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Vierdter Theil. He - Mc.
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man fasten, damit es nicht schiene, als wenn man den GOtt derJüden ehrte; welchen man endlich hinzu füget, daß er dasgantze Alte Testament als ein werck des bösen gottes, auchunterschiedene bücher des Neuen Testaments verworffen, odernicht anders als vor corrumpiret und interpoliret angenom-men. Diese und andere irrthümmer nun suchte MarcionNicht allein mündlich , sonder» auch schriftlich auszubreiten,und ist sonderlich unter seinen schriften bekannt das werck, wel-ches den nahmen Lmicksles gefuhret. Unter seinen anhängernund jünger» sind für andern berühmt Lucanus und Apelles ,die aber wiederum in etlichen stücken von ihrem meister abge-gangen, und besondere fetten gestiftet haben. So fehlte es auchim gegentheil nicht an rechtgläubigen Lehrern, die sich demirrthum der Marcioniten kräfflig widersetzten, als IustinusMartyr, Irenäus, Dionysius Lorinchius, Tertullianus in 5.büchern wider den Marcionem; Theophilus Lntiooksnus, undviele andere. Die Kayser Constanlinus N. Arcadius, und an-dere bemüheten sich gleichfalls , diese fette bey Zeiten zu tilgen,und machten unterschiedene Verordnungen wider sie. Daher»Epiphanius selbst gestehet, daß es ihm schwer gefallen, dielehr-satze dieser ketzer zu untersuchen. ->po-

togis II. pro LlirMsois. , Läv. ÜWreses lib. III. L

IV. T'errAÄaN. äs prselcript. säv. ilLretisos üc säv.eionem. Kilt. essl. lib. IV. c. 14. L slibi.

Heeres. 4». äs keerss c. 22. beer. strbul.

lib. XI. , äs borest c. 40. Xae. kill.

eccleL isec. II. , äs keereHsrslu'z Avi äpoliolici fett.

II. s. 7. introä. aä bili. sceles s. 41 - Ar-

nolds ketzer-historie.

Marck-Brandmburg, siehe Brandenburg.

Marck, ist eine grosse Grafschafft in dem Westphälischenkreise, hat die Hertzogthümmer Berg und Eleve und das Biß-thum Münster zu grentzen, und wird durch die Roer, Lippe, Lei-ne und andere geringere flüsse benetzet. An vieh-weyde undholtzungen hat sie gute nahrung; es sollen auch hin und wie-der metallen gegraben, und sonderlich gute Mühlsteine gehauenwerden , welche man an andere orte verführet. ES gehörtzu dieser Grafschafft das Stift Essen , das Stift Werden ander Roer, die Aemter und städte Altena, Blanckenstein, Bockum,Deckenfeld, Camen , Dortmund, so eine freye Reichs-stadt,Hamm, Hattingen, Hoerden, Jsselar, Leimfchede, Llppstadt,Nienstädt, Nnynen, Schwartzenberg, Schwier, Soest, Unna,Werden, Werdore, Wetter. Vormals wurde das land voneigenen Grafen besessen, welche an. i;26. das HertzogthumEleve, und zu ansang des 16. jahrhunderts auch Iulich undBerg durch heurathen acquirirt, nach deren an. 1609. erfolg-tet» abgang und vielem streit endlich an. iü66. durch die so-genannte beständige transaction das land an das Haus Bran-denburg gekommen. Lucä uralt. Grafen-saal, ?. I. leg. (Dic-ht Iülichtsche Succeßion.)

Marck. Das geschlecht der Grafen von der Marck wolleneinige aus Italien herleiten, und geben vor, baß zu den zeitendes Kaysers Ottonis III. zwey bruder des gcfchlechts der Ursi-ner mit gedachtem Kayser nach Teutschland gekommen, sichin Westphalen veste gesctzet, und allda das schloß Altena erbauethätten. Andere aber glauben die sach besser zu treffen, wannsie ihren Ursprung in Teutschland sechsten suchen » zumalen esin Sachsen zu den alten reiten an Hertzogen, Marggrafen undGrafen niemals ermangelt, daraus dieses geschlecht hättekönnen erbauet worden. Adolphus I. und Eberhardus I. wa-ren brüdcr, und führten den titul der Grafen zu Altena, welchernachgehends gegen die mitte des XIII. seeuli in den von derMarck verändert worden. Sie stunden dem HertzogeWalrado zuLimburg an. 1129. wider seine feinde bey, und wurde endlichein blutiges treffen gehalten, darum Graf Eberhard im gesich-te eine wunde bekam. Hierauf soll sich dieser des nachts wi-der wissen seines bruders weggemacht, und eine wallfahrt nachRom, und von dar nach Compostell in Spanien gethanhaben. Man giebt auch für, daß er sich so sehr erniedriget,daß er in Franckreich der säue zu hüten sich nicht geschamel.Als aber eiidlich seine hohe ankunft entdeckt worden , war eraufzureden des Abts in dem kloster Marimont in den Mönchs-orden getreten; worauf er eine reise nach Teutschland gethanhaben, und zum Abt des klosters St. Georgenderg gemachtworden seyn soll. Sein bruder Adolphus I. Grafzu Altena,hatte zu enckeln Brunonem I. und Adolphum II. Bruno I.wurde Ertz-Bischoff zu Cöln am Rhein, und begleitete Lotha-rium II. nach Italien, verlohr aber das leben in Apulten. Deinbruder Adolphus II. pflantzte das geschlecht fort; er hatte viersöhne, Fridericum l. Brunonem II. Engelbert»»» I. und Eber-hardum II. Fridericus I. wurde gleichfalls Ertz - Bischofs zuCöln. Er begleitete an. n 58. den Kayser Friedrich nach Ita-lien, starb aber zu Pavia. Der andere söhn, Bruno II. wurdegleichfalls zu dem gedachten Ertz-Stifte erhoben. EngelbertusI. bekam in der thcilung daS Bergische land, und wurde Grafzu Berg oder Bergen; (siehe Berg.) gleichwie Eberhards II.die Grafschafft Altena, als das stamm-haus, zufiele. Unter bestsen söhnen sind Adolphus III. Fridericus II. und EberhardusIII. zu mercken. Adolphus III. Graf zu Altena, der erste söhn,wurde an. nyz. Ertz-Bischoffzu Cöln. (Siehe Adolphus I.Ertz-Bischoff und Churfürst zu Cöln.) Sein bruder Frideri-eus II. residirle auf dem schlösse Altena, gleichwie der dritte bru-

drr, Eberhardus III. jenseit der Lippe das schloß NienbriM bherrschet, wie auch über der Roer das schloß Jsenderg. DAletztem söhn, Fridericus III. hatte Hertzog Heinrichs zu rubürg tochter zur gemahlin. Er begierig an. 1222. anien"vetterEngelberto, Ertz-Bischoff zu Cöln,einen todtfchlag/weowgen derKayser seine schlösser schleifen,und alle übrige gutyer cvfisciren ließ. Er selbst aber wurde zum rade verurtheilei,dann bey der stadt Cöln, einige meynen zu Nürnberg,cution auf einem rade von ertz vollzogen wurde. Von ^söhnen hat Theodoricus den Limburgischen äst, von welchenGrafen Limburg in Styrum entsprungen, aufgerichtet. '-A'chStyrum.) Fridericill. söhn , Adolph. IV. ließ den nahMAltena, wegen des von dem geräderten Friderico III, IsslAAckmilie zugezogenen fchimpfs fahren, und nahm den titul ...von dem erkauften schlösse dieses nahmens an. Er "wöss > ,auch der zerstörten Hcrrschafft mehrgemeldten seines eMU»Vetters an, und legte an. 1226. den gründ zu der stadt Ha>

Er ließ auch das schloß Blanckenstein aufrichten , und vra /die Grafschafft wieder in gutes aufnehmen. Er starb envan. 1249. nachdem er mit Hertzog Heinrichen zu Limburg 'den Herren zu Wildenberg krieg geführet, auch zu verlast^ l-malen glücklich gefochten. Er hinterließ 4. föhne^, umA ^chen Eberhardus IV. bey währendem turnier zu NeuS Mden; Gerhardus, Bischofs zu Münster worden; Otto, wss" ,die schlösser Altena und Blanckenstein nebst andern gmobekommen, an. 1262. ohne leibes-erben verblichen; EngA ^tus II. aber das geschlecht sortgepflantzet. Er brachte ssA Sss',,Grafschafft wiederum zusammen, und führte einen lwA ^krieg mit dem Ertz-Stift Cöln. An. 1277. wurde er vo>'ss-A,mann von Loen überfallen, und aufdas schloß Bredevorr ^fangen geführet, allwo er für gram gestorben, nachdem wm2. gemahlinncn verschiedene kinder 'gebohren worden.

ersten wurde er ein vatter Eberhardi V. und dreyerder andern aber eines sohns Gerhard«, und einer tochterbethä, die dem Grafen Florentio IV. in Hollandworden. Nach feinem tode folgte Eberhardus V. »n 0" ^gierung. Er trieb die Bredevorter zu paaren, und stlsse l' MNdurch bey dem Kayser Rudolpho I. in grosse Hochachtung-»^mercket von ihm an, daß in seiner gegenwart der KE ^mals eine traurige mine spüren lassen. Nach diesem vc» ^mit dem Ertz-Bischoffe Siegfried zu Cöln zu thun, we wden Grafen von Geldern, Lützcnburg, Nassau und Fal»r ,sich wider Graf Eberharden und dessen Älliirte den HBrabant, den Grafen von Berg und die stadt Cöln , uc !dern verbunden. Allein der sieg fiel aus Graf Eberharov' ^aus, da dann der Ertz-Bischoff von Graf Adolphenund der Grafzu Geldern von dem Hertzoge in Brabam v ^gen genommen wurde. Dieser Graf muste zu ftmer A ^Limburg, und der Ertz-Bisüioff ebener Massen verschiedene ^te abtreten. Doch bekam hierdurch der krieg noch remsondern es wurden noch immer verschiedene feindselig"»-geübt. Es qerieth auch an. 1299. Graf Eberhard m» ^,j-Bischoffe zu Münster wegen des Grafen zu Tecklenburg«stigkeit, welche sich aber bald wiederum geendiget- A ,§jß-gende jähr ereigneten sich mit dem Ertz-Stifte,ComVerständnisse, die aber dahin ausschlugen, daß veyfrieden Gras Eberharden das schloß Limburg wiederten werden muste. In eben diesem jähre hielt er des AAlberti partey wider dieErtz-Bischöffe am Rhem, »mhjcwider sie mit gutem glücke, wiewol ihm von den ssvwm" „ykstadt Unna und seine Gräfliche lande bis an Asien ve"wurden. An. i;o;. bekam er die Statthalterschafft m ^ ü'dern. Zu gleicher zeit ereigneten sich mit dein BlMAAL»-Münster neue Händel, darin» dieser Graf daß va ^

abtrete» muste. An. i;o6. wurde der Bischofs abgttetz ,sich dann verschiedener Münsterischer Plätze deinäeyttgc ,dadurch die Capitularen genöthiget, seinen anverwGrafConrad von Bergen, zu dieser würde zu erwehlem ^jähr hernach starb dieser tapfere Kriegs-Hcld, »achven ,seiner gemahlin Jrmgard, Graf Adolphs zu Berg' - h„e»ein vatter verfchiedener Ander worden. Unter ielnen ^ g„.erwehlle Adolphus V. den geistlichen stand, und n ui; 12. zum Bifchoff von Lüttig postuliret. Dessen vr> ErEngelbertuS III. fuccedirte dem vatter in der regA» >0 be-würbe gleichfalls, wie sein vatter, in verschiedene ermenget. Den ersten führte er mit dem Bischo»^»brück, darin« er aber etwas unglücklich war. --s.geiibcksnahm er den Cölnischen das neugebante sthloß »"Ib,,ssc>''weg, muste es aber das folgende jähr wieder»»» Frie«An. i;i4- befand er sich bey der crönung Ertz-H^MpeN>drichs von Oesterreich zu Bonn, da immittelst der cricoErtz-Bischoffe zu Cöln aufdas neue wiederum an^Mhw^welchem Graf Engelbert den König IohanneNlNUSAund viele »nächtige Grasen zu gehülssen hatte. Er M ^ Han.i;28. von seiner gemahlin Mechkildis,huinv^tern Freyherr» zu Aremberg tochter und erbm,und Eberharden VI. hinterlassend , welcher letztere ,,>>geerdet, von welchen» die Grafen von der Marck zu paß'Luinain abgestammet; (siehe Aremberck-) EI seineran. i;zi. eine reife in das gelobte land vor. Nässt 'jxerEtzrückkunft zerfiel er an. i; 44 - mit demEry-SttfteCo>w ^ fln'

ches er das folgende jähr einen grossen sieg dttochlen. » -hierauf an. izq.?, und fuccedirte ihm sein söhn Ens-