Band 
Vierdter Theil. He - Mc.
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1043
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^r Marggrafschaffi des H. Röm. Reichs. Im übrigen müf-die Marggrafen in Teulschland nicht mit den Marquisen inAraiickreich, Spanien, Engelland und in Italien vermengtWerden, als welche jenen weder an der macht noch ansehengleich kommen. in Alollsrio, voce stlsrcbs.

in spec. voce Marggraf. /.e^nra»»rn, ckron. 8pir. Ilb. II.17. Lc. 15. ^19- notit. äiZnit. illustr. cliilert.

l,X. c. L. §. 6. L 7. in pruäent. ^ur. publ. p. 280.

D in Vitrisrio illnilr. p. 4^4. L«üor,,cr Lermsn.

"rinces>8, Lc. stehe Landgrafen, Grafen.)

* Marggravius, (Georg) ein Meäicns und ÄIstLemsti-cuü von Liebstadt, war des Fürsten von Nassau, Johann Man-sch, Gouverneurs von Brasilien, (leogrspbus und Ingenieur,wie auch der Brasilischen Societät Mronomus. Er starb inAfrica an. 16^4. im 14. iahre seines alters. Er hat verferti-gt: 1.) Hillorism nsrurslern LrsstliX , Leiden 1640. in fol.?) Istzulsm lleo^rsplricsm, gn-s LrssilisM conrinet, tsm^ulnsnicam, gnsm LsIZicsm ; ;.) Itinersrium örsüliis.

,Hgr.

^xargtana, so von Castaldo Jesebels genennet wird, ist einegrosse provintz in Asta, zwischen dem alten Bactriana und Hyr-rania, deren Piinius, Ptolemaus, Solinus, rc. öfters geden-ken. Sanson und die andern neuen erd-beschreiber geben vor,^aß die provintzen von Khoesme und Chorasan in dem König-reiche Persten den grossen theil von dem alten Margiana auskra-ge».

Margolith, (Naphthali) ein Jude, gebohren zu Wienizsr. hatte unter seiner genossenichafft lange einen Lehrer»"gegeben, ist hernach zu Altorff an. 160;. ein Christ worden,x« er den nahmen Julius Conradus Otto bekommen, und hatselbst die Hebräische spräche docket, bis er an. 1607. gestor-. en. Er hat geschrieben: i.' ftrsmmsricsm HebrLsm, Nürn-berg jn 8. 2.) viclionsrinm rsäicsls, davon aber nurUranfang im drück erschienen, ibiä.in fol. von dessen einrich-..""g und inhalt findet sich in Löschers Lommenr, äs csulis'WZNN Hehr. p. 169. satlsame Nachricht. ;.) r-rssi r-i° 7 a-llevelstor Occultorum, aus Da». II. 29. ibiä. 160;. in 4.ist dieses werck-Teutsch und Lateinisch geschrieben, stecktswer voller irrthümmer, und zeuget von des Verfassers boshaff-gemüthe durchgehends, welches Wagenseil, in. not. säors p. 70;. und sä tels ignss 8stsn!L p. 119. Wülfferus,a TberisL. ssuäsic. p. z82. Frischmnth, in äiis äs prokopo-L^pnis AeiliX L. 2. §. I. Johann Meyer, äiis. äs M)äierio 88.)J'"'rsti8 ex Vet. Teil. und andere mehr bekräfftigen. Es ge-j ?wen seiner Apinus, in vitis Philosoph, ülcurs Reimmän."«m. litten sntsäiluv. p. 152 Omeis, in Zloris Lcsä. ültorft^ Und 1^2. hibliotk. ksbric. k. IV. p. 140. Joh. Adam2, rrnhardi, hiil. s> uä. cun'ols vernsc. p. ?;?. xp'o-L blbliotk.

Lor. p. iv, ^ 84;- p. i ^ x. III ^

^Hargottus, (Lanfrancus) aus Parma gebürtig, besaßy'Tgwjse gelehrsamkeit, und war vor allen andern geschickt,srs,A.u> den wichtigsten und schwersten vorfallenheiten einen ge-kl^ul>en rath zu fassen. Clemens Vlll. machte ihn zu seinemgsinniierling, und brauchte ihn sowol als dessen Nachfolgerchi'Ulus V. in den allerverwickeltsten jachen. Letzterer machte ihnb^a». 1608. zum Cardinal und im jähr darauf mm BischofsViterbo, wiewol er nie, weil er zu Rom unentbehrlichsi.M von seinem Bißthum besitz genommen, sondernwss" zu Rom an. -6,2. den 29. nov. im 52. jähre jeiues alters.von von ihm in Italiänischer spräche briefe, welche PeterI,Dagistris zu Venedig 1642. in 4. heraus gegeben.

^isc. tom. I. p. 1422.

A^targuerin, (äs ls Bigne) ein vocktor der Sorbonne zu

w, von Bayeux aus der Normandie gebürtig , florirte zu

Utän XVI. Issculi, und wurde für einen der geschicktestenrh^aer zu seiner zeit gehalten. Er hat die sogenannte Liblio-üiebv ,/strum zusammen gelesen, worinn die schrifcen vonschÄ uls 200. sutkoribus zu finden sind, und gab noch unter-rvg^uche andere tractate, die seine eigene arbeit waren, heraus.Hae^,Achtes grosse werck ließ er an. is 76. I» Paris bey Mi-^inen ^?nnio in 8. folianten auflegen, wozu er an. ^79. nochves ^ und über dieses noch den ic>. unter dem titul ei-

drucr?^angs hinzu that. Nach der zeit ist es öfters wieder ge-unfa,, worden, mit beygefügten vielen Lollseiionibus. Denlben !, al'er und die gelegenheit zu der Hibliorkecs kstrum ga-

LolleÄiones, so unter dem titul: Nicro. scssh^ri-xhjz 's. Hxereseologis an. 1556. und äs Orthoäoxogrs-

an. 1;;;. und 5y. heraus gekommen. Km/rr. epit. La

* La Lc.

ein Ularguntus, (Marimus, sonsten Emanuel oder Manuel)'u>dpsychischerBischoffinCithera, worauf der insul Cretar»it g.,. ^ ^ubt gleiches nahmens gebohren, kam aber an. 1547.dgx w^ÄvEer, einemkaufmann, nach Venedig, und vonPhll^.Padua, woselbst er die Lateinische spräche nebst derHach'Mte und Theologie Scott mit grossem fleiß erlernet.Und lahren aber begab er sich wiederum nach Venedig,schaff, u er eben dazumal von seinem vatter eine reiche erb-5»chd,.?Mten, legte er sich bey St. Anton eine Griechischete» jk .ucherey an, welche aber, nachdem er bereits viele schrif-Ret, j>^?wiben ausgefertiget, nebst der kirche des Antons, und"bey befindlichen Handschriften von dem feuer verzehret

worden. Er kam also in groß elend, und begab sich wieder inGriechenland , allwo er ein Mönch worden , und seinen bishe-rigen nahmen Manuel mit dem nahmen Maximus vertauschte.Er meynte ein Mittel zur Vereinigung der Griechischen und La-teinischen kirchen gefunden zu haben , und schrieb deswegen einbuch äs krocessione 8 piritus 8 . mit welchem er nach Rom gieng,und sich grosse dinge versprach, wiewol die fache nachgehends zuseinem grösten Mißvergnügen ausschlug. Denn man beschul-digte ihn zu Rom, daß er alles gantz betrüglich ausgeführt,und wurde er deswegen von dem Papste Sixto V. angehalten,daß er sein glaubenschekänntnis nach dem sinn der Römischenkirche ablegen sollte. Er gieng aber heimlich und in möglich-ster eilfertigkeit davon, und reisete über Venedig wiederum nachGriechenland. Als er sich auch einige zeit zu Constantinopel auf-gehalten , kam er mit dem dasigen Bischoffe Jeremia II. inbekanntschafft, und that demselben sowol was die schriften an-belanget, so derselbe wider die Lateiner ausgefertigt, als auchin der correspondentz mit den Tüdingischen Gottsgelehrten gros-sen Vorschub. Woraufer an. ,589. Bischofs zu Cythera aufder insul Cvpern worden. Er war in der that ein gelehrtermann, dem man sonderlich, was die Herausgabe der k-mumanbelangt, viel zu dancken hat, unterhielt auch mit auswär-tigen Gelehrten, als dem Rittershusen und David Höfcheln,einen beständigen brief-wechsel, welcher letztere seine ti^mnosünscrsoneicos in Lateinische verse übersetzt, heraus gegeben.Erstarb zu Creta in seinem vatterlande an. 1602. da er fast80. jähr alt worden. Seine übrige schriften sind : 1.) Grie-chische Homilien , Venedig 1621. in 4. 2.) I.ibsr säverlus ^s-luitss ; z.) Lider sclverlus krsnciscsnos; 4.) Lider äs Äo-rid»8 üsrbsrorum A Orientslis Lceleiiss Ortkoäoxis; ;.) dto-tX in Lsnons8 üpollolorum L VII. Oesumeriic:.5 8),noäo8 ;6.) Lpicriles Leu saäici's in lVomocsnons8. , äisr.

dick. O^mn. kstavini tom. II. x. 264.dikl. 6r. lik. V. c. ;2. §. i;. c. 45.

Maria, die hochgebenedeyete Jungfrau und Mutter GOtstes, hat die allerhöchste ehre unter allen weibern erlanget, in-dem sie JEsum Christum , den Sohn GOttes, wahren GOttund wahren menschen, gebohren hat. Von ihren eitern, ge-burt und auferziehung meldet die Schrift weiter nichts, alsdaß sie aus dem geschlechte Davids, und folglich aus dem stam-me Juda gewesen, wiewol zu derselben zeit das Haus Davidssehr herunter gekommen, und in schlechtem ansehen war, sogar, daß sie sich auch mit einem zimmermanne verlobet, wor-aus man leichtlich schljessen kan, daß auch ihre eitern in schlech-tem zustande müssen gewesen seyn. Epiphanias zwar berichtet,daß ihre Mutter Anna und ihr vatter Joachim geheißen, wel-ches auch von einigen andern bestätiget, und von vielen neuenscribenten als eine ausgemachte Wahrheit angenommen wird.Es findet aber dieses eben so wenig statt, indem keine glaub,würdige zeugnisse davon vorhanden, als was man ferner ausdem Gregorio IVz-lleno vorgiebhdaß sie von ihren eitern in einemhohen alter, nachdem sie vorhero eine unfruchtbare ehe gehabt,gezeuget worden, und weil ihre mutter ein gelübde gethan,GOtt dem HErrn zu wiedmen was von ihr würde gebohrenwerden, hätte sie diese Mariam, so bald es ihr alter zugelassen,in den tempel geführet, woselbst sie von den Priestern wäre auf-erzogen worden. Nachdem sie nun erwachsen, und es sich nichtgeziemet, also unter den Priestern zu leben , hätte man sie demJoseph verlobet, doch, daß sie in einer steten jungfrauschafflGOtt sollte gewiedmet bleiben. Diese erzehlung hat noch zuvielen andern gelegenheit gegeben, und scheint um so viel weni-ger gründ zu haben , weit d-^llsnus selbst gestehet, er hätte die-ses von einem ungewissen suckors , dessen zeugnis nicht von al-len angenommen würde. Also kan man auch von der zeit ihrergeburt und von andern umstanden ihres lebens sehr wenig sagen,weil alles , was ausser der Schrift davon gemeldet wird, auftraditionell und blosse Muthmaßungen ankommt. Dieses ist ge-wiß, daß , nachdem GOtt beschlossen, baß sein ewiger Sohnvon ihr sollte gebohren werden, der engel Gabriel zu ihr in einestadt in Galilaa, welche hieß Nazareth, woselbst sie wohnhafft,geschickt worden, da sie zu derselbigen zeit mit dem Joseph, dergleichfalls aus dem stamme Davids entsprossen, vertrauet war.Da that ihr nun der engel Gabriel kund, wie sie unter allen wei-bern von GOtt dazu ausersehen wäre, den Heyland der gantzenweit zu gebähren. Da sie sich verwunderte, gab er ihr zur ant.wort, der Heil. Geist würde über sie kommen, und die krafft deSHöchsten würde sie überschatten, darum auch das Heilige, daSsie gebühren würde, GOttes Sohn genennet werden sollte. Erthat auch andere gründe hinzu , ihren glauben zu stärcken, wor-aufsie sich in völligem gehorsam GOtt aufopferte, und sagte:Siehe, ich bin des HErrn magd, mir geschehe, wie du gesagthast. Einige tage darauf gieng sie von Nazareth, um ihre anver,wandlin, die Elisabeth, zu besuchen, wobey sich dieses besonderezutrug, baß, als sie in das Haus Zacharia kam, und die Elisabethqrüssete, das kmd in dem leibe dieser letztem, damit sie schwangerwar, hüpfete, und Elisabeth durch eingeben des heiligen Geiste-sie für die mutter des HErrn, und für die gebenedeyete unterallen weibern rrkennete. Worauf auch Maria mit einem herr-lichen lobgesauge diese gütigkeit, so GOtt an ihr erwiesen, prei-set. Sie'l»ieb an diesem orte z. monate, und kehrete wiederumheim, worauf endlich die zeit heran nahete, daß der Heylandder welk von ihr sollte gebohren werden. Da fügte es sich nun,