, daher» es den berühmten ausspruch publici-ren ließ, krafft dessen alle dergleichen tractaten null und nichtig

erklärt wurden. Die Spanische,parteynicht, auf die wähl eines neuen Komgs zu dringen ^ HertzNischen Deputirten zeigten, daß sie vollmacht hami ,von Guise zum eydam des Königs in Span"" ^ j§, ,veDen Hertzog von Mayenne verdroß dieses "K,, xon»"'seinen enckel ohnmöglich zu seinem er

er ließ feinen Verdruß nicht mercken. Endlich e " „ das, V,mit Henrico IV. friede zu machen, welches ^

te Mittel war, diefe wähl zu verhindern. '^ kircke bsssschHeinrich IV. gieng im julio an. -191- lssd"

Dionysii zur messe, und wurde durch Rena«'^ wickfv chErtz-Bifchoff zu Bourges, mit der Römische" ssssw darass ^-gesöhnet. Die Häupter und städte der ^>6^ „mayennemählig die waffen nieder, und der Hertzog von-'mete sich gantz und gar zu dem dienst dch KssE^,l.Inventar. 6aII. in Henr. III. bist- do-,

LXXX. legg. Iiiltor. Lelg. ,

liilk. äe!a LIZue. , bist. äs Henri III- »d

Eicturier, waren völcker in Italien, decm woh'^^At"^Monaco bis an Helrurien erstreckete. o«"

sehr hart; sie trieben starcke vieh-zucht, ' ^jt o«terialien zu Verfertigung der schisse, dafür !>> ' MenItaliänischem wein versahen, als welcher vey>^,^,etheils von keinem guten gefchmack zu wachst" ^ ivclckss,feldzügen wohnte sehr selten die reuterey bey / Mdem in einem so rauhen und bergichten laiM ^ ^>1

gebrauchen war. Ihr fuß-volck hingegen that iy> Mlen die herrlichste dienfre. Sonderlich fugss" f .hce tcov^^igar mercklichen schaden zu, um so mehr, als dass,, „rie"wann sie in Gallien giengen, vornemlich dureyss ^musten, und jagten sie durch ihre streifereysss ^ dssssssi,;,'furcht, daß sich kaum grosse armemses land anzutreten getraueien. Ob sie ihre"

überwunden worden, liessen sie doch darum ss" „>>>-reyen noch nicht ab, schlugen sich auch gar bss Aöiuer, "'Missnach erdauung Rom zum Hanmbal, wivervie^sten diefe ihre mache bis nach endigung delstlbe" E vckben;da dann sogleich der Bürgermeister O-Mi M

von diesem volck bey der stadt Pifa, welcheyooo. erschlagen, ohne sie den Römern zu umf §,sie als ein räuberisch und den streifereyen ^g^,,fyallc"deM tssin hierzu bequemen bergen und hölen sich s niesys- Eaufsolche art den krieg in die länge verzoger / SäbiE ^Bürgermeister P. Cornelius Cethegus, u"d,ssV, dssphilus ä. II. L. 57;. etliche taufend davonss-niter - land geführet, um h"^ew^

lich das Samniter -

angewöhnten streifereyen abzuhalten, die w" Mst!" si M'gures LornelianI, und ösebianl beygenanM ^folgten hernach andere, und erschlugen, ss sich tiistss,als auf denen dieses raub-volck gomeiniProttete, überwältiget, deren eine grosse anM'^ ^n"dero Weinberge, bäume und pflantzen, woou ^ M.dig dieses land von volck entblößt werden""" sie F.erschlug deren in folgenden zeiten, und namviele andere Niederlagen erlitten, gegenverkaufte er in die kncchtfchafft, hingegeu vss «'Age'U Kvor gut befunden, solche wieder auszulosen - ßMcl/^land einzusetzen, doch haben diese emwohm^chends ^ (v-"viele besondere völcker ausmachten, auch E bch'NeHändel angefangen, wider welche zuletztwelchem nahmen auch verschiedene anders ss'^,zu"dfss^,ic>iÄdie neue erfindung, vor ihren holen ss,

dadurch zu erstecken, gebraucht. D-e Ly

kriege haben geführt, den erstem die beyde ^ 5. ^Claudius Marcellus, und C. Sulpicius G" dst L

zweyten M. Fulvius Nobilior, ll. st- idi'ss nach^Mdie ehre des trinmphs erhalten; we" ' ^ine Aössss,ec

mische geschichte von Ligurifchen ""rmM d"?düng thun, erhellet hieraus, daß blestsd ^^,henjoch vollends gebracht worden, auchss" „ Mgust« s c-habe, wiewol noch Strabo Z» den ze te" ^ oye" ^blos eine straffe von 12. stadren für die L ^iegs ist-^wäre, da gleichwol von dem ansang die' ff.„, Ar« ^ 1 -germeisterthum Fulvii in die 80. iabsse v^> ^ yec-

Ilb. II. L. ;. äse. I>- ^

Lspitolini, 8rZ»». äe ant. ^ure Itsl- ..^rtsse '

Liläa, war eine stadt in Moeis/ eM^ gchach ^Delphis. Homerus hat schon dlestr' vom^ ylung der schiffe , welche jedes Gr"chu Rach^qe,

Nischen kriege soll hergegeben habe"- heiligen ^in dem sogenannten Lei!» lacto, oder - der dssr^.die Griechen wider die Phocenstr w^ ^ »nd d,schehene beranbung des Delphische" ^^bark"" §>ock Et-lichen menge aller darinn verwahrten ^schleife" ^jet>cr.^j>,neben mehr andern Phocischm stadtM g^, stlst"^^,sie sich bald wieder erholet haben, ^ ringend"metrius kolioreetes stlblge Mit a enssM forryli"

es wurden seine völcker, d"/eh.„,.,ohner / im-

mens Patron, aufgemunterte un r Dessb^/, "b-

genöthiget; dahero ihm eine M e,ss ^. 5^den. AoE. Illaä. II. ^ * L'lb"