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Vierdter Theil. He - Mc.
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tochter keine kinder hatte, und also der letzte feiner linie war,so wurde sein vetter Georg Christian, Fürst von Lobkowitz, einerbe aller seiner gütber.

Obgedachter Ladislaus I. der ältere Herr in Chlumecz, Io-hannisll. söhn, und Theodaldi bruder, zeugte mit BenignaCatharina von Kreidde, Ladislaum II. von dem hernach; undJohannem, Herrn in Zbirow und Tocznic, Oberst-Land-Hofmeister in Böhmen , welcher unterschiedene söhne nach sichgelassen, deren nachkommen aber abgegangen sind. Der älte-ste söhn gleiches nahmens, ward Konigl. Cammer-Präsident inBöhmen, Ladislaus war Oberst - Land-Richter, und Georgauf Dur Oberst - Burggraf und einer der mächtigsten Herrenin Böhmen, welcher auch bey dem Papst Elemente VIII., ingrossem ansehen gestanden. Beyde waren an. 1594. unglück-lich , indem sie unvermuthet in des Kaysers und Königs Rudol-phi II. Ungnade fielen; der erste salvirte sich auf erhaltene cita-tion mit der flucht, der andere wurde ergriffen, und ihm, alser nach einigen jähren für bekümmernis starb, nach seinem tobeder köpf abgehauen. Um diese zeit ist die stadt Commotau wie-der zur Königl. Cammer gezogen worden, und mag selbige vondiesem Georg Popeln von Lobkowitz besessen, und vorgedachterMassen von der bevorstehenden linie zu Hassenstein erkauft wor-den seyn. Auch hat um diese zeit das berühmte Iesuiter-klosterzu Commotau den ansang genommen, nachdem von den Po-pelisch-Lobkowitzischen güthern 50000. thlr. zuerst dazu sind le-giret worden; nicht weniger scheinet das stamm-schloß Lobko-witz zu dieser zeit von dem geschlechte abgekommen, und durchconfiscation an die Königlich-Böhmische Cammer gelanget zuseyn.

Vorerwehnter Ladislaus II. Popel von Lobkowitz, Herr zuChlumecz, hat die Fürstliche linie aufgerichtet, welche hieraufden nahmen Popel fahren lassen. ,Er war Kayserl. geheimerRath und Oberst-Burggraf in Bohmen, und wurde von demKayser Maximilians II. mit der unmittelbaren Reichs-Herr«schasst Neustadt an der Waldnab deschenckt. Er starb an. 1584.in dem 82. jähre seines alters, und hinterließ von JohannaVerckin von Dube und Leipe, so an. iSoi. diese zeitlichkeit ge-segnet, Zdenkonem Adalbertum. Dieser bekleidete bereits un,ter dem Kayser Rudolpho II. die stelle eines Raths, und alsKönig Matthias in Schlesien zu Breßlau die Huldigung an.i6n. empfieng, führte er den character eines Kayser-und Kö-niglichen würcklichen geheimen Raths und Oberst - Cantzlersdes Königreichs Böhmen , und that die proposition. Er wardurchaus nicht zu bereden, daß er den von Rudolpho II. er-theilten Majestat-brief unterschriebe, und es war ein glück vorihn, daß er zur zeit des Böhmischen aufstands eben in Wien ge,Wesen, weil man sonst seiner, als eines eifrigen Verfolgers derLutherischen lehre, nicht zum besten würde gewartet haben, wieihm denn von den schwürigen Böhmen würcklich seine gükhereingezogen worden. Der König Philippus III. machte ihn zumRitter des göldenen Vliesses, und Kayser Ferdinandus II. er,hub ihn an. 1624. zur Reichs-Fürsten-würde, welche auch vonseiner posteritat beyderley geschlechts sollte geführet werden.Seine gemahlin Polyxena von Pernstein, Johannis Wratislaides letzten seines geschlechts schwester, und Wilhelms von Ro-senberg wittwe, gebahr ihm Wenceslaum Eusebium, Fürstenvon Lobkowitz, von welchem ein besonderer artickul folget. Die-ser hatte 2. gemahlinnen, Johannam Miskya von Zloniz, Wen-ceslai Felicis Pietipesky von Chiesch und Egersberg wittwe, undnachdem diese an. 1650. ohne kinder verstorben, ÄugusiamSo-phiam, Pfaltzgrafen Augusti beym Rhein-Sultzbach tochter,die an. 1682. den ;o. apr. gestorben, nachdem sie ihn zum vat-ter gemacht Francisci Wilhelmi Jgnatii, so an. 1698. ohnver-heurathet verstorben, und Ferdinandi Augusti Leopoldi. Der-selbe wurde an. 1655. den 7. sept. gebohren, und bekam an.1639. die stelle eines Kayserl. geheimen Raths, an. 1691. einesPrincipal - Lommistkrü auf dem Reichs-tage zu Regenspurg,und an. 1699. eines Oberst - Hofmeisters bey der Röm. Königin,und hernach Kayserin Wilhelmina Amalia, welche bedienünger jedoch an. 1708. niedergelegt. Uberdiß war er auch Ritter deSgöldenen Vliesses, und starb zu Raudnitz den z. oct. an. 1715.An. 1677. vermählte er sich mit Claudia Francisca, Fürst Mo-ritz Heinrichs zu Nassau-Hadamar tochter, die ihm nebst Eleo-nora und Leopolds Christians, so bereits gestorben, auch an.iü8o. den 25. febr. Philippnm gebohren, so ihm succediret.Nachdem aber die erste gemahlin an. 1680. den 6. mart. gestor-ben , hielt er den 17. inl. besagten jahrs mit Maria Anna Wil-helmina, MarggrafWilhelms zu Baden tochter, beylager, dieihm verschiedene kinder zur weit gebracht, davon aber einige inder lügend mit tobe abgangen. Zu erwachsenen ,ahren sind ge-kommen JosephusAntonius Augustus,geb. den 15. apr.an.i68i.so in seiner jugend'sich zu dem geistlichen stand appliciren sollen,auch Dom-Herr zu Cöln und Regenspurg worden, nachher»aber hat er sich in krieg begeben , sein eigenes küraßier - regi-ment commandiret, und ist Kayserl. General-Feld-Marschall-Lieutenant worden ; an. 1717. aber den i6. aug. vor Belgradgeblieben. Eleonora Amalia Maqdalena, geb, den 20. jun.1632. ward mit Adamo Francisco, Fürsten von Schwartzen-derg, Kaysers Caroli VI. Oberst- Hof-Marschall , Rittern desgoldenen Vliesses, an. 1701. vermahlet, und hält sich verschie-dene >ahre her beständig in Böhmen auf. Louise Anna Fran-cisca , geb. den 2v. oct. an. isz;. bekam zu ihrem gemahl Ast-

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sekmum Francifcum

pursten 6- l-T«»r«"E"zs,'S

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Und Geörgius Christianuscheb. den 10. aug. E

in seiner iugend Dom-Herr zu Saltzburg, begav ' EKayserl. kriegs-dienste, und wart, als er seines vor Belgrad gebllebcnen^ Erkam. An. 1717.den i i.mart. vermM

nach in Kayserl. kriegs-diensteLieutenant, als

ment überkam ___

Carolina Henrietta, Caroli Ernesti, Grafen vonsers Joseph, Oberst - Cämmerers, tochter, welche" ,r>.

Carolum Adamum gebohren. An. 1722. erbte« !

vetter Ulrico Felice die Herrschafften Essenberg « ^

Sem obgedachter ältester bruder Philippus, 9 »? M

in Schlesien, Fürst und Regierer des Hausts Loo^steter Graf von Sternstrin, Herr zu Klnmnitz underElbe,Kayserl.Cämmerer,ward geb. den sayserl-succedirte seinem vatter an. 1715. und kam am^.^Men o „den 20. jan. an. 1718. nach Breßlau, beydemA«sten-lage an statt eines Oberst - Hauptmanns » alloai'u^ward auch an. 1719. von dem Kayser deputtr«/

Ober-und Fürsten-Recht nach St.Michaells bM» ^starb den 21. dec. an. 17,4. Er hatte sich erstÜZ„onCharlotte, Graf Wenceslai Ferdinandi Psp^ §„.tochter, den 17. oct. an. 170;. welche den n^MchMM.storben ; sodann mit Maria Wilhelmina, Grat ver>«Wrdinandi von Althan tochter, den 25. aug. an. xer

Er hinterließ 1.) Wenceslaum Ferdinandum I. ^^tker l!' ^den 9. jenner an. 172z. gebohren war, und lch'regierung nachfolgte, aber den 22. jenner an.starb. 2.) Ferdinandum Philippnm JosephutNi , 1724-der m der regierung folgte, und den 27. apr« an-ren war'. ;.) Mariam Ännam, gebohren den ro- ^ ,7,0.

4.) Mariam Elisabeth, gebohren den 27. nov- ^r8-Philippum Josephum, gebohren den 14.jenner

... . , gebohren den 14. ie>»'" 7, »gyser

Bey dem Lambecio wird ein äixlomsvondem -rico V. von an. 1459- gefunden, darin» er R«r mit ^

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kowitz und seine gemahlin Sophiam von 3 ^Mtendem König Ferdinands I. von Araa.onien sich sscLno vBlum-töpfe investiret. älactockos

La/ör«r miscell. sseg. Lob. llco. II. Ilb. Il- <-»-steckeieh'>acri Lokem. Weingartens Monarchie vonA^b. Ilb.

IV. p. Ilb. V. L.;. comm. äe bibl. ,

Sppenä. p. ;45. feg. pr>i>/rca. Geueat- vLobkowitz, (Christoph Popel, FreyherrWmer Rath, Oberst - Cämmerer, und zuletz gpd e'Hofmeister in Böhmen, war gebohren .an.

Johann Popels, Freyherr,, zu Lobkowitz, jUt

fin des Königreichs Böhmen, der an. Kett z»^^na, Freyin von Bieberstein. Er ward den

pmiuir prvviiitzrn 2. ,ayr lang.langte er den Cammer-Herrn-schlüsselvon de«.^

II. zog an. 1582. mit solchem Kayser aufdcn^^spurg; bekam das amt eines Estons rn ..Ober-Land-Gerichte, ward auch CammeE^Akt. ^vettern Georg Popels statt, an. 1592. dcn ,'^in dem Appcllations-Gerichte, bis rr rnMg,.My'Eg 'Cämmerer declariret wurde, und zuletzt zur Kv^de S ELand-Hofmeister-und Kayserl. geheimcnRawte. Dagegen er das amt eines Appellatlons-p^^gnk>o ^ Mr„. welches dm,

«>v r-icianvlen m Polen geschickt, um ,„id on-

Sigismundo III. die ftiedens-negotiation Ahin ch^^

den, die Polen zu einem bündm's mit dem !" 5 ; uiblÄge mit den Türcken zu bewegen, welchsT-l, x^Ä>sjel!Mindessen aber doch zuwege gebracht, daß ^ zurwillige, sonderlich Sebastianus coriss^Ä^uiib

wider die Türcken eingefunden. ZEn,^Persisih^aeb^Äeserl. Hofe mit den angelangten Turcklsche ' ss ^nder' scowitischen Gesandten , wurde er vor ^tha»'- 2 scV^,AEr war der Catholischen religion eisrlg^den Ertz-Bischoffzn Prag, Zdenco Berckw glaub

noclum anzustellen; dagegen er von and

ten nicht geliebet, auch durch sie Y -Ld desward, daß er zu dem Oberst - Burggrafen ^ ,noE „eclAj,weltlichen charge in Bohmen, nicht ae> ihnch d^hinwieder bis in seinen tod widersprach ' „ich

Majestät-brief, so die rellgions-freyhe« a ^urd^A. c

get, sondern erst nach seinem tode aus» seinesden 14. may an. 1609. zu Prag im » 4 .1

Fk« einer, ssori st^egni öobem. Fa-e" ' «ür

Lobkowitz , (Wenceslaus EusebA^^^„^^pZdenconis Adelberti, ein wegen semer a > §rrdfällen berühmter Minister des Kays^^xsteten^

machte seine Herrschafft Neustadt zurG t^^^ chM^^ 'verleibte sie demBayerischen kreist er an-

thum Sagan in Schlesien , und so Ktk

Reichs-tage in denFurstm-RathA -^gs-Aa dführt. UnterFerdinandolV. war erH t