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^ren tochter so lange in dem Tower sitzen ließ, bis ihr liebha-be in demselben gestorben. An. 154;. vermählte er sie an-Natthäum Stuart, Grafen von Lenox. Mit demselben zeug-? sie unter andern Henricum, mit dem zunahmen Lord Dar-'ky, und Carolum Stuart. Dem ersten war sie behülflich,A« eran. i;6;. von der Schottischen Königin Maria zum ge-Mhl angenommen ward, und dem andern war sie nicht zuwi-der, da er an. r 574. sich heimlich mit Elisabeth Candish, einerMter der Gräfin von Shrewsburv aus erster ehe, vermählte.Hreil nun beydes ohne wissen und willen der Königin ElisabethMiHchen, so ließ dieselbe deswegen sowol das erste als das an-°ere mal die Gräfin von Lenox gefangen setzen, doch auch baldwieder auf freyen fuß stellen. Ausser dieser dreyfachen gefan-Nnschafft hatte sie noch das Unglück, nicht nur die jämmerlicheAmordung ihres abgedachten ältesten sohns Henrici, sondern«Uch den frühzeitigen tod 7. anderer mit dem Grafen von LenoxErzeugten kinder, zu erleben. Hingegen war bey diesen vielfäl-wgen Widerwärtigkeiten dieses ein sonderbarer tröst für sie, daßjw (von eben diesem Henrico) einen enckel / Iacobum VI. zurückM, welcher nicht nur König von Schottland , sondern auchAr nächste erbe zu der Cron Engelland war. Im übrigen rüh-wen diegeschicht-schreibcr ihre frömmigkeit, gedultund keusch-veit. Sle starb an. 1578. und warb nicht nur zu Westmünsterunter die Königliche Personen, sondern auch, auf befehl undMosten der Konigin Elisabeth , mit recht Königlicher pracht^graben. Oe , bitt. ä'ängl. wm. I. p. ;7^. 48Ü.
H. p. 267. ;o6.
. *Margaretha l. Gräfin von Flandern, war die ältestewchter Theodorici von Eisaß , Grafen von Flandern, von des-nn anderer gemahlin, Sibylla von Anjou. Sie wurde an...*6y. zu Oüesnoy in gegenwart des Kaysers Friderici I. durchMen bruder, Philippum von Elsaß, Grafen von Flandern,M ihrem anverwandten Balduino V. dem heryhafsten, Gra-ttn von Hennegau, vermählet, und erbte nach ihres jetztgedach-«n brudcrs an. 1191. erfvlgtcm tobe die GrafschafflFlandern,Mol durch das recht der geburt, als dadurch, daß ihr bru-Ar kurtz vor seiner abreise nach dem gelobten lande, beydes sieM ihren gemahl auf einer general-versammlung der Stände,M seine rechtmäßige erben erkläret, und ihnen von seinen va-Men den eyd der treue hatte leisten lassen. Sie starb baldAEnach, nemlich an. 1194. den 15. nov. und wurde zu Brüggeber kirche St. Dvnatiani beerdiget, , hüt. gen.
II. p. 7-;.
- "Margaretha, die einzige tochter des Flandrischen Grafen,^Avigs III. von Mechelnmnd Margarethä vonBrabant,welche«ach ihres vatters tobe erbin von seinen landen wurde. Sievard den apr. an. i geb. und als sie noch nicht vier jähr--„ss war, an Philipp, Hertzog von Burgund erster linie, einenöd« der Johanna, Königin von Franckreich, welcher damalspugefehr?. jähr alt war, verlobet, da ihr zum heuraths-guthegewisses jährliches einkommen ausgesetzet wurde, welcher^ dem vollzogenen beylager im 14- iahre seines alters mitadgieng. Nicht lange nach seinem Hintritt ließ Eduard,UM von Engelland , um dieselbe vor seinen söhn anwerbungMn, welches die Stände von Flandern gern würden zugestan-"r haben, wenn sie nicht durch ihren vatter, den Grafen Lud-wig , daran verhindert worden wären. Endlich ward er, da
Mrgaretha mannbar geworden, genöthiget, zu dieser Heurath
ai, einwilligung zu geben, welche aber doch wieder zurückeL'ENg, weil der Papst Urbanus V. keine dispensation, welche.uy wegen naher auverwandtschafft für nöthig geachtet wur-darzu hergeben wollte. Hierauf gab sich Carl, König inMa,- eich, grosse mühe, diese Margaretha für seinen bruder,«UMp den kühnen , welchem das Hertzogthum Burgund ge-MNcket ward, zu erlangen. Der König von Franckreich ent-M diesem ende den Grafen Ludwig nach Dornick, wel-„ch aber kranck stellte, und allda nicht erscheinen wollte.>Ermuthlich wäre es auch niemals zu einer Heurath gekommen,Ah nicht die mutier des Grafen ihn genöthiget hatte, nachzu gehen, und dieselbe nach ihrem willen nicht aus-'^'agen sollte. Margaretha ward demnach an Philipp von Bur-La.AArmählet, welche Heurath zu der grösse des BurgundifchenAr/» - den gründ geleget, indem diese Printzeßin Flandern,den- Salmes, Revers, Antwerpen, Mecheln und verschie,w.ss.Mere länder von ihrem vatter, oder von ihrer, groß-dv„ U erben muste, wie sie denn auch dieselben nach LudwigsQtrfNeeheln würcklich besessen hat. Rüssel, Douay undlveg^es waren bisher noch immer in Französischen Händen ge-siädr- Mein bey gelegenhcit dieser Vermählung wurden gedachteeine g den Grafen von Flandern zurück gegeben, um dafür
daß^" ' doch war beider Übergabe derselben ausbedungen,vivig Enn die Grafschafft Flandern nach dieser Margaretha >e-durü,weibs - Personen fallen sollte, Franckreich dieselbenwiederbezahlnng dieses gelbes wieder an sich bringenJvha,' Sie hat mit ihrem gemahl drey söhne, mit nahmenkhar/AW Anton, Philipp, und drey töchter, Margaretha, Ca-z» Av!»-"d Bonna, gehabt, und ist im e6. jähre ihres altersvldlm mit tobe abgegangen. Was übrigens vor eine ver-"3 wegen der succeßivn ist gemacht worden, und was die
kinder vor heurathen gethan, siehe unter dem artickul Philippdem kühnen, in annal. klanär. üb. XIII. XIV. XV.
* Margaretha von Zorck, eine tochter Georgens von Cla-rence, und schweüer Eduards, Grafen von Warwick, wei»cher an. 1499. enthauptet ward. Der König Heinrich vm.verordnete sie zur Hofmeisterin der Printzeßin Mariä, welchevon ihr in den grund-sätzen der Catholischen rcligion bevestigetward. Im jähr 1^24. gab ihr der König den titul einer Grä-fin von Salisbury. Man findet nicht eigentlich, wenn sie sichmit Richard äs !s Pole, mit welchem sie den berühmten Car-dinal Polum gezeuget, vermählet habe. An. l;;9. ward siewegen der mit ihrem söhn gepflogenen verdächtigen correspon-dentz von dem Parlement zum tode verurtheilt, aber erst an»1541. im 66. jähre ihres alters enthauptet. «a/M, wm. V.
* Margaretha Iolantha,eine tochter Victor AmadehHer-tzogs von Savoyen, und Christinen, welche König Heinrichs IV.von Franckreich rochier gewesen, Waran. e6;;. gebohren. Sieward an. 16^8. wider ihren willen, und nach langem, wie-wol vergeblichen widerstand von ihrer mutier nach Lyon geführt,weil der Französische Hof derselben Hoffnung gemacht, baß derKönig Ludwig XIV. die Printzeßin heurathen würde. Siekam auch würcklich zu ausgang des nov. daselbst an, und ge-fiel dem König alsofort dermassen wohl, daß derselbe seine Mut-ter , welche sich mißvergnügt darüber bezeigte, ausdrücklichversicherte, daß er sie dem ohngeachtet heurathen würde. Al-lein als den tag nach der ankunft des Savonischen Hofs zu Lyon,der Spanische Minister Pimente! anlangte, und die Jnfantindem Könige zur gemahlin anbot, änderte derselbe seine Mey-nung auf einmal, und begegnete von der zeit an der Printzes-sin mit der grösten kallsinnigkeit, welche diesen zufall mit un-gemeiner standhafftigkeit ertrug , und ihren Verdruß im gering-sten nicht mercken ließ. Solcher gestalt muste sie unverrichte-ter fache wieder nach Hause reisen, und bekam zwar die Versiche-rung , daß, wenn die Handlung wegen der Jnfantin zurückgieng, sie allen andern vorgezogen werden sollte; allein auchdiese Hoffnung ward durch die nachmals erfolgte Vermählungdes Königs mit der Spanischen Printzeßin zu schänden, unddie Printzeßin Margaretha ward genöthigt, sich an. 1660. mitRainutio, Hertzoge von Parma, zu vermählen, starb aber baldhernach an. 166;. vor Verdruß. Sie war nicht schön, aberdoch liebens-wurdig, hatte viel verstand, und annehmlichkeit imUmgänge. Nemoircs äs ä'/ottevrste, tom. IV. äs
tom. IV.
* Margarethe, eine tochter Francisci, Grafen von Vaude-
mont, war an. 1610. gebohren. Der Hertzog Gaston von Or-kans gewann sie während feines aufenthalts in Lothringen solieb, daß er sich an. 16,2. mit ihr in geheim, ohne vorwissendes Königs, seines bruders , und des regierenden Hebtzogs vonLothringen, vermählte, auch ungeachtet vieler verdrieslichkei-ten, die er deswegen ausstehen muste, und der bemühung desFranzösischen Hofs , solche Heurath niemals vor nichtig erklä-ren wollte. Als an. 16)Nancy von den Französischen völ-ckern belagert ward, sahe sich diese Printzeßin genöthiget inmanns-klcidern, im geleit ihres bruders, des Cardinals Fran,cisci, ausser dieser stadt zu entfliehen, und folgte ihrem gemahlnach den Niederlanden ; erhielt auch nicht eher, als wenige zeitvor des Königs Ludwigs XIII. tode, erlaubnis , wieder nachFranckreich zu kommen, jedoch mit dieser bedingung , daß sieihre heurath durch den Ertz-Bischoff von Paris aufs neue mustebestätigen lassen. Bey dem leben ihres gemahls, den sie be-ständig gegen den Hof aufhetzte, war sie in schlechtem ansehen,und verlvhr solches vollends, als derselbe an. 1660. gestorbenwar. Sie selbst starb an. 1672. Sie hatte verstand, und warin ihrer jugend schön gewesen , war aber doch nicht angenehm,sondern im höchsten grad stoltz und eigensinnig, bildete sich stetsein, daß sie kranck wäre, konnte sich mit niemand, als mitschlechten leuthen, vertragen wendete auf ihre kinder-erziehnngnicht den geringsten fleiß, und begegnete ihrem gemahl, den siesonst lehr liebte, dennoch immerfort auf eine sehr widerwär-tige art. Nemoires äs , äs
* Margaretha Louisa, eine tochter Gastons, Hertzogs vonOrkans, und Margarethä von Lothringen, war an. 164;.gebohren. Ihr vatter ließ sich sehr angelegen seyn, sie an denKönig Ludwig XIV. zu vermählen, allein weil desselben Mut-ter aus haß gegen die Printzeßin und deren Mutter hiereinnicht willigen wollte, so ward aus solcher Vermählung nichts,und sie lag daher dem Französischen Hofs an, daß er ihr dendamaligen Erb-Printzen und nachmaligen Groß-Hertzog vonFlorentz, Cosmum III- zum gemahl verschaffen mochte. Alsman solches zu Florentz erlanget, hatte sie sich indessen in denPrintz Carln von Lothringen verliebt, und demselben um seineVerbindung viel gute worte gegeben, damit aber nichts ausge-richtet. Also ward sie an. 1661. an den Florentinischen Prin-tzen vermählet, lebte aber gleich von ansang mit demselben ingrossem Mißvergnügen, welches sich nach seines vatters todenoch mehr äusserte, und sie endlich auf den entschluß brachte,unter dem vorwand , daß sie zu Poitiers ins kloster gehen woll-te , ohnqefehr um das jähr 1674. nach Franckreich zu ziehen.Weil ihr einmal war prophezeyet worden, daß sie über denKönig Ludwig XIV. grosse gemalt bekommen würde, so warbey dieser reise ihre absieht, durch ihr ansehen dem gedachtenHertzoge von Lothringen, mit welchem sie bis zu seiner ver,
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