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Es giebt überall eine Menge Seen, sowohl in ebenenals in gebirgigen Gegenden, und von sehr verschiedenerGröfse. Im Allgemeinen sind sie in den nördlichen Erd-theilen am häufigsten, oft auf beträchtlichen Höhen, vonsehr grofser Ausdehnung und nicht selten von unglaublicher■liefe. Sie alle hier nahmhaft zu machen würde zu weit-läufig nnd ohne entsprechenden Nutzen seyn, daher nureinige der merkwürdigsten zu erwähnen sind.
Die bedeutend hoch über der Meereslläche liegendenSeen sind entweder vulcanische Krater oder Sammelplätzedesjenigen Wassers, welches in den eingeschlossenen Thä-lern zusammenlliefst. So haben der Mont Cenis, derhieine und grofse Bernhard Seen fast auf ihrer Spitze; dererstere ist eine halbe französ. Meile lang, der leztere hatfast 4000 Meter Umfang, und beide sind von unbekannterliefe. Ein See auf dem Mont-Perdu liegt 2540 Meter, derMica bei Antisana 4000 Meter und Mexico 7000 F. über derMeeresfläche in einem See.
Grofse und tiefe Seen giebt es vorzüglich im nördlichenRußland, auf der Skandinavischen Halbinsel, in Schott-land, in der Schweiz , bei deren einigen der Boden bisbeinahe auf den Spiegel des Mittelländischen Meeres herab-gehen soll *), ferner in Nordamerica , auch findet sich selbstin der Africanischen Provinz Bornu ein grofser See, derl'saad, welcher 90 französ. Meilen lang ist 2 ). Der Bären-see hat 1.50 geographische Meilen Länge, 120 M. Breiteund in 45 Faden noch keinen Grund. Sein Wasser ist sobell, dafs ein Stück weifses Tuch auf 90 Fufs Tiefe nochsichtbar erscheint. Die Gröfse und 'I’iefe der Seen in denVereinigten Staaten nach Miles, deren 4,5 nahe genau einegeographische Meile ausmachen, und in engl. Fufsen ist fol-gende 3 ) :
Kamen.
Länge.
Breite.
Tiefe.
. . 180
Miles.
40 Miles.
1000 F.
Erie .
. . 270
00
400 »
Huron
. . 250
7>
100
T>
1800 »
Michegan
. . 400
y>
50
unbek.
Green - Bay
. . 105
20
unbek.
Superior .
. . 480
»
109
J>
1800 »
0 v. Humboldt
Reis. Tlil. III. p. 128.
2 ) Annal. Cliim. et Pliys. XXVII. p. 394.
9) Quartcrly Journ. of Sc. N. S. Xro. X. p. 432.