Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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Linaelsheim, (Georgius Michael) war zu Straßburggebühren, und bekleidete bey dem Churfürsten in der Pfaltz an-fangs die stelle eines krLcepwris, nachmals aber eines Raths.Er war mit den berühmtesten lenthen seiner zeit bekannt, als mitBongarsio, Scaligero, Thuano und andern, ja dieser letztere ver-traute ihm auch das manuscript von ferner Historie, damit dieNachwelt erkennen möchte, was seine arbeit wäre. Einige ha-ben ihn auch vor den aurkorsm des buchs, welches den titul Iclo.lum ttallsnle führet, und Lipsium sehr hart angreiffet, haltenwollen; allein man hat nachgehends gefunden, daß Denalsiusselbiges verfertiget. Ebener Massen wird ihm unrecht gethan,wenn man ihn zu einem 8ecretario des Bongarsii macht, indemdas gegentheil aus der edition der briefe des Bongarsii undLingelshemii, so zu Straßburg an. 1660. in 12. heraus gekom-men, gar leicht erhellet. in vir. Mor. p. 447. 8'ca/rZe-

äans la clek äes lettres p. I; z. >8- 18;. opulcu-lor. eäit. llltrajecl. 1669. csntur. II. exik. 10. 78,-ss-

aääit. aux sing. tom. II. P- ;8Z- IVa-nr,,, äs anonMisn. x. ig.

Lingen, eine Grafschafft in Westphalen, welche nach demtode des Königs Wilhelmi III. in Engeüand an den König inPreussen gekommen. Die Haupt-stadt Lingen, lat. längo, liegtan dem flüß Ems, rz. weilen von Bremen, ist bevestiget, undhat ein feines schloß nebst einem berühmten O^muasto, welchesan. 168;. angelegt worden. Vormals gehörte'sie den Grafenvon Tecklenburg, denen es aber KayserCarl der V. weil sich derGraf Conrad in dem Schmalkaldischen kriege wider ihn sollhaben gebrauchen lassen, abgenommen, und an. 154;- GrafMaximilians von Egmont übergeben. Zwar haben die Teck-lenburgischen nachkommen, vermöge des Passauischen undWest-phälischen friedens, ja auch eines von dem Kayfer an. 1654.ergangenen executions-befehls, zu verschiedenen malen die Wie-dereinsetzung begehret, aber niemals ihren endzweck erhalten,ausser daß sie selbige an. 1674. auf 2;. tage lang durch denBischoffvon Münster bekommen, berste aber nach dieser kurtzenzeit wiederum daraus vertrieben, und den Oranischen Bevoll-mächtigten restituirt. Von welcher familie sie gedachter Mas-sen an den König in Preussen gekommen. 8criptorss gensralss.Siehe Tecklenburg. it. Orangische Succeßions - fache.

äelcr. öelg. wpogr. Lurgunä. L Melixb.

circ. /»rLo/. X. k. lib. IX. c. 1. Z. 9. L io.

Lingendes, (Claudiusäs 8 einer der berühmtesten Predi-ger seinerzeit, war zu Moulins an. 1591. gebohren, und tratan. 1607. zu Lion in die Societät JEsu. Er lehrte eini-ge zeit die Rede - knnst und Humaniora , weil er aber einegar sonderbare gaabe zum predigen hatte, übergab er sichDieser Übung einig und allein, da er dann solche geschicklich-keit erlanget, daß er die meisten darinn übertraf, den andernaber völlig gleich kam. Neben andern gaaben eines fürtresii-chen Redners hatte er sonderlich eine ungemeine art alles vor-zubringen, und mit denen sich auf jede fache am besten schicken-den geberden und ffectirung der stimme zu begleiten. Vor an-dern geriethen ihm die predigten, darinn er die sünder zu erschre-cken trachtete. Er marin die n. jähre KeÄor des Lollegii anseinem geburts-orte, und nachgehends erwehlten ihn die Jesui-ten zu ihrem Provincial, da er dann zu ;. malen nach Romgieng, daselbst den general-verfammlungen seines ordens beyzu-wohnen. Endlich starb er zu Paris an. 166». den 12. april als8 uperior über das Proftß-Haus. Seine predigten sind erstlichan. 1661. in 4. in Lateinischer spräche, in welcher sie concipiert,und dann an. 1666. in 8. in Französischer spräche, da auS dencopien derjenigen, die ihm in wahrenden seinem predigen nach-geschrieben, eines und das andere hinzugethan, und aus der La-teinischen edition nur einige stucke gebraucht worden, herausgekommen. Er sechsten hat Vstivum Konumentum ab IlrbsMolinenst velpbiuo oblatum an. 16)9. in 4. und ferner Lon-teils pour la Louäuits äs la Vie, der gelehrten Welt mitgethei-let. äer äu 4 . ä'avril 1666. 5st-we/, bibl. lsript.

8 ociet. .jeL p. i;c>). rsllex. lur I'eloqu. *

Lingendes, (Jean äs ) gleichfalls von Moulins gebürtig,und des vorhergehenden anverwandter, hat sich ebener mästenim predigen hervor, gethan, und sich dadurch den weg zur er-langring der Bißthummer Sarlat und Macon gebahnet. DemKönige Ludovico XIII. hat er eine leichen-rede zu St. Denyswelche kurtz hernach gedruckt worden. Er wurde dem Grafenvon Moret, einem natürlichen söhne des Königs Henrici IVan. 1619. zum krXsepwr gegeben. Der Poet äs Linqendeiwar sein vetter; und von demselben hat man ein getichte', welches er auf die geburt des Hertzogs von Retelois verfertiget.Aa/morrer äe äe Acknrstler, z>. 42. 4;. aä an. 1619,

* Lingius, (Bernhard) lebte im i6. sahrhunderte, und waraus der stadt Lingen in der Westphälifchen Grafschafft gleichesnahmens gebürtig, studirte zu Löven, wo er sonderlich ConradGoclenium hörete, und ward hernach zn Cöln krokeilor derGriechischen spräche. Als er aber daselbst, wie man will, einetwas zn freyes leben geführet, und viele schulden gemachethatte, ward er abgedancket, und hierauf keökor zu Osnabrück,»vard aber daselbst ebenfalls an. i?48. seines dienstes erlassen.Nachgehends ward eran. LonreÄor bey der Pllulinersschule zu Munster , m welchem amte er 14. jähre zugebracht.

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Man hat von ihm eine schrift äs Loilser aus Philippi Melanchthonis und JoachunRN'W, ^„e voten zusammen getragen, mit seiner vorrede, wn ^ '

rede über die zwey bucher Murmelli äs Oompo» ^welche zu Münster aufgeleget worden, undma über Kersendrogs heroisches getichte vom„>B''kriege ; ingleichen ein Sapphifches gelichte, wemeine schmah-schrift angesehen, und an. ii44- .

geben worden, wovon Hamelmann , bist. ecc - sehen >gsl. in urbs Olnab. in opp. Zeusal. bist- p- ^ ^1'gMue ",als welcher äevirls in ^eüpkal. eruäit. fo ? geinelolib. IV. k. I. in opp. citt. x. 19z. logg- ^ ,

Nachricht von ihm ertheilet. ^nennEl,

I.IX 60 X^ 8 , wurden vor alters die völckerche in der gegend wohnten, wo anjetzo die FkE^iviist" ll>egres sich befindet, ingleichen ward dieser »ahnst agegeben, welche in der gegend, wo heutiges ^von Fcrrara und Bologna ist, sich niedergelassen , 4 -

L» ^e/rc. tie /Vca/. t'st' .. nlil »

Linieres, lat. I.insrium, ist I.) ^?^Ie1"iandBVnl'nem ziemlichen gebiethe, in der Französischen^ „y Ery, aä dem flusse Arnon, zwischen St. HULU lan Agelegen. 2.) Ein kleiner ort in der Feanzosilw ' ,,Maine, an dem siuß Sartre, nahe bey Aleng

Linlithquo, Linlithaow oder Ltthguo, ^zu der Römer reiten aber stinäum oder bmäu» F

eine artige stadt in dem westlichen theil derprovlntz Loihian, zwischen Edenbnrg und D»u^ sichAsehr fischreichen kleinen see gelegen. Es b^nssein sehr schöner Königlicher pallast, einewohlgebautes Rathhaus und ein thier-garteu/weniger zierlich, als groß ist. Drey Teulsshevon liegt an dem Golfo des Froth das sch„e,.x stadt*ches gleichsam der Hafen und das magasin vsn ^ A-

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quo ist; wie denn auch der wtaginr»tein zoll-haus daseibst hat. Die gantze westNw^ l>ss,i>

thianien, welche sich von dem siuß Avon t"sAlmond und Breichwater erstrecket, und mder breite aber 9. Schottische Meilen >"/Aanvet M^ESherifdon von Linlithquo genennet. E/,.p,,nd sb,, E,ein grosser übersiuß an stein-kohlen, an kam ss.^bi Esaltz. Auch hat man zu den reiten Kourg" F

'Minen daselbst angetroffen. Ehedessen war AheNV v-geschlechte der Hamiltons von Bayle erblich B

dieser gegend. Hernach machte der KoAden Freyherr» Alexandrum Levingston V' , vaS )- AVLinlithquo, welcher, nebst seinen nachkoE^pnes Bewahrers von dem Königlichen Erlanget-, rsc"'rifs von der stadt Linlithquo erblich äe

Lritannia >vitb tbe aääitions. Leevere«.x- steci. „ welch^F

Hnnares, eine stadt in Portugall, w iie l's'HBNoronna zustehet, und von dem Konjge ^ 8 denem Hertzogthum erhoben worden.des in Spanien. ^t in>T' ?' <

* Linnich, oder Lynnich, eine kleine st HeE,hean der Nur und Eeln, zwischen ^»ssch »' sieben^ rosA,weile von Jülich, funfthalbe von Mchen^

Coln, hat eineveste citadelle und grojsts u»d^'„vA.

XVellybal. p. 86. Tromsdorffs accurate n^^ M

von Teutschland, 8. ?. 464. Abels eld'y

Staats-geogr. I. 12. p. 47-. H-erbey hat w -Gerhard von Julich und Berg n'^.^nt er^ -grossen sieg über Graf Arnolphen von Eg ,)

deswegen den Huberts-orden gestiftet. „ Hngo v .

* Änschotten, oder Linschoten,(^^^^dleN' ^ka>>A.bürtig von Hartem, that eine reistnaAM p.e A, ö-,an. i; 94.. von den Niederlandilchen^S^^ das

lander zu suchen, ausgeschicket, erfand »»

cum in den unbekannten ländern, we'ch ^ lSli-

krstum Xailovicum belegte, und star , '^ beE.,,s

sen. Er hat von Ost-Indien eine h-stE K Ajsch

land-charten in 4. theilen, Lond. ^

davon der erste theil zu Franckfurc ii?v ^

setzt worden; auch hat man dessen vo7^^,V-n^ M^

van by Xoräen om langes ^ l 6 °l- ' per /d

lanä kc. an. i;94- en i;9i- ^ane»chen Icones L Ilabitus I"äorum ac sselß'^ s

viventium heraus gehen lassen. , vir- VIr- ^

6erm. contin. 20 . p. 244 . ,

tbeatr. vir. eruäit. ctar. IV. P. -i" ' ^,s

Lmski, Glinski, <Michael) wa^ seinerM' ,!schem geblüt entsprossen, und b^t M gelegen^elang in Teutschland auf, wodurch/z,zerti ft '^ie^ jah'der armee des Sächsischen kehrte

Frießland sehen zu lassen. , ansehe» ^ AtaE a^

nach Polen, und setzte sich vertrautcW.An"Ä,/ Äfche König Alexander ihn zu se >e'U A ^,g, -dster ausersahe. Bey dem folgende ^ h^schnlvig^jsscsfiel er in die höchste ungnade, wen b^hte.wenn er nach der Polnischen Er