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2 (1830) Zweiter Theil, welcher die angewandte Physik enthält / von G. W. Muncke
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wurde. Das Salzlager in Siebenbürgen ist 120 Meilen lang15 bis 20 Meilen breit und von verhältnifsmäfsiger Mäch-tigkeit. Die Grube zu Kotosch gab 1772 jährlich 1-44000Slein Salz zu 80 bis 90 ?b. Die zu Tarda lieferte zu der-selben Zeit und noch 1777 jährlich 145860 Stein; Sieben-bürgen im Ganzen liefert fast 1 Will. Centner und halb soviel wird in SliicUen über die Halden geworfen ')• Salz-burg liefert nicht minder eine unerschüplliche Menge Stein-salz, auch ist neuerdings aufgefunden, dafs die seil uralten•Seiten reichen Salzquellen in Lothringen als das Erzeugnifsc *nes unermefslichen Salzlagets zu betrachten sind * 2 ).

In Peru findet man das Steinsalz 9000 E- über der Mee-veslläche, und in Chili ist es in Menge vorhanden 3 4 ), über-haupt ist in Südamerica der östliche Theil arm, der west-liche reich an Salz ■*).

Eine merkwürdige Erscheinung bieten die sogenannten(natürlichen) Salzpfannen in Africa , vorzüglich am süd-lichen Ende der Colonie dar. Eine der grofsteu besah( J ich tc ns tein 5 J , ein See, der in einer Stunde umgangenWerden bann, mit hellem Wasser, so gesättigt mit reinemKochsalz, dafs ein Tropfen auf einem Kleide Krystalle^uriichläfst. In der Wanne verdunstet so viel Wasser,tlafs am Kande eine dicke Kruste von sehr grofsen Krystallenentsteht, von denen sich die kleinen zuweilen ablösen, undWie Schnee durch den Wind zu eigentlichen Haufen zusam-Oiengewehet werden. Die Menge des erzeugten Salzes ists ° grofs, dafs nicht blofs die Colonisten holen, sonderna üch eine Menge in Schiffen zur Kapstadt gefahren wird,(hoher ist starke V egetation, die dem Ganzen ein romanti-sches Ansehen giebt.

Dafs die Urgebirge kein Salz enthalten, schliefst mandaraus, weil die aus denselben entspringenden heifsenQuellen sämmtlich süfs sind 6 ). Indcfs ist dasselbe im Spru-

*) Gnettard in Mem de l’Acad. 1762. p. 493. Liclitenlierg Mag*I. p. 30. Journ. des Mines. XXIII. 280.

a ) Jaurn. de Pliys. LXXXIX. p. 305 u. 473.

3) Kotzebue Reis. III. p. 29.

4) I). Fel. Azara Vojagcs dans l’Ameriqtic meridionato. Par. 1809.

IV. Tom. 4. Escliwcge in Gilb. Aunal. HX. p. 126.

beisen. T. I. p. 556.brongniart Mineralogie. 1. 95.