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2 (1830) Zweiter Theil, welcher die angewandte Physik enthält / von G. W. Muncke
Entstehung
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entstehende loxodromisclie Linie auf seinen ChartenReicht zeichnen zn können. Indem aber diese hiernach,s ° lange die Richtung des Schilfes sich nicht ändert,'"die Meridiane unter dem nämlichen Winkel durch-schneidet, so werden hierzu Charten mit geraden undsenkrecht auf den Parallelen stehenden Meridianenerfordert. Die hieraus nothwendig hervorgehende^Stellung der wirklichen Gestalt der Länder, vor-?u glich nach den Polen hin, hat Mercator durch^' e nach ihm benannte Projection am besten ver-mieden.

Sind ebene Seechartcn so eingerichtet, dafs die Meri-diane durch gerade Linien ausgedrückt werden, so wirddie loxodromisclie Linie gleichfalls eine gerade, und istdatier eben so leicht auf den Charten zu zeichnen als wiedera ufzu(inden. Wird aufserdem auf denselben die Windroseaufgetragen, so darf der Schiffer nur mit den hierin ge-zeichneten Linien, vermittelst der Richtung seines Com-l'asses, parallel segeln, und den zurüchgelegten Weg indein erforderlichen Meilemnafse autlragen, um zugleichdie verlangte Richtung des Schiffes, und die Länge desZurüchgelegten Weges zu erhalten. Segelt das Schiff nichtfierade auf dem Meridiane oder dem Parallele, sondernk'hlet seine Richtung namentlich mit dem Meridiane einengewissen Winkel, welcher für eine gerade Richtung des-s< -1heii für alle fügende unverändert bleiben mufs, so ent-s| eht auf der kugelförmigen Erdoberfläche eine spiralförmigdein Pole zulaulende, ihn aber nie erreichende Linie, dieloxodromisclie Linie oder die Linie des brummen Laufes 1 ).

Diese Curve auf den gewöhnlichen Charten zn zeichnen^'a’re zu schwierig für den Schiffer, welcher die einmalRogebene Richtung heibehaltcn mufs, und sie daher alsgerade Linie beibrhallen will. In diesem halle müssen aber,">e auf der Kugel, die Meridiane und Parallele einander

’) Aolleri: Unlersiicliunpen iiher diese Cairvn sind rnn J. Tlrrnoullit>|>|). JNro. Ki'o. nt) und h'i., von Mac l.aiinn in Trcalise nfI'limons Jj. 8 ! dl)., Wal/ , in Acla Knut. I i|is. 1711. Maj., vonMaiijicflni.s in Mein, tle J’Acad. 17tf. p. dl.!. JNeneni: S. Klii-spd’s niulhcm. Winli rl». T. 111. Urandcs Lchrb. der höherent-liunnctrie. II. ‘2*0.