Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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780
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comment. äs vrta <L scriptis ejU8 vag. i. keg. kTrör. KIKI. 1.3t.appenä. äs Hill. <L kost. Lstio. «Lc. *

Eivius, (Titos) ein berühmter Römischer Ilillnncus, waraos einem gar guten Hause von Padua, und zwar nahe beydieser stadt, in dem flecken Aponum, gebohren , und in derPhilosophie und beredtsamkeit wohl unterrichtet worden. Erlebte zu den zeiten des Kaysers Augusti, dem er seine gesprächevon der Philosophie zugeschrieben , und sich ihm dadurch be-kannt gemacht. Quintilianus gedencket auch eines briefes vonder Rede-kunst , den er an feinen söhn geschrieben. Endlich hater zu Rom sein grosses werck von der Römischen Historie ange-fangen, worauf er, um desto weniger gestört zu werden, sicheine weile zu Neapolis aufgehalten. Man fagt, daß er demAugusto und Mäcenas einige stellen aus dieser seiner Historievorgelesen, worübek sie sich sehr vergnügt bezeiget. Wie dennjener sehr viel von ihm hielt, und ihm dahero seinen enckelClaubium , der nachmals Kayser ward , zur information an-vertrauet , welcher auch auf Livii ermahnung, eine Historie zuschreiben versucht hat. Inzwischen war des Livii rühm so weiterschollen, daß einst ein fremder von den äussersten grentzenSpaniens , blos um ihn zu sehen, nach Rom gekommen, wieuns Plinius berichtet. Als Augustus todt war, so begab er sichwieder nach Padua, da er in dem 4ten jähre Tiberii, seines al-ters in dem?6sten gestorben. Er hat zwey weiber und von ih-nen zwey söhne, Tit. Livium Priscuin und Tit. Livium Lon-gum , nebst 4. töchtern gehabt. Seine Historie, darinn erdie geschichte der Römer von erbauung der stadt Rom an, bisauf Drusum, des Augusti stief-sohn, m 142. büchern ausführ-lich und recht wohl beschrieben, sind nebst seinen andern schrif-ten bis auf zverlohren gegangen. Von den verlohrenen ha-ben wir noch den kurtzen inhalt des L. An. Flori. JohannesFreinshemius hat durch seine mit grossem fleiß und verständeausgearbeitete 8upplsmsma Liviana gedachten Verlust ersetzet,und Joh. Doujatius selbige nebst dem Livio an. 1632. in 4. inVI. volum. ill ulum velpkini heraus gegeben, anderer editionenhier nicht zu gedencken. Es ist merckwürdig, daß, ungeachtetLivius bey dem Augusto sehr wohl gestanden, er dennoch sichnicht gefürchtet, in seiner Historie den Pompejum, ja mit ei-nem Worte, die grösten feinde des Kaysers, freymüthig zu lo-ben , daher ihn auch Augustus einen Pompejaner genennet,ihm aber dennoch seine gnade nie entzogen hat. Man hatgeglaubt, daß man an. 141;. zu Padua das grab Livii nebsteiner inscription gefunden, allein es haben verschiedene Gelehr-te , und unter diesen Sertorio Qrsaw in seinen msrmoribuseruältis dargethan, daß es nur das grab eines freygelassenenvon des Livii tochter gewesen. Einige wollen ihm die schuldgeben, als hätte er nicht gar reinlich Latein geschrieben, son-dern etwas von seiner mutter-sprache mit untergemenget. We-nigst hat Asinius Pollio etwas dergleichen andeuten wollen,wann er Livio eine kstavinicatem vorgeworffen. Allein derneid des Pollionts wider alle die besten scribenten seiner zeit istbekannt, und hat er mit dieser anklage schon zu seiner zeit wenigbeyfall gefunden. Auch schalte Caltgula den Livium , daß ergar zu viel Worte machete, ur verbolum, und viel falsche be-richte einmischte, gedachte auch dessen bildnis und schriftengantz auszurotten. Doch ist dieser rasende Kayser bey wei-tem nicht der mann, welcher Livio seine erlangte ehre nehmen,oder nur in etwas schmälern könnte; obschon, was die letztebeschuldigung von falschen erzehlungen anbetrift, solches nichtgantz ohne gründ ist; Massen an mehrern seiner länder-undschlachten-beschreidungen noch wohl etwas auszusetzen wäre,auch eines und das andere von ihm unterschlagen worden zu seynscheinet, welches den rühm des Römischen volcks hätte ver-dunckeln mögen; wovon sonderlich der vergleich mir dem He-trurischen Könige Porftnna eine probe giebet, dessen wahrhaffte,und den Römern in der that sehr schimpfliche bedingnisse, vonihm mit fleiß sind verschwiegen worden. Über diesen auöloremhaben Laurentius Valla, Marcus Antontus Sabellicus, Jo-hannes Velcurio, Beatus Rhenanus, Sigismundus Gele-nius, Henricus Glareanus, Carolus Sigvnius, TheodoricusMorellns, Iahannes Saxonins, Gulielmns Godeleväus,Franciscus Modius , Fulvius Ursinus, Marcellus Donatus,Fridericus Morellus , Janus Gruterus und Johannes Fride-ricus Gronovius, erläuterungen und anmerckungen gemacht.Unter den besten editionen sind diejenigen, welche gedachter Jo-hannes Fridericus Gronovius mit des Sigonii und anderernotis zu Amsterdam an. 1665. wie auch an. 1679. in dreyenvoluminitnis in 8. heraus gehen lassen, und die, welche ge-dachter Johannes Doujatius zu Paris an. 1682. in VI. vol.in 4.in ulum 8sreuilluni Lelpkiui verfertiget. 2!/.l'uslor. VII. L. üb. I. äs im L. is. äs tmnguil-

lir. :mimi c. 9. äs bibliotkeca älexanärins L ep. 46. ?/r».ep.

aä Vespss. guam billorigs ftire nat. prTÜxic. Ilb.I.s.z.

lik. VIII. c. i. lib. X. c. 1. , commeMLr. in Lnwnini

Imperstor. ilinsrar. lib. I. colleÄan. s. 18- ,

senrur. caujsctan. s. 4;. lib. I. äs sntiguicst. ?a-

tsvin. it'rSenr.i»««,, ?. III. äilsurs. pkilolog. äs Uitt. äslsÄu.^o^r»5,äe llill, Lsl. lib. I. s. 19. , äs Kom. rer.

Isript. k. I. e. 9. äs katavinit. Liviana. bibl.

Latin. p-22. 1sqc>. L sppenä. p. üi. äillertat. äs

Livio pröemilui nnvL kivii eäicioni. *

* Livius, ein Römisches geschlecht, so zwar nur aus dempobel, aber rn grossem flvr gewesen, so daß es acht mal das

liv li;

Bürgermeister-amt, zwey mal dieMsgisierium Lguitum verwaltet, auchdre"ret. , lib. z. Die besondern linre , Aklll

sind gewesen Denker, Salinator, Drusus, r ^ ^ I-onus, Claudianus. äs

äs lamil. Xom. v. Livia. ...f

F'rSi/c«/, Lex. sntigg. Xom. k. v. rom. I- ?' ",

* Civoniere, (Claude Pocquot äs) ein j.

der Universität zu Angers, und LonIs-II« a> Mied: Mselbst, starb im jähre 1726. den ri.may , " äs-

te äs kiek , Paris 17-y. in 4. wie auch a>"Uj v°>. L.die Ooütumes ä'Lnjou , Paris 172;. Wäu vroit kmngois , il>. 17)0. M 12.

1729. juill. n. 2. Gel. Zeit. I?;o. p. »7- , eine

Livorno , lat. I.i8urnus und ^'burnus ^0 pstMstadt mit einem geraumen Hafen an dem vc»

gelegen, in dem Groß-Fürstenthnm Tostar»^ ese'N"W'meilen gegen mittag unter Pisa. Vor reiten w ^sehnlicher und noch darzu wegen der vielen PWder ort, unter dem gebiethe der damaligen ^haben die 2. Groß-Hertzoge Franciscus und^ n der « ,jchdes verbessert, so daßanjetzo der ort sowo'^trockneten Moraste als der bemahlten hanstr--> xerzu bewohnen ist. Wegen des starcken hnnve>»trieben wird, halten sich von allerhanddaselbst auf. Des Groß - Hertzogs pallast'

Gouverneur bewohnet wird, ist sehr stattnry * , x, E ^die stadt als der Hafen sind auf das beste fortE ^ hE W'castellen versehen. So ist auch der eingang sge , daß auf einmal nicht mehr als em säM ^ her ^ kIm übrigen sind die kaufleuthe und schlsser "L laE^ de^fteyheiten versehen, so daß nichts von ihnen/..' halv^^ä^stadt oder in dem Hafen sind, mit arrestwerden kan,und ist dieser ort ein korw kraueo.

Eivron, lat. Libero, eine kleine stadt in?landschafft Dauphins, in der viosces von V«

Hügel, und gantz nahe an der Rhone, ^ .Aalit in ärisischen blut-hochzeit hatte des Königs Lieutena offnesGordes, die mauren einreisten, und ernen g« L venL„stM,aus machen lassen. Allein die einwohner ne^> h»der Reformirten, hatten es wieder in einen 1

eoen oemiewen rayre, im oec. rucrre vrr ^

davor, beschoß es mit 22. canonen, und ''Ae ^

Heftigkeit stürmen ; ungeachtet aber die beM „, so w ^ ,,oges feld-stuck und 400. bewehrte mann h«l aW^, vdennoch eine so verzweifelte gegenwehr, ' M en ^ 0»die weiber und kinder das ihrige beytrugen / , »nv"des Bellegarde armee grossen Mangel r»zu von der pest incommodirt zu werden ^hobe ^ irLdes folgenden jahrs die belagerung wieder - Hennr „und zwar auf ausdrücklichen befehl des KolN^ereher bey seiner rückreise aus Polen inlager in augenschein genommen hatte. ^

LVIII. L1X. , kill. äs krsncs ^ g.

; 40. z 6 ;. eipe^.? «xo»/

Lira, war eine stadt in der Barbaren, ^, jn deches nahmens, wo selbiger in das meer '" .^.

Asgar, so anietzo zum Königreich N^ lind MZAcenähme ist Larache. Sie hat ernen ^Jtenstchflusse, woran sie lieget. An. »6^-^7KönlgF">ichMeister davon. Allein an. 1688. st^^ bekam sts-, Äeine formale belagerung davor U z »Are»wobey die gantze garnlson in dessen lUv , als ,hrä'L^-sem Unglücke waren die Franzosen ^ selbigeIngenieurs zu den Mauren schickten , "w / stadt mquen anzuführen, und zu eroberung alters ^,eSonsten wird berichtet, daß diese stadt" ^,1, dckstc ort des Königreichs des Antat, ^cestc» s«worden, und die gegend, wo d,e ve? . stide» 5 ^,

lperiäum gestanden, gewesen sey« ^ ^ -r gegäV^st sce r

Lizard-Point, wird der äusser^ ^ inder Engellandischen provintz Cornwau, ^ zs A)

aus erstrecket, genennet. . ves PMlewL^M Ljj

Ltzet, (Petrus) oberster Prästdenc ^^ un^.^a, g

ns, war gebürtig von Salers m A'w P

durch seine erfahrenheit in den Rechte» hernach Lohest (§6 /er an. i;i;. zum Hof-Rath und 2. Md ^ er.E^her pt6enersli ernennet wurde. Hlerbey h chkN Aa»mehr und mehr hervor zu thun' " Lowst

welchen des Königs Franci,cl b mutt NAa

mit Carolo von Bourbon, Connetaoi ^ ersteh v ,,„d ^nicht wenig behülflich war. ^Da »^ richtete/ »oA-iH/den affecten und dem willen des H we>ch^.».,en//ch 0 «^bon seinen proceß verlieren maA^ übergeS^baß ^ P«! eursach gewesen, daß dieser ruAl, hochachtn"? st,ente ," ^olst

te er sich bey Fraucisco I.mstchv^^ Parl m ,, t ^ st

1529- zum ersten Prasidentenvey ^ ^ Fp»

machte, welcher charge er auch-'"^„geachtetaufrichtigkeit vorgestanden. Dell

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