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2 (1830) Zweiter Theil, welcher die angewandte Physik enthält / von G. W. Muncke
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fallend, aber analog ist es, dafs in Langedogen im Saal»breise ein solches Thier in einem mächtigen Letten-Flötze16 Z. unter der Oberlläche unbeweglich eingesperrt gefun-den wurde, welches hoch 8 Tage nach der Entdeckung indieser seiner Wohnung fortlebte 1 ). Nach Scoolcraft’sBerichte wurde von den Arbeitern am Canal Evie zu Lock-P°rt in der Grafschaft Niagara eine lebende Kröte in einemaus der Tiefe heraufgeförderten Steine gefunden 2 ). Inlezterer Gegend ist Kalkstein vorherrschend, die meistenPhiere sollen aber im Sandsteine gefunden seyn, dessenAlter verhältnifsmäfsig nicht grofs seyn kann, allein höchst■merkwürdig ist, dafs Ul loa in einem gespalteten Marmor-blockc zwei lebende Würmer gesehen haben will, und dafsnach Tassoni in einem solchen bei Tivoli ein lebenderKrebs gefunden wurde 3 ). Noch jüngstens sah ein Geist-licher in einem Kreidcberge zu Eden in Suffolk zwei Sala-mander, welche mit Schleim überzogen waren, und nachdem Waschen sich bewegten, aber bald starben 4 * ).

Auch Ueberreste menschlicher Kunstwerke findet man,n Und zwischen Steinmassen. Nach De Lascour s ) fan-den Steinhauer zu Auch im Departement du Gers ein ver-mutlich als MaPsstab gebrauchtes Stück Kupfer, 13 Lin.l an g, 2 Lin. hoch und 2 Lin. breit, welches 6 F. tief inKalkstein und 15 F. unter der Oberlläche der Erde lag.Ue la Metherie 6 ) erzählt von einigen zu Doue untermehreren Versteinerungen gefundenen steinernen Beilen,' v >o diejenigen, deren sich die Wilden bedienen, undKürtin 7 ) von ähnlichen, welche 19 F. tief unter Ver-steinerungen lagen. Das merkwürdigste und mit allenUmständen genau constatirte Beispiel hat der Chevalierd e Sades als Augenzeuge berichtet 8 ). Es wurden näm-uch 1786 zu Aix in Provence in einem Steinbruche SteineZu m Bauen gebrochen, welche hellgrau und weich waren,an der Luft aber erhärteten. Von den einzelnen, durch

') Voigt Mag. T. I. St. 4. p. 35.

2 ) Edinb. Phil. Journ. Nro. XVI. p. 403.

3) Journ. de Phys. 1817. p. 308.

4) Phil. Mag. 1816. Pcc.

Journ. de Phjs. XCI. 140.

®) Ebendas. LX. p. 89.

7) Orographic de Bruxelles.

Bournon Traite de inincralogie. T. II. p. 402.