Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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Liverdun - lat. Tibsräunum, eine kleine stadt auf einemberge, in dem Hertzogthum Lothringen , zwischen Nancy undPont ö Monsson , an der Mosel gelegen. Sie ist unter an-dern wegen gewissen tractaten bekannt, welche den 26. jun.an. 16; 2. zwischen Ludovico XIII. Könige von Franckreich, undCarole IV. Hertzoge von Lothringen, daselbst geschlossen wor-den. /.e kiitvir. äs s,ouis XIII. liv. XXXII.

Livia , oder eigentlich Llivia, ist eine kleine stadt in Cata.lonien , und zwar in dem Französischen gebiethe von Cerdagne,kaum r. Teutsche meilen von der stadt Puicerda ostwärts, nichtweit von dem Ursprünge des flusses Segra, gelegen. JuliusCäsar hat sie reparirt, und, nachdem er aus Italien eine co-lonie dahin gebracht, ihr den nahmen, ^ulia beygelegt.Sie ist heutiges tages zwar klein, aber ziemlich wohl bevestigt,auch mit einer ciradelle versehen. , cislis. äs I'Llx.

x. 62;.

Livia, (Drusilla) war Livii Drusi Calidiani tochter, wel-cher Bruti und Caßii partey annahm, und sich an. 712. nachder bey Philippis gehaltenen schlachr selbst entleibte. Sie wur-de an Tiberium Neronem Claudium vermahlet, welchem sieden Kayser Tiberium und Drusum kermgniLum gebahr. Nach-dem sich der Kayser Augustus von Scribonia geschieden hatte,nahm er dem Tiberio Neroni, wiewol nicht ohne dessen willen,die Liviam von der feite, ohngeachtet sie schwanger war, undvermählte sich mit ihr. Er hatte aber keine kinder inil ihr, undnahm dahero diejenigen, welche sie von ihrem vorigen gemahlbekommen , an kindes statt auf. Sie war eine Dame von ho-hem geiste, aber dabey sehr politisch, so, daß sie sich allezeit inderjenigen affection bey ihrem gemahl zu erhalten wußte, wozusie anfangs durch ihre schönheit gelanget war. Dio berichtet,daß sie in einem sehr hohen alter, nemlich in dem Küsten jähregestorben, welches nach Taciti anführung unter Rubellii undFusii Gemini Bürgermeisterlichen regierung geschehen. Ebendieser scribcnke berichtet auA von ihr, daß sie sich nicht so hoch«wüthig als die übrigen Römischen Damen aufgeführet, wie-wol sie an keuschheit und lügend selbigen nichts nachgegeben ha-be. Darneben war sie scharf gegen ihre kinder, aber sthr lieb-reich gegen ihren gemahl, und von einem solchen Humor, daßsie sich sowol mit Augusts als Tiberio nicht ohne Verwunderungvertragen konnte, wiewol dieser letztere sie nicht rcspectirte,wie er wol billig hätte thun sollen, wie er ihr denn auch ein garschlecht leich-begängnis halten ließ, und ihr testament in lan-ger zeit nicht vollführte. Ihr enckel Caligula, so nachgehendsKayser wurde, hielt ihr nach ihrem tob eine öffentliche leich-nnd lob-rede nach der selbiger zeit bey den Römern üblichengewohnheit, in öffentlicher Versammlung des volcks, bey wel-cher er auch in den letzten jähren ihres lebens, nachdem seineMutter von Tiberio ins elend verwiesen worden, gewohnt hatte.Als man einige unverschämte junge kerls, die sich vor ihr gantznackend gestellet, tödten-wollen , soll sie ihnen durch diese rededas leben erhalten haben : eine nackende manns-person richtetein den äugen eines keuschen frauenzimmers nichts mehr ausals eine statue. Als man sie einsten fragte, durch was für einmittet sie die herrschafft über Augusti gemüthe behalten hät-te , gab sie zur antwort : dadurch, daß sie ihm einen blin-den gehorsam geleistet, und sich um seine geheimnisse nichtsbekümmert, auch bey seinen vielen liebes-intriguen sich ange-stellet habe, als ob sie nichts davon wüßte. Allein das schlim-ste ist für dieser Livia ehre, daß sie noch mehr gethan , als siehier sagte, und in mehrern fällen gar ihres ehemanns kuplerinworden , wovon es nicht nöthig weitläuftigern bericht zu ge-ben. Hingegen hat auch Augustus ihr seine freundschafft sehrnachdrücklich zu erkennen gegeben , indem er nicht nur ihresöhne, so sie von einem andern mann gehabt, an kindes statt an-genommen , und ihnen also die nächste Hoffnung zum Rö-mischen Reich nach seinem tode gemacht, sondern auch sie selbstgleichsam zu seiner tochter gemacht, ihr seinen nahmen füro-hin zu tragen in seinem testament befohlen, auch selbiger dendritten theil alles seines guths vermachet hat, wofür er auch,weil sonst die gefetze nicht zuliessen, einem weibe so viel zuvermachen, sich von dem Rath eine ausdrückliche erlaubnishatte geben machen : aus dieser ursach wird auch diese Lt-via nach Augusti tode in verschiedenen alten Griechischen mün-tzen , sowol als von den scribenten Julia genennet. Um dieVereinigung der beyden noch genauer zu machen, liesse sie sichnach der vom Römischen Rath beschlossenen Vergötterung Äu-gusti auch zu dessen Priesterin erwehlen und einweyhen. o»LZ2A WrcÄ. *

Livia, Drusi, der Kayserin Liviä zweyten sohns tochter,sonst auch Livilla genannt, wurde an Tiberii söhn , welchergleichfalls Drusus hieß, vermahlet, von welchem sie 2. söhnebekam, deren einer sehr jung starb, der andere aber von Ca-ligula ermordet wurde, und eine tochter, welche sich zweymal verheurathete, das erste mal an Neronem, Germaniciältesten söhn, und nach dessen lobe an Rubellium Plautum,Rubellii Plauti vatter, welchen Nero umbringen ließ. Sie«esse sich aber von Sejano zum ehebruch verführen, vergäbehernach ihrem ehemann dem Druso heimlich mit gift, undwollte Sejanum heurathen, der auch seiner feits sich hiebnrcheinen weg zum Reich bahnen wollte; aber Tiberius schlug esab. Nach einiger zeit, als Sejanus gestürtzt ward, und Ti-berius niemand aus dessen Haufe verschonen wollte, setztedaS eheweib des Sezani die Apicara, welche von allem wissen«

schafft hatte , eine ausführliche beschreib»»« vonthaten dieser Livia, und insonderheit von Drui .auf, schickte solche an Tiberium , und »ahmselbst das leben. Worauf dann alle, fo um dlessowissenschafft gehabt, und vor andern auch Avm,ten strafe gezogen worden. Nur schreibet D>oi- vhätte Liviam ihrer Mutter der Antonia uberiasi -

hatte nicht weniger den befehl ertheilet, solche L oas,2Einige Römische Rathsherren, um ihren euerTiberii zu zeigen, schlugen vor, daß man auw und " h,derselben samt allen andern merckmalen verW „g geh»rotten sollte. Doch scheinet solches keinen ^

zu haben. in. 5 «er->». O/o

Livia, (Orestilla) so von Dione Caßro Anet wird, war eine Römische Dame aus emr ^ ^n .„schlechte, welche, nachdem sie der Kayser CalE» wurd;!z„-selbigen tage, da sie an C. Pisonem verheuraw Mr lAei>gesichte bekommen, einen fo starcken emdrua v volU^Aheil bey ihm verursachet, daß er sie ftft" er W W«Hochzeit - ceremonien zu sich holen ließ; Av^lus >".> ^berühmte, er hätte auf gleiche art, wie mo> ^aub ußugustus, sich ein weil» genommen, »emlich , lE« Mführung. Doch er stieß diese Livia nach parva ^ §derum von sich; 2. jähr hernach verjagte sie " ,

Herr gar ins elend, und zwar blos aus der ^rioM',^.vermeynte, daß sie ihren ersten ehemann ooe ,,v.der gesucht hätte. 5 «ero». in LaliZ. c. r;. ^

bin. * mener^^s'

Liviano, (Yartholomäus) ein berühmterXV. und XVI. Er war gebürtig fo-' stick

nem kleinen ort in Toscana, und that um' „zgestalt hervor, daß ihn der bekannte D>rg"" gffWk > §i>ter welchem er eine geraume zeit die walle" " Mvor würdig schätzte, in feine familie ausgeuo ersi^W'ftine leibliche schwester verheurathel zu werden.derlichen proben seiner tapferkeit ließ er m den E»nigs von Franckreich , Ludovici XII. bey desiV^^Mkdem Königreich Neapolis, sehen. Nachwa , M rsiysider Orsinischen familie gehörige Biacclan^'^,pcn des Papsts Alexandri VI. und in dem sirc M ^jetzt-gedachte familie mit denen von ColonnaY"se letzter» nebst Carolo Orsino bey Monle R" h^ldsie aber den feinden die oberhand lassen. e-Ap a»^^ M'VI. gestorben , trieb er aus Todi, Viterbo "" Lal^^sKckdes Kirchen - Staats die garnisonen /. ws! hckgia hinein gelegt hatte , und diesen M D 1! -Hauses selbst nöthigte er, feine zuflucht »MltEmen. Weil die Franzosen, welche um ^u -den Spaniern in dem Königreich Neahonschen krreg gerathen waren, denen Orsinr M ^ ves sBgegnet hatten, so trat Liviano zu der pa^ten groffen Capitains Gonsalvo äs Cordov" ^werth hielt, und zur Vergeltung, daß or FxMosi'^Aaction bey Garigliano mit seinem corpo rangegriffen, mit der stadt Sän - Marco 7 ^,,, ,o>gehends half er, Petro ä- Medicis z»m vutiner bekriegen, welche aber bey Camu'^^ena"'Wp-'>behielten. Von bannen begab er sich "^?Ka>1>e^ste; da er dann bey Cadoro die trouppc" örl^ xsi L.liani überwand , und diesem Potentaten „g ,yu Ä ^stadt Trieste hinweg nahm; zu dessen verE peE M 'publick mit Pordenone, einem ort m N M Z 2 g>e Aiz°y. ließ er sich bey Ghiera ckAdda m»eme schlacht em , worinn er anfangs den Ae" A,fam m den Handen halte , solchenWieder f'Äeu >l'^man davor hielt, durch verrätherey) siA' x„ M f>,

sen muste, und noch darzu, nach empMst U >

den, in der feinde gewalt kam. H' Ln "«8 ivcZ/

wol als alle andere unparteyifche str" " aegeo^,el

ner verrätherey wissen wollen, MdM'^rs gevE,gchl ^daß hier Liviano , oder wie er noch l ^ dieAlviano wider der Herrschafft Venedig ehre -vl,waget, weil er sichs für eine gar S ^ se^ppeo ^-gegen den Konig in Franckreich KÄsianlsche^Feschlacht, in deren sich anfangs dre Vene« . ^

gehalten, ward endlich für diese ver>o^ /sifche arriere-garde jenen in die slangu erf p,e

sich dagegen gar nicht vorgesehen hatte, ihm

den erlangte er seine vorige fteG"' dienetianer das commando ihrer volcker > nahisi ^Mlsi k^ßSpanier und Mayländer auftrugen, meo ,

mona ein, und wiewol er bey Dreen;» ^ ^ den >ten hatte, so setzte er sich dock, b"ld^'on d/° ^„tee/Fcker an. bey Piacenza d>e eoM"^uf Mcn Ick'Schwerer verhindern konnte. Gleiw xem gluck" § »ein beystand des Königs Francift that 5 ^ ,,„l " x,ebey Marignano bey , und Hass '" , yes geM" p M ,,,siege, dadurch, daß er den «-"der" Z, st-esse.^,7Ä"'H»theil seiner reuterey d^n sranM^ ^ voMsilc- , rck'Schweitzer glauben machte, daß """ rmec aM ^ 1',^sche damals mit Francisco verbünd . ^ wora ^ Mkurtzem fiel er zu Gheda in e-nekrana^ d"' g"vbbefagten jähre, und in dem o«» >e