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muel von Marschall , Sr> Königlichen Majestät in Preussenivürcklicher geheimer Staats-und Kriegs-Minister, des hohenStifts zu Havclberg Vice - Dechant, der Chur - Märckifchenlandschafft, der Recrouten-auch Städte-Cassen-virsCkor, Vice-vireäkor des Dom-kirchen-und Ioachimsthalischen Schul r vi.rsöiorüj und des Nieder-Barnimschen kreises Land - Rath rc.ein Herr von ungemeinen gaaben, ein sowol gegen jedermansehr gnädiger als auch insonderheit den Preußischen und Bran-denburgischen landen höchst ersprießlicher Minister. Es hatMariane Caroline von Boerftell dem Herrn von Marschallbishero gebohren eine Fräulein tochter, Sophia WilhelminaDorothea, und drey söhne: r.) Friedrich Wilhelm, »^Wil-helm Friedrich, und ;.) Friedrich Carln. Die Ritter-gülherdieses so angesehenen hoch-adelichen geschlechtü betreffend, sosind selbige in der Chur - Marck Brandenburg, und zwar mdem Nieder-Barnimschen kreise der Mittel-Marck gelegen, undheissen Dahlwitz, Münchhofen, Rahnsdorff und Tasdorff,welche von dem jetzigen hoch-adelichen Herrn besitzet sind ange-schaffet worden. Es wird nicht undienlich seyn, wenn wirnoch einige Nachrichten und Urkunden zu dem beweis der obigengeschlechts-folge derer von Marschall anführen. Es haben sel-bige vor vielen andern diesen Vortheil und besondere distinction,daß sie ihren Ursprung, alterthum, abstammung, und die an-sehnliche reihe ihrer uralten ahnen in einer ununterbrochenenfolge, mehr als auf eine art, und in aller absicht zureichend,darthun können. Der Englischen sowol, als anderer unver-werflichen geschicht-schreiber, welche des ansehens, alterthumsund der vorzöge dieses geschlechts Meldung thun, hat man schonoben erwehnet. In den geschichten aber ist bekannter Massenkein stärckerer beweis, als welcher auf dem zeugnis öffentlicherund sorgfältig gesammelter archiven und bewahrter Urkundenberuhet. Wie nun in Engeli-und Schottland vor vielen an-dern Reichen die lobens-würdigc Verfassung ist, daß gewisseHerolds-Cammern oder Herolds-und Ehren - Gerichte bestelletseynd, deren Pflicht und obliegenhcit ist, auf die stamm - regi.ster und wapen der adelichen geschlechter acht zu haben, der-selben geburts-und todes-fälle, Vermählungen und rühmlichethaten aufzuzeichnen, die geschlechts-urkunden in ihren Archi-ven zu bewahren, die wapen derselben zu untersuchen, nachihrer ordnung zu unterscheiden, zu zeichnen, und in den des-halb vorfallenden ftreitigkeiten recht zu sprechen; also ist wohlausser zweifel, daß die von solchen Herolds-Cammern, aus ih-ren Archiven mitgetheilte Zeugnisse von den geschlechts - folgenallen den glauben verdienen, welcher den öffentlichen und ächtenurkunden'mit vollkommenem recht beygeleget wird. Die vor-nehmste Beamte und Häupter dieser Gerichte seynd die Wapen-Könige, die alle ihre besondere nahmen haben, und wird derselbein Schottland k.eo genannt. Von dessen macht und ansehen,wie überhaupt von dem Ursprung und der gemalt der Herolds-Cammern, insonderheit in Engell-und Schottland, Lünig inseinem Iliestro ceremcmiali nachzusehen ist. Von dem Wa-pen-Könige in Schottland, ist demnach die abstammung derervon Marschall aus dem Hause von Clothoderick, und dersel-ben geschlechts-folge, so wie solche oben ist angegeben worden,unter seiner und der vornehmen adelichen zeugen, ArchidaldsGrasen Rosetene, Thomas Grafen von Hocdmtor, RobertsHerrn von Bollo, Alexanders Herrn von Saltounot, des Frey-herr« und Grafen von Abernothv, und Ivhannis Herrn vonBalmerino, Unterschriften und insiegeln, nicht allein mittelsteiner aufpergament mit illuminirten wapen gezeichnete», undsechzehen ahnen von vatter-und mütterlicher feite in sich fassen-den stamm-tafel, sondern auch durch ein aus den Archiven ge-zogenes offenes patent unterm staco Edenburg, den 24. mertzan. 1709. mithin in der beglaubtesten form attestkret worden.
* Marschall von Nachtenbruch, (Carl Gustav von) Kö-niglich-Schwedischer General-Lieutenant zu roß, auf Hutloh ,Kranenburg, Klink rc. ward von George Marschall, König-lich - Schwedischen Präsidenten der Bremischen Ritterschafft,und Sophie Elisabeth von und zu Francking erzeuget, und zuStade den 2. fept. alten calenders an. 1664. gebohren, undfolgte der Königlich-Dänischen Printzeßin an. 1673. als da-mals Königlich-Schwedischen braut, Ulricä Eleonorä, alsEdel-knabe mit nach Stockholm. Da er nachmals zum kriegS,Wesen netgung blicken ließ , so beförderte die Königin vonSchweden solches dergestalt, daß sie ihm nach dreyjähriger auf-wartung vom amt eines musquetiers bis zur stelle eines Oberst-Lieutenants jährlich zoo.thaler species zu erleichterung der ko-ken zahlen ließ. Als er nun an. 1686. als Lieutenant unter desGrasen von Welling, ferner unter des Obersten Putbus regi-ment in Holländischem folde als Capitain bey der belagerungvon Kayserswerth, bey Mons an. 1691. als geissel, inglcichenan. 169z. in der vestung Charleroy kriegs-dienste gethan; wurdeer von Printz Wilhelm von Oranien zum Oberst - Lieutenantbey dem Puddenderckifchen regimente ernennet. Nach dem an.1697. erfolgten Ryßwickischen frieden und erhaltener erlassunglebte er einige jähre anfseinen güthern; wurde aber an. 1700.unter dem Craffowischen regiment dragoner als Oberst-Lieu-tenant bestellet. Im jähr 170;. aber warb er ein neu drago-ner-regiment, und führte solches als Oberster unter dem Feld-Marschall, Grafen von Rheinfchild, nach Polen. Er half deniz. sebr.an. 1706« den sieg bey Fraustadt wider die Sachsen
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gewinnen. Und bey der den 19. oct. desselben jahrs verlohrnenschlacht bey Kalisch ward ihm sein Pferd unter dem leibe umeiner stück-kugel getödtet, und er von den Sachsen gefangen.Nach bald darauf erhaltener freyheit kam er in die SchleiM*Kayferlichen erb-lande, ferner in die gegend der stadt Thoren,und endlich nach dem Ält-Ranstädtifchen frieden in Pommernzu stehen. Da ihn denn fein König von Vender aus unMMn. nov. an. 1710. nicht nur in den Freyherrn-stand setzte, ssAdcrn auch zum General-Major zu roß erklärte. In der schlEbey Gadebusch an. 1712. commandirte er zuletzt den gantz^)rechten flügel. Aber an. 171;. ward er unter dem Feld-Mar*schall von Steinbock Königlich-Dänischer kriegs-gefangener. I"welchem jähre ihn sein Konig von Demotica aus, untermmertz, zum General-Lieutenant zu roß ernannte, und nEmals bey Wiederkunft des Königs aus der Türckey von sess^gem das commando über die Schwedischen völcker aufderm»sul Rügen erhielt. Er konnte aber so wenig, als sein Kömg kdie landung der feinde verhindern, und muste sich endlich nevnverschiedenen andern Generals-personen gefangen ergeben.auch wol der König deswegen auf übel gegründete berichteanfangs ein Mißvergnügen zu bezeigen schien , so wurde wmdoch nachmals von der regierenden Königin, auch von ihre»unglücklich erschossenen Herrn bruders wegen, unterm az.mar«11.1719. alle Versicherung ihrer Huld und gnade gegeben. So«mhatte er zweymal verehlichet gelebt, i.) mit Fraulein DEthea Hedwig Groten, des Fürstlich - Braunschweig - Lünebm-gischen geheimen Raths und Landschaffts - Directors, Aug»!»Grolens und Annä Eleonorä von Bülow tochter, seit an.welche aber, da sie zwey kinder zur welt gebohren, in densechs-wochen des letztem den 6. jun. an. 1700. dieses zeitlEgesegnet. Nach zwölfjährigem Wittwen - stände vermahlte ersich 2.) mit Fräulein Uirica Amakia von Rotermund an.
Sie war eine tochter Caspar Detlefs, Königlich - Schwedische»Oberst-Lieutenants, und nachmaligen Land - Raths destzogthums Vor-Pommern und Fürstenthums Rügen, und Amnä Dorotheä von Negendanck. Aber auch diese andere genElin, welche ihn mit fünfehe-pflantzen beschencket, verstarb W>uden i;. febr. an. 1724. seit welcher zeit er als wittwer vuan sein ende seine sorgfalt auf die erziehung seiner kinder um,erhaltung seiner güther anwendete. Er war übrigens einer ge-setzten und starcken natur, und wußte ausser dem hitzigender, welches er von der Verwundung bey Charleroy vor dem er-litten , wenig von kranckheiten. Endlich aber entriß ihn emvon gicht-artigen spannungen entstandenes zehr-fiebcr der zemlichtest den ii. sept. an. 1626. da denn sein leichnam in Ukirche zu Hechthausen in sein erb - begräbniS zur ruhe gedrcEwurde, pfefflngers Historie des Braunschweig - Lüneburg»'Hauses, tom. II. p. 914. Gottfried Behrndt, im Adels-He-rolde in manuscript.
Marschallus, (Thomas) ein in sprachen wohl versirter En»gellänber, ist zu Barebey in der Graffchafft Leicester an. rsrr.von einem valter gleiches nahmens gebohren, und stubirte AOxford, daftlbst er durch Usserii bewegliche predigten so geruv"wurde, daß er sich fortan vornahm, diesen gottseligen unvg"lehrten mann zu einem Muster seines lebens und studienvorzusetzen. Bey entstandenen Englischen Unruhen ward egenöthiget, für den König die Waffen zu tragen; hierauf Mer über die fee, und ward zu Rotterdam und Dorbrecht Msger der Englischen compagnie. An. 1668. ward er als äocmin Lolleg. Lincoln, in Oxford recipirt, hernach lleäior dsticLvste§ii und Königlicher Prediger. An. 1680. erlangte erne Pfarre zu Bladon im Oxfordischen und ein Decanat inerster, welches er, nachdem er zuvor seine Pfarrey alifgegev«''bis an seinen hinscheid, welcher den 19. apr. an. 168;. er>ois^besessen. Durch seinen letzten willen vermachte er der bw«check der Oxfordischen Universität alle seine geschriebene, und Adruckte bücher, welche sie bis dahin noch nicht gehabt, die uvrivdem LollcZio Lincoln, und erzeigte noch andereliebes-wera vgen den Lruclioiis. Er war nicht nur ein guter und seomm.Prediger, sondern auch ein gelehrter Osticus, in Morgen!»^scheu und sonderlich in denNordischen sprachen treflich geum,'^solches seine Oblervationer in LvanZel. Lotkicum <L änZ/O' .xon. genugsam zeigen. Sonst hat er auch heraus gegeoe :Auslegung des Engl. Kirchen - Catechismi; welche auch ss»dem Englischen in die Wallische spräche übersetzt worden;eine Vorrede zu I). Hyde MalaischerUbersetzung der 4.listen. Er trug auch das seinige bey zu Verfertigung desführlichen lebens Usserii, so von R. Parr in svi. herausden ivorden. ärb. Oxon. *
Marschland, ist ein gewisser strich landes in der Eugendischen Grafschafft Norfolk, nahe bey Lyn Regis auf der «^dem feite des flusses Ouse, so genannt von dem moraste.boden ist sehr fett, und hat viel nahrung für das vich, aver>gel an frischem wasser, und ist den Überschwemmungen or»unterworffen. äelic. cle Ig l-rancle-Lretsgne.
Marseille, Marsilien, Malftlia, eine grosse unk<w^handels-stadtinFranckreich anderküstevon Provence,,einem sichern Hafen, welcher mit 2. Citadellen verM»und einem Bißthum, welches unter das Ertz-B>M»
Arles gehört. Sie wird in vier quartiere eingethem / l,e«ren jedes seinen Hauptmann undeigene Beamte, auchsondere Haupt-kirche hat, nebst einem Bsschöfftichen sitz' st-pt