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wegen der lehns - empfängnis über die Sachsen - Gothaischenlande. Endlich die Marschälle von Ostheim im Henneber-gischen, welche heut zu tage ihren sitz zu Schottenstein in deinCoburgischen haben. Ihr stamm-haus ist allem ansehen nachdas stabilem Osiheim vor derRöhn an den Hennebergischenund Würtzdurgischen grentzen. Deren alterthum erhellet schondaraus, daß Heinrich Marschall von Ostheim an. ysg. unterdie turniers-genossen zu Merseburg gezehlet wird. Mangol-dus und Thanio von Ostheim haben um das jähr 1260. flori-ret, als in welchem sie sich in der verschreibung des schlosses undstadt Schleusingen, Graf Bertholds zu Henneberg seiner ge-mahlin zum leib-qedinge, als zeugen unterschrieben. Dasstamm - register ^dieses geschlechts wird in Loch» Uchlomstjoaan. izc>y. mit Curten von Marschall angefangen. Gideonvon Ostheim war zu ausgang des XVI. seouli wegen seinergelehrsamkeit bekannt. Nachgehends florirte an. 171;. Chri-stoph Marschall von Ostheim als Chur-Mayntzischcr Ober-Jä-germeister und Bambergischer geheimer Rath.
In Thüringen bekleiden die Marschälle von Herrengossserstädt das Erb-Marschall-amt, welche sich auch von ihrenübrigen Ritter-sitzen, als Thomasbruck, Eckertsberge, T ro-her, Gutmannshausen, rc. beyzunahmen pflegen. Derenordentliche stamm-reche wird in Lochn ciiplomnticn mit Hein-richen angefangen, weicheren. 1251. eine wchtcr ins klbsterHeusdorff gethan. Dessen söhne Rudolph Heinrich und Her-mann haben schon die güther Gosserstädt und Dobra besessen.Der mittlere wurde ein ober-alter-vatter Rudolphs auf Herren-gofferstädt, Burghvltzhausen und Dromsdorff, der an. 1446.mit Hertzog Wilhelmen als Oberster zum heil. grade gereiset.Sein söhn Wolf auf Gosserstädt, Chur-Sächsischer Land-Rath,zeugte Rudolph II. auf Knau, Gutmannshausen, rc. KaystrsRudolphi II. Kriegs-Nath und Obersten in Ungarn, wie auchChur-Sächsischen Oder - Hauptmann der assecurirten AemterWeida, Arnshaug, Ziegenrück und Sachsenburg, der an. 1,98.verstorben, und 2. söhne hinterlassen: 1.) Molsen arssGut-mannshausen, Chur-Sächsischen Obersten und Hauptmann zuLangensaltze, einen vatter Rudolph Levins, Chur-SächsischenCammer-Herrn. Dessen söhn Johann Adolph auf Schönstädt,alten und grossen Göttern , ist Chur-Sächsischer Kreis-Haupt-mann , Assessor des Hof-Gerichts zu Leipzig , und Ober - In-ipeNor der Schul-Pforte ivorden, und hat feinen äst mit dreysöhnen fortgepflantzet. 2.) Ludewig Ernsten aufHerrengos-serstadt, Chur-Sächsischen Rath und Ober-Aufseher der Graftschafft Henneberg, einen vatter Joh. Georgens auf Eckartshau-sen, Bratendorff, Schwartzbach und Gosserstädt, dessen söhnGeorg auf Burghvltzhausen und Ledersleben, Wolf Dietri-chen auf Tromsdorff^ Uhlstädt und Schönstädt gezeuget hat.An. 1719. florirte ein Marschaü zu Herrengosserstädt als Land-schaffls-vireÄor im Hildburghausischen Fürstenthum.
In Meisten floriren die Marschälle von Btberstein, wel-che mit den vorhergehenden nicht einerley wapen führen, wiedoch einige setzen. Sie haben bey den alten Marggrafen vonMeisten das Erb-Marschall-amt bekleidet. Auch haben sie voralten zelten und schon zu ausgang des XIII. Louli zu Frey-berg gewöhnet, und daselbst nebst andern adelichen famillenim Rath-stuhl gesessen, wie denn Conrad Marschall an. 1294.unter die Rathsherren, und an. iz iä. unter die Bürgermei-ster daselbst gezehlet wird. Nicol Marfchall, Rathsherr da-selbst, hat an. i; 68. nebst seinen z. ältern brüdern Heinrich,Reinhard und Friedrich, von Marggraf Wilhelmen zu Meisten,die lehn über das Ritter-guth Möckeritz erlanget, an. i;68.auf dem Ritter-quth Möckeritz gesessen, nachgehends aber dasanderthalb meile von Freyberg gelegene schloß Btberstein(welches schon vor langer zeit an die von Schönberg gelanget)an sich gebracht, und sich davon beygenannt, daher» sie auchmit den ehemaligen Herren vonBiderstein in keiner verwandt-schaffk gestanden ; (siehe Biberstein.) Heut zu tage hat diesesamilie meistentheils ihre güther in dem Magdedurgischen.Deren alterthum aber erhellet schon daraus, daß HeinrichMarschall an. 1198. dem Meißnischen Land-tage auf demCulmberge mit beygewohnet. Heinrich wird in einem kauf-briefe des Abts zu Alten-Zelle von an. 1216. als zeuge ange-sühret. Die ordentliche stamm-reihe dieser familie wird inLoth» äiplomolica mit Heinrich Marschallen von und zu Bi-berstein angefangen, der um das jähr 1498. gelebet, und einvatter gewesen Nicols auf Hermsdorff und Deschütz, welchervorgebuchtes stamm - guth Biderstein zuletzt besessen. Dessensöhn Georg aufOtzdorff, Ebersdach und Heyde, Churfürst Au-gusti zu Sachsen gemahlin Hofmeister, hinterließ Hioben aufKohren, Kayserlichen Rittmeister in Ungarn, einen vatter Ale-xandri aus Hermsdorff, Kohren und Malitz, Chur-SächsischenOber-Steuer-Einnehmers, der?, söhne hinterlassen, als i.) Jo-hann Wilhelm, Fürstl. Sächsischen Hof-Rath zu Merseburg;2.) Alexander Haubolden, auf Reisten, Fürstl. SächsischenRittmeister; z.) Julium Heinrich, Fürstl. Küchenmeister zuMerseburg; 4.) Leonhard, der in Fürstl. Sächs. Weissenfelsi-schen kriegs-diensten sich aufgehalten; 5.) Hans Dietrichen,Fürstl. Braunschweigischen Capital« - Lieutenant; 6.) MoritzDämmen auf Hermsdorff, Kobelsdorff, rc. der an. 1722. alsKönigl. Polnischer und Chur-Sächsischer, wie auch Sachsen-Weisserrfelsischer geheimer Rath und gesamter Ober-Steuer-Einnehmer verstorben. Von seinen söhnen war Johann Au-
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gust, Ritter -es Johanniter-und des schwartzen Adler-ordens,Königl. Preußischer Staats-Minister und Ober-Herolds-Pr«.sident, an. 1712. Abgesandter in Engelland, und jahrs daramwohnte er den friedens-tractaten zu Utrecht als PrenßtMcklenipntemimlns bey. An. 1714. ist er würcklicher gchenncKriegs-Rath,und dessen bruder Moritz Dam, Oder-Hofmelsieram Marggräflichen Hofe zu Svet, und bald darauf KöEssPreußischer Cammer - Herr worden ; 7.) Georg Hioben amHedersleben, Fürstl. Sächsischen Magdeburgischen Ober-HAMarschalln, Dom-Herrn und Scniorn des Ertz-Ltifts Magv"bürg, der an. 1668. Abgesandter zu Negenspurg gewesen, »»
5. söhne hinterlassen, von welchen Alexander aus Rettern (swmeile von Zeitz gelegen) und Hedersleben, Königl. PolniMund Chur-Sächsischer, wie auch Sachsen - MerseburgsicheLand-Cammer-Rath und Ober-Steuer-Einnehmer, seinenmit 6. söhnen fortgepflantzet. Joh. Adolph, ein naher ariv»wandter oder bruder des vorhergehenden Alexandri, hat a>des Teutschen ordens Ritter, der Balleyen Sachsen und HEsCapitular, Comtur zu Griefstädt und Tomnitz, undsen-Merfeburgifcher Haus-Marschall noch an. 170;. fiorirel.
An. 1705. hatte Augusta Antonia, Marschallin von W'berstein , die ehre eine gemahlin Anton Günthers, Fürsten vvAnhalt-Zerbst zu Mühlingen zu werden; sie starb an. i?"'ohne Ander.
In dem Hertzogthum Bremen sind die Marschälle vollBachtenbruch in ansehen, welchen letztem nahmen sie Azeiten allein geführt. Nachdem aber, wie Mushart benchnvvon denselben der älteste jederzeit die ehre gehabt, Ertz-BlMmsicher Marschall in Bremen zu seyn; so hat es ihr schon vovielen steculis gefallen, nur den amts - nahmen zu tubwiewol zuweilen sie sich auch von Bachtenbruch oder von w'ren Ritter-sitzen von Lronenberg beygenannt. Zuerst wnJohann von Bachtenbruch angeführet, der an. n4». den fw'dations-brief des klosters St. Mariä, bey Stade als zeug,mit unterschrieben. Nachgehends hat Theodoricus Marlw«um das jähr 120;. gelebet. Balthafar, Herr auf Cronen-ooCranenburg, florirte um das jähr 1469. und hinterließ SAi«und Johannem, welche beyderseits absonderliche linien ge»mtet. Des letztern enckel waren i.) Frantz, Dom-DechantBremen ; 2.) Johannes, Ertz-Bischöfflicher Land - Drost »»Rath; ;.) Lüder auf Lauhmühlen, Fürstlich - LüneburgMAmtmann zu Steinhvrst, dessen söhn, Adolph Beneble"Schwedischer Justttzien.Rath, hak gezeuget Detleven «üb ^-dern, davon dieser die stelle eines Schwedischen Land - R»"erhalten. Vorgedachter Frantz hinterließ zwey söhne, Baiw,sarn und Frantz den jüngern; iener war ein vatter Fran«L.heran. 1646. alsLÄnom'cur und Ibessursrius zu Verben,auch Land-Rath des Ertz-Stifts Bremen, mit tobe abgegaM 'Von seinen söhnen erhielt i.) Balthafar, Schwedischer H^Marfchall, die Freyherrliche würde, und starb ohne erben; 'Friedrich, SchwedischerHof-Gerichts-lUIellor,lebte noch» '1712. und hatte ;. söhne. Obgemeldter Frantz derließ 2. söhne nach sich, i.) Johann Friedrich, Dänische»Heimen Rath und Cantzler in Norwegen ; 2.) Jürgen,,denken der Bremischen Ritterschafft, von dessen söhnen r>r ^ _Gustav Schwedischer General-Lieutenant an. 1715- bey e»'s ^tirung der insul Rügen von den Nordischen Alliirten getan»worden, Friedrich Christian aber hat dem König m D« ^marck als General gute dienste geleistet. llemm. r-
IV. k. Hönns Coburgische chronick. SpangenbsraAdel-spiegel, ?. II. tsisstr. brezb. ae A
vereri. Seiferts ahnen-tafel. rksscr. Xob. ocl-m-
* Marschall, (Herren von) ein adeliches geschlecht in E»^gelland, als deren Anherren, Gilbert und Johannschall oder Marfchall, zu den zelten König Heinrichs »Wilhelm Marschall, Graf von Pembrvke, gewesen. HA ^kan der Englische geschicht-schreiber William Dugdale w !ner Laronsge ok Lnglsnci , tom. I. p. 599. nachgtlchj ^chwerden; nach dessen zeugnis derer von Marschall in ^land zuerst unter abgedachter beyder Könige regierungendüng geschiehet, welche das Reichs-Erb-Marfchall-amt alua »sich in Engelland, und nachgehends auch in Jrrland am ^familie erblich gebracht, und in beyden Königreichen, »"bie-der Normandie, stattliche güther besessen haben, so der vmeldte Wilhelm Marschall, Graf von Pembrvke, »" DieGrafen von Strigul tochter und erbin erheurathet ,
söhne dieses Wilhelms sind Wilhelm, Richard, G»o^iiWalter und Anselm gewesen, welche aber insgesamt oym ^gestorben, und ihre geschlechts-güther und vorzuge, ^die Grasen von Norfolk, Surrey, Glocester, Cornwa»
Derby verheuratheten schwestern hinterlassen hüben. ^ ^wapen dieses Gräflichen Pembrokischen geschlechts »si^ci"eine beschreibung und abdruck in der Englischen Adels-yn^^.so unter dem titul : Isio Lritissi Lompenülum, or ' -EyiMment» of llonour im jähr 17; l. zu Londen heraus vmen ist, p. 29. und 289. und führet dasselbe drey siwer'chende löwen in einem blau-und roth-getheilten tewr '
Helm mit einem lorbeer-krantze sezieret ist , worauf em ei-
meer-drache mit aufgehabenen flügeln stehet, in »em m :ne rothe an dem gelencke abgeschnittene lincke hano vDie schildhalter ftynd auf der rechten feite em »'bern