Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
Seite
781
JPEG-Download
 

l l o

^lchx^setzet, als er sich den Cardinal Carl von Lothringen,s^ssht genügsame ehr-bezeugung erwiesen, wie es dic-

7^lel f^lte haben wollen, zum feinde gemachet, dieser aber7He-„ ^'die Hertzogin von Valentinois zur gehülfin seinerla. ",i"vmmen. Lizet selbst schmälerte sein ansitzen nicht

kr seine vorige gegen den Cardinal bezeugte stand-

welche allen ehrlichen leuthen so wohl gefallen hat-j'Me ^nmal fallen ließ, sich vor selbigem auf die nie-demüthigte, und so gar ihm zu fussen fiel, mitlk, b-, - ^ / seine armuth anzusehen. Er war zwar in^ grossen getragenen amtern immer bey so schlech-a? geblieben , daß er noch dazumal, als er durchk» »des !, gestürtzt ward, nicht einen fuß breit landes ,k„, .. Dauses zu eigen hatte. Aber diß hätte ihm grös-s gemacht, wo er bey dem vertust des amts, nach-ssfcheö auf eine für ihn gar reputirliche weise ge-»I,. "'küiss-, ' zusamt den täglich aus demselben fallen-s," den, ^ ^ besser zu ertragen gewußt hätte; wobey ihn^ vielen ehrlichen und fürnehmen leuthe, denenWohlgefallen hatte, doch nicht wurden habenb. Um-.'W Me dem allem, so erhielt er endlich durch^Aici/^tsung, daß ihm der König die Abtey des klostersN? selbgder Vorstadt zu Paris schenckte. Hierauf wur->E Wjff Priester an. i;;;. und schrieb einige theolo-thiik' damit er aber wenig ehre eingelegt,, Massen fieb«x^^schwach und ungeschickt geschrieben waren, so-Lateinischen tt^lum, als die angeführten gründex 'b" Theodorus Beza unter dem angenommenenPaffavantii mit sehr lächerlicher Nachahmungzu sthreiben, und spöttischer durchziehung sei-lkk« a^wnrcr scharf genug angezapfet hat; wozu ihn derüj> !»>g .geudie Reformirten bezeugte haß, wovon er ineh-a befördern helffen, vornemlich veranlasset hat.M der Pater äu Breul behaupten will, daß ein»vAn von dem Lizet verfertiget worden, ehe eriier gegangen, so ist doch dieses gewiß , daß fieVAei, ,n ^ bereits in den geistlichen stand sich begeben,f?' voluminibus heraus gekommen. Es sind>>e, l"MNde : 8. 8crchturis in Piuguas vulgäres

Ljss "e Per moäum vialogi; cle suriculari Lonsessw-fkt Inikltuto ; äs bujus R^culi L^citats L

sg,< ^; äs modilibus sicclessL prXceptionibus. Allskrauch einentractatäs LutKoritatsLccleliLUndwie auch einen andern äs Useeeticis <L corum: sz^set haben. Nach seinem tobe kam von ihm

». Sez ^^wnisrs äs procsäer , taut a 1'Institution A Ös-

crimiuslles gus civiles, ensemble la korme

> gg ""urmer es äites Laules civiles L criminelles.'Lr den 7. jun. in dem 72. jähre seines alters.

?0. VI. Ö« gütig, äs Paris. /.a

> "Sag. lipitume bibl. O«

u 7 ^elm) einer der gelehrtesten Engelländer un-,."lter gebohren zu Tylehurstin Berkshire an. 1627.A»i I.« b!!-,-? ^fchard Lloyd, und war LgccrlLureus Idso-UkkUchte di^klner Anglicanischen kirche. Der söhn Wil-ssV'wch weiste zeit seiner lügend in Oxford zu , genösseder iii-k!s''wni studiren der anwetsung des berühmtenNchst? Uni^^^u die meiste zeit seines lebens auf der Cam-SliA. Ehrjs,, .^wat aufgehalten, und noch viel andere für-geleh^ ßkhabt hat, durch welche der rühm dern 7 "yett »' v-n oder 70. jähren sehr hoch

"ist.

d.^c„' 'ik. üi^belt in den letzten 60.

"? Ar,,,",, belasse vollkommen die Critic der alten Latei-^teii "'klche« k scribenten, samt der Historie und Chro-Ägxo'^kyden er aus den alten müntzen und stcin-f l)e>ijg'!,buecht angezündet; war aber auch nicht min-""üe>, „ Schrift erfahren, deren alle redensarten undhau- dem gründe verstund, und sehr nett gegenaem„6t Kstt mmi

^-g.e"

gewußt'hat. Das rühmlichste fände manveijUvch sick A bev so grosser wtssenschafft und emsigen stu-dze verwalknna seiner aeistlicken amter be-

aw,^ Verwaltung seiner geistlichen amter be-".^kgen seyn lassen. Nachdem er die würde eines'667. erlangt, und verschiedenen geistli-V nü! b-. 'bw vorgestanden, erlangte er die Pfarr von

Nur d-^?^welches für eine der volckreichsten Pfar-Ä"°>> ?"deu,nl^"dt Londen , oder vielmehr des theils da-st°7i>cl,?""tz Cn^°n bu von Westmünster bekannt ist, sondernsstt,?ol>as.MkUand gehalten wird, unter deren selbst derM n,jt "k erbauÄ^ball stehet. In seinem gantzen leben war!>P "°I c?"kn, , ch/ demüthig, gedultig, liebreich , gutthätigükk '' so k w der einer unverfälschten gottesforcht.

xx s wt einen grossen eifer gegen das Papstthum^ in seine schuld bey einigen allzu hitzi-

--.«m-iahr -679. bey den da-

en .ss.^ssknen Papistjschen regierung Iacobi wi-kvvn°?fchlag/sieben Verfassungen in einer besondern

z>v,^,b"s >v,e ma„ einen ziemlichen unterscheidX'?ku ^equ^n den Paplstjschen ordens-leuthen, oder"k «dllh-"st verrn,'.»Äche allzeit aufs genaueste mit dem^"gkü?brige«ELUvfet waren, und zwischen den Se-^>Üe>!!""d gelii^bollschen Priestern, wo nur dze, wie^k-vle^Mllch thaten, der Unfehlbarkeit des

ll 0 781

Papstsund der gemalt, deren dieser sich anmasset, die Königezu entsetzen, öffentlich absagen wollten; als auf welchen fallLloyd vermeynte, daß man die letztere in Engelland noch wohlleiden könnte, da die erstere hingegen unumgänglich auszuschif-fen wären. Das absehen dieses manns war ohne zweifel nichtschlimm. Doch weil viele noch auf eine grössere schärfe dran-gen, und alle Papistische Geistlichen ohne unterscheid wollten ausdem Reiche geschafft haben; auch über dieses die freyheit, wel-che in dergleichen fällen die Catholische Regulären haben, sich,wie es ihnen gefällt, zu verstellen, und auszugeben, für was siewollen, den meisten Engelländern «üzutief in dem köpf stach;so wurde dadurch der gute Lloyd vielem argwohn blos ge-stellt ; welcher noch um ein nahmhaffceü vermehret wurde,als ihn der Hof an. -68c>. von seiner bisherigen Pfarr inLonden zu dem Bißthum von St. Affaph erhübe. Allein ne-ben dem, daß die gantze und beständige aufführung dieses mannsseine Unschuld klar an den tag legte; so mustcn auch dessen un-billichste Richter ihm derselben zeugnis geben , als er sich unterder würcklichen regierung Iacobi II. dem mit macht einreis-senden Papstthum auf das allereifrigste wider,etzte, ungeachtetes nun wett gefährlicher zu seyn schiene, darwiber zu kämpfen,als es bey den zciten Carvli ll. immer gewesen. Er war mitunter den 6. Bischöffen, welche neben Sancroft, dem Ertz-Bischoff von Cantelberg, dem Könige die bekannte blttschnftübergaben, darinn selbiger ersucht wurde, daß er den ergan-genen beseht, sein edict wegen duldung der sogenannten I^on-Conformisten, oder von der Englischen kirche abgehenden 10-wol Protestanten als Catholischen von allen öffentlichen cankelnabzulesen, widerruffen möchte. Der König deutete solchesalsofort für eine empöcung aus, und liesse die 7. Prälatenfür seinen Rath fordern, welcher sie gleich anfangs nach demTower schickte. Das gantze Englische volck von den höchstenbis auf die niederste bezeugte einen ungemeinen eifer für die-selbige, und die vernünftigsten Papisten selbst riechen dem Kö-nige von dieser verfolgung abzustehen, deren schädliche folgennicht schwer vorzusehen waren. Doch blieb er hartnäckig dar-auf , daß ein spruch über die beklagte ergehen muste. Wienun diese nach verflieffung 8. tagen vermöge des gesetzes dla-hsss Lorpus auf gegebene caution, sich auf die ihnen bestimm-te zeit vor gericht zu stellen, los gelassen worden, und imübrigen die fache auf die gewöhnliche weise vor den Richterngeschwebt, wurden endlich die Prälaten , wie sehr auch sonstsowol der König eines theils ihre Verdammung wünschte, an-derseits die Richter dem Hofe zugethan schienen, durch diemehrern stimmen ledig gesprochen, welches dann mit so grossser freude nicht nur,des gantzen Englischen volcks, sondernauch der dazumal nächst bey Londen stehenden armee aufge-nommen worden, daß man den bevorstehenden fall KönigsIacobi nicht undeutlich daraus abnehmen konnte, eben wiedieses sein verfahren gegen die vornehmste Häupter der Engli-schen Geistlichkeit das Mißvergnügen und die ungedult der na-tion aufs höchste gebracht hatte. Bey der bekannten Verän-derung zu ende des jahrs 1688. erklärte sich unser Lloyd baldfür Wilhelmum und dessen gcmahlin die Printzeßin Maria,wegen deren glücklichen ankunft und durch sie beschehenerNeichs-verbesserung er eine solenne danck - predigt, welche indruck ausgegangen ist, hielte, auch zu gleicher zeit von KönigWilhelmo zu seinem Almosenier gemachet wurde: aus welcherursach man ihn von einem andern Englischen Prälaten gantzgleiches nahmens, dem damaligen Bifchoffe zu Norwich, derfonsten bisher von mehrern, auch noch m den gelehrten zeitun-gen und Leivzigischen 8upplemenw zu gegenwärtigem Lexicomit ihm confundirt worden, fieißig zu unterscheiden hat, wel-cher sonst ebenfalls Oodtor PbeoloZire, ferner Professor indieser wissenschafft, sodann an. 167;. Bischofs zuLandaff, an.1679. zu Pekerborongh, und an. iü8;. zu Norwich worden,endlich aber, weil er das recht zur Englischen Cron des Kö-nigs Wilhelmi und dessen gemahlin Mariä nicht erkennen-,noch den eyd der treue leisten wollen, im ansang des jahrs1691. neben Sancroft, dem Ertz-Bsschvff von Cantelberg, undden Bischöffen von Ely, Chichester, Bath und Wells, Peterbo-rvugh und Glvcester entsetzet worden ist. Was hingegen denandern Wilhelmum Lloyd betritt, von welchem eigentlich die-ser artieknl lautet, so hat ihn König Wilhelm an. 1692. fer-ner an das Bißthum von Lichsield und Cvventry, und end-lich an. 1699. an das von Worcester befördert. Er starb imsept. an. 1717. nachdem er sein alter bey nahe auf 90. fahregebracht, und in gantz Engelland in grossem ansehen gestan-den. Seine schritten find: än gccoum ok Lkurck Gouver-nement ->s it rvss in 6reat ttritsin anä Irelsnä, rvlisn tliey ürstrscsiveä rke Lkriltian Religion, wegen welcher er mit demGeorg Mackenzie in streitigkeit gerieth ; 8eries ckronologicaOlMpionicarum, so an. 1700. in fol. heraus kommen, auchchronologische Lebens-Beschreibung Pvthagora und anderer be-rühmter Leuthe, so zu dessen zeit gelebt, neben einem Briefan Bentley über das Leben Pythagora, so Iamblichus undPorphyrius verfertiget haben. Sodann geschiehet auch von 'verfchiedenen Gelehrten Meldung , »eben andern von diesemmann verfertigten aber nicht ausgegebenen wercken, einer sehrgelehrten anslegung über die LpMolgz pichn,jumoris. Inseinen letzten jahrm soll er an crklarunq der Propheten undder Offenbarung Iohanms gearbeitet haben. Sech söhn glei-ches nahmens, auch Loüor ssdsvlosiL, und unter seinem

Uuu vatter