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grasen zu Brandenburg , verlobet, wobey verabredet worden,daß der dräutigam, so nur iz. jähr alt war, allererst bey er-langung der majorenmtät die Heurath vollziehen, und sodannzugleich mit der gemahlin regieren sollte. Unterdessen wardMaria an. i;8r. nach ihres vatters tobe, als Konigin in Un-garn gecrdnet , und war dieses dabey was besonders, daß dabisher» die Ungarische Königinnen die crone nur am rechtenarm getragen , ihr selbige auf das Haupt gesetzet, unsssie im ti-"ll nicht Äarirr , sondern NariÄ Xsx genennet wurdk.Doch das regiment währte nicht lange; denn da sie ihrer leibli-chen mutier Elisabeth, einer Printzeßin aus Bosnien, und demWvywoden Nicolao Gara allzuviel gehör gab, und die Ungari-schen Land-Stände vor den kopfstieß, so wurde sie genöthigt,die Crone dem Neapolitanischen Könige, Carolo karvc>,a».i;8t.zu überlassen, worüber sie sich dermaßen betrübet, daß sie beydem grabe ihres vatters mit ängstlichen geberden und heulen denköpf wider die steine gestoßen, bis sie von ihrem frauenzimmevwil gemalt hat müssen zurück gezogen werden. Es war aber die«ebe zur Crone bey ihr so tief eingewurtzelt, daß sie, ihre mut-ter, und gedachter Woywode den desperaten schluß faßten, denKönig zu ermorden, welches sie auch jahrs darauf durch einen^kauften meuchel-mörder Blasium Forgach oder Forgatsch be-werckkelligten , welcher dem Könige zu Ofen , als er tafel hielt,Und die Mariam zu gaste bey sich hatte, den köpf von einanderspaltete, worauf Maria des regiments sich wiederum bemach-ssgte. Doch der L-inus in Croatien, Johannes Horvacus oderServatius, wie ihn einige nennen , rächte den tod deS KönigsCaroli dermassen, daß er Mariam, nebst ihrem gefolgt aufeiner reise mit einer flüchtigen ,armee überfiele, die KöniglicheUiutter in dem fluß Bozota ersäufte, die Königin Mariam ge-sungen nahm , ihren favoriten den Woywoden, nebst dem Kö-Utgs-mvrder und ihrer gantzen smte erbärmlich niedermachen«rß. Die gefangene Königin geberdete sich hierbei) abermalssehr übel, und wollte sich selbst das leben nehmen, wovon sieüber mit gemalt abgehalten, und letztens nach Croatien auf dasschloß Crupa gebracht wurde. Endlich als ihr bräutigam Si-glsmundus mit einer armee in Ungarn ankam, ward sie vongedachtem L-mo , nach abgelegtem eyde, daß sie weder denkvd ihrer Mutter, noch ihre gefangenschafft rächen wollte, wie-der frey gelassen, worauf an. i;87. die crönung Sigismundizum Könige in Ungarn vorgenommen , und dessen Vermählung'uuMaria vollzogen wurde. Sie starb aber an. izyr. ohneAden. Lo«Ar. rar. IsiunZ. äes. III. lib. I. IkeTv«, Äonarsb."UnZgr.
Maria von Oesterreich, Königin in Ungarn und Böhmen,?bar eine tochter des Königs Philippi I. in Spanien, welchewm feine gemahlin Johanna, Königs Ferdinand« escholici inSpanien tochter, an. izo;. den 17. sept. gebohren. Hieraufwurde sie an. 151;. an den König Ludovicum in Ungarn ver-Ibrochen , und an. i;ri. zu Ofen vermählet. Sie hatte aberbas Unglück, daß dieser ihr gemahl gar bald darauf, nemlichuu. i?26. den 29. aug. in der Macht bey Mohatz das lebenverlvhr. Sie selbsten flöhe in solcher gefahr nach Wien , undbeschloß, sich nicht weiter in einiges ehe - gelübde einzulassen.Merauf kam sie in die Niederlande, und wurde an. i;;o. vonMem bruder, Kayscr Carl v. zur Regentin derselben ernen-nt. Sie stunde auch selbigen in die 2;. jähr gar löblich vor,Md banete zu ihrem gedächtnis an. 1542. in Henncgau dasltadtlein Marienburg. Als endlich gedachter ihr bruder an.
bie regierung abtrat, reisete sie mit ihm nach Spanien,"»wo sie den ig. octobr. an. iz;8. zu Cicales dieses zeitliche^stgnet. Wegen der affection nun, die sie zu ihrem brudergetragen , wird sie von einigen gar beschuldiget, als hätte siew't ihm den Don Juan von Oesterreich gezeuget, welches aberUe freche und nie im geringsten erwiesene Verleumdung ist.Mttlerweile da sie die regierung in den Niederlanden führte,"ftsiel mehrgedachter ihr bruder, der Kayser Carl, mit Franck-Nch in einen krieg, und belagerte Metz, da sie indessen in dervicardie den Franzosen eine diversion machte. Sie bezeugteMeit ungcmeine lust am jagen, und hielt sich manchmal vons/tzh morgens bis auf den abend in den Wäldern auf. SieWte einen so grossen haß gegen den König Henricum II. mN'ckreich , daß sie auch seine lust-häuser nicht schonte, wie-er es an raache gleichfalls nicht ermangeln ließ, und nebeng„^rm heftigem sengen und brennen insonderheit auch ihra,/3ebgutes unvergleichliches Inst - schloß Mariemont sowol,wdasBinch in brand steckenließ, zur raache, daß sie es.Hvlembrai in der Picardie nicht besser gemacht halte;dann bey dieser Printzeßin einen entsetzlichen kummer»"o grimm erweckte, und sie zu einer neuen raachgierde an-h^?wte, daß sie sich auch vernehmen ließ, sie würde keine ruhev», wo sie nicht Fontainebleau selbst anstecken lassen, undgründ verderben könnte. Henricus II. dagegen sollin gewünschet haben, sie gefangen zu bekommen, umtiorl.. ' ob sie ihre großmuth und die wider ihn bezeugte heftpz, " auch alsdenn behalten würde. Fuggers ehren - spregel,<7s/?e, elox. äss kemmes illust. tom. II.lih 7^ Nlarwss rom. II. paß. yi. iegg. äs bello Lslg.
^ ^ äecsä. I. lib. V. LIX. tom. II- pag- l;8r.
Kan^aria, Königin von Bulgarien, und des Griechische»Tvnsi? Michaels Palaolvgi schwester tochtersicher sie «»"itantinum, König von Bulgarien, vermahlte- Sie war
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auf ihren vetter, den Kayser Michaelem sehr gehäßig, daß erihre Mutter, die der Vereinigung der Griechischen mit der Latei-nischen kirche sehr zuwider war, übe! hielte, und schickte Ge-sandte an die Saracenischen Fürsten in Syrien und Egypten,um dieselbe gegen ihn aufzuhetzen. Ihr gemahl CvnstantinuShatte das dein gebrochen, darum beschlösse sie ihren jungensöhn Michael zum Könige von Bulgarien crönen zu lassen;doch, weil sie sich vor einem gewissen Wenceslav, welchergrosses recht auf diese Crone hatte, nicht ohne ursach förchtete,so stellte sie sich, als ob sie denselben Mit zu ihrem söhne auf-nehmen wollte; ließ ihm aber nach seiner ankunftbey Hofe undVerrichtung des feyerlichen gepränges vom brodt helffen. AISihr gemahl in einer Macht wider einen schwein-hirten, Laca-nes oder Cordocubes genannt, welcher sich zum Könige aus-warf, sein leben verlvhr, so ließ der Kayser einen gewissen Jo-hann em , unter dem nahmen Alan, zum Könige in Bulgarienerklären; dadurch fand sich Maria so bedrängt, daß sie, umsich auf dem throne zu erhalten , mit dem Lacanes eine Heuratheingieng, welcher fo tapfere gegenwehr gegen die Griechenthat, daß Asan nicht den geringsten Vortheil über ihn erhal-ten konnte ; allem da ihn die Tartarn in einer ftld - Macht be-siegten, so stunden die Bulgarn auf, sandten die Königin Ma-ria mit ihrem söhne zu dem Kayser, und nahmen den Asän zuihrem Fürsten an. lib. VI. Wcexlxv. 6>«ZoE,
jn biii. LvrLNt.
Maria von Burgund, war eiye erb-tochter Hertzog Carlsdes kühnen zu Burgund, welche ihm seine gemahlin Jsabellavon Bourbon an. igz?. den 12. febr. gebohren. Sie war ebenzwanzig jähr alt, als ihr vattcr an. 1477. das leben in der bela-gerung von Nancy verlvhr. Gleichwie sie nun bey Icbzcitenihres vatters schon eine grosse menge freyer gehabt, die ihrvatter alle mit leerer Hoffnung getröstet, um sie beständig inseiner partey zu erhalten; also fanden sich derselben nachher»noch viel mehr, darunter der Dauphin in Franckreich Carolus,der Ertz-Hertzog Maximilian, und der Hertzog von Eleve dievornehmste waren. Der erste von diesen war zwar noch sehrjung, nichts destoweniger, weil der König in Franckreich, Lu-dovicus XI. gleich nach ihres vatters tode Burgund wegnahm,auch in Flandern viele städte eroberte, in den übrigen aberheimliche correspondentz unterhielte, böte sich die Printzeßin,um dem Verlust aller ihrer lande vorzukommen, selbst zur ge.mahlin vor den Dauphin an, und wenn Ludovicus XI. kluggewesen wäre, hätte er dadurch die Burgnndischc und Nieder-ländische Herrschafften an Franckreich bringen können. Alleiner gedachte vielleicht ohne dieses Mittel solches zu erlangen , wes-wegen er innerliche Unruhen im lande stiftete, auch es dabinbrachte , daß die bürger zu Gent einige ihrer vornehmsten Mi-nister vor ihren äugen umbrachten, und sie selbst etliche tageeingeschlossen hielten, sie auch mit gemalt zwingen wollten,Adolph von Geldern zu hcurathen. Da aber dieser etliche Wo-chen darauf umgekommen, kam endlich die schon unter ihremvatter angefangene Heurath mit dem Ertz-Hertzog Maximilianzum stände, und nachdem sie an desselben Gesandten , HertzogLudwigen auS Bayern, getrauet worden, erfolgte das würckli-che beylager den 20. aug. an. 1477. und wurde hierauf vonErtz-Hertzog Maximilian die Huldigung von den Niederländi.schen Standen angenommen, und der krieg wider Franckreichfortgeführet. Als nach einiger zeit etlichen Rittern des gülde-nen Vliesses wegen ihrer an dem Hause Burgund begangenenuntreu dieser orden abgenommen , und hierauf die Huldigungin dem lande aufs neue enipfangen worden, wollte sich dieftHertzogin gleichfalls dabey emfinden, stürtzte aber von einer zuHertzogenbusch aufgerichteten bühne zur erden nebst vielen an-dern Personen. Ob man nun gleich keinen schaden deswegenan ihr merckte, so wollten es doch einige vor einen Vorboteneines künftigen Unglücks halten, welches ihr auch an. 1482. aufder jagd begegnete, da sie durch einen fall von dem pferde fohart beschädiget worden, daß sie daran den 28. martii gestor-ben. 0/?v. äs la Älarsks. Fuggers ehren - spiegel.
gnnsl. Lrab. Dante/, Kilt. äe VrANLS tom. II. ( Sieheunter den Kaystrn Maximilianus I.)
* Maria, Pfaltzgraf Ludwigs gemahlin, aus dem Her.
tzoqlichen Haufe Brabant. Ihr gemahl hatte im jähr 1248. ei-nen briefaufgefangen, welchen sie an jemand geschrieben, undob derselbe gleich nichts Übels in sich hielt, so ließ er sie doch des-wegen auf dem schlösse, wo sie sich aufhielt, nebst dem Com-mendanten und zweyen von ihren bedienten hinrichten.. Erward aber noch denselben tag von der unfchuld dieser Fürstinüberzeuget, welches ihm dergestalt zu hertzcn gieng, daß seinehaare, da er doch erst 27. jähr alt war, in einer nacht grau wur-den, übernahm verschiedene buß-übungen, und Mete ein herr-liches kloster, Fürsten-Feld genannt, um nur diese ssmde dadurchauszutilgen. in sdron. klilüuZ. sä ann. 1248.
* Maria von Rohari, eine tochter Herculis, Hertzogö von
Movtbason, ward an. i6c>c>. gebohren, und an. 1617. an Ca-rolum von Albert, Hertzog von Luynes, Connetable von Franck-reich , vermählt, erhielt die bedrenung einer Surintendantevon der Königin Anna Hof-statt, muste aber solche an. 1624.weaen eines rang-streits mit der Hertzogin von Montmorencyniederlegen. Sie ward eine zeitlang mit ihres gemahls vorbe-wußt von König Ludovico XIII. geliebt, welcher aber nach.achends einen so grossen haß auf sie warf, daß er dem Conne-* tadle