Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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1032
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mar

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Marco, welcher unter dem Kayser Leone um das jähr yao. ge-lebethat, beyzulegen seyn; welches doch von andern billig ver-worffen wird, sintemal diese schriften von dem Photio angeführetwerden. «Es sind aber diese schriften hauptsächlich seine Llceclc»,als 6s ksrs6ilo L I>SAS ssiiritusli ; 6e Ki8 , gui putsnt, exOx>eriku8 le zukilleari; 6e koenitentm; ckeksprilmo; krsess-

xts ssllltgrw 36 Ricolsum; Lspituln Lemperantise, und andere,die sich zusammen in der bibllochecs kim-um befinden.co6iee 200. in Niüoris Le/lar»rr«tt-, 6s

lLriptoribu8 oceles. L7ave, Lc.

Marcus, ein bekannter ketzer in dem II. lleculo, war zwarein discipul des Valentin!, stiftete aber unter den Valentinia-nern eine besondere secte, dessen anhänger Nsrcllie, wie auchÄlskLolii genennet wurden. Irenäus redet dergestalt von ihm,daß man schliefst» kan, er habe noch zu seiner zeit gelebet. Seinelehr-fatze und irrthümmer kamen zwar in dem gründe mit denValentmianischen lehr-satzen überein, und hatte er mit den ;s.Lonikus, die er durch ;o. buchstaben vorbildete, sehr viel zuthun; doch that er noch seine besondere meynungen und ein-falle hinzu. Er wirb auch insgemein der zauberey beschuldi-get , wodurch er ihm ein grosses ansehen zuwege gebracht.Ja man sagt, wenn die lVIarealii das heil. Abendmahl hät-ten halten wollen, wäre vorhero durch ihre zauber-kunste derMisse wein in einen rothen verwandelt worden. Von dergottlosen lebens-art dieser leuthe, wie sie die reichen und scho-nen weiber verführet, durch liebes-träncke dieselbige an fich ge-zogen , grosse Unzucht und andere bosheit verübet, wissen dieAlten gar viel zu erzehlen. /»"-«E, lll>. I. s. 9.

6e prseleript. 36 verst kreres. c. ; 0. 6s k-eies. c. 42.

iikeres. t4. Le , in notis »6 vsri» 8. p. 6;c>.

leg. ckillert. 6e Mres. Vslentin. 36663 inkroä. Kilt. xkilos.Lbr. p. 464. leg.

Marcus, ein anderer ketzer in dem IV. lleeulo, welcher dieketzerey der Priscillianisten nach Spanien gebracht. Er war, .wie man vorgiebt, gebürtig von Memphis in Egypten, undreisete hin und wieder, die irrthümmer der 6nollieorum , de-nen er zugethan war, auszubreiten. Insonderheit kam ernach Gallien, woselbst er viel anhänger bekam, indem er inseinen lehr-sätzen der Wollust zäum und zügel ließ. Von bannengieng er nach Spanien, woselbst er sehr viel weibs-personenverführet, darunter die vornehmste Agape hieß. Es soll aberauch Helvidius, der Redner, seine partey angenommen haben,und ist von beyden Priscillianus unterrichtet worden , vonwelchem also die Priscillianisten ihre benennung haben.

epill. 36 Ltelixh. 36verlli8 kel3gium. killor.

ftwrse lib. II. c. 44. ,36 anmim Lkrilli ;8l- ,

eritlL3 Lnti-Lacon. 36 3n. Lkr. ;8l. §. i;.

Marcus, ein Bischofs von Ciudad 6e Puerto oder Portoin Portugal!, war von Lisabona gebürtig, davon er auch dennahmen geführet. Er begab sich sehr jung in den Francisca-ner-orden, setzte sich aber gar bald in besondere Hochachtung, sodaß man ihn einmüthiglich erwehlte, eine chronick von deingedachten orden zu schreiben. Er that deswegen eine reise, undnach feiner zurückkunft verfertigte er davon;. theile,wiewol ihmnoch mehr zugeschrieben werden. Der König Philippus II.in Spanien gab ihm an. i;8i. das Bißthum Porto; woraufer 4. fahr hernach die Lonllitudione8 8)mo6»Ies an das lichtstellte. Er starb an. 1591. den iz. sept. in annrck.

A bibl. iVlinor. I. l^Mok. tttk. kr3NLlso. 6eleript.

Hilpsti. <Ls.

Marcus, ein Mönch zu Monte-Caßino , lebte in den, VII.iTculo, und übersetzte das leben des heil. Benedicti, welchesder heilige Gregorius geschrieben, in Versen. Diese schrift istan. i;y2. mit des Procheri Martinengi getichten zu Rom her-aus gekommen. 6e scrixt. ecclss. c. zz.

in suÄario. Ls.

St. Marcus, (Ritter-orden von) ist zu Venedig aufge-richtet , und werden damit nicht allein Venetianer, sondernauch fremde,und sonderlich gelehrte leuthe, beehret. Wie dennDaniel Heinsius, Andreas Argolus und Christophorus Forstne-rus zum beweis dessen dienen können. Das zeichen ist eine gülde-ne kette,woran eine Medaille hängt,auf deren einer feite ein geflü-gelter löwe stehet, so in der rechten klaue ein blosses schwerdt, inder lincken aber ein offenes buch hält, worein diese Worte ge-schrieben find : kax tiki klares Lv-Wgslilla meu». Die Rit-ter , welche von dem gesamten Rath geschlagen werden, be.kommen gemeiniglich eine penfion von ein paar tausend duca-ten, und werden höher als die andern, welchen allein derHertzog diest würde ertheilet, gehalten. Kitt. Lguir.

Vener. 6e orig. or6. Lqueür. , p»,, yE

orden des Hosenbandes. Ritter-orden.

Marcus, von seiner geburts-stadt in Italien Viterbienl-8,zugenannt, ward an. i;;-. zum 22sten General der Minoritenernennet, und hernach von Urbanv V. mit gutem succeß ge-braucht , die zwischen Amadeo, Grafen von Savoyen, undJohann, Marggrafen von Montferrat, zwischen diesem letz-tern und Galeario Visconti, zwischen den Bifchöffen von Ver-teilt und von Ast,, wie auch zwischen den Pisanern und den Flo-rentinern entstandene Uneinigkeiten beyzulegen. Als auch vieltausend zusammen gelauffene, theils Englische, theils Franzö-sische soldatrn viel unfug mit rauben und plündern in Italienstifteten, beförderte er ein bündnis unter den Italiänischen

IN

sept.

Potentzen, wodurch diese rotte gäntzlich getilget ward.ansehung solcher Verdienste gab ihm an. i, 66 . dender gedachte Papst den Cardinals-Hut. Er starb zuden ;. sept. an. izüy. und hinterließ 8 UMMLM LsluuwIcienUK, 8 ermonez s 3 ero 8 6 e Tempere, nebst andern dt" r.geschriebenen fachen. /-«Ze/r». elo§. Laräin. ora. ^ ^in kill. Vlorent. ^^ „si.

snn 3 l. Mn. 3 nnal. eecles. kill- t

* Marcus, war ein Patriarch zu Alexandrien bey anMrdes iz. jahrhunderts , und schrieb 64 . tzuTttione 5 ,dem Theodor Balsamon aufzulösen gab. Sie stehen aucv 1 ^des Balsamons antwort in dem ^ure 6rLco-llom3no, ^

In der Kayserlichen bibliotheck zu Wien aber ist eu" ^ iil-schrift, welche 2 . ginellionez mehr enthält, c'sve, tun-

tersr. ^

Marcus Antonius , ein berühmter kupfer-stecher, wu ^

Franci zugenannt, weil er von einem dieses nav'»^^e

lhmens

dieser kunst unterwiesen worden. Alle die kunst-stücke,der berühmte Albertus Dürer zu Nürnberg auf holtz v^'.^get, stach er zu Venedig in kupfer nach, unter desten Dürers nahmen. Zwischen beyder arbeit war emc > ^ähnlichkeit, daß wol der geschickteste in dieser kunst E siches hätte nur ein künstler solche verfertiget. Dürerauch dadurch so sehr aufbringen, daß er eine weite rem ^Venedig vornahm , um daselbst Marcum AntoniuMRepublick deswegen zu verklagen. Allein er konnte M«)' „c-erhalten, als daß dem gedachten Marco Antonio auftriW ,,de, ins künftige den nahmen Dureri nicht mehr zuchen. Nach diesem verfertigte er das bild der Lncrena /das urtheil des Paris mit solcher annehmlichkeil, daß Mderman darüber verwundern muste. Endlift) ließ erVerfertigung einiger unzüchtigen bilder gebrauchen , bar»^,aber bey dem Papst Elemente VII. in grosse ungnaoe ^und in ein gefängnis geworffen wurde. Er sollte aucy ^gar das leben verlohren haben, wenn ihn nicht einige vor'' ngPatronen aus dieser gefahr errettet hätten. In der crovvon Rom, so durch Kayser Carls V. tronppen an.schehen, verlohr Antonius alles das scinige. Worauf er b/^eine andere stadt begab, allwo er auch verstorben. M-

viriäar. , 6s kiäk. L 8culpt. Lonon. '

* Marcv, (Caspar und Balthasar) zwey bn'cherV0NM-bray gebürtig, welche sich beyde durch ihre grosse gJw'

keil in der bildhauer-kunst einen beständigen nahmen ermund fast alle wichtige stücke, so sie unter Händen go»a, / steeinander verfertiget. Man findet von ihrer arbeit vl«csowol zu Versailles als an andern orten, am meisten aor^die groupe, welche zwey Tritonen mit den sonnen-pftrvstellet, und welche ehedem in einer blinde von der gr'Apollo zu Versailles gestanden, nachgehends aber mten des dastgen schlosses gebracht worden, wegen lyrcr i -si^baren vortreflichkeit hochgehalten. Balthasar, welchergere war, gieng als Lllfunckus und kwkelloi u, derder mahler-und bildhauer-kunst an. 1674. mit tode av, ^aber an. 1679. 7>,/ro^6s. , entre .

vier 6e8 keintre8. .

Mardachai, aus dem stamme Benjamin, war ein Mo«»verwandter der Königin Esther, bey deren gemäht ^'^si,Hi-er grosse proben seiner treue abgeleget, dahero ihm am .x,liehe ehre erwiesen worden. Man hält mchrenthettedaß er das buch Esther verfertiget, weil in dem zwam §ß ervers des neunten capituls dieses buchs ausdrücklich „ >n>'diese Worte geschrieben. Er muß nicht vermenget NAeinem andern dieses nahmens, welcher ein discipul des^- ^^,chtvon Kvßi gewesen, und an. i;io. zu Nürnberg "wv -worden, nachdem er vorhero einen kurtzen begriff von .mudischen büchcrn verfertiget, encn»

p. 202. bibi. lluokin. ,

* Mardavige, welcher in Persien ein Reich auEsi^„xrhieng dem gottesdieiiste des Zoroasters oder der alten ^ wan, und ist wegen der aufrichrung des Reichs towmercken. An. y,;. befand sich in Persien ein gew'Mr.„jscheswelchen man für einen abkömmlmg der alten Peel'"^beitFürsten hielte; er aber seinen unterhalt mit si>che»„Ek ve^muste. Diesem ward einsmals durch einen Stermkündiget, daß seine drey söhne grosse Fürsten werde' >L'FerSe/. V. Lusrb. Hierdurch bekamen diese iungims.'

d'ienstebcgab,^

Hierdurch!

Hoffnung, daß sie sich bey dem Mardaviae inwelcher sich erstlich der landschafft Dilem am Caspuem'bemächtigte, hernach aber noch verschiedene angrenv nie-der eroberte, worinn ihm diese brüder sehr grosse d'M' ^des-sen , und daher zu den höchsten kriegs-amtern beforver» erV. N3r63vige. Da Mardavige zu Jlpaya ^ ^er-den sitz seines Reichs beseitiget hatte, von seinen sclaven^ ge-bet wurde, so machte sich Ali, sonst auch Amadedv'nannt, meister von feinen ländern, und richtete allda - pertiges Reich auf, welches unter dem nahmen des 6,

Buiden ist bekannt worden, v. Sm»"- k>ct

* Mardefeld, war ein Schwedischer General, w >denen zu ansang des ig. jahrhunderts zwischen oc-' pBvon Schweden, Carolo XII. und dem damaligen R ' - ^ot-Polen und Churfürsten zu Sachsen, Friedrich Augm