Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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Letfch gelagert hatten, und von dar aus den Bündtnernziemlichen schaden zufügten, zumalen das Engadin beschädigtenund brandschatzten, machten sich die Bündtner mit 8000. mannauf, zogen in das Vinßgöw, da kam es auf der Malserhey-de zu einer schleicht, darinn die Bündtner das selb behielten ,

4000. Oesterreicher und Etschlander niedermachten, viele indie Etsch sprengten, Glurentz eroberten, und nebst vielen anderndörfern im Etschland ausplünderten, und in die asche legten.

«Lie hakten ihrer seits 225. todte und 700. verwundete.kill. X. p. ;oo. feg. lrb. IV. p. 114. *

Malstrand, Maelstrand ober Maeftrand, siehe Maar-strand.

-s Malta oder Maltha, lat. Nelirs, eine instil auf demMittelländischen meere, ist ohngefchr 6. weilen lang und ;.breit, mit unterschiedlichen castellen fortisiciret, wodurch diekästen und der Hafen beschützt werden. Es gehören noch un-terschiedene andere insuln dazu, die besten städte darinn sind,

Malta oder ls Valelte, St. Michael, oder la Sangle, nebstden schlossern St. Elme und St. Angelo. Malta oder ls Va.leite, (so genannt von dem Großmeister, der sie erbauen lassen)ist die Haupt-stadt, und einer von den vestesten Plätzen derWelt. Sie wird in die stadt, bürg und insul unterschieden,welche drey grosse städte sind, so durch einen arm von der seeabgesondert, und dadurch zu halb-insuln gemacht worden, soaus felsen bestehen, welche sehr hoch aus der see heraus ragen, schenke chne^Kävser^arolus'v^die wüil Malta, «>"L

und sichere hafm haben, die gantze flotten beherbergen können. Königreich Sicilien wider die Türckcn zu beschützen, ""-E.si-

nnt bcwilligung der andern Potentaten, in deren laissen >ther hatten, annahmen. An. 1565. belagerte

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m den nahmen Ritter verwandelten. Nachdem die ,das gelobte land nebst Jerusalem wieder verlohren y» ^retirirten sich die Ritter an. H87. nach Margatte, »» ^dar an. 1192. nach Acre oder Pkolemais, welchen orl s ^1291. tapfer defendirlen. Darauf folgten sie dem ^""'chjetheCypern Johanni, welcher ihnen Limisson in seinem in ^einräumete, allwo sie bis an. i;o9. blieben, in welche»' ^re sie unter dem Großmeister Foule» äs Villaret Rhoow ortandern sieben umliegenden insuln eroberten, und jol»n ,pj-im jähr i2iunter dem Hertzoge von Savoyen, ^

der eine armee der Saracenen defendirten, nach "^ 1 - .„mstgedachter Hertzog an statt seines vorigen wapens,, Mordens-creutz in einem rochen selbe und zur devne om ,buchstaben ?. L. l(. T. das ist, sortituäo eju8 Küocium (.g,soll gebraucht haben, ober wie es andere auslegen, ^Lnkonce, ldomps, laut, (wiewol andere bemercken, da«"sein vatter solch wapen gefükrel) dem Ritter-orden »" Mnähme der Rhodiser-Nitter gegeben worden. Welker » „„.z,sich nachgehends der Großmeister Aubusson wider M»' ^II. an. 1480. in die n. wochen defendiret, wird n»nem nahmen gemeldet. Nachdem aber Solyma»»' o°o.i;22. Rhodis vom junio bis in den dec. mit mehr als diemann belagert und endlich erobert hatte, retirirtenRitter in Candia, von dar in Sicilien, und der Papn "nus VI. gab ihnen die stadt Viterbo ein. An. si-iN

Malta, und altaquirte solchen ort vier monat '

ser gewalt, welcher aber von dem damaligen Mov.

Jean ciü In Valette Parisot, tapfer defendiret wurde' ' . „„dobwol die Türckcn sich des Ions St. Michael bewach' 0.die Vorstadt in die asche geleget hatten, sie dennoch '»M EMonaten, nachdem sie 78000. vergebliche canonen-m' ,n,cthan, 15000. soldaten und 8000. ste-leuthe verloye^spott wiederum abziehen meisten. Nach der zeit m „ach-besser fortisiciret, und bis auf diese stunde zum geoi!theile der Türckischen see-macht und Handlung tapfer vget worden.

Die Ritter theilen sich in acht unterschiedliche „yii,nationen, unter welchen die Englische abgangen, >»'diesen orden an. 1540. unter Henrico VIII. in Engen»erstedrückt, und seine einkünfte dem Könige zugeeignet. Mirnation ist die aus Provence, deren Haupt Groß-Eo>»heißt, und sind darinn das Priorat St. Gilles von Aund die Balley zu Manosque; die andere ist die vonderen Haupt Marschall des ordens ist , darinn das ^ !>>egleiches nahmens nebst der Balley von Lion ; die du» ^von krsncs, deren Haupt Groß-Hospitalier ist, und v v pchstter sich die Priorate von Aquitanien und Champag permder Valley von Morea; die vierte ist die JtallänuchV^pK-Haupt Admiral ist, und die Prioraten von Rom , »ei ^ de»die, Venedig, Pisa, Barletta, Capua und Meßina ' '

Balleyen von St. Euphemia, St. Stephan» bey -v ^ erstder Dreyeinigkeit zu Venosa, von Cremona, Noce»s> „ z,

. 1624. durch wohlthat des Hauses Caraffa dem,^^„ha»-

an

Wenn man zu Malta ankommet, so siehet man zwey von dirsen Häfen, welche durch eine hohe spitze von dem gebürge voneinander unterschieden sind, worauf die Neustadt und dascastell St. Elme stehet. Der zur rechten Hand wird Marsa-mouchet genennet, worinn sich die schiffe zu erfrischen pflegen;der andere aber ist der grosse Hafen, so von dem castell St.

Elme, der vestung Torre clella Bocca und dem castell St.

Angelo beschützet wird. Die stadt ist schön, wohl gebauet,und hat feine straffen, auch Häuser von ausgehauenen steinen,die aber gantz glatt und eben sind. Die vestungs-wercke sindgleichfalls sehr regulier, und mangelt nichts daran, was denort unüberwindlich machen kan. Des Großmeisters pallast,das krancken-haus, das Loulsrvawrium, die schatz-cammer,die St. Johannis-kirche, nebst ihrer prächtigen und herrli-chen sacristey, die öffentlichen Lollegis und andere schöne Ar-chen, palläste und gärten zieren die stadt, und können derfremden äugen genugsam weiden. Das castell St. Angelo be-schützet die einfahrt des Hafens, allwo die galeeren liegen,und ist so oeste, daß Solimannus selbiges nicht erobern konn-te. In der bürg sind die Zeughäuser und der Jnquisttions-paüan. Es ist ein Bischofs in Malta, welcher des Ertz - Bi-schoffs von Palermo LuLsg-meus und Groß-Privr der kircheist, viel grosse privilegia hat, und in grostem ansehen stehet.

Mitten auf der insul liegt Citta oder Civita Vecchia, welchesgleichfalls ein Bischöfflicher sitz ist, und vor diesem die Haupt-stadt der gantzen insul war. Über dieses giebt es in Maltanoch unterschiedliche flecken und dörfer. Die Großmeisterhaben ein lust-haus, >l Bochero genannt. Aus der Apostel-geschicht erhellet, daß zu der zeit, da St. Paulus an die insuldurch schiffbruch gemorsten worden, selbige von barbarischenleuthen bewohnt gewesen. Die einwohner geben vor, daß die-ser heil. Apostel, da ihm eine otter an die Hand gesprungen,aber nichts geschadet, dieser insul dadurch einen solchen gros-sen fegen zuwege gebracht habe, daß nach der zeit keine gif-tige thiere darinn zu finden gewesen. Malta war vor diesemden Königen von Tunis unterworffen, wurde aber von demKayser Carolo V. erobert, welcher diese insul an. izzo. denJohanniter-Rittern einräumete. Sie bringt etwas wenigesvon wein und körn hervor, aber Haber und baumwolle, wieauch citronen, pomerantzen und andere bäume von niedlichenfrüchten in grossem Überflüsse. Das wasser wird durch einebesondere leitung auf 4. Meilen nach Malta gebracht. Manpflegt zu sagen, daß der Großmeister Valette den cörper die-ser stadt gebildet, Vignacourt aber demselben das leben ge-geben habe, nemlich dadurch, daß er das wasser hinein lei-ten lassen. Im übrigen ist der Johanniter-orden von Malta,welcher sich durch die dienste, so er der Christenheit wider dieungläubigen geleistet, so berühmt gemacht, folgender Massenentstanden. Einige zeit vorhero, ehe noch Gottfried von Bouil-lon seinen zug ins gelobte land that, erhielten einige kaufleuthevon Malphis im Königreiche Napoli, welche nach Levantehandelten, von dem Egyvtischen Calif erlanbnis, ein Hausvor sich und ihre lands-Ieuihe, welche dahin wallfahrteken, auf-zubauen, wofür sie ihm einen jährlichen tribut abstatteten.

Nachgehends baueten sie zwey Archen, und nahmen die pil-grimme mit grossem eifer und liebe auf. Da nun diesemexempel auch andere folgten, erdaueten sie dem heiligen Jo-hanni zu ehren eine kirche und ein Hospital für die krancken,woher sie den nahmen Hospitalier bekommen. Bald hernach,nemlich an. 1099. eroberte Gottfried von Bouillon Jerusalem,worauf sie einen schwartzen Habit nebst einem weissen creutzemit 8- spitzen bekamen. Unter andern gelübden, die sie tha-ten , verbanden sie sich auch die pilgrimme zu beschützen. Die- welcher auch insgemein von den Boymim^- pre

ser gründ wurde an. 1104. unter Balduini regierung geleget, Prior genennet wird, zu Strakonitz , und werde»

und also entstund daraus ein militärischer orden,worein sich viel mendcn nur allein den Böhmen, Schlesiern, ^,,MN

hohe Slandeö-personen begaben, und der Hospitalier nahmen und Lyrolern vergeben, da sonst seidige den

dürch wohtthat des Hauses Caraffa dem 0"--^St. Sebastian von Rom, so an. 16,2. von de»' ^seBarbermo eingesetzt worden, und endlich derBalleyA^»4,- ^ dre Aragonische, Catalonische und

sche, deren Haupt Groß-Lonssrvstor ist z hierin» sind ,^ '^i, Aragonien, sonst Casteüanea ü'Emposta M hr-,-vonCatalomen und von Navarra nebst den Balleyen v°n ^wrca und Caspes; die sechste ist die Teutsche, deren HE, re-Groß-Balley des ordens ist, so zu Heitersheim im DnllAzget5"^u»ter die Fürsten des Nöm. Reichs M ^wlrd. (Stehe ^ohannrter - Meister.) DarzuPriorate von Tentschlaud, Hungarn, Böhmen mw.marck,nebst der Valley Brandenburg, deren HauptMeister genennet wird, und zu Sonneburg in der ^repdlret; (siehe Sonneburg.) die siebende ist dff CÄ"„tziceworzu Pvrtugall geschlagen wird, deren Haupl Gro^ ,ck; hiese bst befinden sich die Priorate von Castll-em A M,e-Portiigall, nebst den Balleyen Lora, Scpolchro, cl^ T evev-llas, Leza, Acri und Negropoute, welche ietztere abA^'^//we-st vou den jungen Castilien und Aragomen ^A^wird. Das Haupt der Engellänbischen war vorTnrcopoiler oder Oberster über die cavalerle, »'wdazu die Priorate von Engelland und Jrrland, nebst „„v^"Achtta,die aber, wie gedacht, nunmehr adgegE^,,,gsman hat sich zu deren restitution unter der reEin) ,W ,Jacobt II. vergebliche Hoffnung gemacht; doch Ly Mdaß gleichwie .n Engelland, also auch in den verein P -derlanden, Hungarn und Dänemarck des ordens

gezogen worden,Commenther allerhand

auch sonsten bey ereigiietem ^ prov^

—.. ......mnd Unordnungen m den fv Sas ai

tzen, zu grossem schaden des ordens sich"e>gnf^ Eß,das Priorat von Böhmen anbelanget, re>> '

nii-u inä-i-n-oir, «»» Böhmischen ^^