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in Modena '). An einigen Orten in und bei Wien gräbtman durch eine 10 bis 12 Klafter tiefe Lage Grus, dann ineine 10 bis 50 Klafter dicke Thonlage, setzt ein Brunnen-rohr hinein, durchbohrt das Thonlager und das darunterbefindliche Kieslager, so dringt das Wasser mit grofserHeftigkeit empor. Auf das Rohr werden andere gesetzt,in denen das Wasser oft über die Dammerde heraufsteigt,und beständig läuft 2 ). Die Bedingungen ihres Vorhanden-Eig. 17.] seyns kann man sich leicht denken. Grenzt an ei-nen Berg m, dessen für das Quellwasser undurchdringliche■Felsart eine muldenförmige Vertiefung cgd bildet, ein1 zusammenhängendes Thonlager, dessen verticaler Durch-schnitt durch die Linie ahb angedeutet seyn möge, unterWelches das durch die Fläche des Berges aufgenommeneatmosphärische Wasser herabsinkt, so mufs lezteres an allenOrten unter der horizontalen Grenze n n, wo das Thon-lager durchbohrt wird, einen artesischen Brunnen geben.Hieraus folgt schon von selbst, dafs solche Brunnen nichtan allen Orten seyn können 3 !, und nicht auf einer beson-deren Kunst des Grabens beruhen, sondern durch die geo-gnostischen Verhältnisse der Gegenden gegeben seynmüssen, und hiernach auch das Wasser mehr oder minderhoch treiben werden. Solche Thonlager sind oft von un-glaublicher Ausdehnung, und können an meilenweit ent-fernte Berge grenzen, jedoch nimmt die Wahrscheinlichkeit,8 <>lche Brunnen zu treffen, in ebenen Gegenden mit derEntfernung der Berge ab, wo aber diese in nicht zu grofserEntfernung vorhanden sind, darf man mit grofser, nahe anEewifsheit grenzender, Wahrscheinlichkeit Quellwasserei 'Warten, wenn man eine dort vorhandene 5 bis 200 undmehr Fufs dicke Thonschicht durchgräbt.
In der Regel und wohl mit Gewifsheit findet man Quell-Wasser für Brunnen, wenn man bis zum Niveau benach-barter Seen, grüfserer Flüsse oder des Meeres gräbt, unddie Höhe des Wassers solcher Brunnen kann sich selbst mitder Höhe des Wasserspiegels jener Seen und I 1 liisse ver-ändern. Hieraus folgt jedoch nicht, dafs ersterc ihr Was-Ser aus lezteren erhalten, denn sonst müfste dasselbe in
*) Ramaz7.ini de fontium Mutincnsium admiranda scaturigine. Mu-
Önac 1691. 4. Ins Engl , übers. Lond. 1697. auch Genevae 1717.a ) Sclioti Physik, p. 501.
3) Vcrgl. Hcricart de Thury in Annal . des Mincs. VI. p. 321.