mar
rn a r
Rönigin von Spanien:
-Ntargaretha, Königin von Spanien, war eine tochterssktz-Hertzog Carls zu Grätz , wurde an. i?84- den 2;. dec. ge-lohten , und an. 1599. an den König Philippüm III. in Spa-nien vermählet, da denn der Papst Clemens VIII. selbst bey ih-rem durchzuge durch Ferrara die trauung verrichtet. Oie mach-te verschiedene gute stiftungen, und starb an. i6n. den ;o. oct.Mdem sie ihrem gemahl;. söhne und 2. töchter gebohren.X» haben sich verschiedene grosse leuthe bemühet, sie mit lob-re-*kn zu beehren, De cko/ie, rom. II. elog. cle8 Osmes illustr.
Heryoginnen von Gavoyen, Florentz,Burgund, rc.
Maraaretha, eine töchter des Ertz-Hertzogs und nachmali-AEn Kayftrs Maximilian! I. wurde an. 148°. den ro. jan. ge.dvhren. Nach dem tode ihrer mutier, der Maria von Bur-uund, wurde sie im zweyten jähre ihres alters nach Franckreichgeschickt, um daselbst, vermöge des an. 1482. zwischen dem'Trtz-Hertzoge und dem Könige in Franckreich Ludovico XI. auf-gerichteten friedens, an dem Französischen Hofe erzogen zu wer-den , damit sie nach erlangtem tüchtigen alter den Dauphin,w nachmals unter dem nahmen Caroli VIII. den FranzösischenMvn besessen, heurathen sollte. Allein ohngeachtet diese heu-Mh auf beyden feiten bestätiget worden, gieng sie doch nachge-dends wieder zurück, und Carolus VIII. ließ sich an. 1492. An-Nam, eine erbi» von Bretagne, beylegen, und schickte Mar-garetham im folqenden jähre ihrem vatter nach Hause, bey wel-cher gelegenheit diese Printzeßin, jo noch nicht das 14. jähr^reichet hatte, ihre empsindlichkeit über den ihro so unverdientgewiesenen schimpf, als sie eben die Französische grentzen ver-eisen , und aufdie Flandrische feite treten sollte, mit sehr nach-drücklichen Worten , und die weit über ihr alter waren, zu ver-gehen zu geben gewußt hat. Hierauf wurde sie an. 1497. an-Lvhannem, Jnfanten in Spanien, vermahlet; doch ehe siedoch m diefes Königreich kam, mustc sie auf dem meere einengar harten stürm ausstehen , und weil sie nicht gedachte ihr'Eden zu retten, verfertigte sie sich folgende artige grabschrist:
Li git Msrgot, ls Zentil' DsmoissUs,
Offs cleux msri« L encors skk puaeUsdder wie eS bey andern zu finden:
Li git Nsrgoi, noble vsmoisslle,
- Oeux koi« msriee L morte pucelle.
Hvch sie überstand dieses ungewitt« glücklich, und wurde vonAonjg Heinrich dem VII. in Engelland auf das herrlichste em,drangen. Von dar gieng sie aufs neue zu schiffe, und kamMich in Spanien an; aber sie lebte kaum ein halbes jähr mitwrem gemahl in der ehe, so starb derselbe an. 1497. Der kum-M, den sie darüber empfände, war so groß, daß ihr die lei--frucht darüber abgieng. Hierauf wurde sie an. 1501. anHertzog Philibertum II. von Savoyen vermählet, welcher"oer gleichfalls;, jähr hernach starb. Darauf kam die Prin»Mtn wieder nach den Niederlanden zurück» und wurde daselbst^r Gouvernantin erkläret, welchem wichtigen amte sie mitWsser klugheit fürgesianden; wie ihr denn insonderheit der zuvarndraj an. 1529. geschlossene friede grossen theils zugeschriebenwerde,, muß. «sie starb im jähre darauf an. i;;o. den i.dec.ward ihr Hertz zu Brügge, das eingeweyde zu Mecheln,leih aber zu Bourg en Bresse begraben, wo sie ihrem letzten»emahi ein kostbares grabmahl aufrichten lassen. Sie hatte ei-«E devise, die hieß Inkorcune, Lortune, Lort-une, womit"k m,f ihre dreyfache Vermählung gezielet haben soll. Sie wars'ue sch^e, angenehme, geistreiche Printzeßin, die in gebun-dener und ungebundener rede zu schreiben wußte, wie man denn. lhr einen discurs äs les lnkorrunss <L äs 1 s Vie hat. Soauch yon ihren scharfsinnigen reden und klugen verrichtun-8EN 1e Maine ein blich unter dem titul Louronns Msrgsritigue"N. >549, heraus gegeben, bist. clskrests L äe 8s-
^Margaretha von Franckreich, Hertzogin von Bcm undsavoyen, war eine tochter Königs Francisci I. m Franckreich,M wurde an. 1 ?r;. gebohren. In ihren jungen jähren brach«is »e sich grosse fertigkeit in der Griechisch-und Lateinischen spra-ij^luwege, gleichwie sie auch in allen andern anständigen qua-d». 5 " "eh vollkommen zu machen suchte. Die Gelehrten fan«^en sichern schütz bey ihr, welchen sie durch den tob KönigswiMlsci k- ihres vatlers verlohren zu haben schienen. Als sieF-sch die Vermählung mit dem Hertzoge Emanuel Phrlibert nachizzg. gekommen, und diesem ihrem gemahl , zuMchtem vergnügen der Franzosen, alle feine bis dahin inzs.Moiijchen Händen gestandene Piemonteflfche lande wiederq.Mkacht halte, war diese stadt ein rechter sammel-platz vonn buchen. Als der König Henricus III- aus Polen wre-rhr» "cuck kam, empfieng sie ihn zu Turin mit aller «sinnlichensien'° sich aber durch ihre allzu grosse bemuhung das stlten«lm.Nlu, woran sie nach zustossuna einiger anderer beschwer-en ^'ten an. 1,-74. den 14. stpl. gestorben.^ »n v.m
' Lkilibertl. sllisnae Lrsnce L clc 8s-
äs 8svove. ,/aco/-. bibliotb. kemin. ,
zg, Mgaretha, Hertzogin von Florentz, Parma und Piacen«^ Gouvernantin der Niederlande, Kaysers Carolr V. narur-
IOZ9
liche tochter, welche er mit einer Dame aus Flandern, rmtnahmen Van-gest, an. iz». gezeuget, und sie -m anfangeheimlich erziehen lassen, bis er sie nach 5. jähren aus Staats,Interesse vor seine tochter erkannte , und an den Prmtzen vonKerrara versprach, welches aber hernach zurücke gieng. Hm-«egen ward sie, ehe sie noch mannbar worden, Alexanbern vonMedicis beygelegt, und nach dessen tode, ob sie gleich semNachfolger Cosinus begehrte, Octavw Farnese rur ehe gegebemwelcher ungleich jünger als sie war, daher sie sich anfänglichüber ihr seltsames heuraths-gluck gar nicht vergnügt bezeugte,jedoch ward sie eine zcitlang hernach mit ihrem jungen gemahlwohl zufrieden , und gebahr ihm auf einmal 2. söhne. An.1-/9. machte sie Philippus II. zur Regentin in den Niederlan,den Sie wußte selbige bey damaligen gefährlichen conjunctu«ren mit grosser klugheit zu regieren, und war alles in gutem zu-stande , bis der Hertzoq von Alba hinein kam, und durch ftlnearausamkeit die gantze Niederlande »n eme schädliche unruhestürtzte, deswegen sie an. 1567. ihren abschied suchte und erhielt,woraufsie na» Italien zu ihrem gemahl gieng. Sie starb end-lich au. 1586. nachdem sie zuvor die freude gehabt, ihren söhn,den berühmten Prmtzen von Parma, nach dem Don Juanvon Oesterreich, zum Gouverneur von den Niederlanden er-wehrt zu stben. Sie war eine Printzeßin von treflicher klugheit,weiches sie absonderlich in regierung der Niederlande erwiesen;war von männlichem gesichte und eigenschafften , gestalt sie a»der ober-lippe einen bart hatte, oft mit dem podagra geplagt,wegen ihrer starcken glieder in männlichem Habit vollkommenals ein mann aussähe, und sich mit jagen, reuten und anderndergleichen ergetzlichkeiten am liebsten belustigte. , lls
keüo Lelg. , bist. lui temporis. E. Lc.
Margarethe:, Hertzogin von Burgund.. Sie war eine toch-ter Richardi , Hertzogs von Yorck, und Cacilia, deren vatterRudolph Nevil, Graf von Westmorland gewesen. Zu brüdernhatte sie Eduardum IV. und Richardum III. beyderfeits Königevon Engelland, und Georgium , Hertzvg von Clären«. Ihrgemahl war Carolus der kühne, Hertzvg von Burgund, undzwar von an. 1468. bis auf das jähr 1477. da sie ihn in derfchlacht bey Nancy einbüffete. Sie hatte keine kinder von ihm,trug aber gar eine besondere sorgfalt vvr die erziehung derjeni-gen, welche Maxinülianus I. mit Maria (der einzigen tochterihres gedachten gemahls von seiner ersten gemahlin Jfabella vonBourbon) gezeuqet hatte, wodurch sie bey den Niederländernund Burgundiern sich sehr beliebt machte. Ihr gemahl hatteihr nicht nur sehr viel baar qeld, sondern auch an statt einesleib-aedinges viel ansehnliche iänDereyen gelassen, daß sie dem-nach in grossem ansehen dey den benachbarten Fürsten lebte.Ihr haß gegen das Haus Lancaster, aus welchem Henricus VII.König von Engelland, entsprossen war, gieng so weit, daß sienickt nur der tochter ihres bruders Evuardi lV. niemals vcrge,den wollte, daß sie mit dem gedachten Könige sich vermahlet,sondern auch tag und nacht daraufsgnn, wie sie diesen Fürstenvon dem throne wieder herunter sturtzen möchte. Zu solchemende that sie dem detrüger, Lamdert Samuel, welcher sich vorihres bruders Georqii, Hertzogs von Clären« söhn, Eduarsdum, Grafen von Warwick, ausgab, allen ersinnlichen Vorschub,und schickte ihm unter andern 2000. mann von Teutschen troup-ven zu hülffe, ungeachtet sie wohl wußte, daß er nichts weniger,als der rechte Graf von Warwick wäre. Ja, als Henricus VII.diesen Samuel nebst seinem anhange erlegt hatte, richtete sie meigener Person, mit gar Änderbarer muhe und Verschlagenheit,einen andern betrüg« ab, welcher unter dem nahmen Perkinsoder Peter Warbecks sich noch bekannter, als der erste, gemacht,und vorgeben muste, daß er Richardus, Königs Eduardi IV. an-derer söhn wäre. Demselben brachte sie durch geld, volck und re-commendationen an dem Französischen und Schottlandischen,wie auch andern Höfen, einen sehr grossen credit und einen somächtigen anhang zuwege, daß Henricus VII. grosse mühe hatte,ede er an. 1498. ihn unterdrücken konnte. Die Höflichkeit, welchedieser König dadurch erwies, daß er in dem proceß wider gedach-ten Perkin der Hertzogin von Burgund gar nicht erwehnen ließ,machte diese Fürstin etwas mäßiger in ihrem haß wider ihn.Sie staeb an. 150;. De Lom. I. p. 7. LO.
;2. 4z. tk xor Linsn. Lueyro k. II.
P. 462.
Maraaretha, die maultasche, wegen ihres weiten und un-förmlichen mauls, zugenannt, war eine erb-tochter Hertzvg Hem.richs zu Kärndten und Grafen zu Tyrol, welche chm seine ge.mahlin Adelheid, eine Hertzogin von Braunschweig, gebohrenhatte. Als ihr vatter dieses zeitliche gesegnet, wollte sie zwar denvölligen besitz von dessen Hinterbliebenen lande haben; allem siemüsse sich m,t Tyrol vergnügen, und geschehen lassen, daß derKayser Ludovicus aus Bayern das Haus Oesterreich mit Kärnd.ten belehnte, warum die Land-Stände selbst diesen Kayser ersu-chet katten Weil nun Margaretha wohl sahe, daß ihre Untertha-nen wen gliche zu ihr.hatten, wurde sie überaus gegen sie erbit-tert, und suchte die Kärndter mit ftuer und schwerdt heim. EsnVlnnae ibr auch, daß sie verschiedene schloss« einbekam, in wel-Aen ne, gleichwie mich in den offenen dvrfern und flecken allewürckunaen der grausamkeit sehen ließ. Es kam auch zu einemEckten treffen, darin» die Oesierrelchisch-gesinnten den kürtzernrollen Sie wohnte den belageruugen mehrentheils in personbev, 'um ihre soidaten zu grösserer tapferkcit durch ihre gegen-
Ssss4 wart