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2 (1830) Zweiter Theil, welcher die angewandte Physik enthält / von G. W. Muncke
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rechtwinkelich schneiden. Diejenigen Charten, welche 8ufdiese Weise gezeichnet sind, lieifsen Planetarien, das Sc*geln nach denselben nennen die Engländer Plain Sailinj’>die Franzosen Navigcr sur le P/at. Weil aller die Längen'grade nach dieser Zeichnungsart überall gleich grofs wer*den, in der Wirhlicliheit aber nach den Polen hin abnehmen,so hünnen die auf solchen Charten gemessenen Entfernungenmit den wirklichen nicht übereinstiniinen. Dieses erkannte’man schon frühe, schrieb aber die Abweichungen theibStrömungen, theils Unrichtigkeiten der Magnetnadel zu»jedoch fand man solche Charten bequem, und der Portu-giesische Prinz Heinrich, der Entdecker der lnsdMadera 04120), empfiehlt sie daher sehr, jedoch nur Hu'kurze Seereisen. Gerhard Mercator verbessertediese Abweichung dadurch, dafs er die Entfernung d® 1 ’Meridiane von einander unverändert liefs, die Abständeder Parallele von einander aber um so viel zunehmendzeichnete, dafs das Verhältnifs derselben zu den Meridianendemjenigen auf der Engel völlig gleich kommt. EduardW right *) zeigte die Theorie dieser Projection, undseitdem hat man in mehreren Werken berechnete Tafel"ium für dio gleich weit von einander entfernten Meridian®die Grüfsc der nach den Polen wachsenden Parallele z®finden. Einfach läfst sich die Verbesserung dadurch be-werkstelligen, dafs man die Meridiangrade in demjenig®®

' umgekehrten Verhältnisse vergrößert, in welchen die zu-gehörigen Grade der Parallele kleiner werden, wozu dt®219. mitgetheilte Tafel benutzt werden kann. Unter25° 50' Breite beträgt z. B. der Längengrad nur 0,9 <l üS

Breitengrades, folglich mufs lezterer daselbst — derjen 1 '

gen Länge haben, die er unter dem Acqnator hat. Na®' 1dieser Projection ist unter andern v 1{ r u s e n s t e r n 's ISI^herausgegehene Charte des ganzen Erdkreises gezeichnet»und überhaupt werden in der Regel alle Soccharten nac®dieser Projection verfertigt.

Solche Charten sind für die Schiffahrt sehr beque^ 1 ’haben aber das Mangelhafte, dafs sie den Flächeninhalt d clLänder, vorzüglich gegen die Pole hin, scheinbar viel ye®-gröfsert darstellen. Bei Ländercharten wählt man die* 0Projectionsart daher nur dann, wenn Tlieile der Erüobci-

i) Certain Errors in naügation corrected. London J657.