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lich aufgedeckt. Es ist zu verwundern, daß man ihm, Ungeach-tet dieser seltsamen einfalle, doch die beständige Verwaltung sei-ner ämter bis ansein ende, welches an. 1676. erfolgt, gelassen.Er war von errichkung der üssäemis krsngoile an, ein milgliedund besondere zierde derselben gewesen, und hat viele comödienverfertiget, welche insgesamt, und sonderlich die, so den titul lesVl6ons>rs5 führt , sehr hoch gehalten werden. Sonst hat erauch wider des Boileau satyren geschrieben, und ein koema lie-roicum, dessen titul, Liovi8 verfertiget, wtewol er doch , als diekenner nicht gar zu viel davon halten wollten, sich nachherodamit entschuldigen wollen, er habe solches, weil er indessen aufdie gedancken gefallen , vielmehr geistliche bücher zu schreiben,nicht vollkommen ausgearbeitet. Killk. äs l'ssssä. krangoile.De Vistnnsire8. *
Marets, (Regnier äe8) war gebohren zu Paris den i z. aug.an. i6?r. Sein vatter war Johann äs Regnier, 8eigneur äesMarets I'Enclouse rc. Er hieß eigentlich Franciscus Seraphin,ist aber mehr unter dem nahmen Regnier bekannt, welchen erselbst als einen tauf-nahmen gebraucht, wie er sich denn auchan statt Desmarets, allezeit Desmarais geschrieben. Schon indem Augustiner-8sminsrlo zu Nanterre , allwo er seine erstestudien ablegte, wies er eine grosse geschicklichkeit, beydes in ge-bundener und ungebundener rede zu schreiben, da es hingegennachgehends zu Paris mit der Philosophie nicht so wohl fortwollte. Er that an. 1654. und 55. ein paar feldzüge mit, undhielt sich hernach eine Zeitlang bey demHertzoge von Bournonvil-!e aus, in welcher zeit er das Italiänische und Spanische ohnesprachmeister in grosser Vollkommenheit erlernte. An. i66r.gienger als Gesandtfchaffts-8scrergriu8 mit demHertzoge vonCrequi nach Rom, und befand sich nachgehends bey allen Hand-lungen, die zwischen dem Römischen Hofe und dem Gesandtenüber den Handel mit den Corsen gepflogen wurden, welches ihmdann gelegenheit gab, eine sehr nette beschreibung dieses gantzengeschäffts aufzusetzen, so zwar nach vielen jähren erst an. 1707.in druck kommen, aber gleichwol auf anhalten des PäpstlichenLegaten zu Paris verboten worden, so daß das buch gar nichtleicht zu bekommen ist. Weil er nach seiner Wiederkehr inFranckreich beständig mit den Jtaliänern briefe in ihrer sprächewechselte, und dieselbe ungemein zierlich schrieb, ward er an.1667. zum Mitglied der Academie äells Lrulcs erwehlt, wie ihmauch an. 1670. ein gleiches bey der Französischen Academiewiderfuhr, und an. 1678. erhielt er die Abtey von St. Laonäs Thouars. An. 1684. ward er 8eLrstsnu8 der Academie, inwelcher bedienung er den 2z. dec. an. 171;. gestorben. Er hat,wenn er auch noch so gefährlich kranck gewesen, niemals artzneygebraucht, sondern es allezeit auf die gute seiner natur ankom-men lassen. Seine vornehmsten schriften sind: eine FranzösischeÜbersetzung von dem (spanischen tractat des Rodriguez von derChristlichen Vollkommenheit; eine dergleichen von Ciceronisbüchern äs vivinations ; eine Italiänische von Anacreon;Iraits äs >3 Krammnirs Lrrmgoile ; 1'iäiltoirs äs stüffsire äezLorles; koestsz kranLoils8, Itülisnnes, s'-mnes 6c Llpagnüler./.-r M , Kilts xar lui-meme äans ls8 msmoi-
re8 äs lätsr-nure, tom. I. srt. z. *
Marets, (Rolandus äs8) ein berühmter Lrlrisus und bru-Ler Johannis äs8 Marets, wurde zu Paris an. i;y4. gebohren.Er war zwar hauptsächlich zu erlernung der Rechtsgelehrsam-keit gewiedmet, und legte auch darinnen so guten gründ, daßer mit rühm einen Advocaten abgeben konnte. Wein diese le-bens-art war viel zu unruhig, als daß er länger bey seidiger hättebleiben sollen. Weil er nun ohnedem kein allzu geld-geitzigesund ehr-begieriges gemüthe hatte, beschloß er sich der gerichts-siube völlig zu enthalten , und dagegen in den klum-miorikusvollkommen zu machen. Er brachte es auch hierinn soweit,daß man ihn wohl vor den nettesten und geschicktesten scribentenseiner zeit halten konnte. Eine probe hiervon können seine vor-trefliche in Lateinischer spräche verfertigte Episteln geben, wel-che er seldsten an das licht gestellet Dahero sie auch nach sei-nem tobe nebst einer Vermehrung durch die sorgfalt des Launojiund der beyden Vsleliorum aufs neue aufgelegt worden. Weilaber diese edition in Teutschland nicht wohl zu haben war, ließsolche Dock. Rechenberg zu Leipzig nebst anderer berühmter man-ner kleinen schriften gleiches inhalts, an. 1687. heraus gehen.Er lebte ausser der ehe, hatte aber seiner schwester tochter , Ma-riam Pratäam, oder äu Pre, von kindheit auf bey sich, die erin der Lateinischen und Griechischen spräche sehr geschickt mach-te. Es waren wenig leuthe zu seiner zeit in Franckreich, dieihn nicht einer besondern Hochachtung gewürdiget hätten. Ni-colaus Vourbon, ein gar guter Lrnisus, gestund aufrichtig,daß er sich sonst vor niemand als vor dieses Marcsii censurscheuete. Maresius starb endlich zu Paris an. i6z z. zu ausgangdes decembr. , in elogic» iplius. Eigner,/. Tlcka^rMx ,
äzm8 Ie8 melang. ä'kik. L äs litsrat. kol^hilt.
iik. I. s. 2;. pAg. 275. lsgg.
Marets, (Samuel äe 8 ) oder Maresius, war ein söhn Da-vid Maresii, Herrn von Ferret, welcher ordentlicher Richter zuOisemond in der Picardie war, und dabey auch andere wichti-ge amter bediente. Er wurde zu Oistmond den 9. aug. an.1599? gebohren, und in dem i;. jähre seines altevs nach Parisgeschickt, woselbst er sowol in duinsnior>bu 8 als in der Philo-sophie sehr zunahm. Drey jähr darauf kam er nach Sanmur,und tractirte die Theologie unter dem Gomaro, die Hebräische
spräche aber unter auleitung Ludovici CapeM, kehrte da ^an. 1618. wiederum zu feinem vatter, und bald daramer nach Genf, um seine üuäia iVeologisL zu abfolviren. ^dem folgenden jähre kam er wieder nach Franckreich, ummit er sich im predigen üben möchte, begab er sich »amHiestlbst war er mit einem der vornehmsten Prediger, naw ;Samuel Durantius, wohl bekannt, welcher ihm nerv/ ^er sich zum exsmins stellen sollte, damit er in das PsE-eiiiekönnte aufgenommen werden. Nun hatte Maresius c -grosse lust dazu, weil er zu der zeit noch sehr jung, mwnoch von sehr kleiner statur war; doch folgte er endlich ^rath, präsentirte sich dem 87noäo zu Charenton an.bestund in dem exsmins sehr wohl, so daß er nach Laon gei^ .pwurde, daselbst einen Prediger abzugeben. Hierselbfl W .mit den Catholischen viel zu thun, welche er durch euie« ge-ben er-an eine Dame, welche die religion verändert HEt Aschrieben, sehr heftig wider sich in den Harnisch brachte, ä-' Azeit darauf den r;. sept. an. 162z. wurde er auf der gaist ^einem meuchel-mörder des abends angegriffen, und um ^Messer in der brüst sehr hart verwundet, da denn einigem^,-Massen wollten, als wenn es auf anstiften des Iestm^-Arbigni geschehen wäre. Weil man nun dafür hielt, daß ^ ^ihn gar zu gefährlich seyn würde, länger an diesem orte Mden, wurde auf einem ^noäo an. 1624. für gut befunden, ^nach Falaift, so an den grentzen von Champagne -jähr lang zu setzen. An diesem orte brachte er kaum 4. m" ,,pzu, als er noch Sedan an Iacobi Capelli stelle zum Prediger»Lroseitore Iksologise beruffen wurde, worbey man ihm v"' ^tele, seine academische studien erst ein wenig zu repetiren, evseine Verrichtung als krokestor antrat. So erhielt er anm .taubnis, nach Holland zu gehen, da er denn zu Lewe» ^1625. den gl-aäum eines voätoris annahm. Worauf erreise nach Engelland that, und wiederum nach Sedan m ,kehrte. Er befand auch an diesem orte viele widerwärtige"darum ihm dennoch die gewogenheit des Hertzogs von -0lon , und die sonderbare liebe seiner gemeine zu statten " ^An. 1628. verheurathete er sich mit Adigail Is Grandkaufmanns, Casparis ls Grand, tochter, weil ihm sein bElA-lediger stand bey seiner gemeine und collegen vielen verdroß ^ ^weckt, davon aber die eigentliche umstände ein geheimnis >> > ,ausser daß man weiß, wie die ausschlagung einer gewiß" L,zuvor anderwärts angetragenen Heurath lhin grosse
und einige schlimme, wiewol seiner seits unverdiente nu , §
den, zugezogen. Er gab auch in demselbigen jähre lem . ^buch, krel'ervatik comre ia Kevolce genannt, heraus , wnach der zeit viel andere schriften gefolget sind. An.gleitete er den Hertzog von Bouillon als Feld-Prediger ^Holland, dergleichen er auch das folgende jähr mit der n .des jetztgedachten Hertzogs that, die sich nach Hollandihren bruder, den Printzen von Oranien, zu besuchen, mwrelium als ihren Hof-Prediger bey sich hatte. Bey diest » ^genheit ließ er sich in Holländische dienste ein , und wun » ^Prediger der kirche zu Mastricht bestellet; bey welcher im ^Mit den Catholischen Geistlichen viel zu schaffen hatte, al» udie einführung des Reformirten gottesdienstes in dielen «wozu nebst andern Maresius von den General-Staate ^ordnet war , zu verhindern sich eifrigst bemüheten. ^noch darzu, baß der Hertzog von Bouillon mit einerverheurathete, die der Catholischen religion zugethan wAAxiastdem er derselben versprochen, die Reformirte religion zu Sjtsen, welches dem Maresio nicht geringen Verdruss uno 7.^,verursachte. Denn er demuhete sich auf das äusserste,tzog bey der Reformirten religion zu erhalten k ^ , An bestallein vergeblich war, sondern er machte sich noch dazu Asen gemahlin dadurch sehr verhaßt. Bey diesen umstaM'".,,^es Maresius für ein gluck, daß er an. i6;6. nach g»ch
zum Prediger beruffen wurde, an welchem orle mainv ^das folgende jähr die kiokellion an dem Lymn-ma oau ^^0vertraute. An. 1640. verlangte man ihn nach Franc«an. 1642. nach Groningen, welche letztere vocanonannahm, und den 20. jan. desselbigen jahrs die ei^
selbst antrat. Die Herren von Bern trugen ihm am,ervocation nach Laufanne an, die er aber abschlug?auch die nach Montauban und nach Marpurg ruckst pahisiwollte. Endlich wurde er an. 167;. nach Leiden norm M"er sich auch würde begeben haben, wenn er nicht dur«? pEdaran verhindert worden wäre, sintemal er den 18. mAjge zestjahrs starb. Im übrigen hat dieser mann fast fE Ajpecmit streit-schriflen zugebracht, indem er nicht allem '„iMCatholischen und Socinianer, ingleiche» wider denLeil Labadie, Petrum Serarium , der das lmuc ^Reich Christi behauptete, und Hugonein Grotmm' ' ^ zck-und meistens mit grosser Heftigkeit geschrieben, m V" amfiel auch öfters mit seinen eigenen glaubens-genoste»/ ,Voetio, Allingio, Dalläo, Wittichio und andern. eimsten hatte er mit Voetio zu thun: denn da dieser an.Disputation äs lävlolllirik inäireäka heraus gab, ., bckfck.eine gewohnheit des Magistrats zu HertzogenbM«)' hel-fend eine Brüderfchafft, so die Catholischen zu ehtA.^Mrligen Jungfrau Marien hatten, und darein sie aucv"testirende mit weglassung solcher dinge, die diesen » M -dig, hatten aufnehmen müssen, perstringiret, jetzw ^ v-resius, der zu Hertzogenbusch kroksls« war, am ^Aigm