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Manturna, eine göttin, welche von den Römern angebätetwurde, und zwar zu dem ende, daß sie die jungen braute zuHause zu bleiben nöthigen möchte. äs sivle. Dsl
Ilb. VI. L. y. fxntsgms sntigu. Komsn. p. i;8-
-s Mantz, (Felix) ein söhn Iohannis, s. v. v. Probsts desStifts zum grossen Münster, und Dom-Herrn zu Sitten, hatwegen seiner erfahrenheit in Hebräischer spräche Zwinglio beyÜbersetzung der H. Schrift nützliche hüiffe geleistet, darauf aberdes sectirischen Müntzers lehr-fätze angenommen, und selbige,nachdem er an. 1525. die gesuchte Hebräische krolellion in Zü-rich nicht erhalten, in dasigem gebiethe einzuführen sich bemü-het, worinn er dann, ohnerachtet aller vorgekehrten Mittel und -ernstlichen verboten erwehnter Republick, gleichwol ziemlichenanhang bekommen, so gar, daß er zu Zollicken, so eine stundevon Zürich gelegen, eine gantze Münsterisch-Wiedertäuferischegemeinde gesammelt; ein gleiches hat er zu Gossau in derHerrschaft! Grüningen zu bewerkstelligen, auch alldort einenaufstand zu erregen, sich bemühet, ist aber an. 1527. den 5.fan. zu Zürich im wasser ersäuft worden. Hottingers Helvet.kirchen-gefch. lumm. x. r;8- tltarlelaers spiegel,
x. 2. Dürfteler. *
Manuel, war einer von den Generalen unter des Griechi-schen Kayscrs Theophili armee, weicher seine tapferkeil beyverschiedenen gelegenheiten sehen ließ. Als gedachter Kaysereinst wider die Saracenen stritte, und gewahr wurde, daßseine armee in Unordnung gerieth, wurde er darüber dermas-sen bestürtzt, daß er gantz ohne alle bewcgung da stund, gleichals ob er von sinnen gekommen wäre. Damit er nun denfeinden nicht in die Hände gerathen möchte, ersann ManuelVieles Mittel, daß er ihn zu todten drohete, wofern er ihm nichtnachfolgen würde, und also errettete er ihm das leben. Nach-dem dieser Kayser an. 84a. todes verblichen, war er einer vonden vornehmsten Räthen der Kayserin Theodor« , und bear-beitete sich mit aller gemalt, die bilder-verehrung wieder einzu-führen. In comp. Lonüsnt. Imperst. c?oär»«/, cis
Lonilsnt. Iinpsrst. bitt. äss InLOnocl.
Manuel, ein Orientalischer Kayser; siehe Emanuel.
Manuel. Diesen nahmen führen zwey vornehme adelichegeschlechter in Spanien und Portugall. Das eine kommt hervon Emanuele, dem söhne des Königs Ferdinand! 8sncki in Ca-stilien und Leon ; von dessen stamme die heutigen Grafen vonVtllaflor in Portugall entsprossen sind. Das andere geschlechtdieses nahmens schreibt sich her von Johanne Emanuele, ei,nem natürlichen söhne des Königs Eduardi in Portugall; vondessen nachkommen die heutige Grafen von Atalaya abstam»men. genesl. üllpsn.
Manuel, eine adeliche familie in dem Schweitzerischen Can-ton Bern, welche schon an. i;oc». in Franckreich, in der pro-vintz Saintonge sioriret, und sich Herren von Cholard beyge-nannt. Um das jähr M47. aber wurden die beyden brüder,Carolus und Robertus, von den Engeüändern genöthiget, ihreaüther Mit dem rücken anzusehen, und sich nach Lyon zu bege-ben. Der letztere zwar kehrte wieder zurück in sein valter-land, ward aber von den feinden getödtet, und hatte keine be-ständige posterität, indem dieselbe in feinen enckeln wiederumerloschen. Von Caroli söhnen ließ sich Nicolaus zu Turin inPiemont nieder, und büssete sein leben in einer schlacht widerden Türcken ein, nachdem er einen söhn gleiches nahmens ge-zeuget, welcher zuerst seinen sitz zu Bern genommen. L«ce/.Itemm. k. IV.
-f Manuel, (Nicolaus) ein berühmter Mahler, aus vorher-gehendem geschlechte der Herren von Cholard entsprossen,nachdem er der religion halber viele Widerwärtigkeiten aus-gestanden, ist er endlich nach Bern in der Schweitz gekommen,allwo er bey dem Prediger-kloster den todten-tantz und sonstnoch hin und wieder in der stadt gemahlet hat. Es ist aufdem platze, da St. Vincentzen-kirche stehet, gegen dem Mosis-brunnen über ein eck-haus zu unterst an der keßlergasse, darandie Verführung Salomons zu der abgötterey durch die fremdeweiber, mit der anfrage: Salomon, was machst du hier ? ab-gemahlet ist, welches wiewol fast verblichene gemählde von ihmseyn soll. Er war sonst auch in der Ticht-kunst geübet, undhat an. 1522. in zwey getichten, welche auf der gaste von denknaben vorgestellt wurden, den Pracht des Päpstlichen Hofs rc.abgemahlt. Nach diesem ist er Landvogt zu Erlach , fernerRäthsherr und Fenner der stadt worden. Er war auch vonder Obrigkeit verordnet, der difputation zu Bern beyzuwohnen.Er starb an. in dem 46. jähre seines alterö. Sein söhnAlbrecht,ward nachgehends Schultheiß der stadt Bern. San-drarts Academie, k. II. Ilb. III. p. 2;;. Scheurer, lebenSeb. Majors, x. 14;. Llirgg. *
IVI äIssOjVH88IO, ist der nähme, durch welchen die Römerdie freylassung der leibeigenen knechte anzudeuten pflegten.Wenn zu Lacedämon ein knecht freygelaffen' ward, so brauch-ten sie gar keine ceremonien dabey, sondern der freye durftealsdann wie andere bürger einen krantz auf dem köpfe tra-gen, und ward mit selbigem um einige tempel herum geführel.
äs Kep. I.sceä. I. 12.
Bey den Römern brachte die UannmIIsso libertärem vsl ju-üsm vel non ZUÜ3M mit sich. Zu der ersten classe geschahedie Mnumiluo, 1.) Lenü>,wenn ein knecht mit bewilligungsejr
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nes Herrn in die rsbulss oensusles eingeschrieben ward ^alsdenn ward er ein Römischer bürger. 2.) VInäicka,auf folgende art geschahe: der Herr gieng mit seinem r« ^zum kr-etore, wo er nur diesen antreffen mochte, und zu ^cher zeit es seyn konnte, weil man die fache eben von keimgrossen Wichtigkeit achtete, solche auch beyneben fast lag"thun vorfiel. Daselbst drehcte er ihn erst einmal herum,zuzeigen, baß er nun hingehen börste, wo er wollte; rmrenden drehen gab er ihm eine ohrfeige, so denn ließ ^ w'' >o.seiner Hand, und sagte: bunc koniinein likerumene ^Endlich trat der I-ietor hinzu, und schlug ihn etliche um ^einem stecken, der hieß vinäicls, und daher kommt!'dens-art, vinäicsre in libertstem. z.) Tettsmenw. ^ -numililo aber sä IlbertstelN HONjultsm geschahe ,
üolsm, wenn der Herr seinem knecht, den er verschickt Vin einem briefe zuschrieb, daß er frey seyn sollte; (2.) ime ^cos, wenn er ihn in beyseyn guter freunde losließ ^ MNmenlsm, wenn sich der knecht mit dein Herrn zu tiM > ^durfte. 7 -eaa«,äs msnumiillons servorum. II- ' pa
In den mittlern zelten war die MsnmnMo vel ckrec» >einer gantz und gar frey war, und ihm niemand mw ^fehlen durste, oder non äirscts, da einer zwar aus der 1rcy und leibeigenschafft loskam, aber doch seinem Hftr ^fröhnen und diensten verhafftet war; und dieses war mw ^besser als die knechtschafft. Man führte aber den knecyrrentheils in die kirche bey den altar, woselbst man u)M ' Mseyn des Bischoffs und der Geistlichkeit den drief, kraift rer frey gelassen ward, auf den köpf legre, so daßtze gemeinde sehen konnte. Dieses pflegte man gen"" » cham heiligen Oster-fest vorzunehmen. Man hatte aumandere lpecies Älsnumilllonis, als per epiltolsm, parrium , wenn der Herr vor der Obrigkeit feinern k'M gstjch,äensrlum oder stück geld aus der Hand schlug, weichte»sam das löse-geld seyn sollte, und solche hiessen hernacy ' ^nes äensrisls«; per rrsäitionsm srmornm, wenn w,<,^ackwehrhafft machte. Bey den Longobarden war lm s^^chtülsnumilfto per gusrtain Mltnum , wenn der Herr iüdem andern, der andere dem dritten, der dritte dem vn ,die Hände gab, dieser aber ihn los ließ. L«
leg. cliss. cle commillioaibus l
ii-l, (sen. r?i2. * ,k-ten si^
Manutius, (Paulus) war einer der nettesten GelA^ss ygt-ner zeit, und wurde zu Venedig an. 1512. gebohren. ^ter, Aldus Manutius, ein gelehrter buchdrucker an dem " ^ten orte, unterrichtete nicht allein seinen söhn selbst, so"^ ^ihm auch geschickte Lrseceptores, da er denn in garruryguten gründ in den wissenschafften geleget, sonderlichLateinische spräche nach ihrer reinigkeit und r^e augründ erlernet, wiewol man gleichwol von ihm anmerac 'er mündlich nicht drey Lateinische Worte hinter emam"bringen können, oder besser zu sagen, nicht vorbringen ^j-nur weil er furchte, es möchte ihm eine nicht allzu ^ verNische rebens-art dadurch entfallen. Hingegen war erfeder desto geschickter, und schrieb alles in der fttMmnkeil und mit der grösten sorgfalt. Denn wenn er etwa»tzen wollte, ließ er allezeit 4. finger breit zwischen ^' stickeräum, damit, wenn ihm bessere Worte beyfallen ftMw t,rinBan statt der vorigen einrücken könnte, und brauchte wviel monate zu einer einigen epistcl, welches jedoch w ^jchlsnicht also zu verstehen ist, als wann er diese zeit.hmdmwanders gethan hätte, Massen seine viele, so dmfe;grosse und wichtige wercke das gegentheil klar gchÄ alicksondern nur also, daß Manutius die gewohnheck gev^ be-gar seine Lateinische briefe eine ziemliche zeithalten, und sodann oft durchzugehen und zu verbeljern- E"durch nun brachte er feine fchreib-art zu solcher vollcon ^0daß man seine briefe höher als des Ciceronis se^U,, ,vac,e^"fleißig er nun über Verfertigung seiner eigenen schulten ^ Msolchen eifer wendete er zu herausgebung Griechllchee.-^teinischer scribenten an. Daher es denn kommt, vav> ,pjcoden manuldrlptio gleich geachtet wird, absonderlich 2 ^hal>seine edition von dem Cicerone für gantz was »ngemeu Hydernten. Im übrigen hielt er sich nicht allein zu Vmebig / ^ perauch in andern Italiänischen städten auf, bis tyn e» amPapst Pius IV. nach Rom zu sich beruffen, und im peilsehnliche penffon reichen lassen, damit er die autliem ^ ^ an-druck der Laerum führen mochte. Eben daselbst paßi;74. in dem 62. jähre seines alters; wiewol andereer zu Venedig dieses zeitliche gefegnet. Durch ftm am'studiren zog er sich einen kräncklichen leib und icywu ^ „owzu, welches Unglück durch seine übel gerathene ftm
mehr vermehret worden. Denn diese war anfangs » . ^jt Ester zu Venedig, allwo sie das gelübde der stetigen reu,than; allein sie ließ zeitlich merck^n, daß ihr kem Ro" .gewachsen wäre, deswegen wurde fle von dem vauer» ^ amausgestattet. Allein sie hielt ihrem ehmann dre saroe zcno-verfiel in das allerunzüchtigste leben. Seine schrlften i oo,nw,eN'lis in Lio. KbetoriLsm LkkilosopIilLm; inOrrccio olflrs.vtarius; in kpill. sä ksmilisres, L sä llrcicum NN .welche neben den vorhergehenden über die Or. 1 ^Mewa'.und nützlich für die, welche Cicervnem recht vmtevcu -weitläufig und ausführlich sind; Mä-cium ^ joec- ^ stoIn Üoratium; Lpiitolsrum llbrr XII>; äut g —