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Würdigsten andenckens, obwaltenden zwistigkeiten, und nachdemxr König von Schweden, nach dem dem;, ftbr. an. 1706. beyAanenstadt an der Schlesisthen grentze, wider die Polen undMachst,, erhaltenen siege, vollends in Sachsen einbrach , mitt^em ansehnlichen corpo Schweden, und viel tausend Polen,sich wider den König, Friedrich August, mißvergnügt be-sten , in Polen zurücke blieb , nicht lange hernach aber beyUüsch in Groß-Polen von einer armee Sachsen, Polen und^toscowitern geschlagen wurde.
Mardick, ein ort in Flandern, eine halbe meile von Dün-Archen gelegen, war ehemals wohl bevestiget. An. 164;. mach-en sich die Franzosen davon Meister, und lieferten dieses kortuedst Dünkirchen an. 1667. den Engeiländern in die Hände,Welche es aber den Franzosen wieder abtraten, worauf diese die^vestigungs-wercke niederreissen liessen. Ais die FranzosenAach dem Utrechtischen frieden Dünkirchen schleifen musten,üengen sie an einen haftn zu Mardick anzulegen, den sie aberA>ch auf verlangen der Engelländer an. 1717. völlig wieder de-woliren müssen. -l« ee-rrr.
M^ardochai, ein gewisser Jüdischer Rabbi, Eliezers Comti-mo, Unes Juden von Cvnstantinopel, söhn, schrieb einen Lom-zventarium über die 5. bücher Mosis, von welchem diejenige, soM in manuscript gelesen , bezeugen , daß darinn der sinn desWeck sehr wohl ausgedrückt werde, und daß er öfters die besten^abbinen, insonderheit den Aben-Esra, anführet.
Mardonius, ein General von Xerxis armee, Darii eydam,und des gedachten Terris, Königs in Persien, schwager, blieb''Nch Terxis abzuge ln Griechenland mit z 0000a. mann zurück,nnd eroberte hierauf Olynthum,auch in derl-XXV.oi^mp. oder0,' ^7^- Athen, wurde aber bald hernach von Pausania und
T^lstide, dxn Feldherren der Athenienser und Lacedamonier,M seiner armee geschlagen, und bey Platäas in Böotia ge-lobtet , welches ohngefthr den s;. sept. des gedachten iahrs ge-Ichahe, , Ich. VII. VIII. O/aLla,«i, lib. VII.
Mare, (Nicol äs la) ein gelehrter Franzose, wurde De-Mnt der Commissarien des Königlichen Burg-Gerichts zu Pa-> °, hernach aber Hofmeister bey dem Grafen von Verman-Nach dem tode dieses Herrn, der im jähr 1684. erfolgte,"nivsieng er von Ludwig XIV. bey dem er in ausserordentlichenuund, eine pension von 1000. francken, welche das sol-Unve jähr mit einer eben so starcken summe vermehret ward.
ein werck äs la?oiiss, so in etlichen folianten bestehet,^«0 vor ein Meisterstück gehalten wird , geschrieben , und ist an.den i;. april ohngefthr in seinem 82. jähre gestorben,seit.
. Mare, (Philibertus äs I») ein gelehrter Franzose, vonAI?" gebürtig, war in der Historie, Litteratur, und andernh ^"schafften erfahren, wurde auch um seiner Verdiensteals a? ""t dem Römischen bürger - rechte beehret, und starbsch ^arlements-Rath in seiner vatter-stadt an. 1687. Seine
tauten sind: äs Hella öurgunäico spuä 8egULnos. i6;6.
tzx'MS an. 1642. zum ersten mal gedruckt, an. 1689. aberch""ehrter wieder aufgelegt worden; IWoncorum kurgun-^ankpe^us. Iluberti I-sngusti. welches Joh. Petr.a,,^wig zu Halle an. 1700. drucken lassen; und verschiedenergen " berühmten und gelehrten männer ledens-deschreibun-
tz"' Ve bikl. cls la krsnce. jugem. tom. V.
, äs rek. uä eum psrtinent. p. 27z.
»tzpsllarechal, ein geschickter Parlements-Advocat zu Paris,Ca^er in dem XV. k^sulo unter Caroli VII. Ludovici XI. und^cvll Vlii. regierung gelebt. Molinäus hält ihn vor den^ln der glossen über die 8snÄionem LmgmLticgm Caroliilia^lche von andern einem, mit nahmen Cosinus Guimier,ivMneben, und bey den Französischen Praxis hoch gehalten
sbtU Lr , amosn. L. i8-
^- l-ineiAm, c. i;.
den r"areforchi, (Prosper) ein Cardinal, ward zu MacerataniL,,?- sept. an. iü;;. gebohren. Er ward anfänglich O-mo-Cyr°„ju St. Peter auf dem Vatican , hernach Blschoff vonex»„ u >n pLrtibus inftäelium , wozu er den?, jun. an. 1711.Dem?»! wurde. An. 1712. den 7. sept. ernennte ihn Papstiiiw K^Xl. zu seinem Luäirois, und den ;. febr. ^>1-1721.kgw ^K-Bischoff zu Cäsarea in Cappadocien, und endlich de-di^J^en 20. dec. an. 1724. den Cardinals-Hut von Bene-bch , r H- Er wohnte dem Lonsilio im Lateran bey, welches24. f„I'april an. 1724. seinen ansang nahm, und starb den
H,"r. au. 1^2, in einem alter von 78. jähren.
^arenholtz, siehe Mährenholtz.tagdx^eotjg, xjue gewisse landschafft in Egypten, unweit Ale-te» to anjetzo nach Castaldi Moleti und anderer scriben-Wird ^Ot, von den Jtaliänern knM äi Buchiara genennetdiach dieser provintz hatte ein stück von dem Alexandrim-wqr^ litorio seinen nahmen, worinnen unterschiedliche dorftrturi. / w deren einem , oder kax äscoutg-
M) , Jfthgras, der Verleumder des heilten Mhanasii,
^»ckx/^ielt, wie er dieses selbst in seiner andern schutz-schrsst ge-sky„, ^.Dieses stück von Mareotis muß sehrfruMbar gewesen" guten wein hervor gebracht haben, well Vtrgmus üb.
, solche rühmet. not. orb. ant.
^"stor. The».
* Mareschallus, (Thomas) siehe Marschallus.
* Marescotti, (Galeazius) ein Cardinal, von geburt ein
Römer, war aus einem alten adelichen Römischen geschlechte,welches sich ehedem von Rom nach Schottland, und nachge«hends aus Schottland wieder nach Rom gewendet haben soll,entsprossen , und im jähr 1627. gebohren. Nachdem er seinegeschicklichkeit, seine wissenschafft in der Rechtsgclehrsamkeit,und viele andere gute eigenschafften bey den Nnntialuren inPolen und Spanien , gleichwie auch bey verschiedenen Con-gregationen geäußert hatte, ward er an. 1674. von Elemente X.zum Cardinal, und hernach von Jnnocentio XI. zum Legatenvon Ferrara, auch zum Mitglied der wichligsten Congregatio-nen gemacht, und erwarb sich bey allen diesen bcdienuiigen,vornemlich durch seine liebe zur gerechttgkeit, allgemeinen bey-fall. Unter den nachfolgenden regierungen ward er wegen sei,ner gelehrsamkeit und grossen erfahrenheit in allen gelegenheitenzu rathe gezogen, war auch nach Jnnocentii XIII. tode derPäpstlichen würde überaus nahe; ward aber an derselben er-langung durch die Französische faction , gegen welche er sich je-desmal sehr ungeneigt bewiesen, und durch die besorgnis, daß erallzu streng und gar zu sehr nach seinem köpf regieren möchte,gehindert, wiewol er auch selbst sich ausdrücklich erklärte, paßer.wegen seines alters die Päpstliche würde nicht annehmenmochte. Im jähr 171;. legte er alle seine bedienungen nieder,that an. 1716. einen ansehnlichen vorsthuß zum Türcken-kriege,und starb an. 1728. als ältester Cardinal - Priester, und kro.tsskor des Dominicaner-ordens, wie auch des Lollegii ftoms-ni 8. ^pollinsri's. Er besaß viele trefliche eigenschafften, warsehr gutthatig gegen die armen, im Umgang angenehm , unddaher sehr beliebtdoch soll er etwas eigensinnig und stoltzgewesen seyn. tWorVe , app. p. i;;.
Koma lanLta. kaiii, tom. IV. Oe /« , memoires,
tom. II. p. 144.
Maretimo,.ist eine insul aufdem Mittelländischen meere, ander westlichen kuste der insul Sicilien, gelegen. Sie hat in ihremumkreis ungefehr 4. Teutsche Meilen, und ist berühmt wegendes treflichen Honigs, welcher allda gesammelt wird.
Marets, (Jean äe8) General-Advocat in dem Parlemen-te zu Paris, em mann von sonderbarer redlichkeit, beredtsamkeitund erfahrung in Staats-sachen, welcher unter den drey Kö-nigen in Franckreich Philippo VI Johanne und Carolo V^ wieauch m wahrender Minderjährigkeit Caroli VI. seinem vatter-lande grosse dienste geleistet. Indessen weil er das interesse desHertzogs von Anjou , als des ältesten oncle von dem minder-jährigen Könige, gegen desselben jüngere brüder, die Hertzogevon Berry, von Burgund und von Bourbon, welche zugleichmit dem erstem an der vormundschafft ihres vettern, des jetzt«gedachten Königs Caroli VI. theil zu haben begehrten, allzu-eifrig verfochten , so nahmen die letztere gelegenheit, als an.i;82. die stadt Paris revoltirt hatte, ihn unschuldiger weiftunter die mitschuldigen zu zehlen, und ihm an. i;8;. unge-achtet der oberwehnten Verdienste, seines hohen alters und desgeistlichen standes, welchen er angenommen, den köpf aufeinem öffentlichen schavot vor die füsse legen zu lassen. Erstunde den tod gantz Hertzhafft aus, bezeug« aber immer ge-gen das volck, daß man ihm die ursach desselben nie angezeigt,er auch seine Richter niemal zu gestchte bekommen hätte. Alsman ihn auch den König hieß um Verzeihung bitten , wei-gerte er solches, mit dem vermelden, er hätte weder gegen ihnnoch gegen einen von dessen vorfahren, welchen er ebenfallsgedienet, jemals das geringste verbrochen, seine treu wäre vonallen erkannt worden , und wann der damalige junge Königbey genügsamen alter wäre, wurde er gewiß seine dienste gantzanders erkennen. kill. äs krgncs, rom. II. x. ;«6.
;i6. 517. *
Marets, (- Jean äs«) Herr.von St. Sorlin, war wegenseiner geschicklichkeit in der Französischen spräche und Poesie indem XVII. sixsulo sehr bekannt. Der Cardinal äs Richelieuhielt ihn so hoch, daß er ihm nicht allein einige öffentliche ehren-ämter auftrug, sondern auch alle tage sich mit ihm von einigengelehrten und andern Materien unterredete. Hiebey führte erein böses und unordentliches leben , und machte sich kein beden-cken, dem frauenzimmer, so er zu seinem willen überreden wollte,Atheistische meynungen beyzubringen, wie denn sonderlich dievon ihm geschriebene Romans, die mit sehr viel garstigen undunanständigen fachen erfüllet sind, von seiner gemüths-beschaf-fenheit zeugen können. Endlich fieng er an seine bisherige le-bens-art zu ändern,gerieth aber dabey auf viel abgeschmackte undlächerliche einbildungen. Er machte sich weiß, und wollte auchder gantzen weit in einem buch ävis äu 8r. Llprit su kol überre-den , daß ihm GOtt den schlüssel der Offenbarung Johannisanvertrauet, und ihm befohlen, eine armee von 144000. mannzu werben, davon er auch schon einen theil beysammen hätte,um wider die gottlosen und Jansenisten zu streiten, der König inFranckreich als der erstgebohrne söhn der Arche, wurde dieselbeunter der führung der enge! St. Gabriel, St. Michael, St.Raphael und St. Uriel commandiren , nebst dem Könige vonSpanien alle Christen zu der wahren Catholischen religion brin-gen, den Papst nach Avignon bescheiden , mit demselben dieVereinigung der kirche zu stände bringen, und zuletzt den Maho.metallischen Unglauben vertilgen. Von den Jansenisten warer ein geschworner ftind, die ihm aber davor seine schände ziem-
Ssss lich