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Mahlung mit der verwittibten Königin von Polen beständigenbrief-wechsel gepflogen , seine lande wieder zu schaffen, und ihnhernachmals zu Heiirathen, indem man sie beredet, daß sie garleicht die Päpstliche dispensation erlangen könnte. Ob sie nungleich in Franckreich in keiner sonderlichen Hochachtung lebte,so wollte sie doch nicht wieder zu ihrem gemahl kehren, sondernstarb an. 1721. in gedachtem Reiche. Sie war eine Printzeßinvon unbeständigem und eiteln gemüthe, auch werden ihr ei-nige geheime liebes-händel schuld gegeben. stlemolre» äs, tom. V. VI.
* Margarethe, eine tochter Kayser Friedrichs II. welche eraus seiner andern ehe mit der Jolantha , Königs Johannis zuJerusalem tochter, und einziger erbin des Königreichs Jerusa-lem , gezeuget, und an Albertum den unartigen, Marggra-fen in Thüringen, verheurathet hat. Dadurch ist sie die stamm-,mutier des gantzes Hauses Sachsen, und zugleich die erbin al-ler und jeder väktcrlichen und ur - elterlichen lande geworden ;daher das Haus Sachsen einen rechts-anspruch auf das König-reich Jerusalem erlanget hat, wie solchen verschiedene Gelehrteihren Driften mit einverleibet haben. Sie ist im jähr 1270. ge-storben. Europ. Herold, k. I. blsva». Oerm. 1 'rins, üb. V.Ioh. Ehrenfrted Aschackwitzens einleitung zu den rechts-an«sprächen der hohen Häupter und Staaten von Europa, k. II.x>. 268 <L 274.
* Margaretha, Gräsin von Hennegau, war die älteste toch-
ter Wilhelmi I. (III.) Grafen von Hennegau, Holland und See-land , Herrn von Frießland, welche derselbe mit seiner gemah-lin, Johanna von Valois, Philippi VI. Königs von Franck-reich schwester, gezeuget hatte. Sie erbte an. 1,4?. von ih-rem bruder, Wilhelm» II. (IV.) die obbesagten lande, undsetzte einen von ihren mit dem Kayser Ludovico Lsvsro erzeug-ten söhnen, nemlich Wilhelmum, unter gewissen bedingn»«gen , darüber zum Verweser. Weil nun derselbe nicht zum be-sten Haus hielt, so nahm sie, nach ihres gemahls an. i;47- er-folgten! tobe, die regierung selbst an, welches aber in Hollandzu einer grossen unruhe anlas gab. Diejenigen, so es mit demsöhne hielten, hiessen sich Rabeliauer, und wollten damit an-deuten, daß sie ihre gegner, wie kleine fische, verschlingen woll-ten; die hingegen, so auf der Mutter feite stunden, nennten sichvon Hoeck oder Fischhacken, damit der Kabeljau gefangenwird. Jene trugen sämtlich aschfarbige, diese aber rothe vier-eckigte müßen. Anfänglich schlug die mutier den söhn aus demselde; als'aber dieser aus Deutschland hülffe erlangt, behielt erin einem treffen bey Gravesand den platz, worauf sich Marga-retha zu ihrer schwester, der Königin von Engelland begab.Sodann kam es zu einem vergleiche, krafft dessen der söhn Hol-land , Seeland und Frießland, die mutter aber Hennegau be-hielt, dahin sie sich an. i;ei. erhub, und daselbst an. i;;;.den zc>. sspt. das zeitliche gesegnete. Sie liegt zu Valenciennesin der Franciscaner-kirche begraben. Kill. Zsn. tom. II.
x. 784. still. Vorn. üoll. L srmal. Lc.
*St. Margarethen, ein ort etwan eine viertel stunde vonBasel gegen mittag gelegen, allwo sich auf einer höhe einekirche und ein meyer-hof befindet. Die nahe dabey liegende dör»fer Binningen und Bottmingen, wie auch verschiedene schlös-ser gehören zu derselbigen Pfarre, welche vor zelten eine Filialvon Basel war, nun aber einen eigenen Pfarrer hat, dem sei«ne wohnung bey Binningen gebauet worden. Der dißmaliqeHesitzer des meyer-hofs und der dabey sich befindenden weiiläufti-gen land-güther sowol als des schlosses Holce, ist Hr. ChristophEhinger von Basel. L>t. Margarethen ist sonst in den geschich-tet! der stadt Basel bekannt, weil an. >27;. Graf Rudolphvon Habsburg , in dem damaligen kriege wider dieselbe und denBischofs, als er die stadt belagerte, sein lager auf dieser höheaufgeschlagen hatte; da dann in währendem stillstände der Waf-fen', dem Grafen die zeitung kam, daß er zum Römischen Kö-nig erwehlet worden sey. Dieses gab auch anlas, den kriegoäntzlich beyzulegen, und friede zu machen, WursteisensBaßler-chronick, lib II. c. 21.
* St. Margarethen, sind zwey Schwäbische klöster: r.) ein
Augspnraisches, weiches in dem XIII. ssesulo von dem BischofsSiegfried, drey meilen von der stadt Augsburg an dem flusseMindel gestiftet, und hernach von dessen bruder und Nachfol-ger im Bißthum, Wolfhardo, in die stadt selbst verleget worden.<7-,-str »anal. p. III. üb. III. c. 8. 2.) Ein Venedictiner-Non-nen-kloster zu Waldkirch im Brißgau, welches schon im X. L-culo gestanden, und an. 994. von Kayser Ottone III. wider diebewirthung fremder gäste privilegirt, folgends von dem Car-dinal und Päpstlichen Gesandten Julians in ein Stift ver-wandelt worden, welche Verwandlung Kayser Sigmund an.14;4. bestätiget hat. armol. k. II. Iik. V. o. 5.
*illargarinus, (Cornelius) Abt zu Mont-Caßin, und Ge-neral-Archtviste seines ordens, war zu Rom an. 160;. geboh-ren, in der Historie und antiquität ungemein erfahren, undstarb an. 1681. den i,. febr. Seine schuften, die er heraus ge,geben, sind: I.)?,ullsrium Laimenle, in zwey bänden, dererste zu Venedig i6;o. in fol. der andere zu Lodi 1670. 2.)Diekionarium ssongobsrälsum; Z.) Inscriptiones antiquTÜa-ssücse8. Paul! äs Vibs ; 4.) ^ullimnnus R. ssnisi-e famüiL re-Ilirurus, Cessna 1644. in 4. 5.) äells Verich äi un Inssrumen-to concerneMs la tämigüa äs Lspiruscbi. Sein TbelsuriwHissorchu« lacrL ü- xslirls« Veritmir liegt ZU RvM in 8. bän-
den auf der Vatikanischen bibliotheck in Handschrift.
«ia/?, bibl. Kom. , äisr.
"Margarit, (Joseph äs) MarquiS ä'Agnillar,HAACastel-Empourda, Gouverneur von Catalonien, und GewiLieutenant der armeen des Königs in Franckreich, waro »
1602. gebohren. In dem anfange des 1640. jahrs, da ^ -lonien sich auflehnte, und an Franckreich hängen wollte, w .^er beordert die Spanische armee mit einer kleinen anzahizu beobachten, und in ihrem marsch zu verhindern, dam«>"indessen zeit zu grösser» zurüstungen gewinnen möchte, vr »v :auch dieses mit so gutem fortgang, daß er die stadt und ^Constantin einnahm, und nach diesem der Spanischen ar>immer nachfolgte, auch vieles volck von derselben erlegte. ^dieses jähr diente er in der belagerung von Tarragona. Es.ausschickten ihn die Land-Stände an den König Ludwig 'einen Vice-König zu begehren, zu welcher stelle auch dtt Aschall äs Brezs ernennet wurde; Margarit aber ward Gv«neur von Catalonien, wozu an. 1642. die stelle eines Felv-^.^schalls kam. In dem folgenden jähre vertrieb er die -vaus dem thal Aran, und schloß Castelleon. An. 1644.^^er Barcellona bewahren, und that es auch mit vielem m'v „geschicklichkeit. Da die stadt Paris an. 1649. Unruhenund also die Catalonier keinen Vice-König bekamen, u >Margarit allein die justitz und was zur regierung gehoA i ^walten. An. I6;o. bekam er beseht, den Grafen vongefangen zu nehmen, welches er auch verrichtete, und an» .das commando der trouppen bekam. Als an. i6;8. die ^Barcellona eine grosse menge leuthe aufgerieben hatte,u»diesen umständen die Spanische flotte vor die stadt kam , ^
er 400. mann aus dem spital gehen, welche kaum halb voopest geheilet waren, und gebrauchte sie zu Vertheidigung der'welche hierauf 1;. monat lang belagert wurde. Daaber wegen der hungers-noth nicht länger halten konnte, m ^er sich gegen ende des jahrs 1652. auf einem nachen va ^und begab sich nach Perpignan, weil er gantz allemgeneral-amnestie, so man den Catalouiern verjprocheu lausgenommen worden. Er lebte daselbst in der ruhe d>s A1689. und genösse viele gutthaten von dem Könige m s» ^reich. Von Maria äs Beure, seiner gemahlin, hatte er ^verschiedenen andern Andern, einen söhn nahmens EA«" Per-welcher Oberster eines regiments zu Pferde worden, .h" v gjttrspignan den 7. jenner an. 1656. in dem 2;. jähre ss>ueo "gestorben; desgleichen Johannem, welcher einige zeit mreich gedienet, und an. 1701. zu Perpignan gestorben ist, vlassen.
sjsargarita, eine Spanische insul von Süd-America am^Nord-see, 8. meilen von der küste von Neu-Andalujien, ^
40. von der insul St. Trinidad gegen Westen. Sie murr - ^1498. von Christophoro Columbö entdecket, und ist nach rvwegen des perlen-fanqes , wovon sie ihren nahmen hat, >besucht worden. Sie hat ohngefehr 20. meilen in mtr"fange, ist sehr fruchtbar, aber gebürgigt, und wirb von»flüssen bewässert. Ausser St. Jago äs Is Vega hat sie uoevterschiedllche dörfer. ^
* Marqarita, (Anton) ein gelehrter Jude aus Regemv ^trat zu Wasserburg zur Christlichen religion über, w>nLeipzig I-sÄor der Hebräischen spräche, welches er au», ^reits zu Augspurg gewesen, und starb zu Wien. Er v»die mitte des 16. jahrhnnderts floriret, und geschrieve«-.^-des tituls: Gantzer Jüdischer Glaube, ^ ^
ein Teutsches buch des
spurg l?;o. in 4. Leipzig 15;!. in'4. Franckfurt i; 44 .^HAi.
i;6i. und 1689. in 4. Leipzig 1705. und 171;. in 8-
i;4l-
tutionem äs Lknssi'^norum kslm»rum Mni VeremopM'^4,in 4. ;.) OsLlsrsrionem capitis I.III. Lssifre, W)euEr hat auch den Psalter Hebräisch mit den wurtzel-worterdem rande zu Leipzig 1;;;. in 8. heraus gegeben. ^
Marggrabowa, oder Marggrafenstatt, siehe Dss6^
Marggrafen oder Marckgrafen, ist heut zu tageme einer hoben Fürstlichen dignität in dem TennM«der mit gewissen landschafften verknüpft, und also rou v^olfamilien geführet wird. Den nahmen wollen einige i"«svon der marck oder grentze, als von dem marckt, ooe,solchen orte, wo das recht gesprochen zu werden pflegtleitet wissen. Wiewol eben diese zugeben , daß, well Msersonderlich an den grentzen des Reichs solche GerläM^chaufgerichtet, nachmals daher gelegenheit genommenzu glauben , daß die Marggrafen nur solche perssue", jA,pssten, welche die grentzen des Reichs beherrscheten. A j„ ge-ädertste übrige Fürstliche dignitäten zu alten zeitt» m'>.wisses amt bedeuteten, also hatte es gleiche beschE'm ^der würde der Marggrafen. Nach der zeit aber have>>völlige erbschafft ihrer lande an sich gezogen. Wa^mthum anlangt, so will man behaupten, daß vor Kavstl Mt-rich I. nichts von ihnen gehöret worden; allein es"lich darzuthun, daß bereits zu der Carolinger „d^nähme im gebrauch gewesen. Man zehlte chedessen 4- " Mhohe Marggrafen in dem Römischen Reiche, uw MBrandenburg, Mähren , Meisten und Baden, oa° nrädie Meißnischen von den Hertzoqen zu Sstchssu ^-oMiuEwerden » und Mähren an das Königreich Böhmen gAusserhalb des Reichs führet anuoch Antwerpen ven
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