Band 
Dritter Theil. D - Ha.
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die kirche zu Circourt, und jagten den Pfarrer samt feinenpfarr-kindern zum lande hinaus. Georgius bätete hieraufvon der Pfarre ab , und lieferte sie wieder in die Hände desGroß-Vicüni des Capituls zu Toul, dann das Bißthum ebendamals vacant war. Hierauf begab er sich nach Paris , tratin die Gesellschafft von St. Nicolas äu Chardonnet, undbekam die aufstcht über das 8Lminarium. Unter den jungenGeistlichen, welche er anzuführen hatte, war auch Nr. äe 1 aPlace, welcher schon seit dem fünfzehenden jähre seines altersmit der Abtey von Val-Richer versehen worden. Dieser gabknrtz hernach Georgio die Pfarre zu Predauge in der vioecesBayeux. An diesem orte sieng er an die geistlichen conferen-zien zu halten, welchem beyfpiel hernach andere gefolget sind,und dergleichen auch an andern orten und vicscesen gehal-ten haben. Nr. äe la Place von Val-Richer, welcher demexempel Georg« nachzuahmen trachtete, und seinen guten leh-ren gehör gab, setzte Mönche aus dem Cistercienfer - ordenin ferne Abtey, und nahm auch das kleid an. Im 40. jähreseines alters gieng er als Noviciu8 in das kloster Barbery,und nachdem er profeß gethan, wurde er zum Abt alldagemacht. Er gab sich bald grosse mühe, die weltlichen fachen,diese Abtey betreffend, einzurichten, und alsdann trachtete erauch , die Mönche genau nach der regul des ersten stifterseinzurichten , welche durch die zeit in einen grossen zerfallgekommen war. An. 1664. ward er nebst dem k. lls K Trap-pe nach Rom gesandt , um daselbst bey dem Papst eine ge-neral-reformation des Cistercienfer-ordens auszuwürcken. Ererhielte sein begehren, und sieng an nach seiner znrückkunftdie reformation in seiner Abtey Val-Richer vorzunehmen; erthat es aber mehr mit seinen wcrcken als mit Worten; er auf-erlegte sich selbsten nicht einmal fische zu essen, und tranck garkeinen wein. Die andern kloster-leuthe wollten es ihm meisten,theils nachmachen, konnten es aber nicht, zumal da die kranck-heiten, so fie sich dadurch zuzogen, ja der tod sechsten , welcheneinige wegen ihrer strengen lebens-art beschleunigten, dieselbennöthigten nicht mehr so scharf zu seyn. Er starb endlich den 8.nov. an. 169;. Seine natürliche neigung war gutthätig zuseyn. Er bezeugte einen stets-brennenden eifer für das hcyl sei-nes nächsten, und hielt ohne Hochmuth alle Mit-Christen fürsolche. Seine demuth und sein sittsames ansehen machten ihnbey jederman so geliebt als geehret. Siehe sein leben, so derr. Buffier geschrieben, welches zu Paris an. 169s. in 12. unterdie presse gekommen.

* Georgius, Bischofs zu Syracusa, hat sich sowol durch

sein heiliges leben als seine gelehrtheit bekannt gemacht. Manliefet in einem manuscripte der kirche zu Syracusa, daß er zuConstantinopel studiret habe. Auch soll er der Urheber der kir-chen-lieder, Iropsria genannt, seyn, welche man um Weyh-uachten herum bey dem gottesdienste absinget; diese Iropariawaren die section des Lsnoms, welcher abgesungen wurde ,Es war nemlich in der Morgenländischen kirche der gebrauch,daß man auf gewisse tage gewisse darzu bestimmte Lsnones,oder kirchen-requln absang, und dieweil sie etwas lang waren, sowurden gewisse pausen oder theile aus jedem gemacht, da sieaufhörten. Diese Lanones hatten gewöhnlich bey zo. derglei-chen sectionen, und der grosse Lanon theile, welche Iropa-ria genennet wurden. Dominicus und Carolus Magri meldendavon, 1ropu8 sey eine gattung Mönchs-gesang gewesen, wel-cher bey solennitaten vor dem emgang der messe sey abgesungenworden, und soll ihn der Papst Gregorius eingeführet haben.Georgius ward an der Orte, Maran genannt, umgebracht,und nach Cajetani muthmassung soll es zu der zeit geschehenseyn, da die Saracenen Syracusam geplündert und verheerethaben. eloZia 8iculorum.

Georgius Prgpe2untimi8, wurde also genannt von seinervatter-stadt Trebisonde, ob er gleich aus Creta gebürtig, unddaselbst an. i; 96. gebohren war. Als er zu Hause die kunstamen-m wohl geleget hatte, kam er zu Eugen» IV. zeiten nach Rom,und lehrte dastlbst verschiedene jähre die Rheloric und Philoso-phie. Nicolaus V. Eugenii luccellor, machte ihn zu seinem8ecretLrio, und von dar wurde er von dem König Alphonso inSpanten beruffen. An. 146;. segelte er aus Creta nach Con-stantinopel, kehrte aber nach 2. jähren wieder zurücke. Er hatteunterschiedene fachen geschrieben, auch viele bücher aus demGriechischen übersetzet, wobey er der Aristotelischen Philosophieaufdas äusserste zugethan war. Man sagt, es hätten seine lin-der Johannem Regiomontanum mit gift hingerichtet, weil erihren vatter in einer schrist angegriffen. In seinem hohen alterverlohr er dergestalt sein gedächtnis, daß er auch schreiben undlesen vergaß. Er starb an. 1486. im 90. jähre seines alters.Sein einziger söhn Andreas, welcher wider Theodorum Gazameine Apologie vor den vatter schrieb,kam selbigem an wissenschafftnicht gleich. inelog. c. 2;. <le llill. I.at. lib. III.

c. 8- 6sorgii8 P. ;9i- äs k-ript.

* Georgius , ( Marinus) ein Vaulcius aus Venedig, warzu der zeit ^egatu8 üpolloliLU8 zu Florentz, als er an. 1596. demCardinal, Joh. Franc. Mauroceno, dessen schwester söhn er war,am Bißthum zu Brescia succedirte. Er hat solches bis an sei-nen tod an. i6;r. mit vieler klugheit verwaltet, und etliche 8y-noäo8 gehalten, auch die kirchen-freyheit scharf vertheidiget.Insonderheit aber war er den geistlichen orden zugethan, wie erdann verschiedene geringe klöster aus seinen eigenen Mitteln er-

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halten, und zu dem Capuciner Nonnen-kloster, wie auchÄneuen Cathedral-kirche,darein er nachgehenbs denlew .^ji»liä und andere reliquien bringen lassen, den ersten grgeleget. Ital. lack. tom. IV. x. ;6;. , hes

* Georgius SvrsntirE, ein Griechischer NeäicuS' l

Beek Zeber Ebi medicinifches buch aus dem Arablstv "Griechische übersetzet, und in sieben theile oder abschn " ^1.theilet. , rls öeorgÜ8 §. 40. x. ;;o.

6rTc. VI. 9. n. 4. ?-168. . vor

* Georgius Lkwroboscu8, ein 6i3MMatlLvs' 'oo, l,nd

Instiniano und Stephans öv-amino , um das >ayr ^ ^schrieb ««'s« ^

61 ollsr. voc. N8ct. in bibliotb. ^ Mys

n. lg2;. Lsrocc. ;6. 68. 71. welches Fr. Moreüus?

161;. in 12. Griechisch und Lateinisch heraus gegevr»'.

, äs 27. 1roxi8 L kiguri8 koetici8 äe katgue Lccentibu8; Krammatica 6rrec. Einige stst._.-schicktab, worunter Allatius auch ist, der da saget, so,ewbuch könnte sich wol nicht mit recht von einem ge>ev"i'-> Säst'Herschreiben ; meynet demnach, sie komme von dem or-

lio her. Oe Tropis, äe I)i°>1eötl8, äs 8ckem3t>bub,

tiiozrgpkiil, rropi8 koetiLi8, e Okosrobosco vs» Aylv^

LrammariLL, sind in der Pariser Königlichen und D'-ster-bibliotheck zu Rom anzutreffen , auch hat sie vor 0"tius besessen, und hat sie auch Fr. Morellus zu .M' § §e-chisch und Lateinisch mit einer dissertation äe ?oec>- ,i°-geben, an. 1615. in 12. bibl. novLNLct. p-' ^vgell

ii 6. Lsnone8 örammLticl clickants Leorgio Iliacc»^

vielleicht die ^ ci»

seyn, so

tiret. Sein buch , ist

Allatius sagt, er habe dessen werck über alle Psalmen ^ oisund gereue ihn, daß ers gelesen, sintemal nichts ^ E

xutiäiL OrsmmLÜLorum regulX darinnen anzutresten.

ein Christlicher Lehrer , und werden beym Stepv, „,

oder dessen Lxiwmrnorc Hermolao V. still

, nahmen-und wörter-buch erwehnct. ^

Lr^molog. N. Das werckgen

ist dem andern theil des Lorpori8 Näini ^msticorum Or^corum n. ;. einverleibet , und n. .

„itzi k,'r w. im dritten theil,

r, und vtzör i-t-c ^

^ hlll AlesUllf

dius aus seiner grammatic genommen, und seiner Slagie einverleibet. Weil er nun ein grosser 6rsmwaucnennte er sich Warum er aber ek<xrobolcu»^x.

treiber, ist genennet worden, zeiget Eustathins min eäic. aä /o. Lsnonem .jsmbicum 6L

wie ihn Allatius anführet, nemlich daß dieses vonfeinde, die ihm seinen rühm und wissenschasst beneidet^ .^istme. Doch meynet Allatius , es könne etwa durch esssen zufall oder gewohnheit geschehen seyn.

§. i;. bibl. 6rLL. V. 7. n. 15. p. 42.

* GeorglUS Lyxriv8, oder aus der insul Cypru^^jvop^zu Constantinopel, bis er auf dem Loncilio zu ConM,so wider die bilder-stürmer gerichtet war, mit Geriss^MJohanne DsmJsceno in bann gethan worden. Allo^^^nicht, daß er Patriarch zu Constantinopel gewesen, we» An, si?sagt, Germanus, so zugleich mit in bann gethanem ,g,Patriarch daselbst gewesen. Doch leget dieses Allatius a..daß er vielleicht vor dem banne abgesetzt, und tuest'nus an seine stelle kommen. Andere sprechen, er stvin seinem vatterlande Cypern, andere, er sey BEIgv,tiochia in Pisidien gewesen. Doch hält Allatius oa» ^ Mer kein öffentliches amt geführet, sondern in der ^ein Hesychiaste gelebet und auch gestorben, und f^vortb^er Patriarch gewesen , die bilder - Verehrer mehrere ,bey dem 8vnoäo diicXns wurden bekommen haben,ckc OeorgÜ8 §. 9.

Georgius Hermonymu 8 , oder LksriwnvMllS ; KreF/oder von Lacedämon, ein Grieche, so zur nachfoN A ^ 0 ^rii 1 ? 7 vkernsri 8 nach Franckreich gieng, und Unterszu Paris die krolsllion der Griechischen sprache bem'^

Sen bekannten Reuchlinum unter seinen schülern hum/eigenem geständnis seine wissenschafft in der Griechu^ .x jn grs>ihm zu dancken hatte. Bey dem Papst Sixto IV- M geser gnade, und wurde zu den wichtigsten gelegen" ^ A,a. te, die er zu des envr

brauchet, wie denn aus einer note, vw rr»»bri getichten, die er mit eigener Hand abgefclmebell/gesetzet, erhellet, daß er von demselben Papst nacy 0^ ^ vcgeschickt wurde, den Ertz-Bischoff von Horck a«. ov.freyen, wie sie Allatius anführet. Er hat des Gen" ^rg>Georgii Scholarii buch, Vi» 83 lut >8 Höminum , '' 7. üsre>'Hermonvmi nahmen Lateinisch übersetzet, so lllf^isch cll'gBasel i?;6. in fol. x. 797-8°2. blos Late-nu ^druckt ist. Ern gleiches hat er mit dem eben g^A sojchesL.chischen buche, Vita Nakomsäis, zugethan, und ti prlill