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Anus, mit dem zunahmen Lwtopmäeg, weil ihn Apollo,nachdem er die schlänge Python umgebracht, und bey Croto-po, dem Könige der Ärgiver, eingekehret, mit dessen tochterPsamathe heimlich gezeugt. Diese seine mutier, weil sie sichvor dem zorn ihres vatters fürchtete, versteckte ihn gleich nachder geburt in ein benachbartes gesträuche, allwo er aber vonHunden angetroffen und zerrissen wurde.
Anus, ist der nähme, welchen absonderlich zwey alte Poe.ten geführet, davon der eine von Chalcis gebürtig, ein söhnUranies und Mercurii, oder Apollints und Terpsichores, oderwie Pausanias will, Uranies und Amphimari, der andereaber von Theben gebürtig, ein söhn Jsmenii gewesen. Vondem ersten giebt man vor, daß ihn Apollo umgebracht, weil erzuerst die satten an statt des fadens von flachs auf der cither ein-geführet, weswegen in Egypten, Griechenland, Phönicienund anderswo ein gewisses trauer - lied von ihm abgesungenworden. Laertius bezeuget in dem eingang seines wercks, daßer ein getichte von der weit - erschaffung, von dem lauf dersonnen und des mondes, und von der zeugnng der thiere undpflantzen verfertiget, wiewol Pausanias durchaus läugnet, daßdieser noch auch des Jsmenii söhn jemals etwas geschrieben.DtodoruS 8 iLulu 8 leget ihm noch andere schriften und ersindun-gen bey, und sagt, daß er die Phönicischen litlern, welcheCadmus in Griechenland gebracht, nach der Griechischenmund - art zu gebrauchen gelehret. Eben dieser berichtet auch,daß Hercules bey ihm anfder cither zu spielen gelernet, weil esaber nicht mit ihm fortgewollt, hätte der Linus dem Herculischlage gegeben, welches dieser so übel empfunden, daß er sei-nen lehrmeister umgebracht, wiewol Pausanias solches vondem jünger» Lino, des Jsmenii söhn, verstehet. Eusebinsund Stobaus führen einige verse von ihm an, welche man inHenri« Stephani koell kKiloloptücL x. nr. finden kan. ^'a-
bibl. Lrsecn p. y;. feg.
AttZMöki, siehe Liszinsky.
A§N, lat. Iwgäunum, Iwgäunum Leltarum, IwgämmmZegusranoram, ist eine alte stadt in Franckreich, und die vor-nehmste nach Paris, auch die Haupt-stadt des GouvernementsLionnois, mit einem Ertz, Bischöfflichen sitze. Sie ist sehrgroß, veste, reich und wohl bewohnt, liegt theils oben auf ei-nem berge, theils aber unten im thal, in der gegend, wo dieSaone und Rhone zusammen fliesten, an den grentzcn von IsBresse und Dauphins. Ihr nähme Iwgäunnm kommt entwe-der von einem Celtischen Printzen, Lugdo her, oder von demalten Worte Img, so in der landes-sprache einen raaben bedeutet,und vmmm, so ein Hügel geheißen, weil steh vielleicht die er-sten einwohner den ort ihrer wohnung nach der krähen flugeerwehlet, oder auch vielleicht von dem alten Celtischen und Al-lemannischen Worte lug, und lugen, so einen ort, von demman ein weites aussehen hat, zu lat. speculsm, andeutet;als wozu auch in der that der hohe Hügel, worauf Lion zu-erst angebauet worden, sehr bequem ist. Einmal ist gewiß,daß der ansang dieser stadt von der höhe jenseit der isaone herzu-holen sey, wo anjetzo Forvieres stehet, und sich in vielen I-c-culis nur aufselbiger feiten, theils in der höhe, theils auch nu-ten längst dem User der Saone, ausgebreitet habe. Massendas stück zwischen der Saone und Rhone-flüssen, erst unter Lu-dovico XII. und Francisco I. mit wohn - Häusern besetzt worden,da es vor dem allezeit gärten und wiesen gewesen, nur daß dieberühmte Abtey Aynay, lat. äwnscmn, schon in den ältestenzeiten, und noch vor stiftung des Benedictiner-ordens, daselbstgestanden hat. Die steinerne Rhone-brücke ward auch schon an.1240. gebauet. Die erste Nachricht findet man von diesem ortim VIII. lLLulo, nach erbauung der stadt Rom, da L. Mu-natius Plancus hieher eine Römische colonie geführt, wiewolvorher schon ein flecken daselbst gewesen zu seyn scheinet, derImgchinu»! geheißen. In den alten micrlptlombus wird es öf-ters Lolonis Llnuckia Lopi-l genennet, und solches theils deswe-gen , weil der Kayser Claudius daselbst gebohren worden, theilsauch, weil die Römer diese stadt wegen ihres grossen Überflus-ses an allen lebens - Mitteln , vor das körn - Haus von gantzFranckreich hielten, gestalt sie recht mitten zwischen Is Bresse,Burgundien, Dauphins, Auvergne, Velay und Vivaraisliegt, von welchen gegenden sie mit körn, wein , vieh und al-len andern nothwendigen lebens - Mitteln vermittelst der zweyhinzu kommenden grossen flusse versehen wird. Unter des Kay-sers Neronis regierung an. 59. wurde diese stadt durch feuervom Himmel verzehret, worauf gedachter Kayser eine grossesumme gelbes zu deren wiederaufbauung hergab. An. 19g.plünderte sie Severus, und ruinirte einen theil davon mit feuer,um sich an deren einwohnern zu rächen, welche seinen feind Al-binum aufgenommen hatten. Nachgehends an. 202. verfolgteermeldter Kayser die Christen allhier mit der äussersten grausam-keit,, sogar, daß auch die flüsse mit ihrem blut gefärbet, unddle öffentlichen straffen der stadt mit ihren todten leichen ange-füllet wurden. Der tyranne Magnentius entleibte sich allhier,als er von Cvnstantii ankunft Nachricht erhalten, und der Kay-ser Gratianus wurde allhier an. ;8;> von Andragatho ermor-det. MaiorianuS, des Kaysers Leonis General, reparirte aufVidonit Apollinaris anhatten diese stadt, und unterließ nichts,was zu ihrer zzerde dienen konnte. Allein nicht lange darnachwurde sie von den Teutschen und Nöthen, und in dem VIII. 5 ^-culo von den Saracenen angefallen. Die Römer blieben tnei-
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ster über Lion bis zu Honorii zeiten, da SMon,die Gothen durch hülffe der Burgundier ttberwdie stadt einräumete, welche sie zum Haupt Mc ^machten. Unter Clotarii regierung an.;; r. stei v 'cken Hände, nachdem selbige dem Burgund««*' seynende gemacht hatten. In der landes-thellungLudovici kü, fiel Lion dem ältesten, Lothar«, W ^ni. ^dann auf seine zwey söhne Carolum und Low ^, yaraber auch dieser letztere ohne rechtmäßige erben 0 ssein oheim Carolus Lalvus die stadt in besitz, ^ des«
den gebrüder Caroli und Lothar» dritter bru^s^ »»i sten Lothar» Italiänische lande zusamt de« Uhovici W ^halten hatte, sehr darwider protestirte. Na«^^ z»,n M;Caroli Lslvi sohns tobe, liesse sich ein gewisserin Burgund ausruffen, und machte sich wendenworüber denn zwischen ihm und dem nachkom»»'- i»Lslbo viele kriege entstunden, in welchen Lwu MiuS, ^neu , bald in der andern Hände fiel, bis König sdovici vler-imsrliii söhn , solche um das jähr scharst 'A^ildem Könige von Lurgunäm Trrmsjurrwa, ber.. „.gbe.ster Mathildim heurathete, als eine aussteueraber dieses Conradi söhn, Rodolphusschlechtlich zu führen wußte, mästeten sich d/Ajcvs an-' ^,jthöchsten gewalt an, so daß, als Conradus ^harve ..Rodolphum erdete, er Lion dem Ertz-BistMan-', ingewalt der Waffen abbringen muste, der ihm am«.^gehuldigt hat. Sonst waren noch andere medsdieser stadt, so den nahmen der Grafenschafft von Lionnois und Forez kam durch v ..
Haus Guines in Picardie, aus welchem an- M
mit dem Ertz-Bischoff Guichard, unter vermm ^
Alexandri III. einen vergleich traf, darin»
gelds die obgemeldte Grafschafft dem Ertz-B«^str
und dem Capitul der stadt gegeben wurde,
cus Lsrbarnck» schon vorher an. H67. dem EN- ^
clio die höchste gewalt in der stadt, und ^ Mal- B
ihm dem Kayser unmittelbar regieren soll«,
da letztlich Fridericus II. in die bekannte
den Päpsten verfallen, und in bann gethan wv E
er, und mit ihm gantz Deutschland, alle m o> > ^, >v >^5
gröstem theil des Königreichs Arles gehabte t»e
sich die Ertz-Bischöffe zu Lion, als ihnen ^ in
viele Handel machten, in den schütz der UMf »j sulc^M
Ludovici IX. Philippi Luäscis und Ixosien'
ben, aus welchen der letzte nach überstrittenens ^
ketten, auch die Ober-Herrlichkeit allda an-^ MUnd weil dabey das richterliche amt m der' Cap^,Di^,dem titul einer Grafschafft dem Ertz-Btschau "Lheit Ao"'Ähen wurde, so soll hievon zuerst d« ,e-^„cK
seyn, daß man die Dom-Herren dieses Ertz^> yiest l'" 8 cs°-,oder die Grafen zu Lion nennet. Anjetzo w» L u«d Meinen Bürgermeister, krsvöe der kaufmanm« eingetye ^n »8 oder Schöppen regieret, in; 7 - Capu^e.^
starcken Handels eine von den schönsten uw>"„Aus,M > Vin Franckreich. Der heil. Photinus «nd Lpet, Estel schüier, haben diese kirche zu Lion Echcetder zeit mit 20000. Märtyrer blut M gaDchi
Der Ertz-Bischoff von dieser kirche tst dich M Zztt
reich ,, wiewol man die eigentliche M, «der wurde des Primats begäbet worden / erst L ^mehr sthr wahrscheinlich erwiesen w-rd/ ^
schoff Gebwinus diese würde vom PaB^
oie,e wurde vom ^J,eM
Gregor« VII. erhalten, und zwar untere .
vorgeben, daß solche schon von/eine» vott ^ dl«eMes
worden, da doch die Ertz-Bischoffe a?" m,streltlfl',^ii'^
letzten 200. jähren, seit Caroli LsIviMnU'^ch,
Die Ertz-Bischoffe von Gens widersetzte" binnen,diesen Primat überjähr lang mchtPapst Urbamis II. um seines vorfahre t Cier'"Ärol»/.^ydesGregoriiVII. spruch i» demLoncst« s»„
statigen lassen. Allein unter Carolo vu- ,,, «eiBourbon, Ertz-Bischoff von Lion, "",,„d >vel! fMlv ^»NX Kegustes äu zu Parts, regelt^von Sens und Tours sich nicht darwlde pe,nden ihre Ertz-Bißthümmer für ünmerhingegen der von Rouen, weil si« ber ^sogleich eiferig zur wehr gesetzt , decv^^v^,,
eifer dafür erwiesen, sich bis auf
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pendentz von der Primatie Lion «hatten,an. i 7 °r. als Lion die fache von neuem M p
dovicum XIV. ist bestätiget worden. ^ Se"^ g-Primat noch anjetzo allein Lyon/ To K,ßM peltz Ewelches letztere erst seithero zu einem venen ^ so« ss
worden, unter sich, wiewol auch au ^jeieMfle'BißthumTours^ehörigenBOH^
'von AurSm-s" Das eau^M,zu tage geraden wegs nach Rom geh ^chhmt gla>' Mist sonderlich in den vorigen bseculu! «z wievon seinen stiftern so eingerichtet woro»