man
gegeben worden. Säe», kuner. Isrm. c>k O. Danton,äsaä. Oxon. account okejeÄ. Minülr.
Mantua, ist eine Italiänische stadt in der Lombardey, lind«war die haupt-und residentz-stadt, fast in der mitten des Her-^ogthums gleiches nahmens. Sie ist auf dem vesten landeMiauet, wird aber mit einem see, so durch austretung des flussw« Mincio gemacht wird, umgeben, dahero man nur über brü-Len, deren sie 4. hat, in selbige kommen kan. Sie begreift inMein umfange ohngefehr 4. Italiänische meilen, hat 8. thore,kirch-spiele, 40. geistliche Häuser und eine Juden-schulc.^cs Hertzogs pallast ist wegen seiner grosse, der darin» sich^findenden schönen und kostbaren meudlcn, wie auch wegenrariläten-cammer, des antiquitaten-saals und wegen an-verer stücke zu mercken. Unter den geistlichen gebäuden ver«,^«en die Dom-kirche, ingleichen verschiedene andere gesehen zu«Men. Die Luxols von der Dom-kirche ist zum theil ver-»"wet, und theils blau bemahlet. Die Dominicaner-Iesuiter-u»d andere kirchen, das Rathhaus, die muhle, so von den 12.Aposteln zubenahmet ist, und auf der drucke nach Verona zuMet, und die mgnufacturcn dieser stadt sind unter den aus«Mdern zur gnüge bekannt. Nicht weniger ist sie wegen th-alterthums merckwürdig, und giebt man vor, daß sie ngz.Mr vor Christi geburt, und also viel hundert jähr eher als^om gebanet worden. Durch ihr vortheilhafftes lager undMe ciradelle kan sie gar wohl vertheidiget werben , welchesM so viel leichter geschehen kan, je mehr die Franzosen, nach-oein der Hertzog dieselbe» an. 1701. eingenommen, zu verbes-Mng der fortistcation beygetragen. Die zahl der einwohnerwu ordentlich sich bis auf zoovo. belauffen, welche nicht we--">g vermehrt worden, als der Hertzog Ferdinandus an. 162;.Ue Universität daselbst aufgerichtet, und sonderlich den Teut-Men vortrcfliche privllegis ertheilet. Es ist auch daselbst einKsschöfflicher sitz, und ist der Bischofs einer der vornehmsten ingalten. An. 1629. bekriegten die Kayserlichen den HertzogHarolum I. von Mantua, als welcher durch des Königs inWtickreich Ludovici hülffe dem Kayser Ferbinando II. die be-Mnung mit dem gedachten Hcrtzogthum abzwingen wollte,'Mzu sich „her der Kayser nicht verstünde, indem dieser Her-L°g wegen Revers und Rhetel ein vasall von Franckreich war.«8. jul. an. i6;o. eroberten die Kayserliche Generalen Co-und Aldringer diese stadt, und die soldaken plünderten sie;zugleich unsäglicher schgbe an den schönen gebäudenUchahe, welchen Mantua noch nicht hat verwinden können.lUchey wurde auch des Hertzogs pallast geplündert, und dahwlger 7. verschiedene gattungen von meublirungen für je-,^30mach hatte, ausser unzehlich viel gemählden, statuen ,h^'"iten, silbernen und goldenen tischen und 6. tafeln von»kostbarsten edelgesteinen, so wurde alles mit hinweg genom-' Immittelst besetzten die Venetianer die stadt, welche sie3N-1662. räumeten. Der Hertzog Carolus IV. hat sie inspanischen succeßions-kriege den Franzosen eingeräumet.v/^Ibrigen ist die stadt Mantua nach dem unterscheid der zeit
verä-ssw oie navl wcaucua nary vcm uncermzelv ver zellvi^vNkdenen Herren unterworffen gewesen, und konnte sie sichd-M's ihrer freyheit so versichern, daß sie nicht wieder, son-von den Teutschen Kaysern, zu ihrer Pflicht wäre ge-de>> k worden. Der Kayser Henricns III. enrzog diese stadt3-si p/ruhmten Gräsin Mathildts, einer enckelin des Grafenhak- idi von Este, welchem sie Kayser Otto II. soll geschencketdie 6 Hierauf maßte sich Mantua einer völligen freyheit an,von A ""öl- bis auf das jähr m4- behauptete, in welchem sieab' Gräfin aufs neue zu paaren getrieben wurde. WieIvf, prese das folgende jähr starb, bekam die stadt abermalserkennete aber doch die ober-herrschafft des Teutschenin welchem zustande sie bis an. 1220. blieb, in wel-an a1?hre Sardello äs Visconti von Goito die oberste gewaltirriß. Nach dessen tobe wurden zwey Zunftmeister an.hivF-erwehlet, davon der eine Pinamonte äs Buonacolsi mit"ug des andern in der herrschafft sich und seine nach-Bnn« n veste gesetzet, bis endlich der letzte davon, PassermoIm Molsi, ^ durch Ludovicum Gonzagam, des-
tet sich nachgehends in der regierung erhalten, hrngerich-ien Im übrigen ist Mantua unterschiedlicher beruhm-
dero oe, und insonderheit Virgilii vatterland gewesen , da«mich von den Jtaliänern I» Llorioss oder die rühm»^bst bcygenannt wird. Im jähr 1707. hat sich MantuaHaust^!!! gantzen Hertzoglhum den rechtmäßigen waffen desOesterreich ergeben müssen, ^^»e,, äelsripc. Irsl.la ^ ö'Isnt. «L lVIont. Kilt. oder
sstackx dem Mantuanischen concillo :^d2°emdie mahl des Papsts AlexandriII. durch die wähleus m „oes Bischoffs von Parma, welchen der Kayser Henrr-, he, dem nahmen Honorii II. zum Papst erwchlet^Äanm ^bafftig gemacht worden, stellte man ein LoncMumund ? an. 10Ü4. an, aufwelchem Alexandri wähl bestatt.L- hielt u ^ Gegen-Papst verdammt wurde. Der Papst Plus^r °Mlbst eine conftrentz, um ein mitte! zu erfinden, wie' '4;9. angefangene Türcken-krieg fortgesetzt werden
man 1015
möchte, und zeigte er grosse lust in eigener verson wider denerb-feind zu gehen. ^/rso/. Oeeo
Lc-«/ tom.II. p.;47.;8z. ;8;. tom. IX. Lonsil. P.H79.
Lrov,««, aäsn. 1458. leg.
Mantua. Das Hcrtzogthum Mantua, welches ein lehendes Teutschen Reichs ist , grentzet gegen morgen an das rer-riwkium von Ferrara, gegen mittag an das Hcrtzogthum Mi-randola, an das Modenesische und an die landschafften No-vellara, Guastalla und Bozzuolo; gegen abend an das Cremo-nesische, ingleichen an das gebiethe der Fürsten von Sabio.neda und von Bozzuolo ; gegen Mitternacht an das Bresciani-' sche,und Veronesische, ingleichen an die Fürstenthümmer Ca-stiglione und Solforino. Die länge von abend bis gegenmorgen trägt ungefehr n. bis 12. Teutsche meilen aus, diebreite aber von Mitternacht bis gegen mittag 7. oder 8. Dievornehmsten flüsse darin» sind der Po, der Oglio, der Mincio,der Crostola und die Secchia. Ausser diesen sind auch der Chi-so und Tartaro bekannt. Diese machenden bodenüberausfruchtbar, so, daß man die schönsten feld-und garten-früchte imÜberflüsse hat. Absonderlich qeräth der flachs so wohl, daßman ihn in andere landschassten starck verführen kan. Derwein aber kommt selten zu seiner vollkommenen reife, weil derPo sich allzubald ergiesset. Die Pferde, welche in diesem landefallen, werden den Neapolitanischen fast gleich geschähet. Wasdie städte dieses Hertzogthums anlanget, so sind ausser der resi-dentz Mantua, noch Borgoforte, Caneto, Gazzolo, Goito, Gon-zaga, Luzzara, Marmirnolo, Redoldesco, Roncoferato, Torä'Oglio, Viadano und Ustiano zu mercken. Anfänglich habendie Thuscier, nach diesen die Gallier, und nach ihnen die Rö-mer diese lande beherrschet. Diesen haben sie die Gothen undLongobarden entrissen, bis endlich in dem VIII. Insult) nachChristi geburt Carolus ül. selbige unter seine botmäßigkeitgebracht, von welcher zeit an die Carolingische und folgendeTeutsche Kayser mehrentheils die oberhand über sie behalten ,wiewol jezuweilen diejenige, so sich zu Kaysern und Königenvon Italien aufgeworffen, selbige sich unterwürfig gemacht.Zu ausgang des X. lXsuli gab der Kayser Otto II. diese stadtund landschafft dem Grafen Theobaldo von Este, von dem essein söhn Bontfacius an. 976. geerdet, bis es an. io?2. auf dieberühmte Gräfin Mathildis gefallen. Der Kayser Henricus III.fand viel billige Ursachen, das Mantuanische gebiethe ihrer herr-schafft zu entziehen, und nach dessen abzuge aus Italien mäste-ten sich die Mantuaner selbst einer fast unumschränckten frey-heit an. Allein eben diese Gräfin war endlich so glücklich, daßsie im jähr n 14. solche aufs neue bezwäng. Doch das folgendejähr, welches der Gräfin den tod brachte, setzten sich die Man-tuaner aufs neue in die freyheit, doch so, daß sie dabey die ober,herrschafft des Teutschen Reichs erkennen musten. In solchemzustande blieben sie bis an das jähr 1220. in welchem einer ,nahmens Sontello oder Sardelle äs Visconti von Goito , dieoberste gewalt an sich riß. Nach dessen tode waren diese landeverschiedenen beherrschungen unterworffen, bis endlich Lndovi-cns Gonzaaa, so von geburt ein Teutscher, und von den nach.kommen Kayser Carls des grossen gewesen seyn soll, an. i;28.nach ermordung des Passermo Buonacolsi, zur ober-hcrrschaffrdavon gelanget, welcher sich auch zum Hauptmann in der stadtMantua auswarf, und von Kayser Carolo IV. das Vicariat desH. Röm. Reichs erlangete. In dessen familie sind diese landeverblieben, aus welcher Johannes Franciscus an. 14;;. vondem Kayser Sigismundo zum Marggrafen, und Fridericus an.i;;c>. von dem Kayjer Carolo V. zum Hertzoge gemacht wor-den, worzu Wilhelmus an. 157;. von dem Kayser Maximilia-no II. das prädicat eines Hertzogs von Montferrat bekommen.Der letztere Hertzog aber, Carolus IV. weil er bey dem Spa-nischen succetzions-kriege die Französische partey gehalten, wur-de von dem Kayser Iosepho den jun. an. 1703. in die achterkläret, und da er den z. jul. daraufohne erben mit tode abge,gangen, hat der Kayser seine länder in besitz behalten. (SieheGonzaga und Mantua die stadt.)
Mantua, (Marcus) siehe Benavidius.
Mantuana, siehe Diana.
Mantuanus, (Baptista) von seiner geburts - stadt also ge-nannt , ist nach Pauli Jovii bericht aus unehlichcm beyschlafvon einem der familie Spagnuoli zu Mantua an. 1448. ge-zeuget worden , welches doch viel andere läugnen. Er wardein Carmeliter-Mönch zu Mantua, und sechs mal Vissnus 6e-neiLlls daselbst. An. i;i;. machte man ihn zum General bestselben ordens,und er starb den 2o.mart. an.i;i6. im 68- jähre.Seine Opsrs sind in vier vol. durch Lanr. Cuyler heraus ge-geben, und zu Antwerpen gedruckt worden. Er hatte ein gutesnaturell zur Poesie, daß man auf 5 5000. verse zehlt, welche ergemacht hat. Trithemius streicht ihn »»gemein sehr heraus;wie denn auch Iovianus Pontanus, Phil. Beroaldus, Baro-nius und andere seiner zum besten gedencken. Allein noch vielmehr ist an diesem manne zu rühmen sein eifer für die Wieder-herstellung der wahren frömmigkeit, und der grosse kummer,welchen er über die viele seiner zeit emgenssene mißbrauche undVerderbnisse gantz ohne die geringste menschen-furcht mit dennachdrücklichsten Worten in seinen schriften bezeuget hat. /.»-
er«,, kühl. Osrm. ^o//ev. LkFar,»,»«,. /'», inelog. c. 6l. lid. III. äs Dill. äial. I. äa
Lusc. 5 ui temx. äs p-lraä. Lärm. Lc. *
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