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2 (1830) Zweiter Theil, welcher die angewandte Physik enthält / von G. W. Muncke
Entstehung
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lindenden Wassers ein tieferes Eindringen verhindert.Diesemnach kennen wir nur einen höchst geringen Theilder Kruste unseres Erdballs, da dessen Halbmesser SßOMeilen beträgt. Legt man durch die Oberfläche der Erdeeine verticale Ebene, so durchschncidel diese eine grölsereoder geringere Menge Lager von Fclsarten von ungleiche*’Mächtigkeit, welche im Allgemeinen in einer solchen Rei-henfolge geordnet sind, dafs die riichsichtlich des Altersihrer Ablagerung ältesten von unten herauf den Anfangmachen, ohne dafs übrigens die gesammlen Eelsarteniwelche übereinander gelagert Vorkommen, sich an allenOrten vollständig linden, indem vielmehr manche Zwischen-glieder fehlen und nach jeder geologischen Theorie auchiüglich fehlen können. Ganz unten findet man meisten*Granit oder Gneis, dann die verschiedenen SteinarteiMwelche Ueberrcstc organischer Wesen enthalten, und obenDammerde, jedoch ist es an vielen Stellen nicht geslattetibis auf den crstcren herabzuhomrnen. Höchst merkwürdigist namentlick die Reihenfolge bei Paris , wo Ablagerungenaus See wasser und süfsem Wasser ab wechseln, ohne daf*man diese Erscheinung bis jetzt genügend zu erklären ver- ■»mogte *_).

Diese Lager v f on Fclsarten sind entweder horizontalioder sie sind muldenförmig gebogen, oder sie machen ei-nen gewissen Winkel mit dem Horizonte, welcher jedochau den verschiedenen Orten der Erde verschieden ist.

Neigung gegen die Ilorizontalchenc nennt man das Falle 11 ’und mifsl dieselbe in Graden des Winkels, welchen d' eE'.hcne der gelagerten Felsarten mit der horizontalen macht»ihre Längenerstrechung nach den Weltgegemlen heifst da*Streichen, welches nach dem Winkel mit dem astronor** 1 'sehen, häufiger dem magnetischen Meridiane geinessc**wird, wobei man sieh des in 12 Stunden get heilten, **''/der Nordspitzc in 0 oder 12 Uhr anfangenden, berginäi> nl 'sehen Cnmpasscs bedient. Restehen die Gebirge aus solche*Lagern, so nennt man sie stralificirte, wozu vorzügli*^ 1Kalk. Sandstein, Schieferthon, Steinkohlen, Gneis, Gli** 1 'inerschiefer, Thonschicfer u. s. w. gehören.

i) Cuvier ct nrnngniard Essay snr la gengrajiliie minerale des f' n 'virons de Paris ISI1. 8. Vergl. Weitster in 'frans, of *di* !Uenl. Soc. I.ond. 1811. T. II. ln England finden sich ähnlich*Erscheinungen.