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von Charleroy bey. An. 1694. gab ihm der König den er-den des H. Ludwigs, und machte ihn das folgende jähr zumGeneräl-Virsctor von der cavalerie. Nachdem er hierauf einezeitlang in Italien kriegs-dienste gethan, und an. 1701. zumGeneral-Lieutenant ernennet worden,muste er als ausserordent-licher Ambaffadvr nach Spanien gehen. Er befand sich an.1702. in dem treffen bey Luzzara, da ihm nahe bey PhilippoV. 2. pferde unter dem leibe erschossen worden. So dannward er nach Franckreich zurück beruffen, und zum Ritter derKöniglichen orden gemacht. An. 172;. diente er wiederum inTeutfchland, und nachdem erBrifach und Landau einnehmenhelffen, conjungirte er sich mit dem Churfürsten von Bayern ,bey welcher gelegenheit er auch zum Marfchall von Franckreichernennet ward; der Churfürst von Bayern legte ihn hierauf inAugfpurg ein, und an. 1704. bedeckte er nach der fchlacht beyHöchstädt die retirade der Französischen armee. Den Winterdurch commandirte er im Elfaß, und diente das folgende jährwieder in Teutfchland unter dem Villars, bis er einige zeit her-nach nach Italien geschickt worden, da er unter dem Hertzogevon Orleans sich bey der belagerung von Turin befand, undin dem dabey gehaltenen treffen tödtlich verwundet ward, sodaß er wenig stunden darauf in den Händen seiner feinde ge-storben. Er liegt in der Haupt-kirche zu Turin begraben, undhat sich niemals verheurathet. , bitt. äes gr-mäs 05 -
kciers äs la Lsmonns.
Marchina, (Martha) ein gelehrtes frauenzimmer, war zuNeapolis von schlechten eltern gebohren, mit denen sie in dem7. jähre ihres alters nach Rom muste, da sie sich mit Verferti-gung von seifen-kugeln fortbrachte. Man fand an ihr alle ge-schicklichkeit zu erlernunq der Lateinischen, Griechischen undHebräischen spräche. Sie machte auch schöne verse, sonderlichaber setzte sie sehr nette epiZrZmmgta auf. Sie starb in dem46 freu jähre ihres alters an. 1646. kin. k. IH. c. 64.
* Marchmont, (Alexander Hume, Graf von) war ein söhnAlexanders, Grasen von Marchmont, und führete bis auf denim aug. an. 1724. erfolgten tod seines vatters den titul einesLords Polwarth. An. 1716. ward er als außerordentlicherLnvoys an die Könige von Dänemarck und Preussen geschickt,und nach seiner rückkunft zum Clerk-Register von Schottlandernennet. An. 1720. ward er «dermal nach Dänemarck ge.sendet, und zugleich mit dem characler eines Amdassadorn ver-sehen. An. 1721. ward er als erster Gevollmächtigter auf denfriedens-congreß nach Cambray geschickt, allwo er sich einigejähre aufhielt. Den iz.febr. an. 1725. erhielt er den Distel-orden , und den io. apr. an. 1726. die würde eines geheimenRaths, worinn ihn König Georgius II. bestätiget hat. An.1727- wurde er auf 7. jähre zu einem der 16. SchottischenPairs ernennet, die im Ober-Hause zu Londen sitz und stimmehaben. Den 4. febr. an. 1728. erhielt er die stelle eines Clerk-8ecretsrü, und Verwahrers aller Königlichen und anderer tri-bunalien register und schriften in Schottland, wie auch einesLord-Lieutenants derGrasfchafftBerwick, wozu im sept. die-ses jahrs das Guberno der alten Banquk in Schottland ge.kommen. An. 17z;. resignirte er die stelle eines Clerk, be-hielte aber die andern ämter bis an sein den 9. mertz an. 174».erfolgtes ende, da ihm denn sein söhn der Lord Polwarth inseinen tituln succediret.
* Marchpurg, Marburg, Margburg, oder Marpurg,siehe Marchburg.
s Marchthal, lat. Narrellum, ivlsrtolum, eine ungefürsteteReichs-Abtey und kloster Prämonstratenser - ordens zwischenEhinqen und Riedlingen an der Donau, nicht weit von demkloster Zwiefalten auf einem starcken felfen gelegen. Der Abtdesselben ist ein Rcichs-und Schwäbischer Kreis - Stand , undtrift man seinen nahmen in der Unterschrift der Reichs - ab-schiede von an.i;oo. zu Regenspurg, i;io. zu Augsburg, 1512.zu Cöln, 1521. zu Worms, und 1654. zu Regenspurg an. An-fangs ist es ein Lollegium von 7. weltlichen Limonicis gewe-sen, welches die Hertzoge von Schwaben Hermann, vatter undsöhn, an. 1000. und 1006. gestiftet. Es ist aber daffelbige fastwieder vergangen gewesen, bis an. 1171. Hugo, Pfaltzgraf zuTübingen, nachdem er aus der gefangenschafft Guelfonis desjünger», in welcher er ein kloster zu bauen, die gelübde ge-than, erlediget worden, selbiges zu einer Prodstey errichtet, unddie L-monico8 abgeschafft, welche stiftung der Papst CölestinnsIII. an. 1192. bestätiget. Neben der Prodstey war anfänglichein Nonnen-kloster, welches der Probst Conrad «»1.127;. demärgerlichen leben der Mönche mit den Nonnen zu steuern,gantzlich abgeschaffet. Hierauf wurde an. 14-8. aufdem Lon-cilio zu Costnitz der Probst Heinrich Meerstetter zum erstenAbt erkläret. Sonst hat das kloster die kostbarsten gebäudegehabt. Es hat aber nicht allein Graf Eberhard von Wür-tembcrg in dem XIV. stesulo solches auf den gründ ruiniret,sondern es hat auch der ;o. jährige krieg die gantze gestaltverändert. Etliche Bifchöffe zu Costnitz haben diese Adtey, wel-che unter ihre vioscss gehöret, mit herrlichen öenestcüs verse-hen, es hat auch dieselbe von Röm. Kayscrn und Königen nachurid nach vortrefltche freyheiten, gerechtsamen, exemptionen undPrärogativen und ihre Ncichs-Standschafft bis jetzo ohnange-fochten, auch, nachdem Reichen«» dem Stifte Costantz incor-poriret worden, das Virceivrwm aufder Schwäbischen Präla-ten-banck erhalten. Der erste Probst zu Marchthal war Eber-
hard, und starb den 16. mertz an. 1178. der letzte aber , H"rich Meerstetter von Ehingen, ward der erste Abt, und Nlkloster in allem 2;. jähr vorgestanden. Der zweyte Ab», 0.docus, oder nach andern Jacobus Planck von Ehingew wcher Aleshaufen am Feder-see, »vo Hermann« OonrrsÄi mubegraben liegt, an sein kloster erkauft, ward an. ' 47 °-Grafen Eberhard von Würtemberg in feiner wohnungHoden, und gefangen genommen, folgends aber gegen eine rzion von 1000. Rhein, gold-gülden wieder auf freyen »w L
stellt. Die neuern Äebte erzehlt Moser, fortsetzung Cruiu
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einige vorgeben. wpogr. 6USV. von
spic. scsl. des Reichs-Archtvs ;ter theil. HildervTeutscher Reichs-Staat. äs mon. Osrm.
nal. psllim. st/. inanusisr.
Marci, (Johannes Marcus) äs Kronland, war an.gebohren, lehrte zu Prag die Medicin, und war l-I^iicu»Königreichs Böhmen. Er war in den Orientalischen sp^ch,sehr erfahren , und seine Philosophischen schriften MP"gründliches und tiefes einsehen an. Er starb an.
;o. dec. Man hat von ihm kluIolophiittN vetersm re» ,rsm, einen tractat von Regenbogen; cle läeis läearumratricibu«, »velches buch bey vielen Grossen beyfall vereisäs Oensrstione L Lorrupäone; Und andere mehr« ^
elog. biog. ^
Marcia prob«, eine Königin der alten Britten inland, regierte noch vor der gedurt Christi, und war desnigs Gmthelindi gemahlin. Nachdem sie ihren genial)'zeitig verlohren, beinühetc sie sich, die Repudlick in euim v ^ten stand zu bringen. Sie gab auch gesetze, die von > unahmen führen, und von Gildas dem klugen in die Lacenminglcichen von dem Könige Alfreds in die Spanische w'. A,übersetzet »vorden. ?»/. tVr-rÄ»,.
LnZI. , äs Isript. ängl. p. 66 . . ^,
* Marcia, eine tochter Varronis, so nicht nur sehr stautesondern auch noch über diß im mahlen und stechenkünstlerin hieß. Sie war von solcher schamhaffttgre»keuschheit, daß sie niemals ein manns-bild mahlen oder mwollte, damit sie nicht auch diejenigen theile des leibes ^schildern müste, welche die natur verdeckt wissen wollte, ^die alten künstler pflegten ihre bilder insgemein nackend i"werffen. V. Kss,/«/. com. II. x>. 1006.
Marcianiten, gewisse ketzer, so mit den Marcioniten nmüssen verwechselt »verden. Der Urheber ihrer ftctewmcianus. Sonst hiessen sie auch vocetL. oder Lksnumo-n' ^Marciano , (Fabricius von) so erst Bischoff zu Torco ^und im jähre 1476. zu Piacenza wurde, hat eine cyron> ^Obrigkeiten in Piacenza, die jährlich abwechselten, »e >nem Verzeichnis der Bifchöffe dieser stadt geschrieben, vMuratorius dem XVI. theile der Llcrixt. Xer. Icallcar. e>leibet hat. ..^he,
Marciano, ein kleiner ort in dem Florentinischennicht weit von dem flusse Chianc, zwischen Cordon« ^or-te Sansovino gelegen, welcher durch eine fchlacht deruy"den, so in derselben gegend an. i;;4- den ;. aug. an 0 He-des Papsts Stephans zwischen den Franzosen unter ocneral Petro Lrtrozzi, und den Alliirten Kayferlichenrentinern unter dem Marggrafen von Marignano, zu"theil der ersten vorgegangen. Als etwas jonverllchs y"angemerckt, daß der ort, an welchem die Franzosen ni^-ytressen das meiste gelitten, O-stliLiäio oder Franzosen-'geheissen. Zum andencken dieses stegs hat der Hery ^Florentz, Cosinus I. den Ritter-orden St. Stephan» an.gestiftet. Kill. äs kianse tom. II. p. lsyz. .,yj,
Marcianopolis , ist eine Bulgarische stadt in MoWWä-schen Odessa und Anchialus. Ammianus MarcemlM'det, daß sie diesen nahmen von einer schwester des Awelche Marcia geheissen, bekommen. Trebellius Pou> » „n-cket dieses orts im leben Kayscrs Claudii II. wenn er A,eterfchiedlichen bey dieser stadt gehaltenen schlachten rrr?'war vor zeiten ein Vifchöfflicher sitz. Der Loäex 4 ^ze,nu3 gedencket des Marmarii, eines Bischoffs an dien'als eines rechtglaubigenLehrers, dessen lehre angenouuden sollte, geo§r. mwig. ^-g ftllE
Marctanus , ein Morgenländifcher Kayser, purchschen foldaten söhn, wurde durch eine offenbarung /5die wähl der Pulcheriä, einer schwester des Kayftrs ^ ^,e
sii II. welche ihn mit dem bedinge heurathcte , »>av ^ ,v<,rberühren sollte, an. 4?o. aus den thron erhoben, ^^„vomit in der fchlacht, welche die Römer unter Marks cv> Aen-an. 4; i. in Africa verlohren. Man sagt, daß, a>d r - ^
serico, der Vandalen Könige, gefangen worden, 0», ^„pi
Verwunderung wahrgenommen,daß sich ein adler am, ^ ssoi'qesetzet, weswegen er ihn alsofort wiederum Mu«. unwstantinopel gesandt, nachdem er ihm zuvor ver prsen,daß er die Vandaler nicht mehr bekriegen woTheodosii des jüngern tode kam er auf abgedachteHeurath der Pulcheriä, die selbigem in der regiern» ^,1 r-'te, auf den thron, und vermählte sich diese PrmtzeM a"'jul. oder nach der Alexandrinischen chromck, den r - 4G