Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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790
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loe

Loe in wissen, eine Freyherrliche familie rm Meinlande,von welcher Albertus zu ansang des XV. Lculi der srste Abtzu Iburg bey Osnabrück gewesen. Arnoldus ist an. 1478. alsAbt zu St. Laurentii bey Lüttich; Gerharduö an. 1547- undnoch einer dieses nahmens, an. 1570. beyde als Aebte zu Colnim grossen St. Martins-kloster, mit tode abgegangen. Dietrichund Dreves von Loe, werben unter diejenigen Ritter gezehlet,welche an. 1492. mit Hertzog Heinrich dem ältern in der bclage-rung vor Braunschweig gewesen. Weil diese beyde blos vonLoe genennet werden, scheinet es, daß dieses geschlecht erst nach-gehend^ sonder zweifel von ihrem sitze, den beynahmen in wis-sen angenommen. Zu ansang des XVIII. stxculi gorirten Jo-hann Adolph Probst zu Eleve, und Friedrich Wilhelm Dom-Herr zu HildeSheim. Carl Gottfried ward um das jähr 1709.Groß-Comtur des Teutschen ordens zu Coblentz genennet. An.1717. starb ein Freyherr von Loe in Wissen zu Düsseldorff alsGroß-Comtur zu Mecheln. Asnesl. vom Ritter-orden P. 79. Kill. lit. genesl. le<ik. II. xr>§. 98.

* Loe, (Wilhelm) ein Engelländer, war Schul-Usötor znGlocester, hernach Caplan beym König Iocobo I. endlich Pre-diger bey der Englischen kirche in Hamburg , schrieb ein buch:Vox Ll-rm-mtis, an die drey Stände im Parlement,, Londen1621. in 4. wie auch einige Predigten, darunter eine über denPsalm I-X. 8. Londen 162z. in 4. ingleichen NMery ok Nan-Kinä, 1b. 1Ü19. in 8. Er starb um das jähr 1647. tkeatr.

Löbau, auch Liebe genannt, eine von den so genanntenSechs-städten in der Ober-Laußnitz,im Budißinischen kreis, dreyweilen von Bautzen und eben soweit von Görlitz und Zittau,gehört dem Churfürsten von Sachsen. Man will sie deswe-gen vor die älteste unter den Sechs-städten halten, weil die an-dern von undencklichen zeiten her bey wichtigen äelibewtioni-bus ihren convent auf dem Löbauischen Rathhause gehalten.An. 1429. in dem Hnßiten-kriege, als sich die stadt nicht zn de-fendiren getrauete, wurde sie von ihren eigenen einwohnern,die sich mit den ihrigen retirirten, in die asche geleget.Hierauf hat sie verschiedene jähre wüste liegen müssen, weilsowol die kriegs-unruhe anhielte, als hungers-noth unb Pestihr folgeren. In dem Teutschen kriege muste sie sich wie anderestädte an. 1547->n ihren pön-fall schicken, auch im folgendendreißigjährigen kriege den Kayserlichen, Schwedischen undSächsischen gar oft empfindlich Herhalten ; wie sie denn insolchem kriege binnen 10. jähren drey mal belagert und erobertworden ist. An. 1678. legte ein unvermutheter brand die helfteder stadt in die asche; gleiches Unglück widerfuhr ihr an. 1710.doch sind die brand-stellen nach diesem wieder und besser auf-gebauet worden. Die stadt ist sonsten eben nicht allzu groß;die mauren und thore in ziemlich gutem stände ; das Ralhhausund die Pfarr-kirche steinern, und ansehnlich; desgleichen dieWendische kirche in feinem stände. Die schule ist ehemals einFranciscaner-kloster gewesen. Die stadt hat sonsten einen ziem-lichen vertreib von leinenen waaren, und plüsch-oder after-sam-met. Grosser» Lausitz, merckw. k. III. toxogrsxk. 8-rx.iup.

Löbegün, eine in dem Hertzogthum Magdeburg, 2. wei-le von Halle, gelegene kleine stadt, welche ihres weißen bierswegen bekannt ist.

Loben, eine in dem Schlesischen Fürstenthum Brieg ge-legene kleine stadt, welche wegen der brücke und passes überden fluß Neiße bekannt ist. Sie hat ehemals dem gleich fol-genden geschlecht von Löben gehöret, ist aber in dem XVI.lieculo an die von Pannewitz, und von diesen nachgehends andie Freyherren von Bees gelanget. Lucä Schles. chron. xag.

1)98.

Loben, eine von den ältesten und ansehnlichsten familienin Schlesien, Ober-und Nieder-Lausitz, unb in bem Hertzog-thum Magdeburg, welche zum theil die adeliche, zum theilaber die Freyherrliche und Gräfliche würde führet. Ihre an-kunft leitet Aeneas Sylvius aus Mähren her, allwo bey derHaupt-stadt Znaim dero altes stamm-schloß Löwenstein noch heutzu tage, wiewol andern Herren gehörig, zu befinden. Johannvon Löben war um das jähr 120;. an dem Hofe Hertzogs Hen-rici öÄrbJti in Schlesien und Mähren, dessen gemahlin Hed-wigs, gebohrner Hertzogin von Mähren, rc. Hofmeister, undblieb an. 1240. in einer Wacht, welche vorgedachten Hertzogssöhn Henricus plus mit den Tartarn gehalten. Ulrich lebtean. 129;. unter dem Hertzog Henrico Lmllo in Schlesien. Mel-chior von Löben, war an. 1474. des Königs Matthiä Obersterin dem feldzuge wider Polen, und nach diesem Landes-Aeltesterin dem Fürstenthum Glogau. Er hat seine güther in dem Her-tzogthum Crossen gehabt, und maa ein ahnherr der beydenHäuser Drehno und Nilcken, beyde im besagten Hertzog-thum gelegen, seyn, aus deren einem Heinrich an. 1627.Fürstlich - Briegischer Rath und Hof - Marschall gewesen.Ein anderer, Melchior von Löben, war um das jähr 1488.Landvogt in der Nieder-Lausitz, und wurde von den stras-stn-raubcrn bey Cotbus erschlagen. Von ihm sollen dieHerren von Löben in der Nieder-Lausitz herstammen. X.von Loben auf Kurtzschau zeugte mit einer BomsdorssinIohannem von Loben, in Kurtzschau und Mertzdorff, Lands-Hauptmann zu Crossen und Zülichau, wie auch Chnr-Brandenburglschen Rath. Er hatte mit seiner gemahlin ,

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Margaretha , Ladislai von Stosch Montstbütz^ ,unterschiedliche kinder, von welchen Johanne- ,

schau und Fridericus in Krischow und ocho«! ,jche > Vcken. Jener lebte noch an. 1612. und Mte'na.^ FriAweibliche erben; dieser aber hinterließ J^'-, voncum, Chur-Brandenburgischen geheimen AE

chem ein absonderlicher artickul handelt. MemM venwar Chur-Brandenburgischer Ober-Hauptmann' -

Peitz; Maximilian auf Ämplitz aber an. '' ,

Ober-Richter in der Nieder-Lausitz, n. ZacherWx,

Die linie in der Ober-Lausitz, allwo sieMl'X

berg, ein städtlein, Ober-und Nieder -Helbenve^ayM^

Mengelsdorff, Colmen, Holscha, BrieWStzet, stammet von der Haupt - linie in LWUauf Schönberg, Chur - Sächsischer Rath M ^ vo>>der Ober - Lausitz, starb an. 1671. und hnitern v^phei'tha von Kyau aus dem Hause Kemmtz GE.L^ MvWolf Albrechten. Dieser war Chur - Sachsi'A ze>E^,Landes-Hauptmann des Görlitzischen Amts, m ^ ^

terschiedltch'e söhne, von denen an. i7>4> «^ljchFriedrich Adolph, am leben war. Jener, nv- a>,t 2/^Adolph, vermählte sich nach zurück gelegten »rothea Elisabeth von Minckwitz, und starb an-^söhne waren i.) Gottlob Ehrenreich, welcher ^ stlii

reuthischen Hofe Cammer - Juncker gewesen'«

in einem dueü eingebüßet. 2.) Wolf xer D

Polnischer und Chur - Sächsischer Lieutenant 0 ^

wunder - schantze in Liefland geblieben. allenwelcher sich auf unterschiedlichen Academren , gl>f ,

lichen wissenschafften perfectioniret, und amIgb"

in der Lausitz gelegenen güthern Hom'^ .hztLaußig, rc. aufgehalten. geE ^

In bem Hertzogthum Magdeburg und -1^

schon in dem X V. lseculo dieses geschlecht sichhabt, und das Ritter-guth BollersdorssbestW'.^eno^>>.Löben zu Bollersdorff hat den Teutschen orden ^^ko>nund ist an. 1446. in der Wacht bey Rag'u^chiBGeorg und Balthasar haben an. i4;§-dA M veckMeine sahne reuter zugeführet, und sich "ssA inCaspar auf Schlieben und Bollersdorff hatwider die Türcken versucht, und Balthajarn a»J,, Bhinterlassen. Derselbe hat dem Kaystr Car«'« ^meister gedienet, und Iohannem gezeuget, «

Chur - Brandend, geheimer Rath und Wohllebens ßFgegangen, zu welcher zeit sein einziger hchEhEJoachim Siegmund, die Rittmeister - chargs vno

Hildebrand, Freyherr von Löben, Herr am «ejaMe ^0florirte an. 1712. als Königl. Preußilcher aslss^et ^Amts - Hauptmann zu Wollmirstadt nnhscheinet er von dieser Magdeburgischen nLL,,.jpiegei'seyn. Lucä Schles. chron. Spangenb. Ade ^

misceli. Lokem. Schles. curiosi . ^

Löben, (Johann Friedrich, Freyherrdenburgischer geheimer Rath, ein sshaden auf Schönfeld und Krifchau, undSchönaich aus dem Hause Hasel, wurde ' „xii ab'6xmnslium zu Brieg in Schlesien, von Hper ,auf die Universität nach FranckIrt an ak ^yett ^<i,>!'snach Jena, und endlich nach Straßburg M,er an. 1617. eine reise durch die Riede»«« M 0 wFranckreich und Italien gethan; ben^r « n dvB^Mrückkunft aber, an. 1617. im jan. jul.^«"'

verrohren. Er verehlichte sich an. r^^'^chenbE;dorffmit Annen Marien, Freyin von162z. Churfurstlich - Sächsischer Ober-Am^Mck Ei6;o. Land-Richter des MarggrafthuM^^giM-an. i6;2. Churfürstl. BrandenburgMr^pE^r ^Verweser des Hertzogthums Crossen, F ' ^ ^

lichau; an. i6;9?Chmfürst Georg ^"Fürnbe^e ft.bAdem Churfurstlichen Collegial - tage r« -X, wEH M'1640. auf dem Reichs-tage zu RegAM Aeicktn V-N1 inurNi- v-^i^nina Chnrs aber . b>ei.

»n Wien von dem Kayfer Ferdman^ 7 p VT''ÄeV>

Churfürsten, die Churfurstliche Relchs^m ^ 7

empfangen, von welchem Kaystr er m m' ^xsten ,z V.stand erhoben , und von gedachtem^,,.jahres zum geheimen Rath erkläret,sandter in Dänemarck geschickt ^^Impfangensen die Königl. Schwedische witt^ emm^j,hebngleicher zeit aber von Churfürst ^^ittwenAer-A, b»welcher das Hertzogthum Crossen und

gewesen, zum geheimen Rath, DerA ^ etne^Mli^mann bestellet worden. An. 1644. W ^ yein > bie ^jßdem Chur - Sächsischen, «nd fo sen^ BreM'

Hof ab, ward auch m Schlesien hie HE« ^strliche Cammer gesendet, underlangr ,ogzu Ruppinund des landes Beüm. ^ Munsterauf den general - friedens - convent , unv ye»b'f,letbrück, wobey er dritthalb iahr zub « Wur-^vck^Mschliessen half; begleitete an ^ K^ ^ Hsche Printzeßln, so an Landgraf WrlY « ^ fernewar, und empfieng darauf zu Ciem